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Erster von Aids geheilter Mensch: Ärzte sind sich über die Heilung uneinig

Timothy Brown gilt bislang als der erste Mensch in der Geschichte der Medizin, der von Aids geheilt wurde. Nun zweifeln amerikanische Ärzte die Heilung des Mannes an.

Timothy Brown wurde von den Ärzten im Jahr 2006 mit Stammzellen behandelt. Fachleute vermuten nun, dass der Erreger noch im Körper des "Berliner Patienten" schlummern könnte.

Timothy Brown litt nicht nur an Aids sondern, hatte auch noch Blutkrebs. Bei der Behandlung seiner Leukämie sahen seine Ärzte die Chance, ihn von Aids zu befreien.


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WebReporter: 50I50
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Mensch, AIDS, Zweifel, Heilung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2012 21:13 Uhr von ohyeah
 
+14 | -3
 
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tolle nachrichten. sollte es wirklich stimmen, wird diese behandlungsmethode wohl jedoch nur dem oberen 1% zu verfügung stehen.
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15.06.2012 22:11 Uhr von amrandebemerkt
 
+1 | -2
 
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AOK übernimmt alles ;): Afrikaner ohne Kohle.

Bleibt abzuwarten, wann die Menschen ohne Chance ebenselbige bekommen ..
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15.06.2012 22:12 Uhr von Cheshire
 
+8 | -0
 
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@ohyeah: Nein, es wird quasi unmöglich sein, daß diese Behandlungsmethode für irgendeinen Anderen funktionieren wird.
Timothy Brown hatte damals zur Behandlung seiner Leukämie eine Knochenmarktransplantation bekommen bei der vorher mit Hilfe von Chemotherapie und Strahlung seine eigenen blutbildenden Zellen zerstört wurden.
Diese Art der Behandlung ist wegen der hohen Abstoßungsgefahr schon extrem gefährlich, zumal, um das Risiko einer Abstoßung zu senken, das Imunsystem des Patienten fast komplett unterdrückt wird. Das kann zu lebensgefährlichen Infektionen führen.
Das größte Problem für eine "weitreichende" Behandlung von HIV wird einfach sein, daß bei dieser Heilungsmethode ein Knochenmarkspender nötig war, der nicht nur kompatibel ist sondern auch noch eine CCR5 delta 32 Mutation aufweist, wodurch er imun gegen HIV ist.
Diese Kombination zu finden für einen beliebigen HIV-Patienten und dann noch die Knochenmarkstransplantation problemlos durch zu führen ist quasi unmöglich.

Aber zu Deiner Aussage möchte ich doch gerne nur eine einzige Frage stellen:
Welche Behandlungsmethoden werden in Deutschland bei notwendigkeit Kassenpatienten vorenthalten, vor allem wenn es dabei um Leben und Tod geht?
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16.06.2012 00:58 Uhr von majorpain
 
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@Cheshire: z.B. Nachbarin hatte Zucker Amputation wäre der nächste Schritt. Durch Zufall bei einem Besuch kam sie in eine Klinik die brachten die stellen wieder zum durchbluten.
Mein Vater hatte Krebs das Alter war zu hoch und das Herz war für Chemotherapie zu schwach man ließ ihn einfach verrecken auf Deutsch. Man gab ihm am Schluss nicht mal Morphium geschweige denn eine Infusion um das Leiden zu erleichtern.
Nach meines wissens gibt es Kliniken mit spziellen Laser die ultra fein sind die das Gewebe zerstören aber die Ärzte sagen nur das geht nicht....
Auf einer weise hauen die Krankenkassen das Geld raus ohne Ende auf der anderen Seite sparen sie wiederrum wollten eine Einsicht was der Arzt abgerechnet hat aber das wäre Datenschutz.

[ nachträglich editiert von majorpain ]
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16.06.2012 04:06 Uhr von Cheshire
 
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@majorpain: Es tut mir mit Sicherheit Leid um Deinen Vater aber Du hast auch selbst gesagt, er hätte die Chemotherapie nicht überstanden. Die Frage ist dann, was hätten die Ärzte tun sollen wenn er nicht mehr heilbar ist.
Zum Thema mit dem Laser kann ich Dir dann nur sagen, es ist wohl auch die Aufgabe der Ärzte den Erfolg von Behandlungsmethoden abzuschätzen, unabhängig von ihrer Existenz, dazu haben sie wohl auch Medizin studiert.
Wenn man jetzt grundsätzlich die Einschätzungen der Ärzte in Frage stellt mit dem Hintergedanken, daß sie Leute bewusst verrecken lassen um Geld zu sparen, dann finde ich das schon sehr traurig.
Die Ärzte haben einen Eid geleistet, keinen Schaden zuzufügen und Leben zu erhalten.
Um ehrlich zu sein, bemitleide ich Dich bei Deiner Einstellung gegenüber Ärzten, weil Dein Schmerz wegen Deinem Vater in Paranoia umgeschlagen ist, zum anderen finde ich Deine Einstellung aus Sicht der Ärzte extrem beleidigend, immerhin unterstellst du damit, daß diese Personen Geld grundsätzlich menschlichem Leben vorziehen. Und das ist einfach eine Perversion dessen wofür der Beruf des Arztes eigentlich steht.
Auch ich habe geliebte Menschen verloren, die nicht mehr zu behandeln waren. Aber manchmal muss man akzeptieren, daß sowohl die Medizin als auch das Leben des Menschen Grenzen hat und daß wohl die Ärzte alles getan haben, was sie konnten.
Ich werde jetzt keine genaueren Kommentare zur Pallitativmedizin bei Deinem Vater geben, aber ich bezweifle, daß die Ärzte ihn einfach verrecken ließen. Es gibt Wege, würdevoll sterben, auch ohne Infusion oder Morphium.
Aber da ich die Krankheit Deines Vaters und die genaue Behandlung nicht kenne werde ich mir kein weiteres Urteil erlauben.
Ich hoffe nur für Dich, daß Du irgendwann einsiehst, daß Ärzte alles tun was sie können um Leben zu erhalten.
Dieses Wissen wirst Du irgendann brauchen, auch Du wirst altern, wie wir alle, und ich bin mir sicher, daß es leichter ist, diesen Weg zu gehen wenn man weiß, daß alles für einen getan wird, was möglich ist. Auch wenn es Grenzen hat.
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16.06.2012 11:41 Uhr von majorpain
 
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@Cheshire: Die Therapie bestand darin nichts zu tun oder versuchen.
Der Pflegedienst ist 2 mal die Woche gekommen der sagte an einem Mi das er schmerzen hat und rief den Arzt an (war 11:30) er hat es nicht hinbekommen einen Hausbesuch bei seinem Patienten durchzuführen. Nach einem Brief hat er dies für den nächsten Tag eingeplant da er ja um 18 Uhr zu seinen Pferden musste er hat 4 stück.
Für mich war es eigentlich Sterbehilfe oder sowas und er müste seinen Job verlieren.
Für mich ist er überbezahlt dieser Arzt sorry.

Was Chemo angeht man hätte auch andere sachen testen können von mir aus auch als Versuchskaninchen benutzen können da er ja nichtsmehr zu verlieren hatte.
Oder wenigstens ohne Schmerzen sterben lassen können.
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16.06.2012 13:45 Uhr von Cheshire
 
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@majorpain: Das was Du beschreibst klingt mir nach einem Hausarzt und nicht nach einem Notarzt, oder?
Hausärzte haben nunmal auch irgendwann Feierabend, das ist auch bei diesem Beruf so, wieso ruft man dann nicht einen Notarzt, wenn der Vater schmerzen hat und der reguläre Hausarzt nicht erreichbar ist (man beachte, der hat vermutlich auch noch andere Patienten, die auch das selbe Recht auf Versorgung haben und kann evtl auch nicht einfach weg).
Und ehrlich gesagt ist es dabei dann auch egal, wieviele Tiere der Hausarzt nach seiner Arbeitszeit privat betreut.
Was mich etwas irritiert ist wirklich, der Vater ist schwer krank, hat Schmerzen, der Hausarzt ist nicht in der Lage zu ihm zu kommen und Ihr habt Euch noch Zeit gelassen bis ein Brief vom Arzt ankam anstatt einen Notarzt zu rufen?
Aber Du schreibst auch, daß er hätte als Versuchskaninchen benutzt werden sollen damit wenigstens irgendwas getan wird. Gleichzeitig willst Du, daß er ohne Schmerzen sterben konnte. Das passt nicht zusammen, Experimentalmedizin kann teilweise sehr unschön werden.
Nicht zu vergessen natürlich, daß es auch erstmal eine Form von Experiment geben muss, das man dazu nutzen könnte. Wenn keiner ein Experiment hat, was für die Krankheit Deines Vaters geeignet ist, dann nützt auch jeder Versuch nichts.

@tara123456789
Ja, das hast Du richtig verstanden, eine Mutation des CCR5 Gens sorgt dafür, daß sich die HI-Viren nicht mehr an bestimmte Rezeptoren binden und damit in die Zellen gelangen können. Solange die Viren außerhalb der Zellen sind sind sie für das Imunsystem sogar angreifbar und können sich auch nicht vermehren.
Folglich bietet dies einen Schutz gegenüber (zumindest den meisten) HIV-Stämmen.
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16.06.2012 20:19 Uhr von majorpain
 
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ne sorry: Der Brief kam weil wir uns beschwert haben bei der Ärztekammer.
Aber du hast Recht es ist ein unfähiger Arzt. Aber sich 20 min Zeit zu nehmen für den Patienten ist nette.

Wäre es ein Privatpatient gewesen wäre er schneller gewesen.
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16.06.2012 21:57 Uhr von Cheshire
 
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@majorpain: "Sich 20 min. Zeit zu nehmen für den Patienten ist nett" ist mit Sicherheit richtig, gilt aber wohl auch für jeden einzelnen Patienten der bei diesem Arzt zu dem Zeitpunkt in der Praxis saß.
Es ist nunmal häufig nicht möglich, daß ein Arzt einfach seine Praxis verlässt um einen Hausbesuch zu machen.
Aber genau zu diesem Zweck gibt es doch Notärzte und Krankenwagen, wieso habt Ihr in der Hinsicht nichts unternommen?

Letzendlich bleibe ich aber bei meiner Aussage vom Anfang:
So sehr mir Dein Verlust auch Leid tut gehe ich weiter davon aus, daß die Ärzte getan haben was in ihrer Macht steht und wovon sie ausgingen, daß es das Beste für Deinen Vater war.
Ich finde es jetzt sehr schade, daß Du wohl aus Enttäuschung und Schmerz, dies nicht akzeptieren kannst oder willst und statt dessen Ärzte grundsätzlich als geldgeile Menschen bezeichnest, denen ein Leben nichts wert ist.
Wie bereits gesagt, ich hoffe für Dich, daß Du irgendwann erkennst, daß üblicherweise Ärzte wohl alles tun was sie können um zu helfen, aber auch ihre Macht grenzen hat.
Diese Erkenntnis wirst Du irgendwann noch brauchen.

Aber ich denke, zu dem Thema ist jetzt auch alles gesagt und wir müssen nicht weiter darüber reden.
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17.06.2012 07:04 Uhr von majorpain
 
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@Cheshire: Na ja sind einfach zu verwöhnt von dem alten Arzt er war einfach Arzt.
Von unserem jetzigen Dorf Arzt na ja da ist nichtmal die hälfte los.
Mein Vaters wunsch war zuhause zu sterben.

Leider gab es noch nicht genug beschwerden über diesen Arzt man müste eigentlich mal eine Unterschriftenaktion machen fertig.
Es kann nicht das Wohle der Pferde mehr Priorität haben als ein Mensch. Desweiteren hatten wir das Hausarzt Programm dachte mal gelesen zu haben das wir dann bis 19 oder sogar 20 Uhr besuche können. und wenn man es in 6:30 nett hinbekommt und er sogar einen Anruf vom Pflegedienst bekommt dann tut es mir leid.
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18.06.2012 07:23 Uhr von TheUnichi
 
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Cheshire: Sehr schöne Kommentare, 3x Plus von mir.

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