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26-jähriger Mann muss wegen Sterbehilfe an Mutter im Wachkoma drei Jahre in Haft

Die Mutter des 26-jährigen Mannes hatte im Jahre 2004 einen Reitunfall und lag seitdem im Wachkoma. Eine Aussicht auf Besserung ihres Zustandes gab es nicht. Sie hatte vor ihrem Unfall keine Patientenverfügung unterschrieben. Ihr Sohn konnte und wollte den Zustand der Mutter nicht mehr hinnehmen.

So begab er sich Anfang dieses Jahres in das Pflegeheim in Braunschweig und erstickte seine Mutter mit einem Handtuch. Vor Gericht gab er an, dass er seine Mutter "erlösen" wollte. Er wurde nun von einem Gericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, da es eine Straftat sei, einen Menschen zu töten.

Der Richter Ralf-Michael Polomski sagte: "Dieser Fall bringt das Recht an Grenzen". Und auch wenn "viele Menschen moralisch Verständnis" für das Handeln des Mannes hätten, so wäre es trotzdem eine schwere Straftat. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar ein halbes Jahr mehr Haft beantragt.


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WebReporter: Margez
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Mutter, Haft, Sterbehilfe, Wachkoma
Quelle: nachrichten.t-online.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.06.2012 16:17 Uhr von Kamimaze
 
+3 | -2
 
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Mal eine wohltuend sehr gut geschriebene News - dafür gibt´s ein "+" ;)
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12.06.2012 17:08 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -16
 
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12.06.2012 23:35 Uhr von CrazyWolf1981
 
+6 | -0
 
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Tiere: darf man von Qualen erlösen und einschläfern. Menschen müssen sich grausam bis zum letzten Atemzug quälen.
Die Frau war im Wachkoma und von den Ärzten auch keine Besserung mehr zu erwarten nach all den Jahren. Da sollte es echt mal ne Regelung geben sie gehen zu lassen. Sagt ja keiner dass es nach 2 Tagen geschehen soll, aber bei mehreren Jahren, was soll das? Weil davon noch einige finanziell gut verdienen?
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14.06.2012 22:36 Uhr von there4you
 
+2 | -0
 
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nicht gerechtfertigt sie lag seit 2004 im Wachkoma...wäre sie nochmal erwacht?Wohl eher nicht und wenn,dann mit welchen Schäden?Sie hätte sicher nicht gewollt,das ihr Sohn verurteilt wird,weil er sie erlöst hat.Ich hätte warscheinlich genauso gehandelt.

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