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Neues Verfahren diagnostiziert Down-Syndrom noch im Mutterleib

Medizinische Revolution oder Zündstoff für eine ethische Debatte? Zwischen diesen Extremen befindet sich ein neues Testverfahren, das zur Ermittlung von Trisomie 21 angewandt wird. Die Firma Lifecodexx plant, den erwähnten Test nun auch auf dem deutschen Markt einzuführen - für 1.250 Euro.

Durch das Verfahren verspricht sich die Fachwelt die Eliminierung des Risikos einer Fruchtwasseruntersuchung. Der sogenannte PraenaTest soll DNA-Anteile des Embryos aus dem Blut der Mutter filtern und anhand derer das Chromosom 21 untersuchen, welches, bei einer Fehlbildung das Down-Syndrom auslöst.

Trotz fehlender Bedenken der Ethikkommission der Landesärztekammer Berlin, gibt es auch kritische Stimmen: "Dieser Test ist nicht nur im hohen Maße diskriminierend, ich halte ihn auch für illegal", so der Behindertenbeauftragte Hubert Hüppe. Es bestehe die Gefahr der Selektion, so Hüppe weiter.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Schwangerschaft, Verfahren, Fötus, Bluttest, Down-Syndrom, DNA-Test
Quelle: www.spiegel.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2012 16:36 Uhr von NoPq
 
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Ethikkommission..

http://de.wikipedia.org/...

"Ein Gericht in Frankreich leitet eine Pflicht zum Schwangerschaftsabbruch aus einem „Recht auf Nichtexistenz“ künftiger schwer behinderter Menschen ab: Einem schwerstbehinderten Menschen wurde Recht gegeben, der seine Eltern auf Schadensersatz verklagt hatte, weil diese ihn nicht hatten abtreiben lassen"

Schwieriges Thema. Da sind die Fronten einfach zu verhärtet

[ nachträglich editiert von NoPq ]
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08.06.2012 17:01 Uhr von Raskolnikow
 
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Und die Leute, die einen praktischen Ansatz bieten, wie unter anderem Peter Singer, werden zensiert, ihre Argumente durch Kontextferne verfälscht und man verfällt in die allgemeine Jonglage von Termini, die sich plötzlich, widersinnig geworden, zu einer neuen Theorie verdicken, auf die zwar mit Recht geschmipft wird, die jedoch mit dem Ursprung nicht das Geringste zu tun hat.

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