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München: Das tut der Flughafenausbau den Anwohnern an

Stefan Loeber und David Heimerl von der Münchner Hochschule haben sich des geplanten Baus einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen angenommen. Die beiden Studenten drehten einen Dokumentarfilm, der die Auswirkungen des Baus auf die Bürger orakelt. Über diesen Bau wird am 17. Juni abgestimmt.

Jedoch, so die Produzenten des Films, haben die 250.000 Anwohner, die unter dem Fluglärm und anderen Begleiterscheinungen zu leiden haben, kein Mitbestimmungsrecht. Interviewte Anwohner beschrieben den Bau als "menschenverachtend" und sehen in ihm eine Verletzung des Rechtsstaates.

Die Anwohner haben mittlerweile Aktionen organisiert und demonstrieren mit Spruchbändern gegen den Bau. Der Dokumentarfilm ist in schwarz-weiß gehalten, immer wieder werden die Bilder durch Aufnahmen von Flugzeugen unterbrochen, die lärmend zum Landeanflug ansetzen oder vom Boden abheben.


WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: München, Film, Flughafen, Student, Dokumentation, Startbahn
Quelle: www.youtube.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2012 14:34 Uhr von derNameIstProgramm
 
+3 | -1
 
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@Chorkrin: Das Problem ist, das Flugaufkommen hat sich bereits verringert, hindert aber scheinbar nicht daran eine zusätzliche Start-/Lande-Bahn zu bauen...

Zur Abstimmung: Das Problem ist hier, dass die Münchner Einwohner über die Finanzierung abstimmen, da haben die dem Flughafen anliegenden Orte die nicht für die Finanzierung aufkommen natürlich kein Mitsprache / Abstimmrecht.
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15.06.2012 15:09 Uhr von Pils28
 
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"Hier wäre ein Leben schon schwer zu ertragen": Und das bei einer Lärmbelastung, die an sich in allen Städte meist noch weit übertroffen wird. Die zu Anfang angesprochenen 45db erreicht man bei uns vielleicht sonntags im Stadtpark. Da von menschenunwürdigen Bedingungen zu reden, ist doch Hohn.
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15.06.2012 15:23 Uhr von mepl
 
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naja also ich möchte nicht sagen, dass mir die leute nicht leid tun, jedoch wer neben den flughafen zieht ( meist weil es günstiger ist ) soll sich nachher nicht beschweren wenn es ihm zu laut ist.

@derNameistProgramm -> natürlich verringert sich das flugaufkommen weil die guten flüge zur richtigen zeit alle ausgebucht sind ( sind ja zu diesen zeiten nicht mehr möglich ) ... wenn ne 3. startbahn da ist wird auch wieder mehr geflogen weil dann 3 zur selben zeit starten bzw landen können.

btw: -> der Landkreis freising ( bei dem der flughafen steht ) wuchs erst richtig seitdem der flughafen dort draußen steht ... dann sind jobs etc gekommen
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15.06.2012 17:49 Uhr von herbertbrunn
 
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Alle Interviewten sind aus Familien, die seit Generationen in dieser Gegend leben.

Und wer davon spricht, dass die Wirtschaft "nachhaltig geschädigt" würde sollte sich mal selbst hören. München geht es gut, Freising auch. Es gibt viele Flughäfen in Süddeutschland, die nicht ausgelastet sind. Aus reiner Profitgier zu sagen, München hätte es unbedingt nötig bis ins unermessliche zu wachsen ist unterste Schublade. München hat es nicht nötig, und auch jetzt kann jeder immer und überall hin fliegen. Und das zu pervers billigen Preisen. Dass aufeinmal keiner mehr fliegen kann, nur weil keine neue Startbahn gebaut wird ist doch irrsinn.
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15.06.2012 18:16 Uhr von herbertbrunn
 
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@Pils21: bitte richtig zuhören, die 45db sind der momentane wert, ohne direkte überflüge! einzelschallereignisse liegen bereits jetzt weit über 60, und das nicht nur alle zehn minuten...
geh mal nach freising, wenn zufällig mal ein flieger drüberfliegt, da kann man kein gespräch mehr im freien führen.
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15.06.2012 21:48 Uhr von herbertbrunn
 
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@BastB: Dieser Flughafen besteht nicht schon seit 1000 Jahren.
Alle Protagonisten sind Alteingesessene, deren Familien schon lange vor dem Flughafen dort lebten.

Zum Thema Arbeitsplätze:
Schon vor dem Flughafen hatte Freising und Region VOLLBESCHÄFTIGUNG. Jeder weitere Arbeitsplatz durch den Flughafen zieht nur ein Zuziehen von Menschen nach sich. Wer die Mietpreise von München und Freising kennt, der sollte sich im klaren sein, dass mehr Jobs auch bedeuten: Mehr Menschen, Weniger Wohnraum, mehr Verkehr. Und mir kann keiner erzählen, dass in München und Umgebung momentan nicht schon genug los wär...

[ nachträglich editiert von herbertbrunn ]
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16.06.2012 11:32 Uhr von derNameIstProgramm
 
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@BastB: "Der Flughafen besteht seit 20 Jahren und genauso lange sollten die Alteingesessenen daran schon gewöhnt sein."

Sind sie auch, haben alle gelernt damit irgendwie zu leben. Es geht hier aber nicht um den Ist-Zustand, sondern um eine Erweiterung.

"Der Münchener Flughafen ist ein wichtiges Drehkreuz und muss nun mal erweitert werden."
Für Umsteigepassagiere? Was bringt das München? Die FMG plant nur für Umsteigepassagiere.

"Direkte Anwohner bekommen in der Regel neue Schallschutzfenster und andere Maßnahmen zur Geräuschdämpfung bezahlt."

Puh, was für ein Glück. Frischluft oder gar einen Garten brauch ich dann ja nicht...
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16.06.2012 13:28 Uhr von herbertbrunn
 
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...oder man schaut noch einmal unvoreingenommen auf die fakten und zieht in erwägung, dass die zwei startbahnen vielleicht tatsächlich ausreichen und münchen nicht in die steinzeit zurückversetzen. dieses steinzeitargument nach dem motto "wer nicht wächst, wird in der entwicklung weit zurückgeworfen" ist zu einfach. münchen ist groß und stark und hat von einem drehkreuz viel weniger als man behauptet. die passagierzahlen steigen ja, aber die meisten leute steigen nur um, kommen nicht aus dem flughafen raus. ausser ein paar mehr direktflügen bringt das der wirtschaft keinen großen nutzen. der tourismus hat schon lange keinen großen zuwachs mehr erfahren. wer da die mehrbelastung an dreck, lärm, verkehr, ausgaben und verbauung von naturflächen gegenrechnet kommt zu einem realistischen ergebnis. wachstum ist nicht heilig, ich hoffe die wirtschaftsjünger unter euch verstehen das irgendwann, bevor das ganze land mit "sinnvollen investitionen in die zukunft" zugepflastert ist, und es keinen ort mehr gibt an dem man ausser arbeiten auch leben kann!

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