10.06.12 13:03 Uhr
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Gierige Politelite treibt Südsudan in den Ruin

Seit rund einem Jahr existiert der Südsudan mittlerweile als unabhängiger Staat im Osten Afrikas. Doch das von Armut geplagte Land kommt politisch einfach nicht zur Ruhe. Nun hat Präsident Salva Kiir 75 Personen in hohen Staatsämtern per Schreiben aufgefordert, gestohlenes Geld zu erstatten.

Bei diesem Geld handelt es sich um die stolze Summe von vier Milliarden Euro, die offenbar auf ausländische Konten transferiert wurden. In dem jungen Staat gilt es als offenes Geheimnis, dass die politische Elite immer wieder Gelder in dreistelliger Millionenhöhe abzweigt.

Der größte Teil des Geldes stammt, wie 98 Prozent der Staatseinnahmen, aus der Ölindustrie und wird vom Staat dringend benötigt; die Kindersterblichkeit im Südsudan erreicht Rekordzahlen, die nächste Nahrungsmittelkrise ist nahe. Die Weltbank mahnte mittlerweile vor einem Staatskollaps.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Unabhängigkeit, Ruin, Gier, Südsudan
Quelle: www.spiegel.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.06.2012 14:00 Uhr von Inmirgrant
 
+10 | -3
 
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Der Herr Salvar wollte ja die Demokratie für ganz Sudan. Natürlich wurden er und seine Rebellentruppe dafür ganz stark von der Bush-Regierung durch Waffenlieferungen unterstützt.

Das daraus natürlich eine korrupte Regierung, wie z.B. in Afghanistan entsteht, war vollkommen vorauszusehen...

Im Sudan gibt es reichlich Öl.. und da wäre es ja ein Dilemma, wenn das Geld dahin geht wo es hin gehört.

Good job, my dear god blessed USA ........
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10.06.2012 14:36 Uhr von hellibelli
 
+6 | -0
 
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unfähig: Es gibt Menschen die kommen mit Freiheit und Eigenverantwortung nicht klar. Sie bringen keine Anführer (Politiker) hervor die Vertrauen verdienen. Die Güter des Landes werden einfach gestohlen. Jeder stiehlt was er kriegen kann.

Wenn solche Länder Geld in die Hand bekommen (Bodenschätze) ist das ihr größtes Unglück. Das erste was sie machen ist sich um den Reichtum zu streiten. Bürgerkriege anzetteln und das Geld für Waffen ausgeben. Hinterher sind sie noch ärmer und elender dran als vorher.
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10.06.2012 15:42 Uhr von ElChefo
 
+2 | -0
 
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Inmirgrant: "Im Sudan gibt es reichlich Öl.. und da wäre es ja ein Dilemma, wenn das Geld dahin geht wo es hin gehört."

Tja... in den Süden gehört das Geld. Dummerweise hat da der Norden was gegen.
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10.06.2012 16:50 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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Jimbooo: Du hast vielleicht verpasst, das der Norden momentan gegen den Süden Krieg führt, unter anderem wegen den in seinen Augen zu geringen Transfergebühren wegen der Pipelinenutzung Richtung Port Sudan? Oder wegen der Entdeckung illegaler Ölbohrung auf dem Terrain des Südens, die jetzt abgestellt werden soll?

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