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Sachsen-Anhalt: Rechtsradikaler Mob wütete gegen zwei entlassene Sexualstraftäter

Der Konflikt zwischen den Bewohnern des Dorfes Insel bei Stendal in der Altmark (Sachsen-Anhalt) und zwei ehemaligen Sexualstraftätern droht zu eskalieren. Am vergangenen Freitag versuchten etwa 50 Menschen auf das Grundstück der beiden Männer vorzudringen, die Polizei konnte das aber verhindern.

Zudem versuchten Rechtsradikale auf der Rückseite in das Haus einzudringen. Sebastian Striegel, parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt, verurteilte das Verhalten der Bewohner scharf und bezeichnete es als einen Versuch der Selbstjustiz.

Die Menschen müssten akzeptieren, dass sich jeder Mensch seinen Wohnort frei auswählen kann. Auch die sachsen-anhaltinische Justizministerin Angela Kolb (SPD) verurteilte das Verhalten der Dorfbewohner: "Die Gesellschaft ist gefordert, ein Zeichen zu setzen, dass man diese Form der Proteste nicht akzeptiert."


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Haus, Sachsen-Anhalt, Sexualstraftäter, Selbstjustiz, Rechtsradikale, Mob
Quelle: www.taz.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.06.2012 11:03 Uhr von Kamimaze
 
+5 | -14
 
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Jeder Mensch hat in Deutschland das Recht, seinen Wohnort frei zu wählen. Auch die Bewohner eines kleinen Dorfes in Sachsen-Anhalt werden das früher oder später akzeptieren müssen.
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04.06.2012 11:11 Uhr von General_Strike
 
+8 | -10
 
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was für Sexualstraftäter? Ich meine, Vergewaltigung wird ja von immer grösseren Teilen der Gesellschaft als normal angesehen. Haben diese Sexualstraftäter etwa Kinder geschändet?

Dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass die keiner in seiner Nachbarschaft haben will. Die sollten sich eher einer Sekte wie dem Katholizismus oder dem Islam anschliessen. Dort finden sie mehr Verständnis für ihre Gelüste als unter Atheisten.
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04.06.2012 11:18 Uhr von Kamimaze
 
+5 | -8
 
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Noch mal zur Veranschaulichung: "Die 54 und 64 Jahre alten Männer hatten in den 1980er Jahren mehrmals Frauen vergewaltigt; nach jeweils fünf Jahren Haft und anschließender Sicherheitsverwahrung in Baden-Württemberg wurden sie vor etwa einem Jahr auf freien Fuß gesetzt. Sie übersiedelten in das Dorf in Sachsen-Anhalt."

Quelle: http://derstandard.at/...

Also noch mal: die Männer sind inzwischen teilweise im Rentenalter und haben ihre Strafen verbüßt. Nun können sie tun und lassen und wohnen, was und wo sie möchten - wie jeder andere Bürger dieser Republik auch!
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04.06.2012 11:20 Uhr von Kamimaze
 
+0 | -8
 
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Überschrift: Ich weiß, dass die Überschrift falsch ist, es muss natürlich heißen "Rechtsradikaler Mob WÜTETE gegen zwei entlassene Sexualstraftäter" - hab´s den Checkern schon gemeldet...
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04.06.2012 11:35 Uhr von Kamimaze
 
+2 | -14
 
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04.06.2012 11:42 Uhr von Multiversal
 
+11 | -2
 
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dämliche News! nach rechtsradikal sehen diese normalen Bürger nicht aus!
waren die Täter etwa Ausländer,deren Glauben es gestattet,kleine Mädchen anzumachen?
scheint wohl so,sonst würde eine SPD Glucke hier nicht so laut gackern.
Die würden bei uns auch keine Chance haben!
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04.06.2012 11:45 Uhr von norge
 
+9 | -1
 
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@Kamimaze: dann lad sie doch zu dir ein ;o)
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04.06.2012 11:56 Uhr von Kamimaze
 
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04.06.2012 12:17 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -6
 
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@shinari: > "Wenn Frau Kolb unbedingt ein Zeichen setzen will, kann SIE ja die Beiden bei sich oder in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wohnen lassen ;) Nicht labern, Frau Kolb, machen!"

Du hast es wohl immer noch nicht begriffen, oder...?

Die beiden Männer entscheiden, wo sie wohnen möchten und sie haben sich nunmal für Insel entschieden. Klaro...?
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04.06.2012 12:24 Uhr von 1234321
 
+2 | -5
 
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Ich kenne einige Dörfer in der Gegend: Dort liegt der Hund begraben, und die Bewohner haben nur das dumme Internet+TV, um vom Leben etwas mitzubekommen.

Wer dort etwas (Dummes...) verbreiten will, braucht nur in das Internetkabel hineinbrüllen.

[ nachträglich editiert von 1234321 ]
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04.06.2012 12:32 Uhr von Kamimaze
 
+0 | -8
 
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@1234321: > "Dort liegt der Hund begraben, und die scheintoten Bewohner haben nur das dumme Internet+TV, um vom Leben etwas mitzubekommen."

Wundert mich, ich dachte immer, die Altmark gehört zu den letzten weißen Flecken in Deutschland, was die Versorgung mit Breitband-Internet angeht:

--> http://www.taz.de/!89028/

> "Wer dort etwas (Dummes...) verbreiten will, braucht nur in das Internetkabel hineinbrüllen."

Also, ungefähr so hier...??? ;)

--> http://alexfotografiert.de/...


> "Viele tätowieren sich dort, und die Frauen sind extrem geschminkt, womit sie vergeblich versuchen, sich in der Gesellschaft zu integrieren."

Ich kenn das eher von der Uckermark in Nordbrandenburg, ist aber in der Altmark sicher nicht anders... :-D

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
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04.06.2012 12:53 Uhr von 1234321
 
+0 | -6
 
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@ Kamimaze: Na, ich habe meins zwischenzeitlich etwas "entschärft".

Aber es war wohl schon zu spät für ein Zitat von dir :-)

---
Scheinbar ähneln sich die Frauen in Altmark und Uckermark doch sehr.

[ nachträglich editiert von 1234321 ]
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04.06.2012 15:20 Uhr von sooma
 
+4 | -2
 
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Zitate einer anderen Quelle: (http://www.mdr.de/...)

"Justizministerin Kolb setzt trotz der jüngsten Vorfälle auf die Resozialisierung der beiden ehemaligen Sexualstraftäter in Insel."

Der Widerstand der Bewohner von Insel besteht schon seit Monaten - wie soll das also bitte umgesetzt werden mit der "Resozialisierung"?

"Der 54-Jährige war zwischenzeitlich nach Chemnitz umgezogen, jedoch am vergangenen Mittwoch nach Insel zurückgekehrt. Denn auch seine Chemnitzer Adresse war schon nach kurzer Zeit bekannt geworden. Danach kam es vor seiner Wohnung in Sachsen ebenfalls zu Protesten."

Es sind die Anwohner, die sich gegen den Zuzug wehren! Das widerspricht den Worten von Frau Kolb - aber das Politik nicht im Sinne des Volkes handelt, ist ja nix Neues.

Wenn Frau Kolb also an der Resozialisierung der beiden Vergewaltiger gelegen ist, kann sie die beiden ja bei sich einquartieren.

P.S.:
"Schauen Sie sich gern auf unseren Internet-Seiten um: Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung ist zuständig für Gerichte, Staatsanwaltschaften und Strafvollzug. Außerdem entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Initiativen und Strategien für mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern im Arbeitsleben und in der Gesellschaft und >>kümmern sich um den Bereich des Opferschutzes.<<"

Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Angela Kolb"

http://www.sachsen-anhalt.de/...

[ nachträglich editiert von sooma ]
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04.06.2012 15:46 Uhr von Kamimaze
 
+0 | -7
 
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@sooma: > "Es sind die Anwohner, die sich gegen den Zuzug wehren! Das widerspricht den Worten von Frau Kolb - aber das Politik nicht im Sinne des Volkes handelt, ist ja nix Neues."

Frau Kolb handelt zumindest in diesem Fall nach Recht uns Gesetz.
Was soll sie denn machen, soll sie die beiden Männer per Ministerdekret anweisen, wegzuziehen oder was...?

Es gibt kein Gesetz, was die Männer zwingen kann, den Ort zu verlassen, sie wohnen nach der derzeitigen Gesetzeslage völlig legal dort. Die Ministerin ist nicht mal zuständig dafür, denn die Männer wohnen meines Wissen ohne jegliche Auflagen dort.

Weshalb beschwerst du dich also?
Wenn dir die Sachlage nicht passt, dann kannst du ja eine Petition für einen Gesetzesvorschlag in den Deutschen Bundestag einbringen, welcher vorsieht, dass die Bewohner eines Ortes bestimmen dürfen, wer in diesem Ort wohnen darf und wer nicht. Oder du gründest selbst eine Partei oder versuchst entsprechende Mehrheiten zu bekommen. Wie auch immer, es gibt Möglichkeiten...

Angenommen, es gäbe so ein Gesetz, dann hätte das aber auch "diverse" Nebenwirkungen.

Nur mal ein Beispiel: in einem Ort wohnen überwiegend ältere Menschen, die ihre Ruhe haben wollen. So könnten sie mit ihrer Mehrheit beschließen, dass in ihren Ort keine Familien mit Kindern wohnen sollen.

Wie gesagt, nur EIN Beispiel...
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04.06.2012 16:25 Uhr von sooma
 
+8 | -1
 
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@Kamimaze: Ich habe mich nicht "beschwert", sondern einen Kommentar (der eine Meinung enthält) gepostet, der nicht explizit an Dich gerichtet war. Wenn Dir konträre Meinungen nicht behagen, poste in keine Boards mit Kommentarfunktion.

[ nachträglich editiert von sooma ]
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04.06.2012 16:35 Uhr von Kamimaze
 
+0 | -7
 
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@sooma: > "Wenn Dir konträre Meinungen nicht behagen, poste in keine Boards mit Kommentarfunktion."

Im Gegenteil, ich kann mit kontroversen Diskussionen ganz gut umgehen... ;)

Ich habe auf einen Satz, insbesondere auf den Nachsatz ("aber das Politik nicht im Sinne des Volkes handelt, ist ja nix Neues.") geantwortet, der offensichtlich eine Meinung von dir ist, zumindest finde ich diesen Satz so nicht in der von dir angegebenen Quelle.

Dazu habe ich meine (Gegen-)Meinung geäußert.
Wo ist jetzt dein Problem...???

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
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04.06.2012 16:52 Uhr von puppet_master
 
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Laut Wikipedia: wohnen da genau 729 Leute. Wie naiv muss man denn sein, da Sexualstraftäter resozialisieren zu wollen? Jeder, der wie ich aus einem Dorf kommt, weiß, was ich meine... Auch Wikipedia: "Die Gemeinde geriet Mitte 2011 in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass zwei ehemalige Sexualstraftäter sich dort niederlassen wollten. Die Bürger, auch angeführt durch den Bürgermeister Alexander von Bismarck, der Namen und Wohnort der beiden öffentlich bekanntgab, starteten fortan Demonstrationen, welchen sich später Rechtsextremisten anschlossen, die geduldet wurden." Da springen die Rechten doch nur wieder auf einen Zug auf, rückratloses Pack!
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04.06.2012 19:13 Uhr von TheUnichi
 
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Die große Schlauberger Party auf SN: 1. Nur weil die Leute keine Glatze und Springerstiefel haben, heißt es nicht, dass sie nichts rechtsradikal sind. Was hat das überhaupt für einen Zusammenhang? Denkt ihr auch nach, bevor ihr tippt?

2. Menschen können sich verändern. Gerade in Gefängnissen hat man viel Zeit, darüber nachzudenken, wer man ist und was man eigentlich möchte sowie einen Weg ausdenken, das ganze ohne Straftaten zu überstehen.
Wir reden hier von zwei Rentnern, die ihre Straftat, die sie begangen haben, im Gefängnis ausgesessen haben und wohl daraus gelernt haben. Wie sollen sie nun auch noch und haben sie? Davon seh ich nichts. Also warum weiterhin verurteilen?

Was ich hier sehe ist ein Haufen alter Rentner die nichts besseres zu tun haben, als normalen Bürgern auf den Sack zu gehen, nur um nicht in ihrem Sessel des einsamen Todes zu verrecken. Das ist mittelalterliche Lynchjustiz und stellt uns auf keine Art und Weise über die Vorgehensweisen in euren ach-so-mittelalterlichen osmanischen/arabischen Staaten.
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04.06.2012 19:55 Uhr von Annika-in
 
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Die armen Menschen: müssen ständig in Angst leben, weil ein Haufen Irrer denkt sie könnten das Gesetz selbst in die Hand nehmen und Selbstjustiz üben.

Schade, dass wir hier nicht ähnliche Rechte wie in den USA haben, dann könnten sich die Hausbesitzer mit Waffengewalt gegen Kriminelle wehren die gewaltsam in ihr Haus eindringen und sie töten möchten.
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05.06.2012 07:04 Uhr von TheUnichi
 
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shinari: Hast du nie etwas getan, dass du im Nachhinein bereut hast?

Das passiert ständig, das ist menschlich. Sollen wir den Menschen, die es bereuen, ewig ihre Fehler vorhalten?

In dem Alter, in dem diese Menschen sind, werden sie auf jeden Fall nicht mehr Abends auf Parties gehen oder den Nobelpreis gewinnen, denn in der Zeit, in der sie die Möglichkeit dazu hatten, haben sie gesessen. Ist das nicht Strafe genug?

Richtig, es heißt nicht, dass sie rechtsradikal sind, aber man kann es auch nicht ausschließen. Wenn die Reporter der News das so aufgenommen haben, dann wird da wohl irgendwo etwas dran sein, und wenn es nur 10% des Mobs war, der rechtsradikal ist

"Du redest wirres Zeug *facepalm*"
Du hast keine Argumente

Ich würde sie aufnehmen, denn bevor ich mich wie eine Ratte in meinem Loch vor dem Regen verstecke und alles schlecht mache, was eine Gefahr werden KÖNNTE, geh ich vor die Tür und lebe das Leben, an das wir zwangsweise gebunden sind. Ich bin groß und nicht schmal, wovor muss ich Angst haben? Vor Fast-Rentnern?

Vielleicht habt IHR sie nicht mehr alle...
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05.06.2012 18:27 Uhr von there4you
 
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@Annika-In: Ich würde auch nicht wollen,das Sexualstraftäter in meine Nachbarschaft ziehen...wenn ich Kinder hätte,dann erst recht nicht.Oder kannst DU mir versichern,das er nicht rückfällig wird und sich an Frau/Kindern vergeht?
Du scheinst mir ja eh sehr fürsorglich zu sein,was Sexualstraftäter betrifft....das ändert sich aber sicher,wenn Dich mal einer ``bespringt``
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12.06.2012 23:18 Uhr von there4you
 
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nein,sollte er nicht die Allgemeinheit hat ein Recht darauf zu erfahren,wer in ihre Nachbarschaft zieht....man lebt dann ja sonst in permanenter Angst,das die Täter rückfällig werden...ich möchte aber sorgenfrei wohnen...ohne Angst,um mich ,meine Frau und Kinder!

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