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Für neue Stromtrassen: Wirtschaftsminister will Naturschutzvorgaben ignorieren

Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler möchte den Ausbau der Stromtrassen in Deutschland vorantreiben.

Damit er die Widerstände der Naturschützer umgehen kann, plant der FDP-Chef die Naturschutzvorgaben der EU außer Kraft zu setzen.

"Uns wäre bereits geholfen, wenn wir zum Beispiel beim Durchqueren von Schutzgebieten einen Teil der EU-Regeln auf Zeit außer Kraft setzen könnten", so Rösler.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Philipp Rösler, Wirtschaftsminister, Naturschutz
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2012 12:01 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+0 | -3
 
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Jaja, der Umweltschutz muß für alles herhalten: Jetzt versteht man wenigstens, warum die Ideen von Prof. Jarass (Hochschule Wiesbaden) nicht näher diskutiert werden.
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14.06.2012 12:06 Uhr von Raptor667
 
+17 | -3
 
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lol: "Damit er die Widerstände der Naturschützer umgehen kann, plant der FDP-Chef die Naturschutzvorgaben der EU außer Kraft zu setzen."
Ich frage mich echt was dieser kleine Idiot sich anmaßt. Spinnt der jetzt völlig oder hat Ihm die Stromlobby den nächsten Luxus Urlaub auf den Philippinen gesponsert?
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14.06.2012 13:31 Uhr von Hullefu
 
+7 | -4
 
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Das Problem: ist doch das, die Menschen Naturstrom haben wollen, der wird aber nicht vor der Haustür produziert, daher müssen Leitungen her. Nur wollen die Bürger aber auch keine Überlandleitungen in ihrem Sichtfeld haben und Grundinhaber kein Grund verkaufen damit solche Leitungen gebaut werden können. Also müssen diese Kabel dann unterirdisch verlegt werden, da die BRD jedoch durchzogen ist von Natur/Wasser - schutzgebieten (etc.) kommt der Verlauf einer Leitung einer "ZickZack-Naht" gleich was enorm teuer ist.

Naturschutz ist relativ, wenn ein paar Naturschutz-Richtlinien umgangen werden um die erneuerbaren Energien ausbauen zu können und dadurch herkömmliche Kraftwerke abgeschaltet werden können, ist das für das große ganze besser.
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14.06.2012 13:45 Uhr von mort76
 
+9 | -2
 
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Hullefu, umgekehrt wird ein Schuh draus:

die Stromkonzerne planen schon seit Jahren ihre neuen Stromtrassen so, daß es auf jeden Fall zu Protesten kommt, weil sie keine neuen Leitungen verlegen wollen, obwohl sie vertraglich dazu verpflichtet sind.

Die neuen Leitungen werden deswegen mit Absicht quer durch Dörfer geplant, oder durch geschützte Gebiete.
Mit Hilfe dieses Tricks können die Konzerne behaupten, am mangelhaften Ausbau des Netzes wären die Protestanten schuld...

Die neuen Stromtrassen sollen ja die bessere Einspeisung des alternativen Stroms ermöglichen- das wollen die Konzerne natürlich nicht wirklich, deswegen wird beim Ausbau dann lieber gebummelt und blockiert.
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14.06.2012 14:00 Uhr von Hullefu
 
+3 | -4
 
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@mort76: Naja so kann man auch sehen.
Aber Fakt ist doch das Naturstrom gewollt ist aber bitte nicht vor der Haustüre. In ganz Deutschland wird von Bürgern gegen Solarparks und Windkraftanlagen geklagt, weil diese die Umwelt verschandeln würden oder es werden andere Gründe gesucht.
In diesem Fall ist doch das Problem das Deutschland übersät ist mit Gemeinden. Da macht man es der einen Gemeinde Recht und der Gemeinde daneben steht der Mast dann einen Meter zu weit nördlich (überspitzt dargestellt). Überall muss man an Dörfern vorbei wenn man nicht durch Schutzgebiete will, diese Dörfer wollen dann aber nicht, also wo lang sonst?
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14.06.2012 15:37 Uhr von mort76
 
+4 | -0
 
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Hullefu, zufälligerweise wohne ich direkt neben einem riesigen Tagebau, ein ganzer Landstrich wurde hier weggebaggert, inklusiver einiger Ortschaften.
Es gibt Kohlekraftwerke und Stromtrassen bis zum abwinken, dazu eine massive Staubbelastung.
Also, es ist erstaunlich, was ein Konzern wie RWE alles durchsetzen kann, wenn es in deren Interesse ist.

Massive, jahrzehntelange Proteste gegen AKWs haben die Konzerne nicht interessiert, aber neue Stromleitungen für die alternativen Energieerzeuger- das kriegen die natürlich nicht hin...

Deutschland ist ja nun nicht so dicht besiedelt, daß man nicht um die Dörfer und Naturschutzgebiete herumkommt, wenn man denn will. Die Aufstellung von neuen Masten ist ja offensichtlich vor der Energiewende auch kein Problem gewesen.
Das zeigt, daß die Probleme mit den Demonstranten nur vorgeschoben werden.

Merkwürdigerweise haben die Mobilfunkkonzerne keine Probleme damit, ihre Masten überall in Wohngebieten aufzustellen- dabei würde ich mir eher wegen denen Sorgen machen...also, es geht, wenn man will.

Den Demonstranten selber geht es übrigens auch meistens nicht um eine Verhinderung der eigentlichen Trasse, sondern darum, daß die Kabel unterirdisch verlegt werde, was genausogut möglich wäre. Es existiert also eine sinnvolle Alternative zu den Masten.

Ebenso unerwähnt bleibt, daß es sich hier auch nicht um normale Masten handelt, sondern um extragroße Höchstspannungsmasten mit einer Höhe von 63 Metern...die sind also fast doppelt so hoch wie ein normaler Mast.
Zweieinhalb dieser Masten aufeinander wären höher wie der Kölner Dom...


[ nachträglich editiert von mort76 ]
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15.06.2012 12:27 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+0 | -1
 
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Vom Umweltrat empfohlene Fettsteuer auf gesättigte: Fettsäuren, obwohl mehrkettige gesättigte Fettsäuren aus Palmenkernöl und Kokosöl gesundheitsfördernd sind.

Wenn diese Empfehlung auf die Butter abzielt, dann müßte eine solche Steuer noch spezifischer werden.

Dabei ist Butter nicht nur gesundheitshemmend, sondern auch gesundheitsfördernd.

Ich empfehle dazu die Lektüre des Artikels "Der Terror der Tugend" von Harald Martenstein in der Wochenzeitschrift "DIE ZEIT" vom 6. Juni 2012, S. 13 bis 15.

Während der fett- und trinksüchtige Danton die Abschaffung der Hinrichtungen forderte, verteidigte sie der asketische Robespierre. Beide wurden dann auch hingerichtet. Die Askese des Robespierre nützte ihm nichts.

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