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Neue Erhebung beweist: Tariflohn kommt in Deutschland aus der Mode

Laut einer neuen Erhebung erhalten so wenige Arbeitnehmer in Deutschland Tariflohn, wie noch nie zuvor. Lediglich jeder Zweite wird demnach noch nach Tariflohn bezahlt.

Umgerechnet sind das 54 Prozent der Beschäftigten in Westdeutschland und 37 Prozent der Beschäftigten in Ostdeutschland. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Im Jahre 1996, als die ersten Daten erhoben wurden, erhielten noch 70 Prozent der deutschen West-Arbeitnehmer und 56 Prozent der deutschen Ost-Arbeitnehmer Tariflohn.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Gehalt, Tarif, Arbeitsmarkt, Erhebung, Tariflohn
Quelle: www.bild.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2012 10:37 Uhr von jschling
 
+13 | -7
 
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das ist ja mal eine gute Nachricht: denn Tariflohn ist ja nicht wirklich viel, wer kommt damit schon aus ?

also weiterhin brav CDU, SPD & Co wählen, dann erreicht die verbleibende Hälfte das sicherlich auch noch :-((
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02.06.2012 11:19 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -12
 
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@jschling und wen empfiehlst du uns zu wählen, damit sich das ändert?
Sag jetzt aber nicht die Piraten - denn die machen derzeit nur ehrenamtliche Politik als Hobby und steigen aus, wenn es ernst und professionell wird.
Wer hat den deiner Meinung nach Einfluss auf die Arbeitgeber, wenn nicht CDU,SPD & Co.?
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02.06.2012 14:29 Uhr von Twaini
 
+0 | -0
 
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hmmm: also ich beziehe das mal auf unter tarif arbeiten gehen, denn das wer über tarif zahlt ist ja eh kaum irgendwo zu finden.

Tja der Deutsche ist halt dumm genug sich die Meinung der Maisntream Medien implementieren zu lassen in denen es heist : Besser für wenig arbeiten gehen als zu Hause hocken und stütze zu kassieren.

Frage mich nur wie dumm nan sein kann das man da einfach so mit spielt?
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02.06.2012 14:43 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -5
 
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@tsunami13 "dumm, dümmer, am dümmsten" sagst du ...

Ein Firma kann nur die Löhne zahlen, die sie mit ihrer Ware einnimmt.
Hast du kalkuliert, ob bei eingefrorenen Preisen die Firma bei 15 Euro Stundenlohn über die Runde kommt - und nicht nach 4 Wochen pleite ist?
Blödes Beispiel: Stundenlohn 15.- Euro + MwSt + Sozialabgaben + Lohnsteuer, nebst Gehalt im Urlaub sind etwa 27.- Euro auf die Stunde - was es den Arbeitgeber tatsächlich kostet.
Wenn dann der Haarschnitt (30 Minuten) nur 10.- Euro kosten soll, ist der Salon doch schon pleite. Du hast ja die Preise eingefroren. Der Friseur zahlt nebenbei aber auch Miete und Material

In Deutschland würden etwa 30% aller Firmen in 4 Wochen bankrott gehen, wenn der Stundenlohn bei 15.- Euro wäre.

Abgesehen davon, dass du Selbständigen, Firmen, Landwirten nicht vorschreiben kannst, wie sie ihre Preise zu gestalten haben. Das gab es meines Wissens in der DDR und hiess Planwirtschaft.
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02.06.2012 15:26 Uhr von jschling
 
+4 | -1
 
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@Thomas: das ist eine völlige Assi-Argumentation
Arbeitsplätze EBEN NICHT um jeden Preis
wenn eine Arbeit es Wert ist ausgeführt zu werden, dann wird sie ausgeführt (denn Geld gibts hierzulande zu Hauf) und wenn "die Arbeit" (welche jetzt auch immer) nicht mal dafür sorgt, dass der Arbeiter davon korrekt leben kann bei 160Std/Monat, dann ist sie es einfach nicht Wert gemacht zu werden *g* und dann kommt auch die Marktwirtschaft ins Spiel: findet sich keiner, welcher diese "Billig-Arbeiten" billig ausführt, dann wird zwangsläufig mehr Geld dafür gezahlt - so es "die Arbeit" tatsächlich Wert ist/benötigt wird (und sonst muss sie offesnsichtlich keiner machen)
diese Argumentation der Firmenrettung um jeden Preis ist pervers. Allerdings keine Frage, dass diese Änderungen nicht von jetzt auf gleich eingeführt werden können, das muss sicherlich im Einklang mit den steigenden Einnahmen vollzogen werden

das ist ähnlich den 1-Euro-Jobs (jaja, keine Frage, dass die natürlich mehr bekommen als nur diesen einen Euro). Da sind wir uns doch hoffentlich einig, dass 1-Euro-Jobs ganz eindeutig viele Arbeitsplätze vernichtet haben + die Vorgaben der AA dafür sorgen, dass Leute gezwungen sind eben solche unterbezahlten Jobs anzunehmen, was diese Abwärtsspirale immer extremer werden lässt.
SOWAS DARF NICHT SEIN, da muss man einfach aus Prinzip sagen: entweder wird die Arbet korekt entlohnt, oder sie wird nicht gemacht (was dann eindeutig dazu führt, dass sie korrekt entlohnt wird, wenn sich kein Billig-Arbeiter findet, weil er nicht gezwungen ist den Job um jeden Preis auszuführen).

Persönlich bin ich Mitglied der Linken, denn selbst wenn auch dort nicht alles Gold ist as glänzt, so ist es in meinen Augen die beste Alternative.
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02.06.2012 15:30 Uhr von Draco Nobilis
 
+5 | -0
 
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@Thomas Hambrecht: Ja wenn alle Pleite gehen frage ich mich wie es denen vor 10-20 Jahren möglich war die Leute sinnig zu bezahlen und die Produkte/Dienstleistungen im Preis dennoch günstiger anzubieten als heute.

Wenn früher also deutlich mehr Menschen nach Tarif bezahlt wurden(also in dem Falle höher), warum geht das heute nicht mehr?

Irgendwie vermisse ich genau solche Fragen...
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02.06.2012 15:49 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -3
 
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@Draco Nobilis das liegt meiner Ansicht nach daran, dass die Welt aufgrund des Internets zusammenwächst.
Vor 20 Jahren habe ich zahllose Artikel von Kopierpapier, Mischpult, Fernseher oder Möbel noch direkt im Laden vor Ort gekauft. Heute bestelle ich das nur noch im Internet.
In diesen Shops werden fast gar keine Menschen mehr beschäftigt.
Dann kommt dazu, dass es das Internet erlaubt in ganz Deutschland den billigsten Händler zu finden. Schon heute sieht man den Trend, dass man sich im Laden informiert - aber dann mittels Smartphone den billigsten Online-Händler sucht. Das gabs früher nicht - da musstes du zu Fuss durch 10 Läden laufen.
Wir waren früher mal ein Ingenieurbüro und hatten gute Aufträge von Firmen vor Ort. Aber auch heute sucht man im Internet ein billiges Ingenieurbüro und tauscht online die Zeichnungen und Daten.
In ganz Europa sucht jeden den billigsten Anbieter - und jetz frage dich selbst warum jede Firma billig sein muss, und nicht mehr soviel Gehalt zahlen kann.

1970 hat ein TV-Gerät noch 2 Monatsgehälter gekostet, heute 1 Wochenlohn. Fast alle Artikel waren früher extrem teuer - aber in Deutschland hergestellt.
Heute kommt das aus Billiglohnländern. Denke mal darüber nach.
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02.06.2012 16:52 Uhr von Draco Nobilis
 
+2 | -0
 
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@ThomasHambrecht: Ich rede auch nicht von 1970. sondern von 1990 und 2000.

Im grunde ist das korrekt.
Aber dann fragt man sich, warum können einige billiger anbieten als andere bei gleicher Qualität(vorausgesetzt das geht)? Weil sie ihren AN weniger bezahlen.
Würde es untergrenzen geben würde dieser teil des Wettbewerbs wegfallen. Den dieser wird auf den Rücken der AN ausgetragen!
Auch weil viele Länder andere Vorschriften haben(Umweltschutz etc.) können sie billiger agieren als lokale. Also führt uns das dazu das man einheitliche Vorschriften und Gesetze braucht(China? muhaha).

Aber: Wir sind nicht China, wir können in DE nicht über Lohn konkurrieren-.- Das geht nicht... da brechen die Steuererträge und Binnenmarkt zusammen...

Was für einen Fernsehr kauft man von einem Wochenlohn? Muss ja ein Monsterteil sein. Sicher auch direkt nach 2 Jahren kaputt wie es sich gehört.
Güter der Hochtechnologie kann man nicht als Maßstab nehmen, aber ich denke das weißt du ganz genau^^

[ nachträglich editiert von Draco Nobilis ]

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