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Warren Spector: Gewaltverherrlichung in Spielen muss gestoppt werden

"Wir sind zu weit gegangen. Die Blutspritzer in Zeitlupe, die Pfählungen durch tödliche Assassinen, Die Messer in die Kehle", so Warren Spector.

Der Erfinder von Franchises wie "Thief" oder "Deus Ex", Warren Spector, schiebt der Branche einen Drang in Richtung Gewaltverherrlichung zu. Er spricht im Interview mit "gameindusry international" von einer glamourösen Zurschaustellung von Gewaltszenen.

Vor einigen Jahren bereits hat sich der Spieleentwickler von der Programmierung gewaltvoller Spiele abgewandt. Er arbeitet seit 2007 für Disney Interactive und ist unter anderem für den Titel "Epic Mickey" verantwortlich.


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WebReporter: deereper
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Spiel, Game, Gewalt, Blut, Verherrlichen, Warren Spector
Quelle: derstandard.at

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2012 07:12 Uhr von deereper
 
+6 | -14
 
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Wenn man mal so drüber nachdenkt hat der Herr Warren schon recht. Bei spielen wie Assasins Creed wird das "Gemetzel" schon schön inszeniert.
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15.06.2012 07:38 Uhr von CurseD
 
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Warren Spector andere hatten Fußballstars oder Boygroups als Vorbild, ich hatte ihn. Und wenn wir ehrlich sind hat er recht mit seiner Aussage, auch wenn ich diese Spiele nicht missen will. ;)

[ nachträglich editiert von CurseD ]
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15.06.2012 07:58 Uhr von Annika-in
 
+8 | -6
 
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Er arbeitet seit 2007 für Disney Interactive: Die Lösung ist also, dass wir alle nur noch Micky Maus Spiele spielen und uns mit Watte Bäuschen bewerfen.

Mal ehrlich, wenn Gewalt in Computerspielen ein Problem sein soll, warum kümmert man sich dann nicht erstmal um die REALE Gewalt? Gerade als Amerikaner sollte er sich vielleicht gegen Kriege im Irak und Afghanistan aussprechen und gegen Lager wie Guatanamo Bay wo REALE Menschen gefoltert werden, statt sich über harmlose Computerspiele aufzuregen.
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15.06.2012 08:48 Uhr von deereper
 
+2 | -1
 
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dass dadurch: wirklich jemand amok läuft davon spricht auch niemand. Gewaltverherrlichend halt.
In Assasins Creed wird ein lässiges Kehle Aufschlitzen aus allen Winkeln gezeigt. Wenn man drüber nachdenkt ist es schon krass.

Ich hab das Spiel gespielt, aber eigentlich nie drüber nachgedacht, dass ich da einen Menschen umbring. Desshalb kann ich Herrn Warren nicht zustimmen
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15.06.2012 08:52 Uhr von vmaxxer
 
+1 | -0
 
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Nuja: Das Mittel der Übertreibung gibt es nicht erst seit Computerspielen.
Kaum ein Comic oder auch kaum ein Film kommt ohne Übertreibung aus. Ist halt so.

Ich spiele sowas ja auch, oft auch Ami-Versionen, aber manchmal geht einem sowas aber schon etwas auf dem Senkel. Ich wünschte mir das man diese speziellen Animationen einstellen könnte. Ähnlich wie man es damals bei SoF machen konnte.
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15.06.2012 09:31 Uhr von Schimalostra
 
+1 | -0
 
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Naja: Es entscheidet jeder selber was er sich ansieht und was nicht. Wer sowas nicht sehen will, soll die Finger davon lassen und und gut ist.
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15.06.2012 09:37 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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Gewalt gehört dazu: Also wer einen Shooter oder ein Actionspiel wie Assassin´s Crreed spielt, der muss mit Gewlat leben.

Ob ich nun in der Rolle eines Soldaten oder eines Assassinen herumlaufe, meine Aufgabe ist das Töten, also gehe ich davon aus, dass ich auch sehe wie Spielfiguren sterbeen.

Gut, ich muss das auch nicht in Zeitlupe mit literweise Blut haben, aber das ist wohl gemackssache.

Spiele sollten realistisch sein. Wenn ich auf Menschen schieße, bluten die wohl normalerweise, also wird das im Spiel auch so sein.

Der man hat in sofern recht, dass die Gewalt nicht selbstzweck sein soll, sondern die Geschichte realistischer gestalltet.
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15.06.2012 09:49 Uhr von TeKILLA100101
 
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ohman: was für klasse argumente :)

ihr wollt es noch realistischer? ok, dann müsst ihr auch bei einem treffer sterben! und überhaupt was ist an assasins creed realistisch? in erinnerungen zurückreisen und von 100 meter türmen in heuwagen springen?
wenns um gewalt geht wollen alle immer möglichst realistisch haben, solange es aber nur die anderen figuren betrifft...
hier scheinen auch alle zu glauben, dass es wirklich realistisch ist, wenn man innerhalb von ner halben stunde mal eben 100 "menschen" tötet (ja ich weiss sind pixel... aber is doch sooooo realistisch)

ich sage nicht, dass ich solche spiele nicht spiele, aber es ist absolut lachhaft sowas als realistisch anzusehen.
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15.06.2012 09:55 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Auffallend daran finde ich dass man gerade im jungen Alter auf solche Szenen, besonders in Filmen abfährt.
Sobald man dann älter als 35 ist, werden Filme wie Saw zu einer endlosen Langeweile, weil man mittlerweile schon genug gesehen hat. So Filme interessieren dann gar nicht mehr.
Ich frage mich nur, ob das eine Abstumpfung ist, die einen genauso bei den Schreckensmeldungen in den Nachrichten gleichgültig lässt? Oder ob dies ein Effekt allein aufgrund des höheren Alters ist?

Interessant ist dabei offenbar auch die "Brutalitäts-Grenze". Früher berichtete der Spiegel, dass Erwachsene im Film "der Exorcist" in Ohnmacht fielen. Heute gähnen dabei alle 14-jährigen.
Wie kommt diese Verschiebung?

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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15.06.2012 10:02 Uhr von dazw
 
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Dazu fällt mir nur Folgendes ein: Zitat: "Censorship is telling a man he can´t have a steak just because a baby can´t chew it."

- Author unbekannt -
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15.06.2012 10:15 Uhr von Morcan
 
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@TeKILLA: Die Todessprünge und die Animus-Reisen in Assassins Creed sind Stilmittel des Spiels. Gehört nunmal zu dessen Geschichte. Und ein "Treffer" ist nicht gleich ein "Treffer". Menschen können auch gern mal mehr als eine Kugel im Körper oder ein paar Schnittwunden überleben.
Assassin´s Creed überhaupt als Beispiel zu nehmen, find ich etwas schwachsinnig. Natürlich hat man einige Ziele zu töten (zum Wohl aller, selbstverständlich...), aber es ist ja nicht gerade so, als müsse man sich dafür durch Horden von Gegnern kämpfen. Wenn man geschickt spielt, kann man einen Großteil der Kämpfe umgehen. Es kommt halt einfach auf die Spielweise des einzelnen an.

Viel wichtiger finde ich, warum man sich als volljähriger Spieler seine Unterhaltung zensieren lassen muss. Deutschland geht eine ganze Menge Geld durch die Lappen, da "kluge" Spieler die unzensierten Fassungen einfach im Ausland kaufen. Zumal manche Schnitte einfach unnötig sind...

[ nachträglich editiert von Morcan ]
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15.06.2012 10:21 Uhr von west89
 
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muss man bei epic mickey nicht nen besen kleinhacken?
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15.06.2012 10:51 Uhr von Edelbert88
 
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Er hat Recht: mit dem was er sagt. Es ist mittlerweile ein Punkt erreicht, wo immer mehr, immer detaillierter gefordert wird. Davor darf man nicht die Augen verschließen, die gewaltgeile Gesellschaft wird uns sonst irgendwann noch einmal zum Verhängnis.

Gewaltdarstellung, ja, alles andere wäre Schwachsinn in gewissen Genres, aber nicht auf die heutzutage angestrebte Weise.
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15.06.2012 11:14 Uhr von Sarein
 
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solche spiele wie assaisn creed: haben nichts mit gewaltverhrlichung zu tun , weil wenn man ehrlich ist so sah das leben damals doch tatsächlich aus, das jeder auf der straße hätte umgreacht werden können usw.
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15.06.2012 12:03 Uhr von Nebelfrost
 
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im grunde hat warren spector recht. jedoch nicht in dem hinblick etwa, dass gewalthaltige spiele potentielle amokläufer züchten, oder generell eine gefahr für die psychische entwicklung von jugendlichen darstellen (so hat er das vielleicht auch nicht gemeint), sondern viel eher in dem hinblick, dass sich heutzutage ein spiel offenbar nur noch dann gut verkauft, wenn literweise blut spritzt und pro minute mindestens 10 leute sterben. in meinen augen ist das ein armutszeugnis unserer heutigen gesellschaft, da sie nicht mehr die fähigkeit hat, sich an niveauvolleren, tiefgründigeren dingen zu ergötzen.

bei filmen ist es genauso. ein film hat meist dann die größten zuschauerzahlen, wenn er mit metzel-, schieß- und actionszenen bis oben hin vollgepackt ist. anspruchsvolle filme hingegen gehen völlig unter und führen ein armseliges nischendasein.

mit den actionszenen und gewalt wird versucht, die tatsache zu übertünchen, dass diese spiele und filme in wirklichkeit null aussagekraft, null tiefgang und null anspruch haben. man geht ins kino, lässt sich 90 min berieseln und sagt danach: "cool, what´s next?" ähnlich verhält es sich mit spielen ala "modern warfare", etc. absolut null wiederspielwert.

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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15.06.2012 12:05 Uhr von Nebelfrost
 
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@sarein: ich merke, du hast offenbar schon zu viele solcher spiele gespielt, weswegen du wohl unter chronischer realitätsverzerrung leidest.
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15.06.2012 12:39 Uhr von AdvancedGamer
 
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Hmm: Also ich finde das einzige woran wir arbeiten sollten ist das keine KINDER diese Spiele kriegen und das jedem der sie spielt KLAR IST das es eine FIKTIVE WELT IST UND IMMER NOCH EIN SPIEL.

Ich spiel seit ich 16 bin son kram von Half Life zu Counterstrike zu Hitman usw. Ich hab mich in meinem leben nur ein einziges mal geprügelt, weil ich angegriffen wurde. Ich hab keine Waffensammlung in meinem Schrank und besitze nur Küchenmesser und keine Dolche und Schwerter.

Ich bin bei solchen Sachen immer noch dafür, das man die Eltern mehr in die Verantwortung zieht, denn sie sollten wissen was ihre Kids u18 machen, was sie spielen und was sie sich angucken.

Und wenn ich so zurückblicke, dann fand ich immer nur die Szenerie an spielen gut, die Story und die Darstellung, das töten im Spiel war nur Mittel zum Zweck die Story weiter zu führen. Und wenn ich mich recht erinnere gab es auch Spiele die es belohnten wenn man ein Level ohne einen toten beendet.
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15.06.2012 13:34 Uhr von AdvancedGamer
 
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@RealAcidArne: Da ist es wieder mit den Eltern, die sollten darauf nämlich acht geben, meine Mutter hatte keine Ahnung von dem ganzen kram, aber sie wusste immer was wir spielen.
Dazu muss man sagen das sie immer gearbeitet hat, wir hatten also auch viel zeit alleine.

Es ist immer, wirklicher IMMER, eine Ausrede der Eltern wenn sie sagen "aber wir haben nie Zeit, ich muss immer Arbeiten".
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15.06.2012 13:49 Uhr von Nebelfrost
 
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@advancedgamer: zitat: "Es ist immer, wirklicher IMMER, eine Ausrede der Eltern wenn sie sagen "aber wir haben nie Zeit, ich muss immer Arbeiten."

seh ich nicht so. teilweise wird das vielleicht als ausrede missbraucht, aber leider ist es bei vielen auch wirklich so. die gesellschaftlichen rollen haben sich gegenüber früher doch völlig verschoben. früher war es gang und gäbe, dass die mutter zuhause war und sich um haushalt und erziehung der kinder kümmerte. der vater ging arbeiten und verdiente das geld für die familie.

heute gehen beide, vater und mutter, vollzeit arbeiten, weil das geld von nur einem arbeitenden elternteil nicht ausreicht. das kind wird in der kita geparkt oder später im schulalter vor dem fernseher oder dem pc. einen bezahlten babysitter oder ganztagsschulen können sich die meisten nicht leisten. niemand ist da, der sich um das kind kümmert. erst abends irgendwann kommen die eltern nach hause und DANN muss sich natürlich noch um den haushalt gekümmert werden, weil tagsüber ja niemand da war, der das hätte machen können. so bleibt kaum zeit, sich mit den kindern zu beschäftigen, selbst abends nicht. höchstens mal am wochenende ist zeit für die familie. hier muss aber auch bedacht werden, dass eltern irgendwann mal auch zeit für sich allein haben wollen.

so siehts doch wirklich aus. entweder haben die eltern zu wenig zeit, sich um die erziehung zu kümmern, oder es sind irgendwelche assi-familien, die zwar zeit aber kein interesse und kein talent für ordentliche kindererziehung haben.

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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15.06.2012 13:56 Uhr von maxyking
 
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wen´s ihn stört: dann soll ers nicht zocken. Wie immer ist zu sagen als erwachsener will ich selbst entscheiden was ich spiele.
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15.06.2012 14:13 Uhr von dr-snuggles
 
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spiel: sollen so schlimm sein? sind doch nur pixel.
da finde ich filme wie z.B. SAW ettliches schlimmer.
warum wollen immer ein parr ganz gescheite allen anderen vorschreiben, was sie zu mögen haben?

Lieber games rumschnetzeln als in der wirklichkeit, oder nicht?

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