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Düsseldorf: Vermieter LEG lässt Wohnung räumen und will Kosten vom Mieter

In Düsseldorf hat die LEG unrechtmäßig eine Wohnung räumen lassen, das Schloss an der Wohnungstür ausgewechselt und die Möbel entsorgt, obwohl die Mieter noch gar nicht ausgezogen waren. Für diese Aktion wollte die LEG sogar noch 2.300 Euro von den Mietern haben.

Diese waren zwar zwischenzeitlich nach Bremerhaven gezogen, hatten die Wohnung aber noch nicht aufgelöst. Der Fall landete vor Gericht, welches den Mietern Recht gab.

Der Richter sagte: "So etwas habe ich in meiner beruflichen Laufbahn noch nie erlebt. Das war Faustrecht und eine kalte Entmietung". Nun muss die LEG 3.650 Euro für den entstandenen Schaden zahlen.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Kosten, Wohnung, Mieter, Vermieter, Räumung
Quelle: www.express.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2012 10:15 Uhr von MC_Kay
 
+17 | -0
 
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LEG? Was ist denn die LEG?

@News:
Da haben sich die Vermieter wohl ins eigene Fleisch geschnitten.
Aber keine Sorge, die Vermieter werden die Kosten auf die anderen Mieter abwälzen ;)
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02.06.2012 10:31 Uhr von Elementhees
 
+2 | -0
 
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LandesEntwicklungsGesellschaft...
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02.06.2012 10:42 Uhr von iarutruk
 
+7 | -1
 
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Der oder die Verantwortlichen der LEG, die das zu verantworten haben, sind in allerhöchsten Maß unbefähigt diesen Posten zu begleiten. Normalerweise hätte man bei Gericht eine Zwangsräumung beantragen müssen. Und bi es zur Vollstreckung kommt kann einige Zeit verstreichen. Ein Lob an den Richter.
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02.06.2012 10:43 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -17
 
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02.06.2012 10:44 Uhr von artefaktum
 
+9 | -0
 
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@MC_Kay: "Was ist denn die LEG?"

Die wurde vor einigen Jahren an Goldman Sachs verkauft. Einige würden die heutigen Eigentümer auch Heuschrecken nennen.
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02.06.2012 10:55 Uhr von aquilax
 
+0 | -13
 
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02.06.2012 11:35 Uhr von Sonnflora
 
+5 | -1
 
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Leider geht auch nicht aus der Quelle hervor ob während der Kündigungsfrist die Miete gezahlt wurde. Sollte sie gezahlt worden sein, hat der Vermieter natürlich diese drei Monate abzuwarten und nicht vorher die Wohnung zu räumen. Auch wenn die Mieter bereits in der neuen Wohnung leben, können sie, solange die Kündigungsfrist nicht abgelaufen ist, noch Möbel in der alten Wohnung lassen. Und wenn das bis zum letzten Tag dieser Frist ist. Bis dahin wird ja dann schließlich auch die Miete gezahlt.
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02.06.2012 11:39 Uhr von sub__zero
 
+11 | -1
 
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Der Vermieter war so clever und hat VOR Ablauf der Kündigungsfrist die Wohnung räumen lassen, weil ein Nachbar der Meinung war, dass das Paar schon weg ist.

ThomasHambrecht
Wenn mein Mietvertrag noch 3 Monate gültig ist muss ich niemandem erklären wo ich bin und was ich gerade treibe.
Wenn - wie in diesem Fall - der Vermieter so blöd ist und sich 100% auf die Info des Nachbarn verlässt, dann ist er mit den 3650 Euro noch gut bedient.
Warum hat der Vermieter die Mieter nicht einfach angerufen und sich selbst aus erster Hand erkundigt?
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02.06.2012 13:19 Uhr von Intega
 
+3 | -0
 
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...geringe geldstrafe für die LEG ... als ob die das jetzt groß kümmert
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02.06.2012 15:05 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -6
 
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@sub__zero der Vermieter hat das ausgezogene Ehepaar mehrfach angeschrieben. Doch die Briefe haben sie nicht erreicht.
Das ist für mich ein untrügliches Gespür, dass es sich hier um richtige Schlamper gehandelt hat. Jeder normale Mensch ist postalisch erreichbar oder macht einen Nachsendeantrag bei der Post.
Aus der Quelle geht übrigens nicht hervor, ob die LEG die Wohnung vor oder nach der Frist öffnete und ob Miete bezahlt war.
Es geht nur hervor, dass sie mehrfach angemahnt wurden die Wohnung zu räumen - das deutet wohl eher darauf hin, dass die Frist * überschritten * war.

Rein juristisch benötigt man keine richterliche Zwangsräumung, wenn die Wohnung "offensichtlich" nicht mehr bewohnt ist.
Wir wissen beide nicht ob es in der Wohnung aussah wie in einer Müllhalde - aber die Entschädigungshöhe spricht hier für eine sehr ärmliche Einrichtung. Denn für 3650 Euro richtet man keine Wohnung ein.

Außerdem hinterlässt man eine Telefonnummer wo man erreichbar ist. Der Vermieter möchte ja auch Besichtungstermine für Nachmieter arrangieren können.

Die LEG hat sich selbstverständlich falsch verhalten - aber die Mieter scheinen auch ziemliche Schlamper gewesen zu sein.
Warum hat man ihnen sonst gekündigt, was bei normaler Erfüllung aller Pflichten nur bei Eigenbedarf möglich wäre? Und Eigenbedarf scheidet bei der LEG aus. Da muss vieles im Argen gewesen sein.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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02.06.2012 16:28 Uhr von Darksim
 
+4 | -0
 
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Ich habe auch mal in einer "Wohnung" von denen "gelebt".

Die LEG ist ein Sauhaufen. Was die sich alles erlauben ist nicht mehr normal. Unterstellen Mietern beim Schimmelbefall Fahrlässigkeit und "falsches Heizen".
Die mehreren Zentimeter breiten und mehrere Meter langen Risse im Hausflur, werden gekonnt ignoriert. Mann müsste ja dann zugeben, dass Wasser, bzw Feuchtigkeit in Wohnung eindringt.

Die lassen ihrer Häuser verkommen, und hoffen die Mieter beschweren sich nie darüber. Falls doch, schicken die ominöse Gutachter, die alles sofort abstreiten. Besonders bei Schimmebefall in der Wohnung.

Selbst als ein Gutachter, bei mir damals, gesehen hat, dass die uralten Holzfenster durchgeschimmelt waren, haben die sich noch mal locker ein Jahr Zeit gelassen, um es gegen ein modernes Kunststoff-Fenster mit Doppelverglasung zu tauschen. Natürlich aber in der günstigsten Variante, die der Markt hergibt.

Die restlichen Fenster wurden natürlich nicht getauscht, obwohl die Scheiben im Winter komplett von oben bis unten beschlagen waren, und das Wasser nur so von den Scheiben herunterlief. Ebenso regnete es bei starken Regen hindurch, und sammelte sich auf der Fensterbank, bis es schließlich herunter auf den Teppich lief, und dort eine beachtliche Pfütze hinterließ.

Die Luft feuchte in der Wohnung lag kein kalten Temperaturen übrigens bei knapp 80%!

Ich kann nur jedem raten, sich NIEMALS eine Wohnung von diesen schäbigen Parasiten zu mieten. Da steht einem der Ärger schon bevor.

[ nachträglich editiert von Darksim ]
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02.06.2012 20:05 Uhr von sub__zero
 
+5 | -0
 
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ThomasHambrecht: Die Infos in der Quelle sind recht knapp, aber:
1)Da lag nichts im Argen, die Kündigung erfolgte Aufgrund eines Jobwechsels, also seitens der Mieter.
2)Eine halbwegs professionelle Hausverwaltung fragt schon beim Einzug nach der Telefonnummer, da man nicht für jede Kleinigkeit einen Brief per Einschreiben verschicken muss.
3)Man bekommt natürlich nicht den Neupreis der Möbel erstattet und wenn dir Nachweise in Form von Rechnungen/Fotos oder was auch immer für diverse Möbelstücke fehlen heißt es Aussage gegen Aussage und es wird nach Schema F kalkuliert, da zieht der Mieter immer den Kürzeren. Ich könnte mit meiner EDV-Ausstattung meine Wohnung quasi tapezieren (bedingt durch den Job). D.h. wenn ich nicht beweisen kann, dass ich hier 2 Laptops, 3 Rechner, 3 Monitore und sonstiges Equipment habe bzw. hatte wird der Richter mir maximal einen Rechner bzw. Laptop abkaufen. Ein 100 Jahre alter Eckschrank? Das kann jeder sagen, mit dem kleinen Unterschied, dass das Teil wirklich bei mir im Wohnzimmer steht.

Ich habe einen ganzen Schrank voll mit Rechnungen…aber was, wenn dieser von meinem Vermieter entsorgt wird??? Inklusive aller Kontoauszüge…

4)„So etwas habe ich in meiner beruflichen Laufbahn noch nie erlebt. Das war Faustrecht und eine kalte Entmietung.“
Dieser Kommentar des Richters lässt darauf schließen, dass hier nicht das gewöhnliche Gezanke zwischen Mieter und Vermieter vorlag. Gewöhnlich heißt, Mietzahlungen werden eingestellt oder der Auszugstermin wird überschritten

Nochmal:
Basis für diese Aktion war Hörensagen!!!

Ein Nachbar hat diese Mieter lange nicht gesehen, denkt sich: diese Penner sind bestimmt weg und ich habe sie nicht ein Möbelstück tragen gesehen!!!, „informiert“ die Verwaltung …und die bricht in die Wohnung ein und räumt diese aus, und kommt mit lächerlichen 3650 Euro weg.
Das ist einfach nur krass!!


[ nachträglich editiert von sub__zero ]
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03.06.2012 00:16 Uhr von iarutruk
 
+1 | -0
 
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Ich habe mich noch mal durch alle 14 Kommentare durchgefressen. Fazit? Ich könnte einen jeden in ein Loge schieben. 1. Loge Mieter, 2. Loge Vermieter bzw. Hausbesitzer.

Ich habe auch ein Haus besessen. Ich hatte nie Probleme mit Mietern. Wir hatten ein Einfamilienhaus.

Ich stehe hier aber auf der Seite des Mieters. Hier wurde erwähnt, dass der Mieter sich abmelden muss, dass er telefonisch erreichbar sein und deshalb die Tel.Nr. hinterlegen muss. Nichts muss er tun. Der Vermieter will ihn telefonisch erreichen und deshalb muss er sich um die Tel. Nr. kümmern.

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