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Frankreich: Entlassungen sollen für Unternehmen in Zukunft teuer werden

In Frankreich hat die Arbeitslosenquote mit 9,6 Prozent einen neuen Höchststand seit 13 Jahren erreicht. Nun will die Regierung mit verschiedenen Maßnahmen dagegen steuern.

So ist geplant, Entlassungen derart zu verteuern, dass es sich für Unternehmen finanziell nicht mehr lohnt. So will man für einen Ausgleich für die Arbeitnehmer schaffen.

Auch sollen Werkschließungen in Zukunft nicht mehr möglich sein. Stattdessen will man die Eigentümer zwingen, die Unternehmen zum Marktpreis zu veräußern.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankreich, Zukunft, Unternehmen, Regulierung, Arbeitslosenzahl
Quelle: www.focus.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2012 18:42 Uhr von ArrowTiger
 
+5 | -1
 
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Ergänzung aus der ZEIT: Da der Focus bei ein paar m.E. relevanten Informationen "spart", hier noch eine Ergänzung, die das Ganze etwas verständlicher machen dürfte:

´Mit dem Vorstoß reagierte der Minister auf eine stark gestiegene Arbeitslosenquote und drohende Entlassungswellen. "Es geht nicht um Bestrafung, aber Arbeitnehmer müssen einen richtigen Ausgleich erhalten."

Die Regierung werde nicht untätig bleiben, wenn Unternehmen Jobs streichen, um ihre Profitabilität zu steigern und die Dividende für ihre Anteilseigner zu erhöhen, sagte Sapin. Frankreich geht damit einen anderen Weg als Italien und Spanien, die unter dem Druck der Wirtschafts- und Schuldenkrise den Arbeitsmarkt liberalisierten.

Parallel zu Sapin arbeitet Industrieminister Arnaud Montebourg an einem Gesetz, das Werksschließungen verhindern soll. Stattdessen sollen die Unternehmen gezwungen werden, den Betrieb zum Marktpreis zu verkaufen. Damit setzt die Regierung ein weiteres Wahlversprechen des neuen Präsidenten François Hollande um.´

Quelle: "Frankreich will Stellenabbau unrentabel machen", http://www.zeit.de/...

Könnte durchaus ein erfolgreicher Ansatz sein, wenn man berücksichtigt, daß Spanien und Italien mit ihrer Liberalisierung des Arbeitsmarktes scheiterten. Wir werden sehen, warten wir´s ab...

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Edit: sehe gerade, daß Teile der Aussagen doch im Focus-Artikel zu finden sind. Dennoch ist der ZEIT-Artikel eine gute Ergänzung, daher lasse ich das mal stehen... ;-)

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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08.06.2012 19:05 Uhr von quade34
 
+2 | -9
 
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und was ist bei der Firmenpleite: und wenn keiner den Laden kaufen will, weil die Produkte nicht absetzbar sind? Übernimmt dann der Staat die Firma und lässt für die Müllkippe produzieren? Ganz unausgegorene populistische Aktion.
Na ja, sozialistisch eben.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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08.06.2012 19:43 Uhr von Perisecor
 
+7 | -4
 
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Welcher Unternehmer stellt nicht gerne Leute ein, die er nicht mehr kündigen kann - auch wenn sie Vollpfeifen sind - und wer baut nicht gerne in einem Land Fabriken, über die er keine wirkliche Kontrolle hat?
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08.06.2012 20:55 Uhr von zocs
 
+4 | -1
 
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quade34 Deine Einstellung ist ja bekannt.
Für Dich müsste das südliche Amerika genau richtig sein.

Tschüsss .... Asoziale wollen wir hier nicht.

Ausserdem hast Du weder Wirtschaft, noch den Menschen und ökologische Zusammenhänge überhaupt nicht verstanden. Ich empfehle mal als Einleitung die arte Dokumentation "Endstation Fortschritt ?"

Würde Deiner Ausgabe von affenartiger Spezies (zu der ich auch gehöre) mal gut tun ...

[ nachträglich editiert von zocs ]
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08.06.2012 23:11 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -2
 
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"Stattdessen -: will man die Eigentümer zwingen, die Unternehmen zum Marktpreis zu veräußern. "

wenn also alt eingesessene familienbetriebe, sämtliche handwerksbetriebe pleite sind, kommen jene die sich die käufe leisten können.

der staat ist das dann mit sicherheit nicht.
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11.06.2012 10:48 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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Gültigkeitsbereich: Ich denke, es geht hierbei eher um solche Profitsteigerungsaktionen a la Nokia. Hier hätte man sich ein ähnliches Vorgehern für Deutschland gewünscht. Ein Unternehmen, welches aus "natürlichen" Gründen insolvent geht, wird vermutlich nicht von diesem Gesetz betroffen sein. (Dies wäre dann schon ziemlich unfair.) Aber Spekulationsverkäufe, -verlagerungen und -entlassungen auf diese Art einzudämmen, dagegen spricht m.E. nichts.

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