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Emden: "Lasst uns das Schwein tothauen" - 18-Jähriger muss in Jugendarrest (Update)

Weil er nach einem Mord an einem elfjährigen Mädchen Mitte März in Emden zur Lynchjustiz aufgerufen hatte, ist heute ein 18-jähriger Jugendlicher vom Amtsgericht Emden zu zwei Wochen Jugendarrest verurteilt worden.

Nach dem Mord war ein damals 17-jähriger Berufsschüler irrtümlich unter Tatverdacht geraten und festgenommen worden. Auf Facebook hatte der Angeklagte geschrieben: "Aufstand! Alle zu den Bullen. Da stürmen wir. Lasst uns das Schwein tothauen" (ShortNews berichtete).

Der irrtümlich Verdächtige leidet noch heute unter Mobbing im Internet. "Ich habe Bockmist gebaut", sagte der Angeklagte vor Gericht, welcher auf einen Verteidiger verzichtete. Nach dem Tod des Mädchens kochten bei ihm die Emotionen hoch. Die Tragweite seines Aufrufes sei ihm nicht bewusst gewesen.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mord, Schwein, Beleidigung, Mobbing
Quelle: www.n-tv.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2012 14:41 Uhr von sesh
 
+13 | -1
 
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Richtig so! Eigentlich hätte man den gesamten Mob einkassieren müssen, und nicht nur den Anstifter. Ach ja, und Schmerzensgeld zahlen an das Opfer, bitte.
Also an den Mann, von dem sie sich "ach so sicher" waren, dass er der Täter ist. Praktischerweise ohne Verfahren.
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30.05.2012 14:44 Uhr von sesh
 
+12 | -6
 
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Fände ich toll, wenn es das hier auch mal gäbe: Einfach mal härtere Strafen für Pöbler und Lynchfans.

Wenn also Jemand bei der nächsten Kinderschänder-News dazu aufruft den Täter zu lynchen: 2 Wochen den Account sperren, ohne wenn und aber.

Beim zweiten Vorfall: 4 Monate den Account auf Eis legen, und herausgabe nur gegen Angabe der Telefonnummer und Anschrift bei den Betreibern.

Und wer sich danach immer noch nicht benehmen kann: Account für immer sperren verbunden mit einer Unterlassungserklärung hier jemals wieder einen Account zu eröffnen.

Dann kehrt hier mal Ruhe ein, und man kann wieder vernünftig kommentieren.
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30.05.2012 15:49 Uhr von derSchmu2.0
 
+6 | -1
 
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Kein Exempel sondern ein Schuss vor den Bug sagte der Richter und erweist damit Polizei und allen zukuenftigen Opfern, ob Taeter oder nicht einen Baerendienst.
Lynchjustiz stellt zunaechst mal alles in Frage und beeinflusst mehr Menschen und laesst diese ohne Nachdenken handeln.
Das sollte je nach Konsequenz fuer das Opfer, was auch mal der echte Taeter sein kann, auch entsprechend hoch oder hoeher geahndet werden.
Wenn das weiterhin "nur" solche Folgen hat, denkt sich ja jeder, dass man billig davon kommt und schon geht ein Grossteil der erforderlichen Kontrolle floeten..

"Der Mensch von heute, der mailt und faxt.
Sein GTI ist frisch gewachst.
Doch gibt es irgendwo ein Problem
benimmt er sich wie ehedem.
Im prähistorischen Rachewahn
heißt es "Auge um Auge und Zahn um Zahn!"
Und bist Du nicht willig, dann gibt es Krawall.
Schon sind wir wieder im Neandertal." (Quelle: EAV - Neandertal)
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30.05.2012 16:02 Uhr von OliDerGrosse
 
+5 | -0
 
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Nur 2 Wochen ? schade ich hätte ihm min. 2 Monate gegeben.
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30.05.2012 16:37 Uhr von PumpGun
 
+3 | -3
 
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man möge überlegen: das der Urheber der Worte dort 2 Wochen Jugendarrest bekommt, während diverse Bahnhofschläger mit Sozialstunden davonkommen, obwohl deren Opfer Jahre, wenn nicht Jahrzehnte an den Folgen zu leiden haben.

Ich will den Lynchmob keineswegs gutheißen, dennoch stehen die Strafen teilweise in keiner Relation zur Tat mehr. Und Polizei und Presse, die dort in Emden tätig waren, haben ihr übriges getan, damit der falsche Tatverdächtige geoutet wird. Man muss keinen vermeintlich jugendlichen Straftäter mit 10 Mann und 4 Streifenwagen aus einer Wohnung holen, während RTL noch fein auf Hausnummer und Balkon hält. Da hätten 3 Beamte in Zivil genügt, einer, der vorm Balkon steht und 2 die an der Tür klingeln.

Die Polizei in Emden wollte einfach aufgrund des hohen Drucks möglichst schnell einen Täter präsentieren. Und die Medien taten ihr übriges. Von der Schlamperei von Staatsanwalt, Jugendamt und Behörden, die den echten Täter monatelang unbehelligt bis zur Tat liessen, hören wir nie wieder.

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