08.06.12 21:05 Uhr
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Umschulung der Schlecker-Frauen zu Erzieherinnen ist "Schlag in die Magengrube"

Im Zuge der Insolvenz der Drogeriekette "Schlecker" werden insgesamt etwa 20.000 Mitarbeiterinnen ihre Arbeit verlieren. Um diese nicht in die Arbeitslosigkeit fallen zu lassen klingt es logisch, dass man für die Frauen neue Betätigungsfelder erschließen möchte.

Derzeit existieren etwa 14.000 nicht besetzte Stellen für Erzieherinnen. So könnte man, laut Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen von der CDU, die von der Arbeitslosigkeit bedrohten Schlecker-Mitarbeiterinnen zu Erzieherinnen oder Altenpflegerinnen umschulen.

Frau Sünster-Schöning ist seit 20 Jahren Erzieherin. "Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, Qualität und Professionalisierung in die Kitas zu tragen, den Erzieherberuf aufzuwerten", so die Erzieherin. Deshalb wäre der Vorschlag mit der Umschulung der Schlecker-Frauen ein "Schlag in die Magengrube".


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schlag, Schlecker, Vorschlag, Umschulung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2012 21:05 Uhr von Borgir
 
+20 | -0
 
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Im sozialen Sektor sind sehr sehr viele Stellen unbesetzt. Jedoch sind viele dieser unbesetzten Stellen Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeiter. Da kann man nicht mir nichts dir nichts einfach mal so Verkäuferinnen hinsetzen. Nichts gegen die Schlecker-Frauen, aber gerade im Bereich Erzieherinnen oder Pflege geht das einfach nicht.
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08.06.2012 21:28 Uhr von TeleMaster
 
+22 | -2
 
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13.000 potentielle 1-Euro-Jobber für die Kitas und Pflegeheime. DAS ist nämlich das noch unausgesprochene dunkle Geheimnis hinter der ganzen Sache.

Natürlich etwas besser als Weiterbildung mit zig unbezahlten Praktika getarnt. Und am Ende kommt keine vollwertige Kraft heraus, mal angenommen es kommt tatsächlich zur Umschulung, sondern das was die Ämter schon vor Jahren unzählig ausgebildet haben: PflegeHILFS(!)kräfte. Nach zehn Jahren sind das Wracks, psychische Wracks. Dürfen nix, sollen nur alles machen, was Examinierte nicht machen wollen.
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08.06.2012 21:40 Uhr von Klassenfeind
 
+6 | -4
 
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Die Frau von der ist noch dümmer, als das viele Stroh in ihrem Kopf und die bunten Murmeln, die sich dort tummeln und von zeit zu zeit über ihren Mund das Freie suchen...

Und die Arbeitsämter sollen die Umschulungen übernehmen, gerade die ...die geben den Auftrag nur an Unternehmen weiter, deren Manager sich über 3000€ pro Nase freuen, wärend die Betroffenen selber sich mit 400€ begnügen dürfen.

Da Schlecker zu größten Teil eh nur Billiglöhnerinnen beschäftigt hat, bekommen die nicht mehr..Ausnahme vllt. die ehemaligen Fillialleiterinnen.

Und was bei diesen Forbildungsfirmen rauskommt, hat man schon oft genug im TV gesehen.

Die ehem. Miarbeiterinnen v. Schlecker werden sich hoffentlich noch bei der FDP "bedanken", das die sich mit allen Mitteln gegen eine Auffanggesellschaft gewehrt hat.

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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08.06.2012 21:56 Uhr von Borgir
 
+15 | -1
 
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@TeleMaster: darum, was examinierte Kräfte machen wollen oder nicht geht es nicht. Die wollen durch Hilfskräfte die Pflege in Deutschland billiger machen, das ist alles. Eine examinierte Kraft pro Schicht, welche die Verantwortung übernimmt, der Rest sind Hilfskräfte, ungelernt, angelernt. Und solche Leute (mit Verlaub) lässt man auf alte, kranke oder behinderte Menschen los. Das ist eine Schande. Wenn es in Tierheimen Mißstände gibt, stehen Hunderte davor und schreien. Die Leute wissen, was in deutschen Pflegeheimen abläuft und es interessiert niemanden. Das ist eine Schande.
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08.06.2012 22:01 Uhr von Halbtyr
 
+2 | -6
 
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Paradox. Als Schleckerangestellte haben die Schulkinder beim klauen erwischt und nun sollen die Verkäuferinnen den Wänstern selbiges beibringen.
Die Welt ist eben komplexer als man denkt.
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08.06.2012 22:03 Uhr von Bruno2.0
 
+7 | -1
 
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@Borgir: Hochqualifiziert vielleicht aber auch beschissen bezahlt diese Jobs will niemand annehmen..du kannst dir nicht vorstellen wie schlecht nen Sozialpädagoge verdient.

[ nachträglich editiert von Bruno2.0 ]
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08.06.2012 22:17 Uhr von thor76
 
+6 | -1
 
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Da macht es sich die Ursula mal wieder sehr einfach, es fehlen 14000 Erzieher und habe bald ca. 20000 arbeitslose Verkäuferinnen. Also werden diese im Crashkurs zu Erzieherinnen ausgebildet und schon habe ich das Problem gelöst. Tolle Logik Ursula

Für jeden ausgebildeten Erzieher (3-jährige Ausbildung, Vollzeit bzw. Berufsbegleitend) ist dieser Vorschlag von Ursula ein Schlag in die Magengrube.
Bei der ganzen Crashkurs-Umschulung von Erziehern ob nun die Mitarbeiter von Schlecker oder Seiteneinsteiger wird nie die Qualität erreichen, wie diese der Vollausgebildeten Erzieher. Jeder der mal als Erzieher gearbeitet hat oder arbeitet, weiß wie anspruchsvoll der Beruf ist, egal in welchem ob Kita oder Schule. Und diese Qualität erreichst bestimmt nicht du diese Crashausbildung.

Warum fehlen uns den auch so viele Erzieher? Bestimmt nicht weil es so wenig gibt, sondern es ist die Bezahlung an der es nun mal mangelt und andere Rahmenbedingungen. Ich kenne keinen Erzieher der den Job wegen der Bezahlung macht, sondern am Spass und Freude an der Arbeit mit Kindern.
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08.06.2012 22:22 Uhr von Floppy77
 
+12 | -1
 
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Einfach unglaublich, was die von der Leyen immer: so für Scheiss ablässt. In Deutschland darf halt jeder Idiot Politiker werden, wenn er nur genug heisse Luft fabrizieren kann.
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08.06.2012 22:38 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -1
 
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Die Idee ist doch nicht schlecht. Aber dann sollen sie auch die volle Ausbildung durchlaufen. Die ganzen 3 Jahre.
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08.06.2012 23:15 Uhr von Perisecor
 
+0 | -4
 
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@ Klassenfeind: "Da Schlecker zu größten Teil eh nur Billiglöhnerinnen beschäftigt hat, bekommen die nicht mehr..Ausnahme vllt. die ehemaligen Fillialleiterinnen."

Schlecker hat seit 2009/2010 und dem damaligen Skandal deutlich besser gezahlt - über Tarif und besser als die Konkurrenz.



"Und was bei diesen Forbildungsfirmen rauskommt, hat man schon oft genug im TV gesehen."

Da im TV Berichte á la ´wir zeigen Ihnen jetzt mal fünf Stunden lang, wie Fortbildungsfirmen richtig gut ihre Arbeit machen´ weniger Zuschauer anziehen als z.B. ´FORTBILDUNGSFIRMENSKANDAL!!!!!!´, wirst du die Häufigkeit solcher Ausstrahlungen doch nicht ernsthaft als statistisch verwertbaren Qualitätsmaßstab nutzen wollen?



"Die ehem. Miarbeiterinnen v. Schlecker werden sich hoffentlich noch bei der FDP "bedanken", das die sich mit allen Mitteln gegen eine Auffanggesellschaft gewehrt hat."

Die ehemaligen Mitarbeier sollten sich lieber bei ganz normalen Menschen - vielleicht ja auch dir? - bedanken, die nie bei Schlecker eingekauft haben.
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08.06.2012 23:29 Uhr von TeKILLA100101
 
+2 | -2
 
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@ mcmoerphy: genau weil die 20.000 schlecker frauen alle in der gleichen stadt wohnen und die millionen kilometer weg ist von der kita die 14.000 leute braucht...
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09.06.2012 08:54 Uhr von Johnny Cache
 
+5 | -1
 
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Und da haben wir ihn wieder... den Fachkräftemangel in Deutschland.
Wir sollten endlich den Weg frei machen, damit indische Politiker die Lücken füllen können.
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09.06.2012 09:06 Uhr von Borgir
 
+0 | -1
 
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@globi123: Schöner Kommentar!
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09.06.2012 10:41 Uhr von mort76
 
+0 | -1
 
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tsunami, das ist doch schon in der Realität so:
eine Gruppenstärke von 30 Kindern dürfte Standard sein, das Gehalt ist mickrig, die Ausbildung dauert nur 2 Jahre (das dritte Jahr arbeitet man für ein geringes Gehalt in der Praxis), nur- ob wir "mehrere Jahre" bis zur nächsten Diätenerhöhung warten müssen, glaube ich nicht.

Daß Von der Leyen etwas aus ihrer eigenen Mutterrolle gelernt hat, glaube ich auch nicht- ihre Kinder waren todsicher nicht in einem öffentlichen Kindergarten, und sie hatte Kindermädchen, die ihr die Arbeit abgenommen haben.
DIE braucht sich auf ihre Mutterrolle nun weißgott nichts einzubilden...

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