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Experte hält Umschulung von Schlecker-Mitarbeiterinnen zu Pflegerinnen für gut

Sozialexperte Claus Fussek hat sich zu den Plänen geäußert, ehemalige Mitarbeiter der insolventen Drogeriekette "Schlecker" zu Pflegekräften umzuschulen. Er sagte, dass Menschen, "die in einem Tierpark keine Anstellung finden würden", in der Pflege arbeiten würden.

Fussek ist Deutschlands prominentester Kritiker der Pflege. Er findet, dass man die ehemaligen "Schlecker"-Mitarbeiterinnen gerne zu Pflegekräften umschulen solle. In den deutschen Heimen würden zu viele Leute arbeiten, die vollkommen überfordert seien.

"Ich habe in den vergangenen 15 Jahren mehr als 40.000 Berichte und Anrufe von verzweifelten Pflegekräften oder Angehörigen von Pflegebedürftigen erhalten. Und die zeigen, dass in der Pflege viel zu viele Menschen arbeiten, die null Motivation haben und völlig überfordert sind", so Fussek.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Experte, Pflege, Schlecker, Umschulung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2012 15:49 Uhr von Borgir
 
+16 | -0
 
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Bleibt die Frage warum keine Motivation da ist! Die Überlastung ist nur eine Ursache. Schlechte Bezahlung, kaum Freizeit, kein sicherer Urlaub, Überstunden ohne Ende die niemals abgefeiert werden können usw usf. Da helfen Pflegekräfte mit einem Sechs-Wochen-Kurs sicherlich nicht. Vor allem sind diese dann höchstens Hilfskräfte. Die Pflege braucht andere Reformen und Maßnahmen, um nicht bald gänzlich den Bach runter zu gehen.
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15.06.2012 15:54 Uhr von artefaktum
 
+13 | -0
 
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"Und die zeigen, dass in der Pflege viel zu viele Menschen arbeiten, die null Motivation haben und völlig überfordert sind", so Fussek."

Könnte das was mit Geld zu tun haben? Bzw. auch einfach fehlender sozialer Anerkennung? ;-)

So blöd wie der Mann tut, kann er doch gar nicht sein.

Zudem: Wenn ein so massiver Mangel und stark erhöhte Nachfrage an Pflegern besteht, müssten nach den viel beschworenen Marktgesetzen da die Löhne doch kräftig steigen!
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15.06.2012 16:08 Uhr von Borgir
 
+7 | -0
 
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@artefaktum: die Löhne sind relativ gut verhandelbar für Fachpersonal (OP, Intensiv, Anästhesie). Aber für die "normale" Schwester auf Station oder in einem Heim ist die Bezahlung eine Frechheit.
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15.06.2012 16:12 Uhr von artefaktum
 
+6 | -0
 
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@Borgir: Ich denke, hier geht es eher um Kräfte in der Altenpflege und nicht um Krankenhäuser.

Was Ärzte (keine Chefärzte) da verdienen - gerade auch in Relation zu ihrer Belastung - ist auch eine Frechheit. Und die sind ja nun höchst qualifiziert.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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15.06.2012 16:21 Uhr von Borgir
 
+0 | -2
 
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eben: was in Heimen dafür bezahlt wird was man dem Personal abverlangt ist Sklaverei. Aber ein Problem gibt es da: Die Pflegenden lassen sich das gefallen. Und deshalb wird das so weiter gehen.
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15.06.2012 17:13 Uhr von Katzee
 
+6 | -1
 
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Die Arbeit in: Pflegeberufen ist ein "Knochenjob", der sowohl körperlich als auch seelisch extrem hohe Anforderungen an die Leute stellt. Über Arbeitszeit und Entlohnung wurde hier ja schon genügend gesagt. Ausserdem müssen die Pfleger/innen eine harte Ausbildung durchlaufen. Bei Krankenschwester und Krankenpflegern läuft das schon auf ein kleines Medizinstudium heraus, da sie mehr und mehr der "kleineren" Arbeiten der Ärzte im Krankenhaus übernehmen müssen (eine Bekannte von mir hat an einer Krankenpflegeschule gelehrt). Selbst im Altenpflege- und Privatpflegebereich müssen medizinische Grundkenntnisse vorhanden sein, um im Notfall eine Erstversorgung leisten zu können.

Und nun schaut Euch mal die Frauen an, die i.d.R. bei Schlecker gearbeitet haben. Sie haben Lagerarbeiten (Regale einräumen, Saubermachen, Bestandverwaltung) und Kasse gemacht. Würden sie eine solche Ausbildung überhaupt bewältigen?
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15.06.2012 17:52 Uhr von artefaktum
 
+4 | -0
 
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@Katzee: "Und nun schaut Euch mal die Frauen an, die i.d.R. bei Schlecker gearbeitet haben. Sie haben Lagerarbeiten (Regale einräumen, Saubermachen, Bestandverwaltung) und Kasse gemacht. Würden sie eine solche Ausbildung überhaupt bewältigen?"

Das ist doch ohnehin mal wieder eine Schnapsidee vom Reißbrett. Warum sollen die alle das gleiche machen nur weil sie mal die gleiche Arbeit in einem Unternehmen hatten?

Viele sind dafür nicht geeignet und das ist mit Sicherheit keine Arbeit für jeden. Das muss man berücksichtigen. Da muss schon eine Neigung zu diesem Beruf bestehen und das ist nichts, was man abstrakt "schulen" kann.

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