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Plagiatsjäger wirft Bildungsministerin Annette Schavan Eigen-Plagiat vor

Laut Martin Heidsfelder, dem Gründer der Internet-Plattform VroniPlag, habe Bundesbildungsministerin Annette Schavan in ihrer Doktorarbeit nicht nur unerlaubt von anderen Autoren kopiert, sondern auch alte eigene veröffentlichte Texte unerlaubt, ohne Quellenangabe zitiert.

Heidsfelder entschied sich, die Vorwürfe öffentlich zu machen und stellte sich hinter die bisher anonymen Betreiber einer neuen Plagiatsplattform. "Auf über 33 Prozent der Seiten finden sich Plagiate bei Frau Schavan", sagte Heidsfelder.

"Wer nicht weiß, wie man richtig zitiert, kann nicht Bundesforschungsministerin und Professorin sein", so der Plagiatsjäger weiter. In der Uni Düsseldorf werden die Vorwürfe gegen Schavan überprüft.


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WebReporter: Stick
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Vorwurf, Plagiat, Annette Schavan, Plagiatsjäger
Quelle: www.berliner-zeitung.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2012 12:35 Uhr von DrStrgCV
 
+26 | -3
 
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Das Übliche: Zuerst leugnet sie alles
dann meckert sie
dann spricht sie von Fehlern
und das wars

Macht ein normalo das stehen 5 Jahre Gefängnis, Urkundenfälschung, Schadensersatzforderungen, etc. an.

Bei Politikern ist alles erlaubt.
Wir nähern uns dem Mittelalter.
Monarchen und Bauern
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30.05.2012 12:37 Uhr von Colonel07
 
+8 | -0
 
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Ist es Plagiat Seine eigenen Aussagen zu verwenden? Wenn die Dokumente nicht veröffentlicht sind, wie soll man sich darauf beziehen?

iwie find ich das verwirrend.


Aber ansonsten vollkommen richtig die Plagiatsvorwürfe zu prüfen und gegebenen Falls Konsequenzen zu ziehen.
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30.05.2012 12:38 Uhr von cvzone
 
+6 | -10
 
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Obgleich das "stehlen" von geistigem Eigentum zur eigenen Bereicherung sicherlich betraft gehört, bereitet mir die politische instrumentalisierung dieses Phanomens langsam Sorgen.

So geht es doch eigentlich nicht mehr um das eigentlich Vergehen, sondern nur um das "wegräumen" eines unliebsamen, politischen Konkurrenten.

Wie geht es weiter? Gesundheitsminister trinkt Bier? Untragbar! Familienminister betraft Tochter unangemessen? Untragbar!
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30.05.2012 12:57 Uhr von Suffkopp
 
+6 | -0
 
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Isch versteh das nicht Ich hab keinen Doktortitel, aber bei dem Satz "... und nicht korrekt zitiert, sondern unerlaubterweise auch alte eigene bereits veröffentlichte Texte übernommen, ohne dies kenntlich zu machen....." setzt bei mir das Denken aus.

Aber Google hat mich eines Besseren belehrt. Anscheinend gibt es das Eigen-(ein Plagiat ist per Definition die Übernahme fremden geistigen Eigentums als eigenes Werk) Plagiat tatsächlich an Uni´s.

Das ist mir gerade etwas zu hoch.
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30.05.2012 13:10 Uhr von Justus5
 
+4 | -8
 
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Vergesst diese 30 Jahre alte Doktorarbeit.

Das sollte als verjährt gelten, Deckel drauf, und Ruhe.
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30.05.2012 13:21 Uhr von derSchmu2.0
 
+3 | -7
 
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Genau ist ja schon verjaehrt nur weil eine "Straftat" damals aufgrund fehlender Moeglichkeiten nicht aufgeloest werden konnte, muss man ja nun nich mehr den Moerder ausfindig machen, um mal auf eine Meldung aus den Staaten vorein paar Tagen zurueckzugreifen.

Guttenberg hat gezeigt, dass die Arbeitsweise bei einer Dr-Arbeit gut auf die Arbeitsweise als Minister uebertragbar ist.

Mir ist da auch relativ wurscht, ob es sowas wie ein Eigen-Plagiat gibt oder nicht....wenn ich schon mal was ausgearbeitet habe, wofuer ich evtl auch schon mal in den Genuss von Vorteilen in verschiedensten Formen gekommen bin und diese Arbeit nochmal benutze, muss ich die Quellen angeben. Wer weiss, ob mit der Veroeffentlichung der alten Arbeit auch nicht ein paar Rechte an dieser abgetreten wurden? Und nun mal eben die Quellen hervorzuheben kann doch nicht so schwer sein. Da hat doch kein Dr-Vater was dagegen...ausser, die Arbeit besteht nur aus Quellen...vieleicht auch ein Grund, warum Frau Schavan die Quellen nicht angegeben hat, weil man dann vieleicht erkennen wuerde, wie wenig Eigenleistung darin steckt.

Als Chef wuerd ich sonstwas sagen, wenn jemand doch nicht die Anforderungen erfuellt. Im Vergleich zu Mitbewerbern waere das eine Vorteilsnahme.

Gut, soweit, wie das nun hier zurueckliegt kann man ja noch sagen, wenn sie ihren Job gut macht, dann kannse bleiben...aber, wir reden hier gerade ueber Politiker, ich bitte euch...
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30.05.2012 13:27 Uhr von Peter323
 
+2 | -0
 
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tja: die lieben Politik-Akademiker --- wer hätte das gedacht...

Sind nicht nur Berufs-Veräppler, sondern veräppeln auch privat und in ihrer Ausbildung... Wen wundert das eigentlich noch ?
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30.05.2012 14:14 Uhr von Alice_undergrounD
 
+5 | -2
 
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eigenzitat? bullshit, muss man nicht angeben
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30.05.2012 14:34 Uhr von SN_Spitfire
 
+2 | -0
 
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Ich zitiere: dass ich zitiere, dass wir von Affen regiert werden.
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30.05.2012 14:42 Uhr von fuDDel@
 
+1 | -0
 
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kein Titel: Wenn es nur um das evtl. erfolgte Eigenplagiat geht, wobei nichtmal sicher ist, dass es sich um ein handelt, da scheinbar niemand mehr genau feststellen kann, ob Sie erst die Doktorarbeit oder den Text für das Sammelband, um das es hier geht, geschrieben hat, dann sollte man den Ball flach halten. Und selbst wenn es andersrum war, hat sie sich nur mit eigenen Federn und nicht mit fremden Federn geschmückt.
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30.05.2012 15:28 Uhr von saber_
 
+0 | -1
 
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@Alice_underground: wenn ich aus einer meiner bereits VEROEFFENTLICHTEN wissenschaftlichen arbeiten in meiner zukuenftigen wissenschaftlichen arbeit referenziere, dann habe ich das sehr wohl zu zitieren!

natuerlich interessiert es keinen wenn ich aus meinem privaten schmierheft meine gedanken zitiere... aber es ist ein riesiger unterschied wenn es sich um veroeffentlichte texte handelt...


in einer wissenschaftlichen arbeit muss eben auf alles was nicht vom verfasser selber zu genau dieser arbeit beigetragen wurde referenziert werden... auch wenn es sich eben um eigene arbeiten handelt...



denn wenn ich das dann lese gehe ich davon aus, dass der inhalt zu genau dieser arbeit zaehlt.... aber dabei handelt es sich um ein thema aus einer vorhergehenden arbeit... und schon ist meine recherche fuer den arsch...


das ist der sinn der sache!"
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30.05.2012 18:12 Uhr von ROBKAYE
 
+1 | -0
 
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In einer meiner letzten Kommentare im Bezug auf die Finanzkrise hatte ich behauptet, dass unsere Politiker absolut keine Ahnung haben, von dem was sie gerade tun... ich vermutete daher weitergehend, dass 80% der Doktortitel der regierenden Politiker zu Unrecht vergeben wurden... diese News bestätigt meine Vermutung! Danke!
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30.05.2012 23:00 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -0
 
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@ Kommentare: @ DrStrgCV:
Ich hätte gerne einen Link zu einem Fall, in dem jemand für Abschreiben bei wissenschaftlichen Arbeiten zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.

@ colonel:
Man kann auch sich selbst zitieren, und man kann auch Quellen zitieren, die noch nicht veröffentlicht sind. Das wesentliche gibt man dann eben in der aktuellen Arbeit wieder.

@ suffkopp:
Wissenschaftliche Magazine kämen sich ziemlich verarscht vor, wenn ihnen dasselbe immer wieder als neu verkauft würde.

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