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Griechenland: Fährt Anti-Spar-Politiker das Land endgültig vor die Wand?

Er wird den besorgten Blicken, mit denen Europa Griechenland aktuell spickt, keinen Abbruch tun: Alexis Tsipras ist Mitglied der griechischen Linken und fährt einen harten "Anti-Spar-Kurs". Dieser riskiert eine Ausscheidung Griechenlands aus dem Euro, ist das Sparen doch Prämisse für Finanzhilfen.

Eine "Abfolge von leerem Gerede, Gewaltverharmlosung und pseudorevolutionärem Geschwätz", nannte die "Frankfurter Allgemeine" die Äußerungen des 37-Jährigen. Bei der griechischen Bevölkerung machte sich Tsipras besonders mit dem Versprechen, sein eigenes Gehalt zu halbieren, beliebt.

Dieser Mann, der trotz der Warnung von Ökonomen eine Verstaatlichung weiterer Branchen plant, will sich nun also an die Spitze des stark verschuldeten Griechenlands setzen. Meinungsumfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linken und der konservativen Partei Nea Dimokratia voraus.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Politiker, Land, Wand, Alexis Tsipras
Quelle: www.spiegel.de
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.06.2012 14:54 Uhr von artefaktum
 
+6 | -1
 
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Warnung von Ökonomen? Immer die gleiche Leier: Staat = böse, Privat = gut.

Eine extrem niedrige Staatsquote hat den USA nun auch nicht gerade einen ausgeglichenen Haushalt beschert. ;-)

Die könnten wirklich mal ´ne andere Platte auflegen und diese Glaubenssätze hinterfragen.

Zudem hat das Ausland bestimmt großes Interesse, da Staatsfirmen für ´nen Appel und ´nen Ei zu übernehmen. Das wäre nicht die erste Krise, die gewiefte Geschäftsleute anzieht um die Gunst der (Krisen)stunde zu nutzen. Aber darüber spricht man natürlich nicht.
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13.06.2012 16:33 Uhr von ArrowTiger
 
+4 | -4
 
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*gähn*: Von Spiegel und FA erwarte ich nichts anderes als neoliberale Panikmache. Für die ist auch Hollande der Teufel persönlich.

Jedenfalls weiß man so, von welcher Seite des politischen Spektrums eine Gefahr für die neoliberale Einfaltspolitik her kommt. ;-)

-- "Dieser Mann, der trotz der Warnung von Ökonomen eine Verstaatlichung weiterer Branchen plant,..."

Welchem Dogma diese "Ökonomen" fröhnen, ist nicht schwer zu erraten. Weltweit anerkannte, eher neutrale Ökonomen sind das jedenfalls nicht.

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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13.06.2012 19:09 Uhr von ArrowTiger
 
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"Anti-Sparabsichts-Kurs" trifft´s eher Zum Unwort "Anti-Spar-Kurs": vielleicht sollte man die neoliberalen Propagandabegriffe nicht nutzen. Was hier als "Sparkurs", "Sparpolitik", etc. verkauft wird, spart ja offensichtlich genau nichts, im Gegenteil.

"Sparabsichtskurs" (und damit "Anti-Sparabsichts-Kurs" ;-) wäre also treffender. Oder "Angebliche Sparpolitik"...

Ein kleiner, aber feiner Unterschied: http://www.nachdenkseiten.de/...
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13.06.2012 19:28 Uhr von zocs
 
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Ich bin sehr froh das diese dumme Propaganda des Spiegels und der üblichen Presse hier von einigen durchschaut wird.

Davon abgesehen, das "Ökonom" unter Umständen auch eher als Schimpfwort gebraucht werden kann, kommt es immer drauf an, welchen Ökonom man da fragt.
Fragt man Dirk Müller, sieht das wieder ganz anders aus und ich glaube ihm und habe in der Vergangenheit aufgepasst:
man kann ein Land auch Kaputtsparen .... das ist bekannt.
Von daher ist das Blödsinn, ganz zu schweigen von dem Unwissen und der Lobbyhörigkeit unserer "Mutter der Nation" Merkels .... die beherrscht halt auch Lobby-Propaganda.

Ich kann jedem nur auf youtube das Video "Dirk Müller das ganze Interview" (vom ORF III) anraten.
Der Mann ist ehrlich, intelligent und bringt das ganze sehr klasse rüber.
Und vieles andere an Wissen gibts auch bei http://www.nachdenkseiten.de
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14.06.2012 16:21 Uhr von ArrowTiger
 
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Nicht nur Syriza will neu verhandeln! Ach ja, für alle die immer noch glauben, die Griechen hätten ja selbst schuld, würden sich nicht genug anstrengen und wären "reformunwillig"...

"Zum angeblichen “Reform-Unwillen” Griechenlands – einige Fakten": http://www.annotazioni.de/...

Der Artikel ist hilfreich, die Propaganda seitens der deutschen Regierung und vieler Presseorgane zum Teufel zu jagen. Natürlich wird es hier wieder einige "Minusklicker" geben, die lieber ihren falschen Glauben behalten, als der Realität ins Auge zu schauen. Manchen reicht es eben schon aus, auf andere herabschauen und dreinschlagen zu können, um "glücklich" zu sein. Alle anderen werden von den Infos aber vermutlich profitieren... ;-)

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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20.06.2012 15:57 Uhr von Seravan
 
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kommt mir schon vor: wie ein Fahrer eines PKW der sein Wagen voll geschrottet hat und lapidar sagt:"mit etwas Polieren gehts schon wieder"

Jahrzehnte lange Misswirtschaft und Korruption in diesem Ausmaß kann man nicht auf die schnelle beheben..... Das ist absolute Augenwischerei...
Das hätte vor zehn jahren schon gemacht werden sollen

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