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Deutschsprachige Call-Center in der Türkei boomen

Wenn das Telefon klingelt und ein Zeitungsabo-Verkäufer stellt sich mit deutschem Namen vor und behauptet, er säße in einer deutschen Großstadt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das gemogelt ist. Der Anruf kommt möglicherweise aus der Türkei von einem deutschsprachigen Call-Center.

So arbeitet beispielsweise der 23-jährige in Köln geborene Yilmaz in Istanbul für ein solches Call-Center. Er wollte erst Schauspieler in der Türkei werden, das hat jedoch nicht geklappt. Call-Center eröffnen in Istanbul massenweise, teils in noblen Bürogebäuden, aber auch in Hinterhöfen.

Das Grundgehalt in Yilmaz´ Firma beträgt 350 Euro monatlich. Für viele türkische Auswanderer aus Deutschland sind Call-Center eine Art Rettungsanker, um berufstätig zu sein. Denn Grundsicherung wie Hartz IV gibt es in der Türkei nicht.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Türkei, Deutsche, Istanbul, Callcenter
Quelle: www.spiegel.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2012 18:17 Uhr von no_trespassing
 
+6 | -4
 
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Die Quelle ist schon interessant. Ich hab ja auch öfters so Abotypen am Telefon. Vor ein paar Jahren waren das allerdings Leute aus Ostdeutschland (Meck-Pomm, Sachsen-Anhalt), die Busreisen und Gewinne, Lottozeugs und Zeitungen vertickten.

Wenn man allerdings dann so tragische Sachen, wie die von Fato in der Quelle liest, dann sieht man, dass dahinter auch ziemliche Schicksale stehen.

Es braucht einfach mehr produzierende, qualifizierte Arbeitsplätze.
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03.06.2012 19:30 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+9 | -1
 
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@Digitalkäse: Wenn man solche Löhne für akzeptabel hält klappt das immer mit der Arbeitssuche. Welcher Chef lehnt schon geschenkte Arbeitskraft ab?
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03.06.2012 19:30 Uhr von artefaktum
 
+5 | -4
 
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@Digitalkaese: Die Arbeitsplätze muss es dann allerdings auch geben. Kein Unternehmer schafft mehr Arbeitsplätze, nur weil es keine Arbeitslosenhilfe gibt.
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03.06.2012 20:50 Uhr von maxklarheit
 
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