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Deutschland profitiert von Kinderarbeit in Indien

Was haben bis zu 60 Prozent der deutschen Grabsteine und ein großer Teil des Pflasters auf unseren Gehwegen gemeinsam? Sie stammen aus Indien. Doch nicht von irgendwo in Indien, sondern zumeist aus den kleinen Händen der Nation. Statt die Schule zu besuchen, schuften sie hart in Steinbrüchen.

Chronische Augenentzündungen und Staublungen gehören zu den Nebeneffekten ihrer Tätigkeit. Schätzungen zufolge sind weltweit 215 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen, die Mehrheit davon arbeitet in Bereichen, die als gefährlich und ausbeuterisch gelten. Abnehmer der Produkte ist der Westen.

Allein 2010 importierte Deutschland 55.000 Tonnen "polierten und verzierten Granit". Damit soll nun Schluss sein, fordert auch die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Sie nennt baden-württembergs Initiative, die Grabsteine aus Kinderarbeit zu verbieten, wegweisend.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Indien, Baden-Württemberg, Kinderarbeit, Grabstein
Quelle: www.fr-online.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.06.2012 11:40 Uhr von 24slash7
 
+10 | -19
 
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Grabsteine aus Kinderarbeit verbieten? Dan werden in Indien Kinder und Erwachsene verhungern.

Und bei uns die eh schon teueren Steine noch teurer.

[ nachträglich editiert von 24slash7 ]
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12.06.2012 11:45 Uhr von architeutes
 
+10 | -1
 
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Herstellungs-und Handelswege müssen Lückenlos nachvollziehbar sein.Ansonsten ein
Einfuhrverbot bei evt.Lücken.
Trauriges Beispiel dafür wozu in vielen Ländern Kinder in
die Welt gesetzt werden.
Indien steht da nicht alleine ,und wir müssen besser
aufpassen was wir kaufen.
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12.06.2012 11:48 Uhr von Katzee
 
+10 | -5
 
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Was würde: geschehen, wenn niemand mehr Produkte (hier sind es Granitprodukte, aber auch Teppiche und Kleidung werden in Kinderarbeit produziert) kaufen würde, die von Kindern oder durch deren Mithilfe produziert wurden? Klar, wir hätten ein gutes Gewissen - und all die Kinder und deren Familien würden verhungern, weil sie kein Geld mehr verdienen würden. Anstatt immer wieder mit dem moralischen Zeigefinger auf die "Käufer" zu zeigen, sollte man eher versuchen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Ländern zu verbessern, in denen Kinder arbeiten müssen, um sich und ihre Familien "über Wasser" zu halten. Nur: Wie soll das geschehen? Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder ist immer eine zweispältige Sache.
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12.06.2012 11:58 Uhr von dajus
 
+4 | -5
 
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Ich glaube nicht, das dieses Szenario - dann verhungern alle - eintreffen würde. Wenn sich es durchsetzt, das man Kinder nicht mehr für ungerlöhne für solche arbeiten misbrauchen kann, werden die Produkte natürlich teurer, keine Frage.
Dennoch würden die Produkte günstiger bleiben, da die Lebenshaltungskosten in den produzierenden Ländern weitaus niedriger sind!

Es giebt dafür genügend erfolgreiche beispiele.
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12.06.2012 12:03 Uhr von cefirus
 
+8 | -2
 
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Jedes Industrieland profitiert von Kinderarbeit in Ländern der dritten Welt.
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12.06.2012 12:08 Uhr von architeutes
 
+7 | -2
 
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Ob die Familien dann Verhungern ?? Zumindest würden nicht so viele Kinder in die Welt gesetzt
um Geld zu verdienen.
Weniger Kinderarbeit=mehr Arbeit für Erwachsene.
Das ist zwar eine spekulative Gleichung ,aber immer noch
besser als Kinderarbeit.
Hungersnöte sind nun mal ein Problem der Bevölkerungs-
reichsten Länder der Welt.
Aber das ist leichter gesagt als getan.
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12.06.2012 12:17 Uhr von Katzee
 
+2 | -0
 
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Zusatzinformationen: Da hier wohl einige nicht glauben, dass die Kinder oftmals deshalb arbeiten müssen, weil die Eltern allein ihre Familien nicht ernähren können, hier zwei Zusatzlinks zur Info:
http://www.welt.de/...
http://www.younicef.de/...
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12.06.2012 12:22 Uhr von 50I50
 
+2 | -5
 
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Nicht nur in Indien: kinder müssen in deutschland oft auf dem Acker oder Bau schuften.
Ferner leben mehr als 1,2 Millionen kinder in deutschland in bitterer armut, an der grenze zum hunger.

kinderarbeit ist in Deutschland ein ernstes problem:

Kinderarbeit in Deutschland hat viele Gesichter: hübsche und hässliche, pädagogisch wertvolle und kriminelle. Kinderarbeit ist Ausbeutung und Selbstverwirklichung, macht Spaß und ruiniert die Knochen. Deutschland ist nicht Dritte Welt - hier müssen kleine Hände weder Teppiche knüpfen noch Fußbälle nähen. Aber auch hier ist Kinderarbeit oft genug Schinderei, auf dem Bau oder auf dem Acker.

http://www.stern.de/...


das sollte man nie vergessen.
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12.06.2012 13:05 Uhr von fexinat0r
 
+3 | -1
 
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Teppichknüpfer: Erinnert sich noch jeamand an die grosse Aktion gegen das ausbeuten von Kindern als Teppichknüpfer?
Damals hat der Boykott funktioniert,... und die kidner sind auf dem Strich gelandet.
Also dieses mal bitte auch darüber nachdenken, was mit den Kindern passieren soll nachdem man ihnen ihre "Jobs" weggenommen hat.
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12.06.2012 13:26 Uhr von Floppy77
 
+3 | -4
 
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Da jammern alle wegen der Ungerechtigkeit, und abends vor dem TV wird die Schokolade in sich rein gefressen. Dafür müssen auch KInder arbeiten, die werden teilweise von ihren Eltern dafür verkauft oder auch entführt und dürfen dann auf den Plantagen schuften.

Guten Appetit an alle Heuchler.
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12.06.2012 13:38 Uhr von str8fromthaNebula
 
+5 | -4
 
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so is das halt im westen: wohlstand auf kosten anderer
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12.06.2012 14:39 Uhr von dragoneye
 
+4 | -4
 
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Linke Empörung = Linke Heuchelei, Herrlich! Wir leben (leider) in einer Welt, wo nicht Milch und Honig fliessen und keine Tauben fliegen einem Menschen freiwillig in den Mund, d.h. alles muß irgendwie erarbeitet werden.

Jeder Mensch erkennt schnell welche Arbeit am meisten Profit bringt. Und genau in armen Ländern ist genau solche Arbeit, welche von scheinheilligen Spinnern als moralisch verwerflich gebrandmarkt wird, wie z.B. in Sportschuhfabriken oder Textilfabriken, die Arbeit welche die höchste Entlohnung darstellt.
Eine Alternative wäre z.B. Fischen oder Feldarbeit. Aber da ja jeder Mensch mit einer gewissen Grundintelligenz ausgestattet ist, wird die Fabrikarbeit nur dann gewählt, wenn diese Arbeit auch eine höhere Rendite erwirtschaftet.

Die meisten Menschen auf der Welt sind frei in der Entscheidung und wenn Sie (leider) zu doof sind, die Konsequenzen von zuvielen Kindern nicht erkennen, d.h. wenn der Ernährer und seine Frau nicht genug erwirtschaften, um zuviele Kinder das überleben zu sichern, dann liegt es wohl nahe, daß eben die arbeitsfähigen Kinder zum Familienwohl beitragen. Aufklärung und Bildung wäre ein Weg daraus.

Die weltfremden linken Spinner können gerne zum Boykott von Produkten aufrufen, aber die Konsequenz daraus ist nicht, daß es den Menschen besser geht, NEIN, die Kinder werden trotzdem arbeiten, aber nicht mehr dort wo man das meiste Geld verdienen kann, sondern dort wo man weniger Rendite erwirtschaftet also bei Feldarbeit, d.h. den Menschen wird es schlechter gehenn.

Hauptsache man hat sein eigenes beschränktes Gewissen beruhigt - Aus den Augen, aus dem Sinn. Was viele vergessen, ist, daß wir hier in Deutschland vor vielen Jahren ähnlche Verhältnisse hatten und dieses nur durch kosequentes Wachstum der Wirtschaft gelöst haben, d.h. bei gleicher Arbeitszeit können wir hier deutlich mehr produzieren. Das führt zu dem Luxus, daß wir hier unsere Kinder nicht mehr arbeiten lassen müssen.

Das passt zu den Moralaposteln, die zwar sich ständig künstlich über irgendwelche "Ungerechtigkeiten" empören, aber stehts vergessen, daß ihr blödes Gelaber gerade NICHT zum Lösen der Probleme beiträgt. Wie gesagt, Wachstum würde das Problem entschärfen, aber man hört ja immer wieder von den Gleichen, daß weiteres Wachstum nicht möglich sei.

Ausbeutung gibt es in der Tat auf der Welt. Aber gerade der linke, moralisierende Ansatz mit dem Schwarz-Weiss Denkschemata ist einfach nur billig und wird dem Thema in keinster Weise gerecht. Die wahren Schuldigen sind in diesem Fall nicht die Großkonzerne und das Kapital.
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12.06.2012 15:31 Uhr von dragoneye
 
+4 | -1
 
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klaro Zeus35: Gewerkschaften sind wichtig und haben als Druckmittel den Streik ua.
Arbeitgeberverbände sind wichtig und haben das Mittel der Aussperrung usw.
Ab und zu treffen sich beide und verhandeln über die Entlohnung und in guten Jahren steigt die Entlohnung und in schlechten Jahren steigt die Entlohnung der Arbeitnehmer nicht so stark.
Das nennt sich Tarifautonomie und hat die letzten 60 Jahre in Deutschland mehr oder weniger gut geklappt.

Wenn jetzt die linken Spinner z.B einen gesetzlichen Mindestlohn einführen würden, würde man quasi den Gewerkschaften und Verbänden als unmittelbar davon Beteilligten die Möglichkeiten zu Verhandlungen entziehen und den Politikern, meist zur Selbstdarstellung, übergeben. Schädlich wäre es allemal für gering Qualifizierte Arbeitnehmer und Migranten und Alte und Schwache (gerade die, die es ANGEBLICH schützen soll).

Ich bin bisschen vom Thema abgekommen: Wenn Kinder arbeiten müssen, ist das ein gutes Indiz dafür, daß die Eltern nicht genug erzeugen (z.B. als Bauer). Die Wahl ist nun entweder zu verhungern oder zum Familieneinkommen beizutragen, d.h. Kinderarbeit.

Früher gab es das hier auch, aber ein erhebliches Wirtschaftswachstum hat dazu beigetragen, daß in dieser Zeit das durchschnittlichen Einkommen erheblich gestiegen ist.
Bedenke bitte, daß Gewerkschaften und "Kapitalisten" nur das zwischen sich aufteilen können, was auch produziert worden ist.

Und Kinderarbeit verschwindet nicht, nur weil einige Moral-Apostel der Meinung dazu sind. Keine Kinderarbeit muß eine Gesellschaft auch bezahlen können > Wirtschaftswachstum.
D.h. die in der Tat gute Forderung der Gewerkschaften, glaube ich Dir jetzt mal, daß die es gefordet haben, muß auch durch Mehr-Produktion aufgefangen werden.
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12.06.2012 15:36 Uhr von raterZ
 
+1 | -1
 
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das ist einfach preis-dumping: aber damit kommt indien irgendwann auch nicht mehr weiter. die sollten mal intern kinderarbeit verbieten.
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12.06.2012 15:43 Uhr von Brotmitkaese
 
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Das ist nix neues Grosse Unternehmen gehen über Leichen um Profit zu erhöhen.
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12.06.2012 15:53 Uhr von EvilMoe523
 
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Nu mach mal nen Punkt wenn wir uns GEGEN die Förderung von katastrophalen Zuständen entscheiden, sind wir definitiv nicht daran schuld wenn daraus dann andere Zustände in diesen Ländern eintreffen, von denen wir uns wenigstens distanzieren können.

Du willst doch nicht ernsthaft im Umkehrschluss sagen, dass wir uns für die Kinder freuen sollten und uns auf die Schulter klopfen können, weil sie wegen UNS -NUR- körperlich bis zum umfallen ackern müssen, statt auf andere Art und Weise missbraucht zu werden.

Es macht sicher Sinn, sich zusätzlich Gedanken über weitere Konsequenzen zu machen und die komplette Tragweite einer Entscheidung zu beachten, aber es ist definitiv nicht in Ordnung, die Zustände auch nur in irgendeiner Form schön und positiv zu reden. (Was du gerade machst)
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12.06.2012 15:57 Uhr von l.l.l.l.
 
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Ich mag keine Kinder. Sie sind laut, kosten viel Geld, und machen alles kaputt.
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12.06.2012 16:22 Uhr von Endgegner
 
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Na klar: beuten wir die dritte Welt aus und das schon seit Jahrzehnten! Schön dass der Newsautor die Gesellschaft dafür sensibilisieren will.

Hier ein Video über die Arbeitsbedingungen in Indien unter denen Discounter wie ALDI, LIDL und KIK Kleidung produzieren lassen.

http://www.youtube.com/...

EDIT: Übrigens die Unternehmen wissen ganz genau wer und wie ihre Produkte hergestellt werden. Trotzdem wird nichts unternommen um die Kosten klein zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben.

[ nachträglich editiert von Endgegner ]
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12.06.2012 16:32 Uhr von Sarein
 
+1 | -1
 
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wie wärs denn mal damit, dass die kinder aufhören zu arbeiten und die eltern einfach das doppelte an lohn bekommen so einfach wäre das und wir müssten halt in den sauren apfel beißen , dürfen dabei aber nicht vergessen,das man nur billiger mit illegalen und unmoralischen methoden an diese steine kommt!

für bestimmte sachen muss man nun mal mehr geld ausgeben dafür sollten, dann z.b handys verbilligt werden
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12.06.2012 17:03 Uhr von SN_Spitfire
 
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Macht den: Vergleich doch mal mit Produktionsfirmen
von Apple!
Selbstverständlich AUCH von Samsung!

Manche werden gespannt sein, durch wieviel Kinderhände die Telefone gingen, bevor sie der Endkunde in Empfang nimmt.
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22.06.2012 11:47 Uhr von jday
 
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@Zeus35: 0
huch mist

[ nachträglich editiert von jday ]

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