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Nach dem "Schlecker"-Aus - "Rossmann" macht 13.000 Menschen wenig Hoffnung

Die Zerschlagung der insolventen Drogeriemarktkette "Schlecker" bedeutet für etwa 13.000 Angestellte den Weg in die Arbeitslosigkeit. Auch die Drogeriemarktkette "Rossmann" macht den Angestellten von "Schlecker" eher wenig Hoffnung.

Die CDU hat nun eine Transfergesellschaft für die 13.000 Mitarbeiter des insolventen Unternehmens gefordert. "Die Politik darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und der Bundesagentur für Arbeit den Schwarzen Peter zuschieben", so Christian Bäumler von der CDU.

"Rossmann"-Chef Dirk Roßmann, sagte, dass man wohl auch ehemalige Mitarbeiter von "Schlecker" anstellen könnte, allerdings ist nicht bekannt wie vielen von der Arbeitslosigkeit bedrohten "Schlecker"-Mitarbeiter man eine Stelle anbieten könnte.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hoffnung, Arbeitslosigkeit, Schlecker, Rossmann
Quelle: www.zeit.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2012 15:22 Uhr von Conveam
 
+6 | -0
 
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Das ist ja schön und gut aber in diesem Fall zieht dann ein anderes, eher unbeteiligtes Konkurrenzunternehmen "den schwarzen Peter". Denn damit haben sie ja auch dementsprechende Mehrkosten und das heißt früher oder später wieder Arbeitsplätze streichen.
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02.06.2012 15:28 Uhr von Borgir
 
+19 | -0
 
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@conveam: das glaube ich eher nicht. Die stellen ja nicht ein wo sie niemanden brauchen. Die Übernehmen Schlecker-Mitarbeiter in Filialen, in denen sie ohnehin suchen. Einfach ohne Bedarf einzustellen wäre ja unternehmerischer Unsinn. Davon abgesehen ist Rossmann nicht die Caritas, sondern ein Unternehmen das rechnen kann und muss.
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02.06.2012 15:32 Uhr von uwele2
 
+14 | -6
 
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ich kenne keine Schleckeroma: die rein optisch in eine Rossmann oder DM-Filiale passen würde. Vom fachlichen ganz zu schweigen
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02.06.2012 16:23 Uhr von artefaktum
 
+9 | -0
 
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@Wil: "Der gesamte Handel kämpft gegen zu viele Läden und den Marsch der Kunden ins Internet."

Also der dm hier bei mir gegenüber ist immer propevoll.
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02.06.2012 16:38 Uhr von Borgir
 
+11 | -1
 
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Also: DM oder rossmann sind ständig voll, was man von Schlecker nicht sagen konnte.
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02.06.2012 17:26 Uhr von lopad
 
+4 | -0
 
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Manche werden sicher bei anderen großen Ketten wie halt Rossmand oder DM Unterschlupf finden, der Rest bleibt auf der Strecke.

Ein großes Problem ist auch das viele Schlecker Filialen von der Größe und Lage einfach völlig unattraktiv sind und die daher eigentlich keiner haben will.
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02.06.2012 18:24 Uhr von Teitei
 
+10 | -1
 
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"Die CDU hat nun eine Transfergesellschaft für die 13.000 Mitarbeiter des insolventen Unternehmens gefordert. "Die Politik darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und der Bundesagentur für Arbeit den Schwarzen Peter zuschieben", so Christian Bäumler von der CDU. "

Als unsere Firma letztes Jahr pleite gegangen ist, hat sich die Politik auch nciht drum geschert. Aber das war wahrscheinlich egal, weil es nur eine kleine Firma mit 24 Mitarbeitern war....
Da interessiert sich keiner für, aber für die Großen wird mal wieder gefordert...
Die 24 Leute mussten auch alle beim Arbeitsamt antreten. Das hatten die auch den "Schwarzen Peter" bekommen.

Die Politiker können nur noch Güller von die geben.
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02.06.2012 20:50 Uhr von ThomasHambrecht
 
+7 | -0
 
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Die Freundlichkeit in den Schleckerfilialen ist auch nicht gerade die beste gewesen. Mürrische Angestellte mit desinteressiertem Blick.
Meine Freundin hat Anfang der 90er Jahre in einer Stuttgarter Filiale gearbeitet. Dort wurde sie von einer verdeckten Inspekteurin gerügt, weil sie zu freundlich "Guten Tag" zu den Kunden gesagt hat, und sich auch mal nach dem Befinden erkundigt hat. Laut Inspekteurin ist der Kunde kühl und mit grossem Abstand zu behandeln.
Nachdem auch erkannt wurde wie Schlecker seine Mitarbeiter verarscht, hat sie nach nur 3 Monaten selbst gekündigt.

Die Mitarbeiter, die Schlecker nachheulen, kann ich leider nicht verstehen.
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02.06.2012 23:11 Uhr von Johnny Cache
 
+2 | -0
 
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Bekloppt: Die Politiker sollten mal das Grundgesetz lesen und am besten auch noch mal verstehen. Bei uns gibt es schließlich sowas wie eine Gleichbehandlung, was in diesem Fall bedeutet daß für jede Firma gleich behandelt werden muß... nur hab ich noch niemanden wegen einer Transfergesellschaft für unsere Firma rumnölen gehört, wobei das für ein Duzend Mitarbeiter deutlich leichter zu realisieren wäre.
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03.06.2012 01:21 Uhr von Hallominator
 
+1 | -0
 
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Nett, aber nicht gut. Es is ja schön von der CDU, sowas zu fordern, und ich fänd es auch schöner, wenn jeder eine Arbeit hätte, aber so funktioniert die Wirtschaft nunmal nicht.
Die ehemaligen Angestellen egal welcher Firma dürfen nicht künstlich beschäftigt gehalten werden, auch wenn es brutal klingt, aber der "schwarze Peter" muss an die Bundesagentur für Arbeit gehen. So sehen es die Regeln vor, und nur weil es jetzt um eine größere Firma geht, sollte keine Ausnahme gemacht werden.
Ansonsten bräuchten wir ein anderes Wirtschaftssystem...
Sonst wäre es unfair gegenüber allen, die wegen der Insolvenz kleinerer Firmen ihre Arbeit verloren haben, da hat die Politik ja auch nicht eingegriffen.
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03.06.2012 09:04 Uhr von Framewire
 
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Das Scheitern: der Übernahme lag insbes. an ca. 5.000 Klagen gegen Entlassung. Die Gewerkschaft ertüchtigte die Leute noch. Nun ist es eben dann so, dass die Kläger dafür sorgten, dass eben alle (13.000) arbeitslos werden.

Ein Lehrbeispiel für idiotische Gewerkschaftspolitik. Weiter so!
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03.06.2012 12:19 Uhr von bigpapa
 
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Frage: Wie viele Angestellte muss ein Unternehmen haben, damit die Leute von der Regierung bei einer Pleite was extra bekommen. ??

Wenn ein Mittelstandsunternehmen mit ca. 20 Mitarbeitern in die Pleite geht, heißt es für die Leute "ab zum Arbeitsamt". Das ganze stört nicht mal den Bürgermeister.

Hier geht es Großunternehmen vor die Hunde, was sich nicht grade sozial verhalten hat, und die Mitarbeiter sollen ich "Transfergesellschaften" ?

Wo ist da eigentlich die Gerechtigkeit und die berühmte GLEICHBERECHTIGUNG. ??

Ich gönne den Leute das sie noch was bekommen. Aber es heißt auch für mich, das ich in ein Großunternehmen sicherer bin als Arbeiter als in einer kleine Firma, wo der Betrieb noch den Chef gehört, und er sich i.d.R. um seine Firma sorgen macht.

Gruß

BIGPAPA

p.s.: Das gibt minus ich weiß :)
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03.06.2012 12:37 Uhr von bigpapa
 
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Handel über Internet: Ja wenn wundert das eigentlich ??

Ich kann euch mal einige Fälle aus meinen Leben der letzten 12 Wochen erzählen.

Fall 1 : Ich brauchte eine neue Gürtelschnalle weil der Bügel gebrochen war. Ich zum Karstadt, frag Verkäuferin 1. Die ist sauer weil ich sie bei den Ausschweifungen ihres Liebeslebens unterbrochen hab und schickt mich zu Verkäuferin 2. Nach einiger Zeit (ca 10 min und 300 m rennen) und dank meiner Fähigkeit auch Frauen zu finden die sich verstecken, finde ich dann die Dame. Aber anstatt mir zu helfen, bekomme ich von ihr eine Wegbeschreibung 2 x quer durch die Abteilung. Wobei ich mich ohne Navi natürlich prompt verlaufen habe. (Als Mann bin ich sehr selten in einer Strickwaren und Stoffe-Abt.). Als ich das gute Stück dann endlich gefunden habe, bezahlt habe, habe ich ca. 65 min gebraucht.

Vergleich : Bei Amazon + Ebay ca. 3 min, bezahlt 1 min. und dann gemütlich stressfrei warten bis die mir vor die Tür gebracht wird. Was 1. preiswerter ist, und 2. weniger Nebenkosten hat, inkl. der Medikamentenkosten die mich die Blutdruckmittel kosten.

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Fall 2 : Modellbau. Ich suche seit einigen Wochen in Umkreis von ca. 25 KM ein Fachgeschäft wo auch die vielgepriesene Beratung gibt. NIX. NADA.

Was muss ich also machen. Mich durch Forum und Berichte lesen, einige Youtube Videos guggen, und dann beten das ich im I-net nicht die falschen Sachen finde.

Ist euch schon mal aufgefallen, das alle Geschäfte den selben billigen China-Mist haben. Meist sogar vom selben Hersteller und was das witzige ist, sogar genau die selben Produkte des Herstellers. Während man andere Produkte gar nicht findet.

Damals ist der Einzelhandel noch auf Kundenwünsche eingegangen und ich habe selbst seltene Produkte im Geschäft bestellen können zu einen fairen Preis. Das kannst du heute aber vergessen.

Und versuch mal ein Fachbuch in einer Buchhandlung zu finden. Das kannste vergessen. Aber zum Trost haben die 1 ganzes Regal mit Kochbüchern damit du wenigstens gescheit "Frustessen" machen kannst.

Also bis auf ein paar Lebensmitteldiscounter können meinetwegen ALLE Einzelhändler pleite machen. Weil bei diese Produktpalette und den Verhalten der Mitarbeiter, werde ich so Läden nur im schlimmsten Notfall nochmal betreten.

Im I-net ist der Kunde (nach meiner Erfahrung) noch was wert. Selbst bei 2 Service-Anfragen wurde mir da immer schnell und erstklassig geholfen. Und sogar ein Garantiefall wurde korrekt und schnell abgewickelt.

Wollte ich nur mal so sagen.

Gruß

BIGPAPA

p.s.: Ich bin heut gut im minus sammeln ;)
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03.06.2012 14:24 Uhr von Maglion
 
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Der unqualifizierte Einzelhandel stirbt denn wenn man keine Beratung benötigt oder bekommt, ist man besser dran, wenn man online bestellt. Bei den jüngeren Generationen ist das Online-Shopping schon ganz normal und man geht nur dann in ein Fachgeschäft, wenn man Beratung benötigt oder man eine Summe investieren möchte, bei der man auf nummer sicher gehen möchte und im Fachgeschäft ausführlich vergleicht. Bei inzwischen üblichen 24h Lieferungen, ist auch in eiligen Fällen ein Geschäft vor Ort nur noch dann nötig, wenn man etwas sofort benötigt.

Wenn man sich schon, mangels qualfizierter Verkäufer, schon ausführlich im Internet über Produkte informieren muss, kann man sie auch gleich dort kaufen, das spart Zeit, Geld und Nerven.

Selbst Giganten, wie Mediamarkt und Saturn, werden in den nächsten Jahren massive Probleme bekommen und Filialen schließen müssen, denn gerade im Bereich Hightech und Unterhaltungsmedien, kaufen schon sehr viele Konsumenten online ein, denn es gibt kaum einen Grund zu Mediamarkt & Co. zu gehen, denn dort gibt es keine qualifizierte Beratung, nicht die komplette Auswahl und auch nicht die besten Preise. Uninformierte Kunden werden dort über den Tisch gezogen und ihnen zu teure Waren oder Ladenhüter angedreht - meistens sind das Leute, die nicht dem Internet nicht trauen, oft ältere Menschen, die lieber im Fachahndel einkaufen. Aber wenn sie jemand aufklärt, dass sie beschissen wurden, war´s das mit dem Mediamarkt und sie versuchen es dann im Internet.

Rossmann macht es richtig, sie haben ansprechende Landengeschäfte mit guten Sortiment und qualifizierten Personal, aber sie haben auch ein gutes Onlineangebot, so stellen sie sicher, dass sie keine Kunden verlieren, sondern diese nur die Art des Einkaufs wechseln oder es kombinieren.

"Analoges" Einkauf hat nur eine Chance, wenn es ein Erlebnis ist, z.B. in großen Einkaufcentren, wo man gerne etwas Zeit verbringt und das Einkaufen keine Last oder Qual ist.

Die Innenstädte werden sich wandeln und man benötigt neue Konzepte, um die Menschen in die Stadt zu locken. Anstatt über das reine Shoppen, sollte man auf Unterhaltung und Erlebnis setzen, Dinge Anbieten, die man nicht Online erleben kann.

Leider ist es in den Innenstädten noch so, dass die Eigentümer der Ladengeschäfte Pachten und Mieten verlangen, die zur Zeit kaum zu erwirtschaften sind und sie lassen ihre Immobilien lieber Monate leer stehen, anstatt die Preise zu senken. Hinzu kommt dann noch, dass sie über Jahrzehnte Millionen verdient, aber kaum etwas investiert haben, mit der Folge, dass die Bausubstanz inzwischen marode bzw. nicht mehr zeitgemäß ist, aber jetzt die Einnahmen fehlen, um zu investieren bzw. eine Investition keinen Sinn macht, wenn man keine Pächter / Mieter findet.
Diese Spirale zeigt schon seit Jahren nach unten und in vielen Städten sieht man die Folgen deutlich, aber vor einem echten Neuanfang muss erst alles am Boden liegen.

In vielen Städten gibt es von der Stadt und diversen Interessengemeinschaften Bestrebungen, das Problem mit neuen Konzepten an zu gehen, aber das scheitert fast immer an den Eigentümern, die Immobilien in den Einkaufsstraßen.

[ nachträglich editiert von Maglion ]

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