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Umweltgutachten 2012 fordert Fettsteuer und Pfand auf Handys

"In einer begrenzten Welt kann es kein unbegrenztes Wachstum geben", so der Sachverständigenrat für Umweltfragen. So sollen laut dem Gutachten in Zukunft einige "unbequeme" Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz einzug halten.

So soll es einen elektrisch betriebenen Lastwagenverkehr geben, Pfandsysteme für Computer und Handys sowie eine Fettsteuer auf ungesundes Essen. Außerdem wird mehr für den Erhalt der Ökosysteme geworben und es soll ein allgemeines Tempo-30-Limit in Innenstädten geben.

Mitte Juni findet in Rio de Janeiro der nächste Umweltgipfel der UN statt. Bundesumweltminister Peter Altmaier sagte: "Ich begrüße ausdrücklich auch die mitunter unbequemen Empfehlungen des Umweltgutachtens".


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WebReporter: Stick
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Steuer, Fett, Umweltschutz, Pfand
Quelle: www.faz.net

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.06.2012 21:23 Uhr von olli58
 
+15 | -6
 
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soso: Pfand auf handy und co is ja ok.
Aber Fettsteuer?? nenene! Das heutige Fleisch is eh schon sehr trocken und wenns noch trockener wird, dann staubs beim kauen.
Und Tempo 30 haben wir doch schon, wenn auch inofficiel.
Denn wenn ich in der Woche Tagsüber durch Hamburg fahre komme ich meistens nur auf eine durchschnitsgeschwindigkeit von 30 kmh. Vor einpaar Tagen warens sogar nur 20kmh.
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04.06.2012 22:04 Uhr von quade34
 
+10 | -2
 
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alles Reglementieren: wird eines Tages zu einem Aufstand der Bürger führen, die sich nicht mehr gängeln lassen wollen. Von wem auch immer. Vor allen werden die Grünen weggefegt vom Orkan des Aufstandes gegen die fortschreitende Bevormundung. Da kann man doch gleich die SU oder DDR wieder aufleben lassen.
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04.06.2012 22:07 Uhr von quade34
 
+7 | -2
 
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Herr Bundespräsident, tun sie etwas. Sie sind doch ein Verfechter der Freiheit.
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04.06.2012 23:00 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+4 | -2
 
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""In einer begrenzten Welt kann es kein unbegrenztes Wachstum geben", so der Sachverständigenrat für Umweltfragen."

Tja, was soll man sagen. Er hat recht. Aber die Wahrheit gefällt dem Ego nicht. Alle wollen nur das Beste für sich, keiner will Opfer bringen. Daran werden wir zugrunde gehen. Noch bevor sich das "Volk" auf die Straßen schwingt (was in diesem Land eh nicht passieren wird...jeder schaut doch nur auf sich), wird sich der Planet unserem ewigen "Ich will fressen und poppen und Spass. Nach mir die Sinnflut"-Dahingewichse entledigen. Wird auch langsam mal Zeit.
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04.06.2012 23:04 Uhr von Dracultepes
 
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@quade34: Beschwer dich bei denen die sowas nötig machen.


b2t

Die Rohstoffe aus alten Handys sind begehrt und ich soll die o2 einfach so zuschicken? Pustekuchen
Die zahlen beim recycling sicher nicht drauf, also können die mir auch was zahlen. Solange behalte ich mein Sammelsorium aus coolen alten Handys.
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04.06.2012 23:04 Uhr von cyrus2k1
 
+3 | -0
 
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@olli58: Wieso ist ein Pfand aufs Handy ok? Dadurch wird das Handy ja erstmal beim Kauf teurer. Was, wenn ich mein Handy gar nicht abgeben will? Ich habe immer noch meine alten Handys bzw. habe diese verkauft beim An & Verkauf, eBay etc. In all diesen Fällen würde ich ja den Pfand nicht wiederbekommen.
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04.06.2012 23:47 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+4 | -6
 
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Autos sollte man aus den Innenstädten entfernen. Geht zu Fuß oder fahrt mit dem Rad, oder nutzt öffentliche Verkehrsmittel...Jeder fährt mit seiner Karre doch meist eh alleine durch die Gegend...unglaubliche Verschwendung...bildet halt Fahrgemeinschaften!

An jedem Handy, nein an jeder Elektronik klebt Blut. Seltene Erden müssen geborgen werden, was in jenen Ländern durch erbarmungslose Kinderarbeit geschieht! Herzlichen Glückwunsch, liebe Zivilisation.
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05.06.2012 00:12 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -2
 
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@ZiemlichBelanglos: Ich leiste mir gerade ein Auto damit ich nicht mit irgendwelchen Idioten Bus fahren muss.

Das ist nicht nett. Ich hätte auch gerne ein Elektroauto das durch Solar geladen wird so das nur die Metalle in den Batterien wirklich umweltschädlich sind. Aber so weit sind wir noch nicht.
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05.06.2012 00:17 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+2 | -0
 
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Was soll denn das? "(...) sowie eine Fettsteuern auf ungesundes Essen." (Umweltgutachten 2012)
Im Originaltext wird es dann konkreter: "Steuer auf gesättigte Fettsäuren" (FAZ)

Und die Reaktion darauf:

"Bundesumweltminister Peter Altmaier sagte: ´Ich begrüße ausdrücklich auch die mitunter unbequemen Empfehlungen des Umweltgutachtens´."

Naja, Altmaier - wohl aufgrund seines offensichtlichen Übergewichts - geht völlig ohne Grund in die Defensive.

Immerhin werden die ungesättigten Fettsäuren ausgenommen, wobei auch hier differenziert werden kann. Zum einen fördern die einfach ungesättigten Fettsäuren die Reduzierung der beiden schlechten Cholesterinarten, zum anderen sollen Omega sowie die 6fach ungesättigten Fettsäuren die Gesundheit des Herzens fördern, während beispielsweise die zweifach ungesättigte Fettsäure wiederum nicht so positiv auf die Gesundheit wirkt.

Auf der anderen Seite soll mit der Empfehlung der Besteuerung von gesättigten Fettsäuren die Butter ins Visier genommen werden, die ja neben der belastenden gesättigten Fettsäure andere gesundheitlich förderliche Stoffe enthält, während die Margarine steuerlich bevorteilt würde, die zwar ungesättigte Fettsäuren enthält, aber die dann gehärtet sich am Herzen ablagern. Mediziner können bei Herzoperationen erkennen, wovon sich der Patient ernährt. Die gehärteten ungesättigten Fettsäuren bleiben dann dort hängen.

Es gibt noch eine weitere Widersprüchlichkeit bei der Beurteilung der gesättigten Fettsäuren: das sind die mehrkettigen gesättigten Fettsäuren wie Palmenkernöl, Kokusnussöl, Ziegenkäse oder -milch. Diese wirken sich positiv auf die Nervenfunktion aus und sind damit hochgesund. Den Uhrentest bewältigen Alzheimer-Patienten nach regelmäßiger Einnahme der mehrkettigen gesättigten Fettsäuren besser. Ein Besteuerung solcher mehrkettiger gesättigten Fettsäuren wäre grob fahrlässig.

Wenn also die gesättigten Fettsäuren ins Visier genommen werden, könnte man ja umgekehrt auch Maßnahmen ergreifen, die gesundheitlich förderliches Essen bevorteilt - in Form von Steuergutschriften.

Da aber alles - wie wohl auch hier - eine Frage der Lobby ist, würden aber solche Steuerungsmechanismen zum Schlachtfeld der Nahrungsmittelindustrie verkommen, der es zunächst einmal nur um den Gewinn geht. Wie dieser erzielt wird, ist Sache der "Performance", bei der Image eine größere Rolle spielt als Leistung.

Es wäre angesichts dieser Konstellation besser, nichts zu machen, als durch eine Steuer auf gesättigte Fettsäuren eine "gesunde" Ernährungspolitik zu suggerieren.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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05.06.2012 01:10 Uhr von meisterthomas
 
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Ein Sachverständigenrat zu unserer Entmündigung: Der Sachverständigenrat für Umweltfragen maßt sich an eine Fettsteuer auf ungesundes Essen zu fordern:
„Wachstum für den der es sich leisten kann, oder muss man nicht eigentlich Freiheit sagen?"

Wirklich Nachhaltigkeit erscheint mir mein Eindruck, von diesen Sachverständigen und Politikern gebeutelt zu werden.
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05.06.2012 08:15 Uhr von ted1405
 
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Pfand auf Handy Ich finde es überraschend, weshalb darüber noch kaum einer was geschrieben hat. Was glaubt ihr denn bitte, welche Wirkung ein Pfand aufs Handy bitte haben soll?

Ich mein ... bei meinen Autofahrten zur Arbeit sehe ich ja täglich hunderte von Handys am Straßenrand liegen ... ja nee, is klar!

Alte Handys verschwinden doch in der Regel bei E-Bay, im Keller, im Schrank oder wo auch immer, aber in die freie Natur werden freiwillig mit Sicherheit die wenigsten geworfen. Einzig vielleicht in die Mülltonne - aber sowas passiert aus Unwissenheit und sollte ansich durch gute Recylinganlagen wieder aussortiert werden können.

Nö, für mich scheint es relativ klar, dass hier lediglich wieder mal eine weitere Einnahmequelle für irgend eine Lobby generiert werden soll. Einen Nutzen sehe ich in so einem Pfand beileibe nicht, außer jenen, Menschen auf einem weiteren Weg ums Geld zu bringen.
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05.06.2012 09:04 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Wobei man die Grünen nicht mit der Umweltbewegung: verwechseln darf:
"Vor allen werden die Grünen weggefegt vom Orkan des Aufstandes gegen die fortschreitende Bevormundung."
Innerhalb der Umweltbewegung gibt - siehe Jutta Ditfurth - es noch durchaus andere Strömungen.
Und das allergrößte Problem sind nicht die Grünen, sondern diejenigen, die sich grün trimmen, um von den Aura auch noch ein Stück Kuchen abzubekommen. Man nennt es "Green-Washing".
So ist es auch zur Reduzierung der Umweltfrage auf die CO²-Frage gekommen, während beispielsweise im Pazifik ein Teppich voller Plastikreste von der Größe Westeuropas im Kreis herumschwimmt. Die CO²-Frage ist ein großes Geschäft - mehr nicht und 600.000 Haushalten ist schon der Strom abgestellt worden. Der BDI-Präsident witterte gestern schon Morgenluft - für den Export. Mit unnötigen Stromtrassen soll zum einen Geld verdient werden, zum anderen soll der Strompreis in die Höhe gedrückt werden. Letzteres obwohl die Kosten des Umbaus noch gar nicht angefallen sind.
Sobald kritische Fragen gestellt werden, werden sie weggewischt und stattdessen sieht und hört man dann die Propaganda CO², CO² und noch einmal CO², ohne daß man nachvollziehbare Experimente vernehmen kann - als ob die Bevölkerung zu dumm wäre. Die Wissenschaft betreibt in diesem Bereich keine lehrende Öffentlichkeitsarbeit - wie beispielsweise das Bundesforschungsministerium mit ihrer Wanderausstellung zu CERN bewiesen hat - sondern es wird von Gauck verkündet, daß sich die Bevölkerung darauf einzustellen hätte.

Gleichzeitig findet ein Geoengineering - oder Climateengineering (Bundesforschungsministerium) - über den Köpfen der Bevölkerung statt, über das nicht diskutiert werden darf und dessen Umwelteinwirkung in Form von Nanopartikeln keine Relevanz hätte.

Fazit: CO² ist böse und Nanopartikel sind gut.
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06.06.2012 10:00 Uhr von Ruthle
 
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gesund? Ungesund? Für Magersüchtige und manch Kranke ist Fett in der Nahrung einige zeitlang gesund!
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08.06.2012 00:28 Uhr von olli58
 
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@cyrus2k1: Sogesehen muß ich dir recht geben, aber wie willst du sonst erreichen das die Dinger nicht einfach im Müll landen obwohl sich das recyceln wegen der seltenen Rohstoffe wirklich lohnt.

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