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Berlin-Reinickendorf: Pfarrer muss wegen Missbrauchsvorwürfen zurücktreten

Der Aufforderung von Kardinal Rainer Maria Woelki folgend ist ein ehemaliger Pfarrer der Kirchengemeinde Sankt Marien in Berlin-Reinickendorf von seinem Amt zurückgetreten. Der Pfarrer soll 1997 in einer Steglitzer Kirchengemeinde einen damals 16-jährigen Jugendlichen sexuell missbraucht haben.

Als die Vorwürfe der katholischen Kirchengemeinde im März 2011 bekannt wurden, leitete der damalige Diözesanadministrator eine Untersuchung ein. Es wurden "disziplinarrechtliche Maßnahmen" angeordnet, auch war seit Beginn dieses Verfahrens dem Pfarrer die Ausübung des Priesterdienstes verboten.

Die Untersuchung stellte allerdings nur einen "schweren Verstoß gegen den priesterlichen Dienst" fest, keinerlei Straftat. Als der Gemeinde der Rücktritt während des Gottesdienstes mitgeteilt wurde, bekannte sich ein Teilnehmer als das Opfer und bestritt laut die angebliche Unschuld des Pfarrers.


WebReporter: sooma
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Rücktritt, Missbrauch, Vorwurf, Pfarrer
Quelle: www.morgenpost.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.06.2012 06:27 Uhr von sooma
 
+2 | -1
 
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Hier eine News vom März letzten Jahres, als die Vorwürfe bekannt wurden: http://www.tagesspiegel.de/...
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04.06.2012 06:29 Uhr von HydrogenSZ
 
+1 | -2
 
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Und da gehts: schon wieder los.
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04.06.2012 08:20 Uhr von iarutruk
 
+4 | -1
 
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Dieser Pfaffe begeht eine Straftat und wird von seinem Arbeitgeber aufgefordert ein Amt nieder zu legen. Priester darf er bleiben!
Er bezieht noch Gehalt.

Ein in der freien Wirtschaft oder beim Staat beschäftigter Mensch kommt vor Gericht, wird verurteilt und in den meisten Fällen entlassen.

Jetzt weiß ich auch warum ich als Kind immer Pfarrer werden wollte.
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04.06.2012 09:31 Uhr von Noseman
 
+4 | -1
 
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Katholische Richtlinien: (in Deutschland) beim Verdacht auf sexuellen Mißbrauch sehen es nicht vor, dass die zuständigen Behörden eingeschaltet werden; es wird lediglich intern ermittelt (und das gar noch nur von kirchlichen "Ermittlern" der gleichen Diözese; man kennt sich also persönlich bestens).

Daher kein Wunder:

"Fünf Fälle seien abgeschlossen. In sechs Fällen laufe das Verfahren noch, in keinem davon gebe es staatsanwaltliche Ermittlungen."

Das ist der eigentliche Skandal: dass nämlich seit Jahren auf Beschluß der Deutschen Bischofskonferenz systematisch vertuscht und verschleiert wird und die Opfer noch eingeschüchtert und verhöhnt werden.

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