17.06.12 19:29 Uhr
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US-Botschafter sorgt in Moskau für angespannte Stimmung und Proteste

Seit Januar diesen Jahres ist Michael McFaul als US-Botschafter in Moskau tätig und seitdem sorgt der 48-jährige für viele Schlagzeilen. Ihm werden zahlreiche "Patzer" und "Unprofessionalismus" vorgeworfen. Ein Sprecher des Außenministeriums drohte bereits öffentlich wegen McFauls "Unbeherrschtheit"

Der Botschafter, zuletzt außenpolitischer Berater Barack Obamas, sorgte bereits am zweiten Arbeitstag in Moskau für Empörung, indem er prominente Vertreter der Putin-Opposition empfing. Auch war McFaul Obama einst bei der Analyse autoritärer Regime und der Methode, diese zu stürzen, behilflich.

Zudem hatte sich McFaul 2008 in der Zeitschrift "Foreign Affairs" über Putin ausgelassen und dessen Kurs mit dem Angolas verglichen. Die Staatspresse empfing McFaul mit diffamierenden Meldungen, ein Video spricht gar von Pädophile. Dieser konterte vor Kameras mit dem Ausdruck "wildes Land".


WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Moskau, Botschafter, Stimmung, Michael McFaul
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.06.2012 19:29 Uhr von Raskolnikow
 
+4 | -2
 
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Was mich wirklich besorgt ist ein Auszug aus der Quelle von Mitt Romney: Demnach ist Russland Amerikas "geopolitischer Feind Nummer Eins".
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17.06.2012 23:00 Uhr von Katzee
 
+4 | -3
 
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@ Autor: Die us-amerikanische Rüstungsindustrie braucht einen konkreten Feind, um den Staat zu hohen Rüstungsausgaben zu "motivieren". Al-Kaida ist da zu "schwammig". Gegen Terroristen kann man nicht gut mit schwerem Gerät Krieg führen. Also "besinnen" sich die Herrschaften auf einen alten Feind, zumal der im Moment militärisch nicht so schlagkräftig ist wie noch vor 40 Jahren. Und gerade die Republikaner waren in den vergangenen Jahrzehnten der beste "Partner" der Rüstungsindustrie. Was liegt da näher als dass der republikanische Präsidentschaftskandidat sich als guter Partner empfiehlt und ideologisch den kalten Krieg wieder aufleben läßt?

[ nachträglich editiert von Katzee ]
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18.06.2012 00:05 Uhr von Raskolnikow
 
+2 | -1
 
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@Katzee: Ja genau! Immer wieder gewaltig, mit welch scharfer Munition auf dem Schlachtfeld des (amerikanischen) Wahlkampfes geschossen wird...
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18.06.2012 00:22 Uhr von ElChefo
 
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Katzee: AQ (mit allen Filialen) reicht immerhin aus, um so ziemlich das gesamte US-Militär grundlegend umzukrempeln.

Erinner dich mal, welches Material vor der Erklärung des War on Terror vorhanden war und was jetzt vorhanden ist. Nahezu die gesamte Flotte an Radfahrzeugen wird ausgetauscht, die meisten Kampfpanzer von Feldschlacht- auf MOUT-Kompatibilität umgerüstet, C4i in allen Bereichen nachgerüstet bis auf Gruppen- und Truppebene, Aufklärungskapazitäten geschaffen wo früher nur vereinzelte Spezialisten vorhanden waren usw.

Speziell der Bereich der Radfahrzeuge (Stichwort: MRAP) besteht fast nur aus Interimslösungen. Das soll nicht ausreichen?

...und wie passt da Russland? Wieso eine Millionenarmee auf Konfrontation mit grösstenteils irregulären Gegner umrüsten, wenn der nächste erklärte Feind wieder ein staatlicher Akteur ist, den man nur im bei regulärem Antritt antrifft?
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18.06.2012 01:09 Uhr von Perisecor
 
+2 | -3
 
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@ ElChefo: Verwirre fachfremde Besserwisser ohne Wissenssubstanz doch bitte nicht mit harten Fakten.


Der beste Partner der Rüstungsindustrie überhaupt war übrigens ein Demokrat - nämlich FDR. ;)



Der Quelle kann man übrigens entnehmen, dass Herr McFaul durchaus nicht unüberlegt und vor allem nicht ungebildet an die Sache herangeht.

Dass Putin nicht passt, wenn ihm jemand nicht nach der Pfeife tanzt, kann sicherlich auch Herr Chodorkowski bestätigen.


Solche unwichtigen Details passen natürlich nicht in Raskolnikow´s Konzept einer absolut subjektiven Berichterstattung.
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18.06.2012 22:55 Uhr von Katzee
 
+0 | -1
 
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@ ElChefo: Die Regierung Obama hat erst in diesem Jahr den Militäretat zusammengestrichen, weil der Rüstungswahnsinn die USA einfach zuviel kostet. Kein Wunder, dass Romney nun versucht mit "alten Ketten" zu rasseln, um, wenn er an die Macht kommt, den militäretat wieder nach oben zu schieben, um seine Lobby-Freunde der Rüstungsindustrie zufrieden zu stellen.
http://www.zeit.de/...

@ Perisecor:
Ich habe nie behauptet, Russland sei harmlos. Es ist momentan militärisch nicht so schlagkräftig wie vor 40 Jahren. Putin war nicht umsonst KGB-Chef - und er handelt nach wie vor als stünde er der UDSSR und nicht nur Russland vor. Wenn Russland wieder zu Geld und Macht kommt, ist es genauso gefährlich wie die USA - beide Länder sind machtbesessen und träumen von mehr Macht als für die weltweite Staatengemeinschaft gut ist.

Und was Roosevelt angeht: Lange Zeit hat er sich dagegen gesträubt, die USA in den 2. Weltkrieg zu führen. Die von England geforderte Unterstützung ist erst auf taube Ohren gestoßen, dann kamen halbherzige Freiwillige, um die britischen Flieger zu unterstützen. Erst nachdem England fast am Ende war, liefen langsam Material-Lieferungen an.
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19.06.2012 04:40 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@ Katzee: "...den militäretat wieder nach oben zu schieben, um seine Lobby-Freunde der Rüstungsindustrie zufrieden zu stellen. "

Das hat wenig mit seinen Lobby-Freunden zu tun, sondern damit, dass der republikanischen Ansicht nach ein starkes Bundesmilitär benötigt wird.

Bevor du also anderen Leuten Lobbyismus vorwirfst, solltest du dich ein wenig über deren politische Hintergründe informieren.



"Es ist momentan militärisch nicht so schlagkräftig wie vor 40 Jahren."

Im Gegenteil. Ich schätze Russland heute als ähnlich schlagkräftig wie 1972. Die konventionelle militärische Übermacht begann erst gegen Ende der 70er Jahre, der absolute Höhepunkt konventioneller russischer Macht waren ~1984-1988. Das war in etwa der Zeitpunkt, als alle Kampfmittel eingeführt waren, welche auch heute noch ihren Dienst tun.


Dass du nicht auf ElChefos Beitrag eingegangen bist, ist schade, denn er erklärt sehr gut, warum die USA sich von militärischen Massenkriegen abgewendet haben und diese heute weit weniger wirksam führen könnten, als noch vor 10 Jahren.



Dass FDR damals nicht direkt in den Krieg einstieg hatte mit der damaligen Politik zu tun.
Lustig, dass ausgerechnet du das jetzt ankreidest.

Nichtsdestotrotz wurden unter FDR mehr Rüstungsgüter hergestellt und mehr Geld dafür ausgegeben, als unter irgendeinem anderen Herrscher in der Geschichte dieses Planeten (und ein Teil davon sicherte Großbritannien, vor allem aber die Sowjetunion, vor der Vernichtung).
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19.06.2012 18:18 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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Katzee: "Die Regierung Obama hat erst in diesem Jahr den Militäretat zusammengestrichen,"

Absolut unwesentlich für meine Ausführungen. Fakt ist, das seit mindestens 10 Jahren in allen westlichen Armeen ein Umdenken stattfindet und dieses Umdenken auch zu Änderungen von Doktrinen und Ausrüstungsstandards führt.
Beispiel:
Bei REFORGER ´85 fuhren haufenweise ungepanzerte Jeeps und Kampfpanzer mit Dachlafetten-MGs herum. Im Vergleich dazu: Erstere werden durch MRAPs aller Größen ersetzt, zweitere haben entweder fernbediente Waffenstationen oder Krähennester auf dem Dach.
Beispiel 2:
Alle klassischen KPz waren darauf ausgesetzt, das der Feind "vorne" ist. Heute geht der Trend zu Top Attack Waffen, also baut man entsprechend KPz mit verstärktem Dach. Simpel, oder?

"weil der Rüstungswahnsinn die USA einfach zuviel kostet."

Kalkuliert man ein, was alles in den (extrem transparenten) US-Verteidigungshaushalt einfliesst, ist das Budget eher mittelmässig anzusiedeln. Das können wir nach der angepeilten Personalreduzierung auf unterhalb 1 Million mal neu beurteilen. Dann macht das mehr Sinn.

"Kein Wunder, dass Romney nun versucht mit "alten Ketten" zu rasseln"

...weil Wahlkampf auch soviel mit Aussenpolitik (die von der aktuellen und nicht der potentiell nächsten Regierung geführt wird) zu tun hat.

"wenn er an die Macht kommt, den militäretat wieder nach oben zu schieben, um seine Lobby-Freunde der Rüstungsindustrie zufrieden zu stellen."

Bis Romney irgendwo in der Nähe der Macht ist (was nebenbei nicht bedeutet, das er am Haushalt groß schrauben kann), ist der Weg der Reformen soweit beschritten, das da kaum etwas gemacht werden kann. Der NDAA12 ist ja nun auch schon durch. Letztlich müsste auch der POTUS den Haushaltsausschuss überzeugen. Letzterer dürfte ihn eher an der nächsten Laterne aufknüpfen als das er sich in irgendwelche unfinanzierbare Abenteuer stürzt, die Amerika wirtschaftlich drittklassig werden lassen würde.

"Es ist momentan militärisch nicht so schlagkräftig wie vor 40 Jahren."

Stimmt. Ist es nicht. Es ist ungefähr doppelt so schlagkräftig.

"Wenn Russland wieder zu Geld und Macht kommt, ist es genauso gefährlich wie die USA - "

Im Gegenteil. Ein armes Land mit riesiger Armee, die es nicht bezahlen kann, ist deutlich gefährlicher als ein reiches Land, das über Wohlfahrt seine Soldaten zufrieden halten kann. Denken wir mal kurz nach: An der südrussischen Grenze liefert sich Russland mit China de facto einen kalten Krieg. Was ist schlimmer: Divisionen und Heeresgruppen aus unzufriedenen, schlecht bezahlten, miserabel motivierten Soldaten oder gut bezahlte Profis, die man unter Kontrolle hat? In welchem der Fälle löst sich eher ein "erster, dummer Schuss über die Grenze"?

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