30.05.12 23:30 Uhr
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Genmanipulierter Mais bekommt zunehmend Probleme mit Schädlingen

Als Konzerne wie Monsanto genveränderten Mais auf den Markt brachten, waren die Erwartungen groß. Das Toxin, dass diese Maissorten produzieren, sollte zuverlässig helfen, Schädlinge wie den Maiswurzelbohrer abzuhalten. Das funktionierte anfangs auch. Doch nun treten Probleme auf.

Ähnlich wie Viren resistent gegen Antibiotika werden, wird der Maiswurzelbohrer resistent gegen das Toxin. Da er sich außerdem mit ebenfalls resistenten Schädlingen paart, anstatt mit nicht-resistenten wie erhofft, entstehen auch noch resistente Nachkommen.

Das Dilemma hätte wahrscheinlich vermieden werden können, wenn sich die Bauern an Vorgaben der Wissenschaft gehalten hätten, vermutet Stefan Vidal von der Abteilung für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen. Aus wirtschaftlichen Gründen ist dies jedoch nicht geschehen.


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WebReporter: Graf_Kox
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Probleme, Gentechnik, Resistenz, Schädling, Mais, Monsanto
Quelle: www.zeit.de

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30.05.2012 23:30 Uhr von Graf_Kox
 
+13 | -1
 
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Obwohl ich generell sehr pro-wissenschaftlich eingestellt bin denke ich doch, dass die grüne Gentechnik mit Vorsicht eingesetzt werden sollte. Man kann in manchen Fällen nicht verhindern dass die veränderten Pflanzen sich ausbreiten und/oder andere Pflanzen, die vielleicht nicht verändert werden sollen, bestäuben. Außerdem ist es für die Bauern natürlich zu verlockend ausschließlich die veränderten Pflanzen einzusetzen und man hat schnell eine viel zu ausgiebige Nutzung, wie bei Antibiotika.
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31.05.2012 01:57 Uhr von MC_Kay
 
+2 | -5
 
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Och bitte "Das Dilemma hätte wahrscheinlich vermieden werden können, wenn sich die Bauern an Vorgaben der Wissenschaft gehalten hätten, vermutet Stefan Vidal von der Abteilung für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen."

Wenn was schief geht, wird der Schwarze Peter gleich an jemand anderen weitergeschoben.
Was kann denn bitte der Bauer dafür, dass er die Pflanzen mit den deutlich überteuerten Mitteln von Monsanto behandeln muss?

In erster Linie hätten die "Wissenschaftler" diese Fehler mit einkalkulieren müssen! Wozu sagen denn auch viele Naturschützer, dass nicht genug experimentiert wurde?
Ein Acker ist nun mal kein Biolabor wo rund um die Uhr 24 Std am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr die gleichen Bedingungen herrschen.....

"Da er sich außerdem mit ebenfalls resistenten Schädlingen paart, anstatt mit nicht-resistenten wie erhofft, entstehen auch noch resistente Nachkommen."

OMG ...
Es ist doch ganz logisch, dass sie sich (auch) untereinander paaren. Wieviele das sind, hätte man auch statistisch berechnen können, aber neh, man "hofft" lieber ....
Ist genauso als wenn man eine Atombombe über dem Nachbargrundstück zündet und hofft, dass das eigene Grundstück unberührt bleibt
*kopfschüttel*

Und in ein paar Jahren wird man bestimmt erfahren, dass einige Lebewesen, nach dem Verzehr der gentechnisch veränderten Pflanzen, irgendwelche unerwünschten (unerhofften) Symptome zeigen.
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31.05.2012 04:01 Uhr von AMB
 
+5 | -1
 
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Welche Vorgaben - keinen Genmanipulierten Mais? Die einzige Vorgabe, die da funktioniert ist kein Gen manipulierter Mais.
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31.05.2012 07:17 Uhr von Graf_Kox
 
+2 | -0
 
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@McKay: Wie in der Quelle ersichtlich ist, wurden sowohl gegen die drohenden Resistenzen (Nutzung stärkerer Sorten und verschiedener Hersteller) als auch gegen das Problem der Paarung Gegenmaßnahmen (Refuge-Bestände) getroffen, diese wurden jedoch aus wirtschaftlichen Gründen oft nicht genutzt. Es ging weniger um eine Schuldzuweisung als vielmehr um eine Spurensuche zur künftigen Verbesserung der Lage.

Ich stimme dir jedoch zu, dass es eine Sache ist ob etwas theoretisch im Labor funktioniert oder auch tatsächlich in der Praxis unter wirtschaftlichen Bedingungen.

Grüße

[ nachträglich editiert von Graf_Kox ]
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01.06.2012 17:36 Uhr von speculator
 
+1 | -0
 
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Monsanto halt Über Monsanto und deren Praktiken hab ich echt schon reichlich schlechtes gelesen und mir meine aggressiv-negative Meinung über diesen Konzern gebildet. - Die gehen für ihren Profit über Leichen (zB damals schon mit PCB).
Keines von deren Produkten hat jemals die versprochenen Eigenschaften, Wirkungen und Ergebnisse im positiven Sinne halten können und Monsanto tut rücksichtslos alles um seine Weltmarktführerschaft durchzusetzen.
- Der Gen-Mais ist nur ein Beispiel von vielen und dass es damit nicht funktioniert wie behauptet ist schon seit Jahren Thema bei den betroffenen Bauern...

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