02.06.12 17:42 Uhr
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US-Wissenschaftler finden heraus: Drei Prozent aller Hinrichtungen liefen schief

Seit dem Jahr 1900 sind in den USA schätzungsweise 9.000 Personen hingerichtet worden. Prof. Austin Sarat und sein Team fanden nun heraus, dass etwa drei Prozent dieser Hinrichtungen schief gingen.

In Zahlen ausgedrückt sind das rund 270 Hinrichtungen. Vor dem Hintergrund der Schwere, die ein Todesurteil für die Betroffenen bedeutet, mahnten die US-Forscher zum Nachdenken.

Vor allem in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts überwog eine eher sensationsheischende Berichterstattung, die wenig Anteil am Schicksal der Verurteilten nahm. Diese recht kritiklose Darstellung ist inzwischen einer differenzierteren Betrachtung gewichen, stellten die Forscher fest.


WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Wissenschaft / Geist
Schlagworte: USA, Wissenschaftler, Todesstrafe, Hinrichtung
Quelle: www.sciencedaily.com
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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2012 17:42 Uhr von Rheinnachrichten
 
+13 | -9
 
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Niemand, auch kein Richter, sollte sich das Recht herausnehmen, über das Leben anderer zu richten. Sonst kann auch das passieren.

http://www.shortnews.de/...
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02.06.2012 19:50 Uhr von General_Strike
 
+4 | -7
 
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@politisch_inkorrekt: Vielleicht ist ein "unerwarteter Nahschuss" wie in der DDR wirklich humaner als minutenlang das Hirn zu grillen.

http://de.wikipedia.org/...
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02.06.2012 20:31 Uhr von Pils28
 
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Lynchjustiz kommt wieder in Mode, wie mir scheint! :-)
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02.06.2012 20:37 Uhr von pinn51
 
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Wäre ja auch noch schön: zu wissen, wie viele von den 9000 Hinrichtungen Justizirrtümer waren. Und wie viele von den Irrtümern dann an Schwarzen begangen wurden. Dieses [edit] Volk erdreistet sich am laufende Bande, der Welt mithilfe seines Militärs sein Demokratieverständnis aufdrängen zu wollen. Aber im inneren sind sie rassistisch, prüde und bigott und frönen dem staatlich genehmigten Mord in Form der Todesstrafe. Was für ein Vorbild für die Menschheit.
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02.06.2012 21:50 Uhr von Perisecor
 
+6 | -9
 
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@ Rheinnachrichten: "Niemand, auch kein Richter, sollte sich das Recht herausnehmen, über das Leben anderer zu richten. "

Du bist also für die Abschaffung der Rechtsstaatlichkeit.
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02.06.2012 22:12 Uhr von BastB
 
+1 | -1
 
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9000 in den letzten 100 Jahren ist ja nix gegen die 5000, die China allein im Jahr 2009 hinrichten ließ.
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02.06.2012 22:16 Uhr von Perisecor
 
+4 | -7
 
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@ pinn51: "Und wie viele von den Irrtümern dann an Schwarzen begangen wurden."

Warum? Sind Schwarze in deinen Augen mehr Wert als Weiße oder Asiaten oder Hispanics?



"Dieses Fastfood fressende..."

Meinst du damit etwa Deutschland, welches die höchste Fast-Food-Dichte Euroasiens hat? Und die höchste Anzahl an übergewichtigen Menschen?


"bigotte"

Ein lustiger Vorwurf von jemandem, der in einem Land wohnt, welches staatlich verordneten und bezahlten Religionsunterricht in Schulen abhalten lässt und gleichzeitig religiöse Gemeinschaften sowie deren direkte Vertreter massiv subventioniert.



"in hohem Maße geistig unterentwickelte Volk"

Gewagte Aussage. Egal ob man sich die Anzahl der Studenten, Rankings von Universitäten oder nützliche Forschungen anschaut - das deiner Ansicht nach in hohem Maße geistig unterentwickelte Volk ist stets auf Platz #1. Man möge sich garnicht vorstellen, was dann jemand wie du ist, der aus einem System kommt, welches deutlich schlechter als dieser, deiner Aussage nach, schon schlechte Platz #1 ist.


"erdreistet sich am laufende Bande, der Welt mithilfe seines Militärs sein Demokratieverständnis aufdrängen zu wollen. "

Nö. Wäre dem so, wäre die Welt längst gewaltsam demokratisiert worden. Gerade seit dem Ende des Kalten Krieges hätte es nichts und niemanden gegeben, der hätte dagegenhalten können.
Die Realität straft dich also Lügen.



"Aber im inneren sind sie rassistisch, prüde und bigott"

Ich sehe hier vor allem einen großen Rassisten - und das bist du. Du sprichst einem ganzen Volk (!) die Intelligenz ab und beleidigst und verallgemeinerst es, obwohl offenkundig klar ist, dass das so in der Form garnicht stimmt bzw. stimmen kann.

Das Thema bigott haben wir aber bereits abgehakt. Nehmen wir uns doch mal rassistisch vor. Die USA, ein Einwandererland, haben verschiedenste Kulturkreise und beheimaten große Gruppen aus allen Ländern, denen es dort gut geht.

Gegen die von dir behauptete Prüderie spricht die Offenheit in Film und Fernsehen (aktuelles Beispiel: Game of Thrones), die große Pornoindustrie und natürlich die hohe Geburtenrate - deutlich höher als in Deutschland z.B.


"und frönen dem staatlich genehmigten Mord in Form der Todesstrafe. Was für ein Vorbild für die Menschheit."

Schon verrückt. In den USA dürfen die Menschen entscheiden, ob sie dafür oder dagegen sind und machen von ihrem Recht auch noch Gebrauch.
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03.06.2012 02:02 Uhr von Again
 
+1 | -3
 
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Perisecor: "Warum? Sind Schwarze in deinen Augen mehr Wert als Weiße oder Asiaten oder Hispanics?"
Das ist eine Gegenfrage die mit der eigentlichen Aussage eigentlich nichts zu tun hat. Das ist ja keine aus der Luft gegriffene Anschuldigung, sondern einfach die Frage, ob sich gewisse Tendenzen auch in verwandten Gebieten zeigen: http://www.spiegel.de/...
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03.06.2012 05:21 Uhr von Perisecor
 
+1 | -4
 
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@ Again: Hier zeigt sich, wie in vielen Vorurteilen über die USA, ein großes Unwissen:

Wie auch in Deutschland fallen in den USA zwei große Minderheiten durch das Anführen quasi sämtlicher Verbrechensstatistiken negativ auf.

Während bis in die 50er Jahre hinein z.B. Gangmorde fast ausschließlich von Weißen begangen (und entsprechend bestraft) wurden, hat sich das geändert. Gibt es heute Gang-Kriege, so sind - falls es sich nicht um irgendwelche verrückten Nazi-Arier-Spinner handelt - Schwarze und/oder Latinos beteiligt.

Weiße führen hingegen bei den klassischen Begnadigungsdelikten - Finanzdelikte (Steuerbetrug, Anlegerbetrug, Versicherungsbetrug, Geldwäsche) oder als Hintermänner in Drogendelikten sowie in Verkehrsdelikten (liegt grundsätzlich an der Stellung der Bevölkerungsmehrheit sowie den durchschnittlich höheren finanziellen Mitteln zum Unterhalt eines KFZ).

Es lässt sich eben leichter jemanden begnadigen, der Steuern hinterzogen hat, als jemanden, der vier rivalisierende Gangmitglieder getötet hat.


Die von dir gepostete Quelle nennt u.a. diesen Grund ("....die meisten von ihnen Drogen- oder Steuerdelikte."), aber auch andere, z.B. der Familienstand. Da der Altersdurchschnitt der Weißen im Gefängnis höher ist, haben auch mehr von ihnen eine Familie und eine positive Sozialprognose.



Das Ganze komplizierte System auf "Rassismus" herunterzubrechen wäre genauso am Thema vorbei, wie die ständigen Debatten in Deutschland - auch hier auf Shortnews - über türkische/arabische/russische Migranten, welche trotz massiver Bevölkerungsminderheit mit großem Vorspruch fast alle Kapitalverbrechensraten anführen.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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03.06.2012 10:40 Uhr von Again
 
+1 | -2
 
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Perisecor: "Hier zeigt sich, wie in vielen Vorurteilen über die USA, ein großes Unwissen:"
Was hat das mit Unwissen und Vorurteilen zu tun? Das ist einfach eine Studie, die ein paar Zahlen nennt und die Frage ist, ob man ähnliche Zahlen auch in einem verwandten Gebiet findet, hier etwa bei den Fehlern bei der Hinrichtung.

"Weiße führen hingegen bei den klassischen Begnadigungsdelikten..."
Das scheint ja auch berücksichtigt worden zu sein:
"Akribisch verglichen sie Alter, Geschlecht, Rasse, Straftatbestand und Familienstand der Antragsteller."
"Die Analyse der Daten ergab, dass mehrfach bei Fällen mit ähnlicher Ausgangslage zugunsten weißer Antragsteller entschieden wurde, während andere abgewiesen wurden"
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03.06.2012 12:13 Uhr von Rheinnachrichten
 
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@perisecor: "Du bist also für die Abschaffung der Rechtsstaatlichkeit."

Nein, ich bin für die Abschaffung der Todesstrafe. Es gibt eine Rechsstaatlichkeit ohne die staatlich angeordnete Tötung.
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03.06.2012 12:40 Uhr von Bleissy
 
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nur mal am rande: urteil im namen des volkes ...... fehlurteil ...... das urteil aber schon vollstreckt ........ wo bekommt man so viel stricke für die ganzen mörder her ???
ich möchte nicht das in mneinem namen ein todesurteil gefällt geschweige denn vollsreckt wird ..... ich will nicht zum mörder werden !
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03.06.2012 18:41 Uhr von Perisecor
 
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@ Rheinnachrichten: Du sagtest, dass niemand (!) das Recht habe, über andere zu richten.

In einer Demokratie ist es aber nunmal so, dass Mehrheitsentscheidungen zählen - das Beibehalten oder das Abschaffen der Todesstrafe in den USA ist so eine Mehrheitsentscheidung.

Und jedes von einem Richter gesprochene Urteil, jede Ermittlung, schränkt das Leben eines oder mehrerer Menschen ein.


Während man in Deutschland tatsächlich davon reden könnte, dass sämtliche verfügbaren Strafen weit weniger große Einschnitte als die Todesstrafe sind, gilt das in den meisten Staaten der USA nur bedingt. Gefängnisstrafen von realen 50+ Jahren sind dort problemlos möglich, genauso wie Geldstrafen, die 100%+ des Vermögens betreffen.



"Es gibt eine Rechsstaatlichkeit ohne die staatlich angeordnete Tötung. "

Und es gibt eine Rechtsstraatlichkeit mit staatlich angeordneter Tötung.

Ich kann nachvollziehen, dass - seltene - Fehlurteile die Meinung stark kontra Todesstrafe drücken. Mit zunehmenden Ermittlungstechniken wie z.B. DNA und Handy-/Videoüberwachung schwinden diese Fehlurteile massiv.
So ist mir kein Fehlurteil bekannt, welches mit neuen Ermittlungsmethoden gesprochen wurde - ein Großteil der erkannten Fehlurteile konnte aber nur durch exakt diese neuen Ermittlungsmethoden aufgedeckt werden (=> DNA passt nicht).
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03.06.2012 18:53 Uhr von Perisecor
 
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@ Again: "Was hat das mit Unwissen und Vorurteilen zu tun?"

Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass es keine Vorurteile über dieses Thema gibt? Ich stoße ständig darauf.



"Das scheint ja auch berücksichtigt worden zu sein:"

Nur, wenn ähnlich viele Weiße wie Minderheiten deswegen im Gefängnis sitzen würden. Das ist aber nicht der Fall.

Ein wichtiger Grund für Begnadigungen sind auch der Gesundheitszustand der Person - mir ist nicht bekannt, ob die Studie das überprüft hat, im Bericht erwähnt wird es jedenfalls nicht.
Der höhere Altersdurchschnitt der weißen Bevölkerung (huh, direkt ein neuer Ansatzpunkt für eine Studie! :)) sowie das deutlich höhere Durchschnittsalter im Gefängnis sind Indizien dafür, dass man das nicht vernachlässigen darf.


Wenn du dich aber so stark auf die kurze Erwähnung der Studie stützt, musst du auch die Aussage des Leiters des Begnadigungsbüros des Justizministerium berücksichtigen.

Und dass ein schwarzer Präsident genauso entscheidet, wie seine weißen Vorgänger.



Ehrlich gesagt finde ich das Begnadigungssystem an sich äußerst unfair und veraltet. Es gibt eine von Richtern gesprochene Strafe und die sollte eingehalten werden - nichts sonst.
Dass es dafür auch keinerlei objektive Richtlinien gibt und keinerlei Rechtfertigung - maximal vor der Presse - nötig ist, bestärkt mich nur in meiner Meinung.
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03.06.2012 19:23 Uhr von Again
 
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Perisecor: "Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass es keine Vorurteile über dieses Thema gibt? Ich stoße ständig darauf."
Aber nur weil du oft darauf stößt bedeutet es nicht, dass ich besondere Vorurteile bezogen auf die Amis habe. Aber du hast scheinbar irgendwelche Vorurteile auf mich angewandt ^^
(Lassen wir das lieber ;-)

Zum Rassismus gibt es sehr interessante Studien, die besagen, dass mehr oder weniger jeder latent rassistisch ist (ich weiß gar nicht mehr, ob die in Europa oder den USA durchgeführt wurde, aber es ging um Rassismus gegenüber Schwarzen). Das interessante dabei ist, dass auch Schwarze gegenüber Schwarzen eine latente Form von Rassismus aufweisen. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sowas auch bei Urteilen eine Rolle spielen kann, weil sich sowas wohl schwer ablegen lässt. Ich denke also nicht, dass das ein rein US-amerikanisches Problem ist.

"Nur, wenn ähnlich viele Weiße wie Minderheiten deswegen im Gefängnis sitzen würden."
Was ist daran wichtig? Sowas wird normalerweise wohl prozentual ausgewertet, damit es vergleichbar ist.

"Der höhere Altersdurchschnitt der weißen Bevölkerung (huh, direkt ein neuer Ansatzpunkt für eine Studie! :)) sowie das deutlich höhere Durchschnittsalter im Gefängnis sind Indizien dafür, dass man das nicht vernachlässigen darf."
Auch das Alter wurde berücksichtigt.

"Wenn du dich aber so stark auf die kurze Erwähnung der Studie stützt, musst du auch die Aussage des Leiters des Begnadigungsbüros des Justizministerium berücksichtigen."
Oft ist ja der Name schon aussagekräftig. Ein Carlos Rodriguez ist wahrscheinlich zu 99% nicht weiß.

"Und dass ein schwarzer Präsident genauso entscheidet, wie seine weißen Vorgänger."
;-)
s.o.

"Es gibt eine von Richtern gesprochene Strafe und die sollte eingehalten werden - nichts sonst. "
Soweit ich weiß sind Gefängnisse sehr schwer zu führen, wenn man da lauter Schwerverbrecher hat, die keinerlei Chance auf Begnadigung haben. Ich kenne keine Studie dazu, aber hab mal gehört, dass es in Gefängnissen, wo die Leute keine Chance auf Freiheit haben, mehr Übergriffe auf Wärter gibt. Scheint mir aber auch ohne Studie nachvollziehbar.
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03.06.2012 19:45 Uhr von Perisecor
 
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@ Again: Mir geht es um das Gesamtbild. Das Alter wurde zwar individuell berücksichtigt, ist aber bei Begnadigungen ein wichtiger Faktor.


"Oft ist ja der Name schon aussagekräftig."

Zwischen Weiß/Schwarz eher weniger.



"...wo die Leute keine Chance auf Freiheit haben, mehr Übergriffe auf Wärter gibt. Scheint mir aber auch ohne Studie nachvollziehbar. "

Diese Möglichkeiten, z.B. gute Führung, gibt es ja noch immer.

Begnadigungen aber stehen über all dem. Wenn Präsident Obama morgen aufsteht und meint, er entlässt alle Häftline aus Bundesgefängnissen, der Namen mit M beginnt, dann ist das so.
Und diese Willkür halte ich für untragbar. Leider lässt sich dagegen wenig machen.




"...dass ich besondere Vorurteile bezogen auf die Amis habe. Aber du hast scheinbar irgendwelche Vorurteile auf mich angewandt ^^"

Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass du anti-amerikanisch eingestellt bist. ;) Entschuldige, wenn das so rüberkam.

Mir geht die scheinheilige Botschaft dieser News nur unglaublich auf die Nerven. Im Zuge meines Studiums hatte ich ausführlich mit solchen Sachverhalten zu tun und wenn ich auf Polizeistationen oder in Gefängnissen war, dann gab es dort in der Regel immer deutlich mehr Schwarze und/oder Hispanics als Weiße. Das lag aber nicht an bösen rassistischen Cops oder Richtern, sondern daran, dass diese Leute strafbare Handlungen begangen haben.

In den USA herrscht seit ein paar Jahren eine dermaßen extreme politische Überkorrektheit, dass dies sogar den meisten meiner dunkelhäutigen Freunden auf die Nerven geht, weil sie (un)bewusst ähnlich nervig übervorteilt werden wie z.B. Behinderte, anstatt sie einfach nur völlig normal zu behandeln.

Mir ist bewusst, dass es Schwarze oder Hispanics in South Central LA schwieriger haben, als Weiße in den Steppen Idahos, aber das darf kein Freibrief für lasche Behandlungen sein, nur um einer eventuellen Rassismus-Gefahr zu entgehen.

Wie bereits erwähnt - das gleiche Problem hat Deutschland mit türkischen/arabischen und teilweise russischen Migranten. Nur dass es (noch) keine stark bewaffneten Bandenkriege gibt.
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03.06.2012 20:02 Uhr von Again
 
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Perisecor: "Das Alter wurde zwar individuell berücksichtigt, ist aber bei Begnadigungen ein wichtiger Faktor. "
Versteh ich gerade nicht. Wenn es berücksichtigt wurde ist ja alles in Butter.

"Zwischen Weiß/Schwarz eher weniger."
Hm. Bin mir nicht sicher. Ich bin Basketball-Fan und in der NBA gibt es einerseits Schwarze mit "Standardnamen" (zb die Celtics Ray, Paul, Kevin) aber auch viele Schwarze die "exotische" Namen haben (Shaquille, Lebron, Latrell). Solche Namen gibt es bei Weißen, so wie ich es mitkriege, seltener.
(Ich muss aber auch gestehen, dass ich da einfach eine schlechte Statistik habe und nicht weiß, ob es vielleicht auch viele Weiße mit solchen für mich ungewöhnlichen Namen gibt).
In einer der von mir genannten Rassismus-Studien wurde außerdem explizit auf typisch weiße und schwarze Namen zurückgegriffen.

"Und diese Willkür halte ich für untragbar. Leider lässt sich dagegen wenig machen."
Ist eigentlich wirklich unfair, weil es dann wohl oft einfach politisch motiviert ist. Wer sich als harte Sau zeigen will, begnadigt einfach niemanden, wer sich liberal geben will, vielleicht ein paar mehr.

"Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass du anti-amerikanisch eingestellt bist."
Das bin auch nicht wirklich. Manche Sachen laufen in den USA gut, manche schlecht und manche einfach anders.

"Entschuldige, wenn das so rüberkam."
Kein Ding, das war schon mit einem Augezwinkern von mir gemeint ;-)

"aber das darf kein Freibrief für lasche Behandlungen sein, nur um einer eventuellen Rassismus-Gefahr zu entgehen."
Ja. Ich frage mich oft, wie man das umgehen könnte. Ich denke mir oft, dass es sinnvoll wäre, dass sich Richter und Angeklagter einfach nicht zu sehen bekommen und dem Angeklagten einfach eine Nummer zugewiesen wird, so dass auch der Name keine Rolle spielen kann. Damit würden aber Befragungen sehr aufwändig sein und manchmal spielt das aussehen ja auch eine Rolle, etwa bei Rassismus.

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