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Schlecker: Gläubiger verlangen die Zerschlagung der Drogeriemarktkette

Die Drogeriemarktkette Schlecker befindet sich bekanntlich in der Insolvenz (ShortNews berichtete). Jetzt wird gemeldet, dass die Gläubiger die Zerschlagung des Unternehmens verlangen.

Der Versicherer Euler Hermes ist der größte Gläubiger bei Schlecker. Das Unternehmen hat etwa mit 300 Millionen Euro die Warenlieferung von Schlecker abgesichert.

Euler Hermes befürchtet, dass die vorhanden Waren zu billig abgegeben werden könnten und dass die Grundstücke zu einem schlechten Preis abgesetzt werden könnten. Eine Zerschlagung würden dem Versicherer dann einen niedrigeren Schaden bescheren.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Abstimmung, Schlecker, Gläubiger, Zerschlagung
Quelle: web.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.05.2012 17:55 Uhr von Bildungsminister
 
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Warum sollte ein Gläubiger, worunter sich ja in großen Teilen Zulieferer und Geschäftspartner finden, zurück halten, und auf das Geld, bzw. die Ansprüche verzichten? Tut er das, läuft er Gefahr das eigene Unternehmen zu verlieren, wo dann auch wieder Arbeitsplätze verloren gehen.

Wir sprechen hier bitte nicht von Aktionären oder Teilhabern, sondern von Gläubigern, denen Schlecker z.B. für Waren oder erbrachte Dienstleistungen, Geld schuldet. Das ist wirklich ein großer Unterschied.

Hier sollte man auch nicht den Bock zum Gärtner machen. Nicht die Gläubiger haben Schlecker gegen die Wand gefahren, sondern Anton Schlecker und seine Verbrecherbande, die meinten, dass man mit moderner Sklaverei und Hungerlöhnen heute noch ein Geschäft führen könne.

Um die Mitarbeiter tut es mir wirklich leid, das steht vollkommen außer Frage. Aber hier geht es um Interessenabwiegung und die Wahrung von Ansprüchen. Schlecker war schon davor am Boden, und wer hat denn wirklich geglaubt, dass man die Firma noch retten kann? Der Ruf war ruiniert, der Schuldenberg immens, und zuletzt gab es noch ein paar tausend Klagen vor dem Arbeitsgericht. Viele Optionen bleiben da nicht...

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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30.05.2012 18:49 Uhr von ArrowTiger
 
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@Bildungsminister: Ich stimme dir zu, aber: warum sollten denn ausgerechnet die Mitarbeiter auf ihre Ansprüche verzichten? Sind die etwa weniger Wert als die Gläubiger?

Wenn du mich fragst, stehen die auf einer ziemlich gleichberechtigten Stufe und sollten eine Lösung finden, mit der beide leben können.

Ich fand die Hierarchie des Porsche-Vorstands Wiedeking immer ganz hilfreich, wenn es um eine möglichst faire Bewertung der diversen "Bestandteile" eines Firmenuniversums ging:

"Bei Porsche lautet unsere Philosophie immer: Erst kommt der Kunde, dann kommen die Mitarbeiter, dann die Lieferanten und dann der Shareholder. Wenn die drei Ersten zufrieden sind, dann hat der Aktionär auch eine Menge Spaß." Quelle: http://www.spiegel.de/...

Oder: "Kunden müssen Vorrang haben vor Aktionären und Arbeitnehmern, selbstverständlich auch vor Managern: "Zuerst kommt der Kunde, denn der gibt das Geld. Nichts ist so wichtig wie diese Erkenntnis. Dann kommen die Mitarbeiter, die Werker in der Fabrik genauso wie die Ingenieure, Entwickler und Manager, damit überhaupt ein Produkt entsteht, für das die Kunden ihr Geld ausgeben wollen. An dritter Stelle kommen die Partner, also die Zulieferer und Dienstleister. Erst wenn diese drei Ebenen funktionieren, dann hat auch der Aktionär was davon." Quelle: http://www.tse.de/...

Oder auch: "Ja sicher, auch wir haben schon von Shareholder-Value gehört. Das ändert nichts daran, dass bei uns der Kunde an erster Stelle steht, dann kommen die Mitarbeiter, dann die Geschäftspartner, Lieferanten, Händler und danach die Share-holder. Völlig unangebracht ist es, den Shareholder an die erste Stelle zu setzen. Damit wird die Kraft im Unternehmen beschränkt, man erreicht das Gegenteil, und man bewegt die Spirale nach unten." (Aus einem PDF-Interview mit Wiedeking kopiert)

Wiedeking ist nicht ohne Grund einer der besten und erfolgreichsten Manager Deutschlands...

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