08.06.12 13:12 Uhr
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Studie in Spanien: Negative Auswirkungen durch Zeitarbeit auf Produktivität

Viele Makroökonomen sehen in der Zeitarbeit eine Möglichkeit den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten. Bei statischen Arbeitsverhältnissen sind die Kosten der Einstellung, Suche und Entlassung höher als bei flexiblen Märkten. Darum halten sich Unternehmen bei Neueinstellungen zurück.

Durch eine Aufweichung der starren Strukturen, zum Beispiel durch Einführung der Zeitarbeit, hoffen Ökonomen auf eine höhere Einstellungsquote, was laut Studie nachgewiesen wurde. Allerdings hat Zeitarbeit einen negativen Effekt auf die Produktivität der Unternehmen, bedingt durch Fluktuationen.

Gründe für den Verlust sind: Häufige Einführung der neuen Mitarbeiter, Aus-und Weiterbildungen zahlen sich nicht aus und die Resignation der befristeten Mitarbeiter.


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WebReporter: jday
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Spanien, Auswirkung, Zeitarbeit, Produktivität
Quelle: www.handelsblatt.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2012 13:12 Uhr von jday
 
+0 | -8
 
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Sehr schöne Studie um negative Effekte der Zeitarbeit zu belegen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Sie auch Einkommen schafft, für Menschen die eventuell keine Stellen erhalten würden.
Nun stellt sich die Frage: Wann übersteigen die Kosten des Produktivitätsverlustes die der Einstellung von A-typischen Beschäftigten?
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08.06.2012 14:46 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+8 | -0
 
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@jday: "Allerdings darf man nicht vergessen, dass Sie auch Einkommen schafft, für Menschen die eventuell keine Stellen erhalten würden."

Ist ja schon irgendwie komisch, dass man sie dann doch gerne mal wieder gebrauchen kann, oder nicht ? *g

Ich hab schon Gerüchte gehört, dass einige Arbeitgeber auch gerne mal 2 Minijobber anstatt eines fest Angestellten halten, weil das Kosten sparen soll ^^

Wir leben in seltsamen Zeiten, ich frag mich warum das früher alles ganz "normal" funktioniert hat....man hört immer die Wirtschaft boomt, Wirtschaftswachstum und blabla, nur fragt sich keiner warum das so ist ^^ Warum isses wohl so, wenns so ist....ich hätte ne Antwort, aber vieleicht kommt ihr selber drauf. Hat auch was damit zu tun, was ich jetzt geschrieben habe, nur ist das nicht für jeden so toll.

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]
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08.06.2012 15:01 Uhr von Lucianus
 
+8 | -0
 
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Zeitarbeit ist eine verarsche in sich.

Wenn ein Bedarf an Zeitarbeitern vorhanden ist, ist ein Bedarf an Angestellten vorhanden.

Sollte der Mindestlohn endlich mal durchkommen, werden diese ganzen besch.... Zeitarbeitsfirmen hoffentlich verschwinden.
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08.06.2012 15:37 Uhr von ArrowTiger
 
+7 | -0
 
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HB mal wieder Zeitarbeit ist soweit ok, wenn die Leute mindestens(!) genau so viel verdienen, wie die Stammbelegschaft. Gleiches gilt für über Werkverträge angestellte Mitarbeiter.

Wieso diese "Ökonomen" jedoch von Vorteilen eines flexibilisierten Arbeitsmarktes fabulieren, ist mir ein Rätsel. Vorteile für wen? Gerade als Experten sollten sie doch wissen, daß es gerade die Länder mit flexibilisierten Arbeitsmarkt sind, die Probleme haben. Länder mit teils recht rigiden Arbeitnehmerschutzgesetzen stehen meist deutlich besser da.

Na ja, das Handelsblatt ist DAS Sprachrohr der Neoliberalen, da will ich mal nicht so streng sein...
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08.06.2012 17:40 Uhr von FlatFlow
 
+2 | -0
 
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@jday: "Sehr schöne Studie um negative Effekte der Zeitarbeit zu belegen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Sie auch Einkommen schafft, für Menschen die eventuell keine Stellen erhalten würden."

Ja die Arbeit macht sich von alleine... Entweder man braucht die Menschen für die zu verrichtete Arbeit, oder nicht! Wenn man sie braucht, sollen die Menschen Fair eingestellt und bezahlt werden.
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08.06.2012 22:50 Uhr von jday
 
+0 | -0
 
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@ flatflow: Es gibt in Unternehmen teilweise grenzwertige Auslastungen, wo ein Unternehmer entscheiden muss, ob er eine Vollzeitkraft für 2 Monate einstellt , ( und in der Probezeit entlässt) oder ein Zeitarbeiter. Was ist besser? , Ich vermag darauf keine Antwort zu geben...
Für eine faire Bezahlung der Leiharbeit muss sein, in den Niederlanden klappt es auch.
Warum soll der Steuerzahler halb kaputte Unternehmen subventionieren , wo Dumping Lohn Leiharbeiter eingestellt werden, welche zusätzliche Leistungen von den institutionen erhalten müssen.
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27.09.2014 00:45 Uhr von lukasmueller
 
+0 | -0
 
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Hmmm also ich bin viel als Zeitarbeiter unterwegs. ...
Dabei bekomme ich viel mit und habe von allem ein bisschen was gesehen. Leider kann man aber am Ende nichts wirklich.
Die Problemänderung auf Grund der Firmenänderung ist zu markant um generalisieren zu können. Auch wenn versucht wird, alles in Prozesse zu drücken... soetwas sieht auf dem Papier wesentlich besser aus als in der Realität... Erstens sind Prozesse immer an Firmen gebunden, und die Einarbeitungszeit für die firmeninternen Werkzeuge, sowie die Kennernlernzeit der Mitarbeiter ist markant zu groß um effektiv arbeiten zu können. Und zweitens sind erfolgreiche branchennahe Frimen spezialisiert. Somit ist spätestens das Spezialgebiet neu ... Sogar wenn man auf Grund von Branchennähe (z.B.: Alle Schwimmbadbaufrimen benutzen zum Schweißen das Schweißgerät "Feuriger Drache" der Firma "AxelSchweiß") Arbeitsprozesse auf Toolketteneben verallgemeinert, verliert man dadurch dass man an den Diamaten des Spezialgebiets der Firma als interessierter Ingenieur nicht heran kommt rasant an Interesse. Zumindest geht es mir so. Für mich ist Leiharbeit leider verheiztes Personal. Wenn ich mich selbst anstellen könnte, würde ich zwar gelegentlich wechseln, ich würde mich aber auf maximal 5-6 Firmen pro Arbeitsleben beschränken.
Der Verwaltungsaufwand steigt, und wird Windows wohl den ein oder Anderen Gewinn einbringen (Server - etc) ... Aus meiner Erfahrung macht man als Leiharbeiter das Produkt eher kaputter als besser. Schlimm ist auch, dass man sich nie richtig weiterbilden kann... Immer wenn man sich Fachbücher zulegt, sind sie für die neue Arbeit uninteressant... Also ich empfinde mich als verheitzt und bin gerade mal vier Jahre dabei. Ich habe viele Leute in der Branche gesehen, welche Leiharbeit seit zehn Jahren machen und diese Branche verteidigen. Mich erinnert das immer an den Kopfwehbohrer aus dem Mittelalter. Im Mittelalter gab es einen Bohrer, mit welchem man die Schädeldeck eine Patienten durchtrennte, wenn er unter Kopfweh litt. Die Befragung aller mit dem Bohrer behandelter Personen ergab eindeutig eine Heilung vor kopfschmerzen. Aber duch den Schutz der Anonymität, kann ich über kopfweh klagen und dem Kopfwehborer entgehen.
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27.09.2014 00:56 Uhr von lukasmueller
 
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Hmmm also ich bin viel als Zeitarbeiter unterwegs. ...
Dabei bekomme ich viel mit und habe von allem ein bisschen was gesehen. Leider kann man aber am Ende nichts wirklich.
Die Problemänderung auf Grund der Firmenänderung ist zu markant um generalisieren zu können. Auch wenn versucht wird, alles in Prozesse zu drücken... soetwas sieht auf dem Papier wesentlich besser aus als in der Realität... Erstens sind Prozesse immer an Firmen gebunden, und die Einarbeitungszeit für die firmeninternen Werkzeuge, sowie die Kennenlernzeit der Mitarbeiter ist markant zu groß um effektiv arbeiten zu können. Und zweitens sind erfolgreiche branchennahe Frimen spezialisiert. Somit ist spätestens das Spezialgebiet neu ... Sogar wenn man auf Grund von Branchennähe (z.B.: Alle Schwimmbadbaufrimen benutzen zum Schweißen das Schweißgerät "Feuriger Drache" der Firma "AxelSchweiß") Arbeitsprozesse auf Toolketteneben verallgemeinert, verliert man dadurch dass man an den Diamaten des Spezialgebiets der Firma als interessierter Ingenieur nicht heran kommt rasant an Interesse. Zumindest geht es mir so. Für mich ist Leiharbeit leider verheiztes Personal. Wenn ich mich selbst anstellen könnte, würde ich zwar gelegentlich wechseln, ich würde mich aber auf maximal 5-6 Firmen pro Arbeitsleben beschränken.
Der Verwaltungsaufwand steigt, und wird Windows wohl den ein oder Anderen Gewinn einbringen (Server - etc) ... Aus meiner Erfahrung macht man als Leiharbeiter das Produkt eher kaputter als besser. Schlimm ist auch, dass man sich nie richtig weiterbilden kann... Immer wenn man sich Fachbücher zulegt, sind sie für die neue Arbeit uninteressant... Also ich empfinde mich als verheitzt und bin gerade mal vier Jahre dabei. Ich habe viele Leute in der Branche gesehen, welche Leiharbeit seit zehn Jahren machen und diese Branche verteidigen. Mich erinnert das immer an den Kopfwehbohrer aus dem Mittelalter. Im Mittelalter gab es einen Bohrer, mit welchem man die Schädeldeck eines Patienten durchtrennte, wenn er unter Kopfweh litt. Die Befragung aller mit dem Bohrer behandelter Personen ergab eindeutig eine Heilung vor Kopfschmerzen. Wenn ich frei wählen könnte würde ich keine Leiharbeit annehmen. Das schlimmste ist, dass man viel Mühen und Anstrengungne hat welche hauptsächlich im Ortswechsel begründet liegen, und genau weiß, dass man nichts zum Produkt beitragen wird. Wohingegen man genau weiß, dass man mit ein paar Jahren Arbeitserfahrung in der selben Fimrma ein Produkt zum Wohle der Menschheit erzeugen könnte. Dieser erzwungene Misserfolg empfinde ich als Schmerzhaft...

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