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Kritik an Angela Merkel: Offener Brief Italienischer Unternehmen an Deutschland

Die italienische Wirtschaftsvereinigung "L´Italia c´è" hat nun in einigen Zeitungen einen offenen Brief an Kanzlerin Merkel sowie an die deutschen Bürger geschrieben.

Der Brief thematisiere die Sorgen und Nöte der italienischen Unternehmen. Man wirft Deutschland in der europäischen Schuldenkrise Egoismus vor: Deutschland teile nur Schläge aus und kritisiere andere Länder nur.

Hinter dem Brief stehe vor allem der Verleger Paolo Panerai und sein Verlag "Class Editori", dessen Zeitungen und Sender den Brief unterzeichneten. Panerai warf schon letztes Jahr Kanzlerin Merkel vor, man wolle Italien als drittgrößten europäischen Wirtschaftsstandort zerstören.


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WebReporter: Stick
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Italien, Angela Merkel, Unternehmen, Offener Brief
Quelle: www.spiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2012 18:10 Uhr von Stick
 
+10 | -10
 
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In der Quelle stehen noch einige interessante Aussagen aus dem Brief.
Hört sich für mich danach an, als ob man Deutschland wieder alles in die Schuhe schieben will, ohne auf sich selbst zu schauen.
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15.06.2012 18:15 Uhr von Rechthaberei
 
+16 | -6
 
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Ganz normale dem Menschen eigen Begehrlichkeit: nach Geld. In diesem Falle an preisgünstiger Einsparung.
Damit muß Deutschland umgehen können.
Nur dummerweise wählt es 2013 SPD und Grüne und dann gibts endlich die Euro-Bonds.



[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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15.06.2012 18:35 Uhr von Benno1976
 
+8 | -3
 
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Schön das: der Brief in Deutschlands meistgelesenen Zeitung , dem Handelsblatt erschien.
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15.06.2012 18:42 Uhr von Rechthaberei
 
+2 | -2
 
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@Benno: Nein, im Handelsblatt ist er zur Zeit auch nicht abgedruckt nur teils wiedergegeben.
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15.06.2012 18:45 Uhr von Klassenfeind
 
+13 | -18
 
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Ne,Ne..@ Autor Deutschland braucht Europa...für seine Exporte nähmlich !
Wenn die europäischen Länder Deutschland nichts mehr abkaufen, gehen in eben diesem Deutschland auch die "Lichter aus" !!

Schon allein deshalb, weil die gesamte Industrie und deren "Boom" in Deutschland auf nicht´s weiter aufgebaut ist, als auf 1Euro Jobber und Leiharbeiter..und glaube mir, so schnell kannst auch Du nicht gucken, wie schnell Deutschland von den bekannten Ratingagenturen auf Ramschniveau runtergestuft wird, wenn der BRD die Einnahmen wegbrechen..!!!

Die deutsche Inlandswirtschaft, welche seit über 15 Jahren sträflich vernachlässigt wird, könnte das niemals Auffangen.

Wer weiß, was dann mit den 1 Euro Jobbern und Leiharbeitern wird, wer weiß ob der Staat dann noch in der Lage sein wird, H4 zu zahlen.

Wer weiß, ob dann nicht der Öffentliche Dienst bis auf Polizei und Feuerwehr eingedampft wird...


Ich weiße nur mal darauf hin, das Deutschland 2200000000000 € Schulden hat ..mit der Tendenz nach oben..unmöglich soviel Geld jemals zurück zahlen zu können..

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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15.06.2012 18:50 Uhr von Stick
 
+5 | -1
 
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@klassenfeind: Aha und was genau willst du mir damit nun sagen? Du hast schon recht, aber ich hab ja auch nix gegenteiliges behauptet. ;)
Mit dem auf sich selbst schauen mein ich, das es die Unternehmen sich zu einfach machen, indem sie immer nur Deutschland die Schuld geben. Anstatt das sie sagen, ok wir haben Scheiße gebaut, lasst uns neu anpacken und uns da raus ziehen, werden nur Keulen in andere Richtungen verteilt.

Blos diese Aussage kollidiert in keinster Weise mit deiner ;)
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15.06.2012 19:09 Uhr von no_trespassing
 
+15 | -2
 
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@Stick und Klassenfeind: Das ist NICHT richtig!

Deutschland verkauft seine Exporte nicht, sondern verschenkt sie.
Die Unternehmen bekommen ihr Geld durch die Staatsverschuldung, die Deutschland wieder auffangen darf. Dann können wir auch gleich selbst konsumieren.
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15.06.2012 19:17 Uhr von MaoD
 
+3 | -10
 
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danke Klassenfeind!! die anti-europäer in deutschland haben einfach keine ahnung von dem, was sie bemeckern.

es stimmt nämlich z.B. nicht ganz, dass die unternehmen alles auf deutschland schieben, obwohl sie alleine schuld sind.die deutsche wirtschaft HAT große schuld an den finanzproblemen anderer länder.deutsche großunternehmen sind dermaßen konkurrenzfähig, dass die anderen europäischen großkonzerne wenig ausrichten können dagegen.
ein großes hilfsmittel für die unternehmen ist hier der euro und die eu.das hier ist jetzt für die "wegen dem euro wird alles teuerer, ich will die dm zurück"-fraktion.
deutschland würde ohne den euro bei weitem nicht so gut darstehen.er ermöglicht ihm ein einfacheres und günstigeres exportieren.
preissteigerungen sind nur natürlich, 2% pro jahr werden sogar erstrebt.wem steigende preise nicht passen, der braucht ein anderes system aber oh, ich vergaß, dass die meisten hier egoisten sind, die sich hinter den mächtigen deutschen unternehmen verstecken und ein schönes leben genießen.

der brief sollte also zusätzlich noch an die deutschen unternehmen gerichtet werden, da diese andere europäische wirtschaften immens schwächen.
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15.06.2012 19:53 Uhr von Stick
 
+6 | -3
 
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an die beiden über mir: Vor allem no_trespassing stimm ich durchaus zu. Allerdings sagte ich nie etwas über deutsche Unternehmen.
Dieser Brief ist explizit an Merkel und das deutsche Volk gerichtet, also ist sehr wohl ein bisserl Kritik erlaubt.

Und das dümmliche "Anti-Europäer" verbitte ich mir. Mit deinen seltsamen Pauschalisierungen, MaoD, kannste gerne zu dem Italiener da oben gehen, der machts nämlich genauso wie du.
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15.06.2012 20:14 Uhr von Stick
 
+3 | -0
 
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@MaoD: ich hab da noch was gefunden, extra für dich und deine Egoismus-Theorie: http://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.de/...

Italien hat also das höchste Privatvermögen in der G7, sind die Italiener nun Egoisten?
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15.06.2012 20:16 Uhr von MaoD
 
+0 | -3
 
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@stick: " Allerdings sagte ich nie etwas über deutsche Unternehmen."

habe ich auch nicht behauptet.ich hab nur mit hereingebracht, dass die deutschen unternehmen ein wichtige rolle hier spielen, immerhin ist es ein brief einer wirtschaftsvereinigung.

es ist nun mal so, dass die deutschen unternehmen die anderen europäischen märkte schwächen.

und genau hier knüpfe ich an die news an: europäische länder beklagen sich, dass deutschland ihre wirtschaft kaputt macht.
in folge fühlen sich die deutschen angegriffen und reagieren typischerweise gereizt:"was fällt denen ein, wir haben die stärkste wirtschaft (selbst auf die schulter klopf), das beste know how.und damit füttern wir diese schmarotzer durch"

wer sowas sagt, IST anti-europäer. jedes land will seine eigene wirtschaft haben. vor allem die deutschen wollen alle vorteile eines ganzen europas in anspruch nehmen aber sobald es kritik gibt und man in die pflicht gerufen wird die europäische (!!!!) wirtschaft zu retten (der man selbst geschadet hat), reagiert man abweisend wie ein kleines kind.

aber die anderen sind ja selber schuld, dass sie nicht so toll sind wie wir deutschen, gell stick?
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15.06.2012 20:22 Uhr von MaoD
 
+0 | -1
 
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@stick: sorry, ich sehe keinen zusammenhang zwischen meinen aussagen und der tatsache, dass die italienischen privatleute viel geld besitzen...
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15.06.2012 20:36 Uhr von Stick
 
+3 | -0
 
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MaoD: Ich möchte eine Quelle von dir sehen, wo sich ein Regierungschef der EU über die deutsche Wirtschaft beklagt, ansonsten erzählst du nur Märchen.
Die Wirtschaft der anderen Länder beklagt sich über die deutsche Wirtschaft, das bestreite ich auch nirgendwo.

Und was erzählst du von ich klopf mir auf die Schulter. Du legst mir hier was in den Mund...
Wenn MIR als kleiner Arbeiter ein großer italienischer Verleger vorwirft, ich sei schuld daran, das es Italien schlecht geht, kann ich mich ja wohl selbst verteidigen. Und da hätten wir den Zusammenhang zum privaten Vermögen. Es geht dem italienischen Staat schlecht, aber nicht irgendwelchen Wirtschaftsbossen.

Ich helfe gern und leiste meinen Beitrag, den Staaten zu helfen, aber ganz sicher nicht irgendwelchen Typen aus der Wirtschaft, die meinen der Staat wäre ein Sebstbedienungsladen.

Soweit ich weiß gibt es in Italien massive staatliche Subvebtionen für deren Industrie und wenn die jetzt wegfallen aufgrund der Sparmaßnahmen ist es logisch, das die rummosern. Die gibt es zwar auch in Deutschland, aber nicht in der Form wie dort.

[ nachträglich editiert von Stick ]
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15.06.2012 23:21 Uhr von LuckyBull
 
+2 | -0
 
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@MaoD - Du hast sicher weitgehend recht, aber das kommt davon, dass deutsche Arbeitnehmer sich durch ein in allen Branchen festzustellendes karges Lohn- und Gehalts-Stillhalten selbst zurücknehmen.
Jetzt ist nur die Frage offen, finden sich Deutsche mit dem viel zu niedrigen Loh- und Gehaltsniveau ab und sind soweit zufrieden (und damit evtl. saublöd) oder sind sie alle Masochisten ?
Die Gewerkschaftn sind auch nicht mehr das, was sie fürher waren...!!!
Der uns vorgeworfene Effekt in Europa, warum wir immer oder meist preislich mithalten bzw. durch die niedrigen Löhne wettbewerbsmäßig oft stets vorne liegen, das ist nunmal die eigentliche Crux...

[ nachträglich editiert von LuckyBull ]
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16.06.2012 01:01 Uhr von fraro
 
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Und: was soll nun der deutsche Arbeitnehmer tun? Zu Hause bleiben und die Arbeit von anderen Ländern machen lassen?
Ist irgendwie kindisch, was die da abziehen.
Und das Deutschland in der gegenwärtigen Situation kritisiert, ist doch wohl nur zu richtig. Wer seine Wirtschaft im Griff hat und für Andere bezahlt, darf das!
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16.06.2012 14:20 Uhr von DigitalKeeper
 
+0 | -1
 
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Immer Ruhig Blut :-)): Nicht so hitzig, Jungs und Mädels :-))

NACH den Austritt vion Griechenland aus der EU funzt die Wirtschaft in Griechenland etwas später wieder. Mit dieser Signalwirkung werden die anderen Länder nachziehen.

Der Euro bricht so oder so auseinander - das ist ein Fakt, und der wird nur noch hinaus gezögert!!!

Einzig und allein das Umschichten von Geldern findet zur Zeit statt. Die Hochfinanz versucht allen EU-Ländern ein Diktat aufzudrücken - mit politik hat das nicx zu tun. Unsere Politiker können nur noch hinterherlaufen.

Wie sagte doch Gysi:

Frau Merkel, die Wirtschaft zieht Sie doch mit dem Ring durch die Nase und einer Kette durch die Eu.

So oder so ähnlich -> RECHT hat der Mann!!!

Eurobonds -> Ja, los her damit -> das ist dann der endgültige Todesstoss - so gehts wenigstens etwas schneller *smile*
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19.06.2012 18:57 Uhr von web-it
 
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Warum: diese Heuchelei mit den Eurobonds !

Liefern wir doch gleich unser Geld ab. Das ist wenigstens ehrlicher.
Wer argumentiert, das wir am meisten vom Euro profitieren,
der sollte auch nicht verschweigen, das wir am meisten in den Euro - Topf einzahlen.
Wer mehr hat, der soll auch mehr geben ! So weit, so gut !
Aber das muss Grenzen haben. Bei allem Verständnis. Es kann nicht sein, das der deutsche ( Finnland, Holland etc.) Steuerzahler unbegrenzt haftet und die anderen weiterhin machen können, was sie wollen.
Die Idee mit dem Euro war nicht schlecht, wurde aber schlampig umgesetzt. Ein Ausstieg wäre zwar auch nicht kostenlos. Wenn es aber keine andere Lösung gibt.
Dann lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

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