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Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt: "Deutschlands Stärke ist nicht unendlich"

Spanische Staatsanleihen kletterten jüngst über sieben Prozent. Auch Italien musste für einen 4,5 Milliarden Euro-Kredit deutlich höhere Zinsen bezahlen. Zunehmend sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Schwierigkeiten, den südeuropäischen Staaten aus ihrer Finanzkrise zu helfen.

"Auch Deutschlands Stärke ist nicht unendlich, auch Deutschlands Kräfte sind nicht unbegrenzt", warnt Merkel. Sie fordert von den USA und China zur Stabilität der Weltwirtschaft beizutragen. USA und Euroländer fordern von Merkel seit langem, ihren Widerstand gegen Eurobonds aufzugeben.

Merkel will lieber eine Politische Union, in der vielleicht die Europäische Zentralbank (EZB) mehr Kompetenzen erhalten könne. Die Deutsche Bank ist derweil über die kommenden Griechenland-Wahlen besorgt und sieht Europa an einem Scheideweg angelangt.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Angela Merkel, Forderung, Kraft, Stärke
Quelle: de.reuters.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2012 16:47 Uhr von magnificus
 
+7 | -3
 
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Dafür wird sie: schon sorgen.
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14.06.2012 16:56 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -7
 
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Sei mutig, Frau Merkel! -- "Sie fordert von den USA und China zur Stabilität der Weltwirtschaft beizutragen"

Tun sie doch, und viele andere mehr, und nicht nur bzgl. Eurobonds (leider nur in engl.):

"Outside Germany, a consensus has developed on what Mrs Merkel must do to preserve the single currency. It includes shifting from austerity to a far greater focus on economic growth; complementing the single currency with a banking union (with euro-wide deposit insurance, bank oversight and joint means for the recapitalisation or resolution of failing banks); and embracing a limited form of debt mutualisation to create a joint safe asset and allow peripheral economies the room gradually to reduce their debt burdens. This is the refrain from Washington, Beijing, London and indeed most of the capitals of the euro zone. Why hasn’t the continent’s canniest politician sprung into action?" (Quelle: "Start the engines, Angela", http://www.economist.com/...)

Der Artikel bietet eine interessante Sichtweise auf Merkels Haltung von außerhalb Deutschlands. Sieht aus, als stünden "wir" ganz schon einsam da...
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14.06.2012 17:11 Uhr von Maku28
 
+5 | -6
 
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zur Not können wir halt ein paar Bundesländer verkaufen <.<
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14.06.2012 17:12 Uhr von no_trespassing
 
+16 | -5
 
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@ArrowTiger: Das ist kein Wunder, denn Deutschland ist neben ÖS, CH, NL und Teilen Skandinaviens das definitiv stabilste, reichste und solideste Land.

USA: deindustrialisiert, prekäre Jobs, stark steigende Arbeitslosigkeit, verfallene Häusersubstanz

GB: deindustrialisiert, Kriminalität der Einwanderer, marode Finanz"industrie"

F: Überbewertete Aktienkurse brechen ein, hohe Jugendarbeitslosigkeit, viel Kriminalität in den Banlieues.

ITA: komplett überschuldet, hohe Arbeitslosigkeit

ESP: nahezu vollständig deindustrialisiert, sehr hohe Arbeitslosigkeit, wertlose Immobilien, marode Banken.

CHN: Sitzen auf Billionen US-$, bekommen die Folgen der US-Wirtschaft zu spüren.

Ist doch kein Wunder, dass D isoliert ist. Warum kommen denn aus Japan und Russland keine solchen unterdrucksetzungen? Weil Russland seine Schulden abbezahlt hat.

Die anderen wollen ihre eigene Unfähigkeit nicht eingestehen und nun soll Deutschland sein erarbeitetes abgeben, damit die anderen sich weiter durchhangeln können.
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14.06.2012 17:23 Uhr von ArrowTiger
 
+5 | -4
 
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@no_trespassing: -- "Die anderen wollen ihre eigene Unfähigkeit nicht eingestehen und nun soll Deutschland sein erarbeitetes abgeben, damit die anderen sich weiter durchhangeln können."

Sorry, aber das ist zu einfach gedacht. Keines dieser Länder hat Interesse daran, seine Handelspartner abstürzen zu sehen. Und speziell für Europa: wir sind nunmal eine Wirtschaftsgemeinschaft. Dies bedingt einigermaßen ausgewogene Bilanzen. Oder anders: die Schulden des einen sind die Vermögen der anderen. Unseren noch halbwegs gesunden Status haben wir uns innerhalb der EU auf Kosten der anderen EU-Länder durch unsere Billiglohnpolitik "erarbeitet". Daß das auf Dauer nicht gut gehen kann, weiß jeder Ökonom. Von daher die Warnungen aus dem Ausland.

Wie der Text schon sagt: derzeit mag uns die aktuelle Politik noch ein paar Vorteile gebracht haben - aber das kann sich sehr schnell ändern, wenn die EU oder der Euro zusammenbricht. Und daran habe ich nun wirklich kein Interesse (und du vermutlich auch nicht). Man sollte die Vorschläge daher schon zumindest erwägen.

Ergänzung: Schon Keynes hat damals bewiesen, daß Austeritätspolitik in einer Krise diese verschärft, und daher zeitgleich Wachstumsprogramme implementiert werden müssen, wenn man Staatsschulden in den Griff bekommen möchte. Auch dies ist außerhalb des neoliberalen Spektrums gängiges Ökonomenwissen. Um solche Maßnehmen geht es ja unter anderem im Artikel.

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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14.06.2012 17:28 Uhr von str8fromthaNebula
 
+1 | -3
 
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natürlich ist sie das ! allerdings ohne solche politiker
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14.06.2012 17:28 Uhr von Alice_undergrounD
 
+1 | -3
 
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dafür: währt sie tausend jahre lol :D
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14.06.2012 17:53 Uhr von no_trespassing
 
+8 | -3
 
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@ArrowTiger: >> aber das kann sich sehr schnell ändern, wenn die EU oder der Euro zusammenbricht. Und daran habe ich nun wirklich kein Interesse (und du vermutlich auch nicht).

Mittlerweile schon! Deutschland ist ohne die EU weitaus besser dran! Was haben wir denn davon, unsere Produkte an Länder zu exportieren, die die Waren eh nicht bezahlen können? Dann lieber Geschäfte mit den BRICS-Staaten, Japan, Australien, Kanada, Südamerika.

Die anderen haben für Deutschland außer Unverschämtheiten auch nichts übrig.
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14.06.2012 18:05 Uhr von ArrowTiger
 
+6 | -3
 
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@no_trespassing: -- "Mittlerweile schon! Deutschland ist ohne die EU weitaus besser dran!"

Das ist zumindest in Hinsicht auf die enormen Umsatzzuwächse seit dem Euro zweifelhaft. Besonderst Deutschland hat durch den Euro immens profitiert. Eine Rückkehr zur D-Mark (so sehr ich dies an sich befürworten würde) dürfte für uns einige heftige Probleme bringen. Mindestens eine massive Aufwertung stünde uns ins Haus, was für eine so stark exportfixierte Wirtschaft natürlich übel wäre.

Ab besten wäre es sicherlich gewesen, wenn das Projekt "Euro" nie stattgefunden hätte - jedenfalls nicht so, wie es umgesetzt wurde. Jetzt kann man u.U. nur noch versuchen, das Beste daraus zu machen.

-- "Die anderen haben für Deutschland außer Unverschämtheiten auch nichts übrig."

Wie im anderen Thread schon gesagt, würde ich die moralischen Aspekte lieber rauslassen, wenn es um eine möglichst schmerzfreie Lösungsfindung geht. Die Leute in diesen Ländern werden von der Klatschpresse und ihren Regierungen teils genauso manipuliert, wie wir.


[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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14.06.2012 18:56 Uhr von shadow#
 
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Dann soll sie aufhören zu jammern: Die Eurobonds müssen her, und zwar nur zusammen mit der Kompetenzübertragung. Nur weil der Plan, die Länder-Haushalte künftig durch Deutschland und Frankreich (harmlos ausgedrückt: Brüssel) absegnen zu lassen, durch die Wahl in Frankreich einen kleinen Knick bekommen hat, rechtfertig das noch lange nicht das trotzige Verhalten unserer Kanzlerin.
Frau Merkel sitzt aktuell rum, sagt Nein, träumt von ihrer Wiederwahl und lässt dabei wertvolle Zeit verstreichen, wohlwissend dass eine Eskalation der Krise Deutschland um einiges mehr kosten wird, als würden wir die kompletten Schulden Spaniens und Italiens gleich selbst übernehmen.
Die Griechen sind in der Rechnung schon gar nicht mehr enthalten, die wählen sich am Sonntag wahrscheinlich selbst ins Armenhaus.
Durch Untätigkeit wird der Euro (und damit Deutschland) jedenfalls nicht gerettet werden.

[ nachträglich editiert von shadow# ]
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14.06.2012 22:03 Uhr von Twaini
 
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tja wenn die Fälle weg schwimmen wird es ja auch Zeit mal langsam mit der Wahrheit raus zu kommen und zwar ebend diese, die ihr schon viel länger bekannt ist.

Denn das Theater der letzten Monate war nur Augenwischerei um das Volk ruhig zu halten.

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