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GB: Ex-Premierminister John Major erhebt Vorwürfe gegen Rupert Murdoch

Der ehemalige britische Premierminister John Major hat einige Vorwürfe gegen den Medienmogul Rupert Murdoch erhoben. Explizit heißt es, Murdoch habe sich wiederholt versucht in die Europapolitik einzumischen.

Major schilderte der Untersuchungskommission, die sich mit den Verfehlungen in der britischen Mediengesellschaft beschäftigt, Murdoch habe versucht, ihn vor der Wahl im Jahre 1997 einzuschüchtern. Er hatte angekündigt, eine Kampagne gegen ihn starten zu wollen, sollte er seinen Kurs nicht ändern.

Dabei ging es konkret um Majors Position zur EU. Im Anschluss an das Gespräch hätten sich, so Major, die wichtigsten Blätter des Murdoch-Konzerns für Tony Blairs Labour Party ausgesprochen. Darunter fallen "News of the World" und "The Sun". Blair gewann die Wahl.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Großbritannien, Ex, Premierminister, Rupert Murdoch, John Major
Quelle: www.dradio.de

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13.06.2012 17:03 Uhr von ArrowTiger
 
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Typisch: Wenn die "vierte Macht" im Staat korrumpiert ist, ist das ein echtes Problem, wie man sieht. Gerade Kriminellen wie Murdoch gehört die Lizenz entzogen...

Hier in Deutschland haben auch nur wenige Medienmogule mit gleicher politischer Ausrichtung das Sagen; hauptsächlich Springer, Mohn (Bertelsmann) und Neven-DuMont. (Nachdem letzterer die FR übernommen hatte, ging dort leider ebenfalls eine der wenigen kritischen Stimmen unter. So funktioniert das Gleichmacherspiel...)

Die inzwischen recht einseitige Berichterstattung ist offensichtlich und nervt ungemein. Allerdings ist die Finanzkrise und die sture deutsche Sparversuchspolitik inzwischen so kritisch, daß selbst das neoliberale Stammblatt "Handelsblatt" immer öfter kritische Kommentare veröffentlicht. Auch die Zeit und die NZZ werden deutlich kritischer, die FT(D) ohnehin. Das ist zumindest etwas beruhigend.

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