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"Bildungslücken" gefördert? - Bildungsbericht warnt vor Betreuungsgeld

Das kontrovers diskutierte Betreuungsgeld, eigentlich als staatliche Entlastung der Kosten für Kindertagesstätten und Unterstützung von betreuenden Müttern daheim gedacht, bekommt erneut Gegenwind, diesmal im neuen nationalen Bildungsbericht. Dort wird sogar vor dem Betreuungsgeld gewarnt.

Nach Untersuchungen wurde festgestellt, dass Kinder, die vor Ihrer Einschulung eine Kita besuchten, einen Bildungsvorsprung von bis zu einem Jahr hatten.

Kernproblem wurde darin gesehen, dass die, die Bildung am nötigsten hätten (prozentual am häufigsten Kinder aus problematischen Elternhäusern und Migrantenfamilien), sogar doppelt benachteiligt würden.


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WebReporter: b_andog
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, CDU, Bildung, Betreuungsgeld
Quelle: www.faz.net

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2012 12:12 Uhr von b_andog
 
+0 | -7
 
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Ich denke das viele Mütter durchaus Ihre Kinder optimal fördern können bzw. Bildung vermitteln. Es geht im wesentlichen um die die es nicht können. Und das wäre ein klarerer Schritt in Gesellschaftsspaltung.
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20.06.2012 12:25 Uhr von b_andog
 
+9 | -2
 
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ich kann mir vorstellen das durch das Betreuungsgeld die Schere zwischen Arm und reich nur verstärkt wird. Die soziale Kompetenz über die wir so schimpfen in Deutschland wird zum großen Teil schon deutlich im Kindesalter geprägt.

Wieschon erwähnt die die sich engagieren und versuchen Ihre Kinder bestmöglich zu fördern sind nicht angesprochen. Leider gibt es auch noch viele viele Andere....



Auto, Bus, Flugzeug, Gabelstapler benötigt man einen Schein, In Deutschland benötigt man für fast alles einen Befähigungsnachweis, eine Qualifikation oder Ausbildung.

Kinder in die Welt setzen..... das darf jeder...
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20.06.2012 12:47 Uhr von Alh
 
+6 | -8
 
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Lest: doch einfach Sarrazins Vorschläge in seinem Buch, ihr Volkstreter und Aufsetzer des Bildungsberichtes.
Er hat da sehr gute Ideen wie gefördert wird, dass nicht die minderbemittelten, integrationsunfähigen von der Kinderschar profitieren, denn so wird es mit diesem Betreuungsgeld sein.
Dieser Verlauf, vor dem Sarrazin eindeutig warnt, nämlich das der IQ in DE rasant talwärts fährt durch steigenden Migrantenanteil, muss sofort gestoppt werden!
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20.06.2012 13:03 Uhr von Katzee
 
+2 | -0
 
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Das Betreuungsgeld: soll für Kinder bis zum 3. Lebensjahr gezahlt werden. Normalerweise gehen Kinder erst ab dem 3. Lebensjahr bis zur Einschulung in den Kindergarten. War bei meinen Kindern auch so - auch ohne Betreuungsgeld.

Daher ist diese Aussage im Artikel kein Widerspruch zum Betreuungsgeld: "Nach Untersuchungen wurde festgestellt, dass Kinder, die vor Ihrer Einschulung eine Kita besuchten, einen Bildungsvorsprung von bis zu einem Jahr hatten."
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20.06.2012 13:07 Uhr von b_andog
 
+2 | -6
 
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@Alh: in der Quelle steht Kinder aus "problematischen Elternhäusern und Migrantenfamilien"...

und das ist auch der Punkt der mich an Sarrazin stört. Er hat teilweise recht. Aber indem er ganz viele Informationen weglässt beschreibt er eine sehr einseitige Betrachtung der Problematik.

Aufs Thema bezogen..:

"problematische Elternhäusern" sowieso schon ein Begriff den man breit auslegen kann, bezieht sich auch auf einen Großteil "deutscher" Familien ohne Migrationsbezug.

Es gibt klare Problem in der Integration aber diese alleinig für das Sinken des durchschnittlichen IQs verantwortlich zu machen ist Blödsinn...

und so stellt er das gern da und hat willige Zuhörer bei denen hier in Deutschland die in ihren rechtspolitischen Lösungsansätzen eh schon oft die selbsterwähnten Bildungsdefizite vorweisen...

Paradox ;-)
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20.06.2012 14:22 Uhr von sicness66
 
+6 | -2
 
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Jaja das Betreuungsgeld: Auf der einen Seiten nach Frauenquote schreien und vom Jonbwunder reden, auf der anderen Seite, Frauen wieder an den Herd fesseln wollen...
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20.06.2012 18:19 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -2
 
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@ImmerNurIch: -- "Es wäre nicht abwegig, dass die "Elitären" in Zukunft keine gebildeten Menschen brauchen können, weil Bildung zu Widerstand führt."

Zumindest rechtskonservative Kreise dürften tatsächlich so denken. Immerhin ist über diverse Studien schon lange bekannt, daß Bildung einen großen Einfluß auf das Wahlverhalten hat. Zynisch könnte man die Ergebnisse dieser Studien so ausdrücken: je dümmer jemand ist, desto rechter wählt er... (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. ;-)
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20.06.2012 22:16 Uhr von Katzee
 
+0 | -4
 
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@ sicness66: Bist Du eines der Ost-Kinder, die direkt nach der Geburt in einen Hort gegeben wurde, damit Deine Mutter wirkungsvoll ihre Stellung in dem Gombinat xyz einnehmen kann?
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25.06.2012 17:20 Uhr von b_andog
 
+0 | -0
 
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@Katzee: In der DDR wurde glaub ich ca. 1980 oder 82 (circa) die Möglichkeit eingeführt das die Mutter auch bei vollem Lohnausgleich eine begrenzte Zeit zu Hause bleiben kann. (Quasi war die DDR sogar ein Vorreiter in Sachen Betreuungsgeld?) Naja nicht ganz. Soweit ich weiß war das an den vorherigen Verdienst gekoppelt. Betreuungsgeld ist ansich überhaupt nicht verwerflich. Problematisch ist nur immer ... wenn öffentliche Gelder fließen ohne das man ansatzweise nachvollziehen kann ob die Leistung die damit gestützt wird auch erbracht wird.

Automatisch zu sagen: Das Mutter werden einen dazu befähigt ein Kind groß zu ziehen

ist wie zu sagen ich brauche kein Führerschein ich hab schon in einem Auto gesessen.

Das eine sinnvolle Sozialisation nicht erst ab dem Kindergartenalter beginnt, wissen ja die meisten. Trotzdem glaube ich das gerade heute wo die Komplexität der Gesellschaft zu einer Überforderung nicht weniger führt. Denen würde ich empfehlen aufs Betreuungsgeld zu verzichten und die Hilfe von Kitas in anspruch zu nehmen...

kleine Spitze:

"K"ombinate gab es im Osten und auch Mütter die gearbeitet haben, aber auch Kinder die zur Einschulung schon wußten wie man eine Schere hält und wie man sich die Schnürsenkel bindet, das man Grenzen anderer Kinder beachtet und das man auchmal ein paar Minuten aufmerksam sein muss.
(von einer Lehrerkollegin habe ich gehört das dass derzeit teilweise die Kerninhalte einer ersten und zweiten Klasse einer Grundschule sind)

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