18.06.12 11:16 Uhr
 312
 

Mexiko: Begrenzte Legalisierung von Drogen gefordert

Obschon der Drogenkrieg in Mexiko beinahe täglich neue Opfer fordert, wird er beim G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos nicht thematisiert werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die Politik nicht weiterhin mit diesem Thema auseinander setzt - und überraschende Reformen überdenkt.

So erwägt man nun eine begrenzte Legalisierung bestimmter Drogen. Damit soll den Kartellen die Existenzgrundlage entzogen werden. Außerdem erhofft man sich damit, Aufmerksamkeit in Washington zu erregen. Die ehemaligen mexikanischen und kolumbianischen Präsidenten befürworten diese Reform.

"Unsere Länder sollten sich zusammentun und erst einmal Marihuana legalisieren, um auch den Druck auf die USA zu erhöhen", äußerte sich der mexikanische Politologe Jose Antonio Crespo. Mit 320 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz ist der globale Drogenhandels ein besonders profitabler Wirtschaftszweig.