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Im Hungerstreik schaltet sich der Landtagsabgeordnete Stegner (SPD) ein

Etwas geschwächt harrt Norbert Denef weiter im Hungerstreik aus. In einem Interview sagt er: "Ich will nur der Politik den Spiegel vorhalten, wo wir stehen. Hier geht es um ein Signal an die Gesellschaft." Er und nunmehr fünf weitere Missbrauchsopfer kämpfen mit dem Hungerstreik gegen das Schweigen.

Inzwischen hat sich Ralf Stegner (SPD) in die Sache eingeschaltet. "Ich unterstütze das Anliegen. Wir müssen Wege finden, dem (Anliegen, die Verjährungsfrist bei Missbrauch aufzuheben) gerecht zu werden", sagte Stegner am Donnerstag nach einem 2. Gespräch in den letzten vier Wochen.

Stegner versprach, das Thema am 25. Juni in einer Arbeitskreistagung anzusprechen. Er sieht die SPD in der Pflicht zum Handeln, auch wenn im Bundestag die erforderliche Mehrheit wahrscheinlich fehle. Seiner Meinung nach ist das Thema "nicht zu lösen wie jeder andere Punkt in der Politik."


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WebReporter: Regenbogenwald
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Hungerstreik, Landtagsabgeordnete
Quelle: www.regenbogenwald.de

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16.06.2012 10:47 Uhr von Regenbogenwald
 
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Langsam nehmen auch die Medien immer mehr Notiz von Norbert Denef´s Hungerstreik. In einer TV-Sendung Anfang des Jahres betonte Denef sinngemäß: "Es geht nicht um die Möglichkeit der Strafverfolgung, sondern dass die Missbrauchsopfer nicht weiter per Gesetz zum Schweigen gezwungen werden". Bisher kann der Täter Strafanzeige gegen das Opfer erstatten, wenn es nach der Verjährung darüber spricht. Das eröffnet auch weiteren Kindesmissbrauch Tür und Tor.
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16.06.2012 11:36 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Autor: Warum verweist du nicht direkt auf die Originalquelle? So bekommt man den Eindruck, dass die News in erster Linie Werbung für die Seite ist, die zufälligerweise den gleichen Namen wie dein Nick hat.
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16.06.2012 11:46 Uhr von Regenbogenwald
 
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Warum: ist ganz einfach: Weil nicht alle Artikel bleiben dauerhaft für Nichtabonenten verfügbar, manchmal ist es auch angenehm, nicht mit Werbung vollgestopft zu werden und an der Stelle kann man auch zusammenhängende Beiträge bequem finden. Ausserdem iost die Webseite wohl kaum eine, die noch Werbung für sich selbst machen muss. Alles in allem hat das aber wohl eher nichts mit dem Thema zu tun.
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16.06.2012 12:48 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ regenbogenwald: "Weil nicht alle Artikel bleiben dauerhaft für Nichtabonenten verfügbar"
Das ist bei vielen Quellen so, aber kein Problem. Schließlich ist nicht zu erwarten, dass die News Monate oder Jahre später noch viele Leute anklicken.

"manchmal ist es auch angenehm, nicht mit Werbung vollgestopft zu werden"
Dafür gibt es Adblock und ähnliche.

"an der Stelle kann man auch zusammenhängende Beiträge bequem finden."
Wer das will, kann Google verwenden.

"Ausserdem iost die Webseite wohl kaum eine, die noch Werbung für sich selbst machen muss."
Anscheinend doch, warum sonst dieser Account und diese Artikel?

"Alles in allem hat das aber wohl eher nichts mit dem Thema zu tun. "
Nein, aber das müssen Kommentare auch nicht.
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16.06.2012 13:51 Uhr von Regenbogenwald
 
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Das ist doch direkt sowas: http://www.shortnews.de/...

abgesehen davon, daß der Artikel ziemlich gut zum Thema passt.
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16.06.2012 14:35 Uhr von Regenbogenwald
 
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@Zeus, es fällt auf dass Du absolut gerne alles versuchst mies zu reden. Kannst Du Dich überhaupt in einen anderen Menschen hineindenken? Schonmal versucht, Dich in ein "MUTMASSLICHES" Opfer herein zu versetzen, das weiß, dass der "MUTMASSLICHE" Täter es "REAL MISSBRAUCHT" hat?!?! Für ein "MUTMASSLICHES" Opfer ist ein "MUTMASSLICHER" Täter ein "SEHR REALER" Täter!! Nur nach der Verjährung darf das "MUTMASSLICHE" Opfer nicht mehr sachlich über die "VERDAMMT REALE" Tat sprechen, wenn es dafür nicht bestraft werden will! So dumm ist das!

Was Du hier ständig abziehst ist wirklich eine pure Verhöhnung der MIssbrauchsopfer, wie es sonst nur Täter tun!
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16.06.2012 17:43 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ regenwaldbogen: Sollte der Link auf die eigene News (übrigens verpönt, da der Gedanke naheliegt, dass man so zusätzliche Klicks auf die eigene News generieren will) eine Antwort auf meinen Post sein? Wenn ja verstehe ich den Zusammenhang nicht.

Zum Thema an sich:
Bei schwerem Missbrauch haben Opfer 20 Jahre Zeit, darüber zu reden und dafür zu sorgen, dass die Täter belangt werden - und selbst diese Frist beginnt erst mit der Vollendung des 18. Lebensjahres des Opfers. Das ist eine sehr lange Zeit.
Besonders stört mich das Argument im Kommentar, dass es ja weiterem Missbrauch Tür und Tor öffnen würde, wenn man nach der Verjährungsfrist nicht darüber sprechen darf. Ist dem guten Mann klar, dass ein Opfer, das 20 oder mehr Jahre schweigt, damit in Kauf nimmt, dass der Täter in diesen 20 oder mehr Jahren weitere solche Taten begeht?

Wichtiger finde ich persönlich, dass Missbrauchsfälle durch Aufklärung verhindert und, wenn das schon nciht möglich war, zumindest aufgedeckt werden, damit zumindest jahrelanger Missbrauch möglichst verhindert wird.
Bei Minderjährigen könnte ein Ansatz dazu mehr Kindergarten- und Schulpsychologen sein, die das Verhalten der Kinder beobachten, und eine stärkere Sensibilisierung der Lehrer und Erzieher, damit sie auf missbrauchstypische Verhaltensmuster oder Verhaltensänderungen reagieren können.
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16.06.2012 20:30 Uhr von Regenbogenwald
 
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Bist aber auch hart an der Grenze Du bist doch so wahnsinns penibel... Wo ist wohl der Unterschied zwischen einer Anschuldigung und einem Vergleich? Naja, da wirst Du auch noch hinter kommen. Und such such, wo habe ich derartiges schonmal geschrieben?

Ja, es gibt falsche Anschuldigungen auch beim Missbrauch, das leugnet doch niemand. Aber Du scheinst dies als Norm zu sehen und das ist erschreckend! Ist ein Opfer für Dich etwa nur dann ein Opfer, wenn es ermordet wird? Hast Du eine Vorstellung davon, wie stark ein Opfer u.U. ein Leben lang an den Folgen des Missbrauchs leiden kann? Und das es den meisten Betroffenen viel mehr als eine Vorstellung des Gewesenen, sondern es prägt oft das ganze Leben, vor allem bei sexuellem Missbrauch im Kindesalter. Und immer wieder damit konfrontiert zu sein, jeden und alle davon glaubhaft zu überzeugen, daß alles so geschehen ist, was viele Betroffene jeden Tag in ihrer Erinnerung neu durchleben, als wäre es grade erst geschehen. Kaum ein Delikt prägt derart, weil es eben genau in der Entwicklung des jungen Menschen geschieht! Und ja, es gibt auch Opfer, die das ungewöhnlich leicht "wegstecken", manchmal aber auch nur scheinbar, weil sie sich perfektionieren im Verdrängen!

Setze einfach mal nicht Betroffene sexueller Gewalt immer gleich mit egozentrische, profilgeile Verleumder, dann kommst Du der Wahrheit schon ein ganzes Stück näher. Optimal wäre es, sich einfach mit Betroffenen auseinander zu setzen, aber das ist nicht jedermanns Sache, spätestens wenn Du selbst bei den Erzählungen plötzlich dicht machst, weil es kaum zu ertragen ist. Aber enorm wäre es zumindest schon, wenn Du überhaupt akzeptierst, daß es verbrechen zwischen Mord und Raub gibt, die beides in der Seele vereinen und damit nicht minder schlimm sind.
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16.06.2012 20:42 Uhr von Regenbogenwald
 
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@runertheroad: Ich bleib einfach beim Thema, denn die Klicks können wir uns bei einer seit 1999 existierenden Community, die iher Art die wahrscheinlich größte im deutschsprachigen Raum ist echt schenken.

ich komm einfach nicht dahinter, woher diese 20 Jahre rühren sollen. Auch §176a StGb sieht maximal 10 Jahre vor. Schwerer sexueller Missbrauch hebt nur die Mindeststrafen an. Alle Absätze enthalten keine Höchststrafen, ausser der Absatz 4: ... zwischen einem und 10 Jahren... Belegt doch bitte solche in den Raum geworfenen Argumente, bisher habe immer nur ich die Gegenargumentationen dokumentiert.

Im übrigen gebe ich Dir aber völlig Recht: Prävention ist deutlich wichtiger als Strafverfolgung! Allerdings bleibt ein "davongekommener" Sexualstraftäter dauerhaft eine potentielle Gefahr für weitere Opfer...
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16.06.2012 23:24 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ waldregenbogen: "Ich bleib einfach beim Thema, denn die Klicks können wir uns bei einer seit 1999 existierenden Community, die iher Art die wahrscheinlich größte im deutschsprachigen Raum ist echt schenken."
Wenn ihr es nicht nötig habt, dann lasst doch bitte diese Werbetour. Die Themen, über die ihr berichten wollt, lassen sich doch sicher auch auf anderen Seiten finden.

"Ich komm einfach nicht dahinter, woher diese 20 Jahre rühren sollen."
Dann google doch mal Verjährungsfrist Missbrauch:
http://www.focus.de/...
http://www.anwalt.de/...
http://www.gegen-missbrauch.de/...
Nun bin ich kein Jurist und kann das daher nicht beurteilen. Ich fände es jedoch sehr bedenklich, wenn hier eine Fehlinformation verbreitet wird. Es wäre schließlich tragisch, wenn Opfer von einer 20jährigen Verjährungsfrist ausgehen und diese ausschöpfen wollen und sie dann erfahren müssen, dass die Frist lediglich 10 Jahre beträgt.
Wie wäre es, wenn ihr bzw. ein von euch beauftragter Jurist sich mal ausführlich damit auseinandersetzt und die Betreiber der oben genannten Seiten ggf. über ihre Fehlinformation aufklärt?
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17.06.2012 14:51 Uhr von Regenbogenwald
 
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@Roadtherunner: Ich weiß nicht, warum Du beharrlich den Namen falsch schreibst, aber egal, das färbt ab...

Auch aus §177 (Vergewaltigung) erkenne ich nur eine Höchststrafe von 10 Jahren und dieser Paragraf ist auch nicht paralell neben §176 (Missbrauch von Kindern) anwendbar, also nicht additiv. Auch §176a (Schwerer sexueller Missbrauch) spricht eben nur Mindeststrafen an und benennt einmal die Höchststrafe von 10 Jahren, womit auch die Verjährung 10 Jahre beträgt. Die §§ 176 und 176a schliessen sich gegenseitig aus, sind also auch nicht additiv.

Lediglich § 176b und §178 (... mit Todesfolge) erweitern die Straftaten nach §§ 176-177, aber glaub es mir, da wird das Opfer keine Anzeige mehr erstatten.

Es ist nicht auszuschliessen, daß sich irgendwo das Gerücht bildete mit den 20 Jahren und sich als Halbweisheit hält. Um das genau in Erfahrung zu bringen, werde ich jetzt gleich einen befreundeten Anwalt für Strafrecht befragen und dessen Antwort nachreichen.
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17.06.2012 15:49 Uhr von Regenbogenwald
 
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Hinweis zu "MB-Opfer wird angefeindet": In einen der Kommentare hier hatte ich auf die eingestellte SN mit dem Titel "In Kröpelin wird Missbrauchsopfer angefeindet" verwiesen, der sich in der Quelle auf den Orginaltitel in der Ostsee-Zeitung bezog.

Da eben direkt verlinkt wurde und die OZ den Artikel inzwischen nur noch für Abonenten anzeigt, wurde von jemanden an das SN-Team dies als Falschmeldung angezeigt, die daraufhin die SN zu diesem brisanten Thema entfernte.

Hätte man eben doch sofort auf eine permanente Quelle verwiesen, dann wäre die SN auch nicht gelöscht worden:

http://www.regenbogenwald.de/...

So schnell kann das gehen... Oder hatte da jemand einfach nur Symphatien für den Täter?!
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17.06.2012 16:30 Uhr von Regenbogenwald
 
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Verjährung 20 Jahre: Auskunft von RA Heinrich Schmitz (Strafrecht):

Bei § 176a wird keine Höchststrafe angegeben, daher kann § 38(2) zum Einsatz kommen, wenn eine Gesundheitsschädigung in Betracht kommt. Daher sind bis zu 15 Jahre Haft möglich.

Darauf stellte ich die Gegenfrage: Kann sich ein Opfer darauf verlassen oder ist es nicht regelmässig "gekniffen"?

Nein, das ist ein Risiko!

Zusammengefasst (und juristisch abgesegnet):

Bei sexuellen Missbrauch mit z.B. Penetration (§176a) KANN eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren ausgesprochen werden, WENN eine Penetration eine Gesundheitsgefahr für das Opfer bedeutete. In dem Fall KANN die Verjährung 20 Jahre + Aufschub der Verjährungsfrist bis zur Volljährigkeit betragen. GEWÖHNLICH kommt das aber nicht in Betracht, weil eine Gesundheitsgefährdung (Verletzbarkeit z.B.) nicht nachweisbar sein dürfte. Daher ist REGELMÄSSIG von 10 Jahren Verjährung auszugehen.

Da ein Opfer niemals von der Anwendung des §38 ausgehen kann, ist also immer von 10 Jahren Verjährungsfrist auszugehen!
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17.06.2012 18:38 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Regenbogenwald: Oh, ich hatte tatsächlich versehentlich zunächst deinen Namen falsch geschrieben, entschuldige. Wenn mir mein Name so wichtig wäre, würde ich denjenigen jedoch darauf hinweisen anstatt im Gegenzug seinen Namen in offensichtlich absichtlicher Weise zu verunstalten, denn dann muss man auch mit einer entsprechenden Reaktion leben.

Wenn du dich ein wenig bemühst, wirst du auch außerhalb eurer Seite Quellen finden, die auch Nichtabonennten dauerhaft zur Verfügung stehen.
Auch wenn ich es nicht war: Leuten, die eine deiner News melden, gleich eine Sympathie mit Tätern zu unterstellen, ist dreist und unverschämt. Liefere die News doch einfach nochmal mit einer vernünftigen Quelle ein?
Auch wenn es dir anscheinend schwerfällt, dies einzusehen: deine Themen sind nicht die einzigen brisanten auf dieser Welt.

Danke für die Aufklärung zu den Verjährungsfristen. Meiner Meinung nach sollte ein Opfer eines Verbrechens insbesondere, wenn ihm der Täter bekannt ist, generell baldmöglichst Anzeige erstatten bzw. im Falle von Minderjährigen sich an eine Vertrauensperson wenden, die für das weitere Vorgehen beraten kann. Nur so kann dieses Opfer sowie potentielle weitere Opfer vor weiteren Übergriffen geschützt werden.
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17.06.2012 19:49 Uhr von Regenbogenwald
 
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Hallo TheRoadrunner: Ah, langsam haben wir einen guten level gefunden.Provokation ist aber oft auch ein legitimes Mittel, um andere zum Nachdenken zu animieren. Ich weiß nicht, ob es bei Dir wirklich nötig war, aber bei manch einem Mitleser wahrscheinlich schon.

Schau mal: Die SN über das Mobbing des Missbrauchsopfer in Kröpelin wurde ausschliesslich in der Ostsee-Zeitung wiedergegeben! :( Umso tragischer empfinde ich es, daß es bei SN gesperrt wurde und der Verdacht muss aufkommen, daß jemand mit Interesse am Vertuschen dies gemeldet hatte. Ich habe der SN sofort auch eine Orginal-Ablichtung des Artikels zugesendet, aber bisher leider noch keine Reaktion erhalten. Solange ist es eben nur auf unserer Webseite nachlesbar.

Die Frage nach "War es ein Täter-Symphatisant" steht im Übrigen in direktem Zusammenhang mit dem ersten Satz in dem Artikel der OZ: "Ist Kropelin eine pädophile Stadt?" - Diese gesellschaftskritische Frage fand ich absolut bemerkenswert...

Die Problematik bzgl. der Verjährungsfristen hat nicht viel mit dem "Wollen" des Missbrauchsopfers zu tun. Die meisten Betroffenen sind erst nach einer u.U. jahrzehntelangen Therapie überhaupt in der Lage, sich offen dazu zu äussern und damit fähig Strafanzeige zu erstatten. Genau das ist das Problem! Denef hatte es da ziemlich treffend gesagt: "Ich brauchte 35 Jahre um den Satz heraus zu bringen: Ich bin missbraucht worden. Und jetzt soll ich wieder schweigen..."

Umso rascher eine Strafanzeige erfolgt, umso größer ist natürlich die Chance, weitere Taten zu verhindern. Leider wird aber grad den Missbrauchsopfern es unheimlich schwer gemacht. In der Öffentlichkeit wird ihnen Mißtrauen bis hin zu Mißachtung entgegen gebracht, bei dem Strafprozess müssen sie meist im Angesicht des lächelnden Täters ihr Intimstes preisgeben und wenn der Täter dann nicht einmal zu einer Haftstrafe verurteilt wird, dann kann das Opfer besser umgehend aus dem Ort verschwinden. Ist leider alles traurige Realität... Und für die "Verfechter härterer Strafen bishin zur Todesstrafe (meist rechtsextreme Gruppierungen): Im Iran werden auch die Missbrauchs und Vergewaltigungsopfer hingerichtet!!
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17.06.2012 20:08 Uhr von Regenbogenwald
 
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@Troll-Zeus: Erschreckend, wie Du Wahrheiten verdrehst!

"Selbst wenn dies 1% aller Strafanzeigen betrifft, dann wollt ihr also für geschätzte 144 Fälle im Jahr 2011,auf die das zutreffen könnte, geschätzte 285.000 Kinder zum Schweigen bringen?"

Verurteilte Taten * 1% <=> Dunkelziffer - Dunkelziffer * 1%

"(von 14.432 angezeigten Fällen im Jahr 2011 sind das demnach etwa 4.330 Fälle = 2%) bleiben also rund 216.000 Fälle unentdeckt!"

Verurteilte Taten und davon ausgewiesene Täterschaften im innerfamiliären Bereich (2%) <=> Dunkelziffer / 2%

"Laut Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wurden 2011 14.432 Kinder in Deutschland sexuell missbraucht, das sind 40 Kinder jeden Tag! Die Dunkelfeldstudie geht von über 300.000 Missbrauchsfälle jedes Jahr aus! "

PKS und Dunkelfeldstudie zusammen genannt, was ist falsch daran?

Ein Troll ist, wer behauptet, daß es nachts kälter ist als draussen und dafür wohl gern noch Kommentarpunkte bei SN sammelt. DU TROLL SAMMELST VIELE PUNKTE!
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17.06.2012 20:11 Uhr von Regenbogenwald
 
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Verjährungsfristen + @TheRoadrunner: Aufgrund der Kritiken von TheRoadrunner haben der Fachanwalt für Strafrecht Heinrich Schmitz und ich mich vorhin zusammengesetzt und einen Artikel über die Verjährungsfristen bei sexuellen Missbrauch ausgearbeitet:

http://www.regenbogenwald.de/...
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17.06.2012 21:09 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ regenbogenwald: "Umso tragischer empfinde ich es, daß es bei SN gesperrt wurde und der Verdacht muss aufkommen, daß jemand mit Interesse am Vertuschen dies gemeldet hatte."
Hör doch mit dieser Paranoia auf. Es ist vollkommen üblich, dass News gesperrt werden, wenn die Quelle nach kurzer Zeit nicht mehr verfügbar sind.

Mir ist durchaus klar, dass wohl die wenigsten Missbrauchsopfer schweigen *wollen*. Mir scheint jedoch, dass Information über Verjährungsfristen wichtig ist, da es die letzte Chance darstellt, den Täter zu belangen.

"In der Öffentlichkeit wird ihnen Mißtrauen bis hin zu Mißachtung entgegen gebracht"
Von Einzelpersonen vielleicht, und das wird dann natürlich besonders negativ empfunden, aber generell doch kaum von der breiten Öffentlichkeit?

"bei dem Strafprozess müssen sie meist im Angesicht des lächelnden Täters ihr Intimstes preisgeben"
Wie soll sonst eine Verurteilung erreicht werden? Der Täter muss ja schließlich wissen, was gegen ihn vorgebracht wird.
Wenn ein Angeklagter angesichts solcher Vorwürfe lächelt, wird er abgesehen von dem konkreten Moment am meisten sich selbst schaden.

Was den Artikel geht: es ging mir darum, eine Anregung zu geben, nicht zu kritisieren.
" dann spätestens 10 Jahren nach der Tat bzw. bis zum vollendeten 27. Lebensjahr des Missbrauchsopfers!"
Seid ihr euch sicher, dass die Taten wirklich mit der Vollendung des 27. Lebensjahres verjähren? Da die Verjährungszeit mit Vollendung des 18. Lebensjahres beginnt, wäre das dann ja nach 9 Jahren, nicht nach 10?
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17.06.2012 21:32 Uhr von Regenbogenwald
 
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Verjährungsfristen: "Kritik" ist geenrell nicht negativ, sondern positiv ;)

Von hinten nach vorn: Vollendung des 27. Lebensjahr, das Opfer wird 28 Jahre alt. Ab da ist Ende der Verjährung, die bis zum 18. Lebensjahr ruhte.

Dass im Strafprozess der Täter die Anhörung der Zeugen auch für die Erlangung seiner Rechte braucht ist klar und richtig. Im konkreten Fall wäre es aber im Sinne des Opferschutzes auch wichtig, daß das Opfer bei der Befragung den Täter nicht sehen müsste, z.B. daß die Sicht auf den mutmaßlichen Täter eingeschränkt würde. Praktisch hab ich da aber noch keine Idee.

Sobald sich ein Missbrauch vor allem durch beliebte "Bürger eines kleinen Ortes" ergeben haben, ist die Denuzierung eines Missbrauchs- oder Vergewaltigungsopfers überhaupt nicht selten und meist durch die gesamte Gemeinde geschlossen gegen das Opfer. Ist eine Traurige Wahrheit...

Die öffentliche Aufklärung ist dringend nötig, ja! Es ist aber auch unheimlich schwer, weil ausser bei eigener Betroffenheit kaum echtes Interesse besteht. "Was ich nicht sehe gibt es nicht". So war es wirklich auch ganz extrem vor 1980, da wurden offene Signale der Missbrauchsopfer massiv ignoriert und bekämpft. Sexueller Missbrauch wurde wie eine "private Familienangelegenheit" verborgen.

Ich kenne neben eigenen Erlebnissen auch Schilderungen anderer Betroffener, die dasselbe heute noch durchmachen!
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17.06.2012 21:49 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ regenbogenwald: Mit Vollendung des 27. Lebensjahres wird man 27, nicht 28. Erst mit Vollendung des 28. Lebensjahres wird man 28. Ein geläufiger logischer Fehler.
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17.06.2012 22:48 Uhr von Regenbogenwald
 
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Hast Recht: @ TheRoadrunner: Jepp, das werde ich auch gleich im Text korrigieren..

@ Zeus: Mit einem niedrigen IQ kann man evtl. Sachzusammenhänge schlecht erkennen und denkt, daß alle anderen grottendämlich sind. Was Du "Schätzzahlen" nennst sind Ergebnisse offizieller Studien des KFN, die vom BmFB und dem Justizministerium in Auftrag gegeben wurden. Grottenbdämliche Wissenschaftler eben...
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18.06.2012 15:13 Uhr von Regenbogenwald
 
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Nachtrag zum Thema "Schweigen": Als wäre die Fachtagung extra für die Argumentation einberufen worden: Interdiszipliäre Trauma-Fachtagung: Gewalt macht sprachlos

http://www.regenbogenwald.de/...

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