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Nach "Dresdner Bank"-Übernahme: Commerzbank nimmt Wucherzinsen von Studenten

Die Commerzbank übernahm die Dresdner Bank. Bei der hatten Studenten einen Flexi-Studienkredit abgeschlossen. Im Zuge der Übernahme vergaß die Dresdner Bank aber, die Studenten über das Auslaufen der Kreditlinie zu informieren. Der Neueigentümer Commerzbank kassierte dann die Studenten kräftig ab.

Die Rückzahlungsmodalitäten der Kredite sollten erst bei deren Fälligkeit vereinbart werden, dies unterblieb jedoch nach der Übernahme vielfach und so nahm die Commerzbank von den Studenten 18 Prozent Überziehungszinsen. Ein Student soll allein an diesen Zinsen 4.000 Euro zahlen. Die Bank droht mit negativen Schufa-Einträgen und Inkassobüros.

"Es drängt sich die Vermutung auf, dass die Bank die Umschuldung bewusst verzögert hat, um Überziehungszinsen zu erwirtschaften", meint Bankrecht-Fachanwalt Helge Petersen. 30 Studenten haben ihn bereits aufgesucht. Die Betroffenen organisieren sich aber auch per Internet.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Student, Übernahme, Kredit, Abzocke, Commerzbank, Dresdner Bank
Quelle: www.ftd.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.06.2012 07:23 Uhr von DerMaus
 
+33 | -5
 
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Hätte auch nur irgentwer ernsthaft mit was anderem gerechnet, wenn die Commerzw*chser invoviert sind?
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19.06.2012 08:15 Uhr von Zephram
 
+24 | -2
 
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jo genau: Vom Studentendarlehen auf Dispo-Zinsen schalten, na der Verantwortliche könnte bei mir gleich gehen, weil so hält man sich sicherlich die zahlungskräftige Kundschaft von morgen bei der Stange... nicht ^^

jm2p Zeph
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19.06.2012 09:34 Uhr von Crazy Com
 
+15 | -3
 
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@Schlottentieftaucher: Rechts neben dem "M" sind so zwei Tasten, die man auch benutzen darf.
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19.06.2012 09:49 Uhr von jpanse
 
+14 | -2
 
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Schlotte: Wir wissen ja alle das du die 5W Lampe unter den Leuchten bist.

1. Dispo um die Höhe des Einkommens beansprucht.
2. Einkommen wird auf Konto verbucht, Konto ist auf null.
3. Rechnungen zahlen, einkaufen usw. ZACK wieder im Dispo.
4. Zinsen werden fällig, meist so 12 -17% überzieht man den Dispo wird es noch härter.
5. Einkommen wird auf Konto verbucht, Konto ist im Minus weil ja die Zinsen vom Dispo jetzt auch noch dazu gekommen sind.

usw. usw. uws.

Ein Teufelskreis, da kommste nie wieder Raus. Dispo ist eine Gemeine Sachen. Dann lieber nen Ratenkredit, der lässt sich meines Erachtens nach noch leichter tilgen, da hier nicht die ganze Summe sofort fällig ist wie beim Dispo...

Dispopo, voll fürn Hintern...
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19.06.2012 10:33 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -1
 
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Keine Zinsen vereinbart laut Quelle insofern ist der ganze Vertrag mehr als sittenwidrig.
Es ist die Unerfahrenheit junger Leute, die einen Vertrag unterschreiben, wo die Rückzahlung nicht einwandfrei geregelt wurde. Die Dresdner Bank hat den Unsinn gemacht.
Die Commerzbank sollte diesen Umstand nicht ausnützen.
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19.06.2012 10:45 Uhr von donk_py
 
+7 | -3
 
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Bei der Commerzbank wundert mich das nicht wirklich.

Ich war dort Kunde und eine Kündigung des Kontos die per Einschreiben verschickt wurde kam ungeöffnet in einem neuen Umschlag zurück. Das zieht sich nun seit 2010 hin und es werden mir munter Kontoführungsbegühren berechnet.

Ich soll um die sache zu klären eine 0180 nummer anrufen wo man allerdings gelinde gesagt wie ein Depp behandelt wird, da es sich um ein Firmenkonto handelt ist mittlerweile auch der Anwalt eingeschaltet. Mal sehen ob sich dies nun vor Gericht klären lässt um ein einfaches Konto zu kündigen.

Ich kann jedem nur von der Commerzbank abraten, Kundenservice ist dort ein Fremdwort.
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19.06.2012 10:59 Uhr von Ich_denke_erst
 
+5 | -11
 
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Vollkasko Mentalität: Studenten sollten ja die geistige Elite einer Nation sein - von daher habe ich wirklich kein Mitleid mit diesen Geisteblitzern.

Ausser meinem Haus habe ich noch nie etwas auf Kredit gekauft - Regel Nummer 1: Was ich mir nicht leisten kann leiste ich mir nicht.
Regel Nummer 2: Verlasse Dich nie auf andere sondern kümmere dich selbst um deine Angelegenheiten.

Hätten sie das berücksichtigt wären sie niemals in diese Verlegenheit gekommen. In Deutschland sind immer die anderen Schuld wenn ich selber nicht in der Lage bin mich zu organisieren.
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19.06.2012 11:25 Uhr von saber_
 
+7 | -0
 
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beim besagten kredit handelte es sich um eine art privat-bafoeg!

student schliesst vertrag ab und hat einen maximalen kredit von 35000 euro. dieses geld wird monatlich an den studenten ausbezahlt fuer eine vorgegebene laufzeit...

zb jeden monat 500 euro bei 8 semestern studiendauer = 24000 euro kredit.

ein jahr nach studienabschluss wird dann angefangen mit dem abzahlen vom kredit.
bis zum zeitpunkt der ersten rueckzahlung laeuft der kredit auf 6%, ab der ersten zahlung mit 8%...


http://www.studis-online.de/...


warum man sowas macht? vielleicht gibt es studenten die keine reichen eltern haben oder deren eltern nichts abgeben wollen?
vielleicht gibt es studenten die nicht nebenbei arbeiten koennen weil sie familie haben?

gibt viele gruende fuer einen studentenkredit...

studium hat mich 2x500 € studiengebuehr + 10x200€ fahrtkosten im jahr gekostet...dann habe ich aber noch nichts gegessen... und fachbuecher sind auch nicht billig.... 250 € mussten also allein fuers studium aufgewendet werden... und dann will man ja noch nebenher ein dach ueber dem kopf und klamotten zum anziehen....
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19.06.2012 11:43 Uhr von MegaTefyt82
 
+4 | -2
 
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Einseitige Berichterstattung: Auch wenn ich jetzt viele Minusse kassiere, aber der Bericht ist doch ziemlich einseitig und schießt nur in Richtung Bank, stellt sie so dar, als würde sie deutschlandweit alle Studenten abzocken wollen.

Aber halten wir mal fest:

- die Kreditverträge wurden von der Dresdner Bank geschlossen, nicht von der Commerzbank, somit sind das "Lasten", die man zwangsweise übernehmen musste
- die Verträge waren darauf ausgelegt, dass sie am Ende der Laufzeit "umgeschuldet" werden, also mit einem Kredit abgelöst werden
- durch die technische Integration der Dresdner Bank im Jahre 2011 haben sich einige Dinge verzögert, u.a. auch die Benachrichtigungen darüber, dass die Laufzeit endet (hier war aber nur ein kleiner Teil der Verträge betroffen, wo die Benachrichtigung nicht rechtzeitig kam)
- die Verzugszinsen und diverse Briefe werden wohl auch automatisch erstellt, wodurch es zu solchen Forderungen kam, welche die Bank aufarbeiten muss, um die Sachverhalte zu klären, Zitat aus der Quelle:

<<Die Commerzbank weist die Vorwürfe zurück. Sie spricht von "wenigen Fällen", in denen es zum Zeitpunkt der Fälligkeit noch keine Vereinbarung gab. Sie seien inzwischen einvernehmlich mit den Kunden gelöst, teilte das Institut mit.>>

Mal davon abgesehen, dass jemand mit gesundem Menschenverstand nie einen Kreditvertrag abschließen sollte, bei dem die Rückzahlungsmodalitäten nicht im Vorfeld festgelegt wurden, wären die Beträge, die die Bank mit Verzugszinsen bekommen hätte, wenn sie darauf bestehen würde, quasi gar nichts. Schaut euch mal an, was eine Bank an Umsatz generieren muss, um am Ende wirklich Gewinn zu erwirtschaften. Da ist es viel mehr wert, keine negative Presse zu so etwas zu bekommen, als das Geld einzufahren. Aber wenn die Presse solche Berichte noch etwas ausschmückt und alle auf den "Hauptsache gegen die Banken"-Zug aufspringen, dann kommt denen das gerade recht... Menschen lassen sich leicht manipulieren. :)
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19.06.2012 11:45 Uhr von artefaktum
 
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Sittenwidrige Verträge sind grundsätzlich nichtig.
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19.06.2012 12:03 Uhr von MegaTefyt82
 
+2 | -0
 
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Naja, was heißt "sittenwidrig": Ich meine, die genauen Modalitäten kennt hier keiner, denn die wurden in der Quelle nicht weiter beleuchtet.

Prinzipiell scheint aber eine Information fest zu sein: am Ende der Laufzeit muss der Betrag zurückgezahlt werden. Entweder alles auf einmal oder mit einem neuen, abgeschlossenen Kredit. Diesen kann man aber auch bei jeder beliebigen anderen Bank abeschließen, was dann einer "alles auf einmal"-Rückzahlung entsprechen würde, d.h. man ist nicht an die Kreditzinssätze der Commerzbank gebunden (und das wurde auch in der Quelle gesagt, dass dies u.a. eine Studentin so gemacht hat).

Der Zufallsfaktor in dem Fall ist allerdings die Marktlage: bei Abschluss des Vertrages kann man halt nicht sagen, ob zum Zeitpunkt der Rückzahlung die Kreditzinsen eher hoch oder eher niedrig sind, wodurch das Ganze in bisschen zum Glücksspiel verkommt.

Aber in dem Artikel geht es ja eher da drum, dass nicht rechtzeitig genug über das Ende der Laufzeit informiert wurde, wodurch automatisch Verzugszinsen entstanden sind und dass es darum geht, dieses Problem zu lösen.
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19.06.2012 14:57 Uhr von cyrus2k1
 
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Was macht eine Bank eigentlich? Die Bank gibt einen Kredit, kassiert Zinsen fürs Nichtstun, wo ist da die Leistung. Wofür brauchen wir eigentlich Banken?

Was wäre, wenn die einfach morgen früh alle weg wären? Was würde sich ändern?

Es könnte doch die EZB / Der Staat direkt die Kredite vergeben?

Ehrlich gesagt habe ich das noch nie so ganz verstanden.
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19.06.2012 15:58 Uhr von Shitbread
 
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Immer das selbe. Banken gehören vertaatlicht. Punkt.
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24.07.2012 11:59 Uhr von Bloedi
 
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Banken gehören abgeschafft und das Geld ebenso und das sollte langsam ernsthaft erwogen und umgesetzt werden, wenn man dieses System vernünftig retten und in eine solide Position bringen möchte..


.. und an den, der bei der Commerzbank sein Konto angeblich nicht kündigen konnte.

Wie wäre es, wenn Du mal persönlich hingehst und mit den Menschen in der Filiale sprichst?

Die Commerzbank ist keine Direktbank und das macht es möglich, daß man auch mal seinen Arsch dort hin bewegt.

Wie Hirn-amputiert und kurz denkend bist Du eigentlich, wenn Du monatelang über ein schwierig zu kündigendes Konto herum heulst und auch noch einen Anwalt einschaltest, aber zu faul bzw. zu blöd bist, mal persönlich hinzugehen?

Während Du hier die Bildschirme voll heulst, wäre es extrem innovativ gewesen, wenn Du mal persönlich genau in diesem Augenblick aufgetaucht wärst..

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