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Russland überdenkt seine Position im Syrien-Konflikt

Das Massensterben in Syrien nimmt kein Ende. Allein der gestrige Samstag brachte nach Angaben von Aktivisten mehr als 80 Menschen den Tod. Panzer rücken nun auch in Damaskus an, wo es in der Nacht auf Sonntag ebenfalls zu heftigen Kämpfen kam. Bisher war die syrische Hauptstadt verschont geblieben.

Mittlerweile zeigt sich auch Russland ob der brenzligen Situation in Syrien besorgt. Russlands Außenminister Sergej Lawrow räumte zwar ein, dass die Lage "beunruhigend" sei, lehnte eine militärische Intervention allerdings ab. Er betonte dennoch, das Assad-Regime nicht verteidigen zu wollen.

Russland und China hatten ihre Position als Vetomacht im UN-Sicherheitsrat bereits zwei Mal genutzt, um eine Resolution gegen Syrien zu vereiteln. Indes wird der Konflikt in Syrien internationaler: So sollen Freiwillige aus Kuwait, Pakistan und anderen arabischen Ländern nach Syrien gereist sein.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Syrien, Konflikt, Position
Quelle: www.spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.06.2012 14:27 Uhr von radscha-shankbir
 
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ASSAD: der "gute" hat ein berufsheer mit über 400.000 mann (vgl. gaddafi 150.000) also wenn er rechtschaffen wäre dann wär alles i.O.
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10.06.2012 14:36 Uhr von usambara
 
+3 | -1
 
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tausende russische Vertragsarbeiter erhalten die technische Infrastruktur, China ,Russland, N-Korea, Iran liefern Waffen, während die islamistische libanesische Hisbollah und irakische Madi-Armee Assad zusammen mit der iranischen Quds-Brigade dem Regime das Überleben sichern.
was für eine Allianz...
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10.06.2012 15:50 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -0
 
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Und dann? Obgleich ich verstehen kann, dass Assad in den Medien zum Feind Nummer 1 stilisiert wird, was durchaus berechtigt ist, ist die russische Position am Ende nicht besser oder schlechter als die der westlichen Welt.

Denn was kommt nach Assad? So schlimm Assad auch sein mag, Syrien ist ein Land in dem extrem viele Gruppen, religiös, als auch kulturell, leben, und ähnlich wie im Irak, war, bzw. ist es am Ende die starke Hand, die da alles zusammen hält. Ich will nicht sagen, dass es das besser macht, aber wir sehen an Ländern wie dem Irak, Afghanistan, oder auch dem Balkan, dass man auch die Folgen bedenken muss.

Es gibt in Syrien keine echte Opposition, natürlich auch, weil sie durch Assad verhindert wurde. Aber auch, weil die bestehende Opposition untereinander komplett zerstritten und widersprüchlich ist.

Was also nach Assad? Wollen wir wieder ein paar Menschen mit Bomben Demokratie bringen? Haben wir immer noch nicht verstanden, dass Demokratie immer vom Volk, und nicht von Außen ausgehen muss? Wer stellt die zukünftige Regierung Syriens? Wird es dadurch besser als es heute ist?

Und als weitere Frage drängt sich mir auf: Ist denn die Opposition und die so genannte Rebellion besser? Unsere Medien berichten extrem einseitig, weil die Menschen hier solche News wollen, aber die russische Seite hat recht, wenn sie sagt, das Angriffe und Gräuel nicht nur von Assad ausgehen.

Also, was kommt nach Assad? Demokratie wie in Ägypten? Hat da in letzter Zeit mal jemand geschaut was da los ist? Demokratie wie in Lybien? Dort wo sich im Grunde gar nichts verändert hat?

Ich sage ja nicht, dass die Menschen (!) kein Anrecht auf ein gutes, freies Leben haben. Und ich finde es zum Kotzen, dass es immer erst die Kinder trifft. Aber ist unsere Lösung wirklich, dass Assad weg muss? Wo ist der Plan dahinter?

Was kommt nach Assad?

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]

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