28.05.12 21:53 Uhr
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Spanien möchte keine finanzielle Hilfe von anderen EU-Staaten

Die spanischen Staatsanleihen vermeldeten am Montag einen Risikoaufschlag anstieg von 500 Basispunkten. Das bedeutet, dass Spanien nun deutlich mehr Zinsen für ein Darlehen bezahlen muss .Im Vergleich zu Deutschland muss Spanien fast fünf Mal mehr Zinsen für zehn jährige Anleihen bezahlen.

Trotz dieser schlechten Informationen möchte Spanien aus eigener Kraft wieder aus den Schulden heraus kommen. Auch wenn viele Experten vermuten, dass das nicht mehr möglich sei, weil Spaniens Zinskosten durch die hohen Zinsen inzwischen viel zu hoch seien.

Zu dem musste Spanien die finanziell angeschlagene Bank "Bankia" mit 23 Milliarden Euro unterstützen. Acht Milliarden Euro mehr als die Regierung vermutet hat. Die Regierung versucht diese teils verstaatliche Bank mit anderen staatlichen Kreditinstituten zusammen zu legen.


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WebReporter: wwewrestling
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EU, Spanien, Hilfe, Zinsen
Quelle: derstandard.at

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.05.2012 21:53 Uhr von wwewrestling
 
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Also meiner Meinung nach ist ein Unternehmen dafür da um Gewinne zu machen. Wenn ein Unternehmen kein Gewinn macht, dann wird dieses Pleite gehen. So funktioniert eigentlich die freie Marktwirtschaft. Aber da jedes Europäische Land den Sozialismus so toll findet, muss natürlich alles gerettet werden, weil die Menschen ohne Arbeit dastehen würden.

Versteht denn keiner, dass die Wirtschaft sich selbst regulieren muss? Wie oft müssen Staaten denn noch pleite gehen bis die Menschen das verstehen?
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28.05.2012 22:17 Uhr von darky207
 
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Sollten sich die Griechen mal ne scheibe abscheinden von!
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28.05.2012 23:43 Uhr von Perisecor
 
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@ darky207: Und du bist jetzt nicht der Meinung, dass sich die Griechen von allem schon genug große und dicke Scheiben abgeschnitten haben? ;)
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29.05.2012 02:00 Uhr von roger18
 
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Ich hab nur ein Wort dafür: Respekt
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29.05.2012 08:21 Uhr von Phyra
 
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@autor: na, sagst du das auch wenn es die bank/sparkasse betrifft auf der du deine konten hast? ;)
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29.05.2012 19:30 Uhr von ArrowTiger
 
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@Autor: -- "Versteht denn keiner, dass die Wirtschaft sich selbst regulieren muss? Wie oft müssen Staaten denn noch pleite gehen bis die Menschen das verstehen?"

Hast du das irgendwie nicht mitbekommen? Die Staaten gehen pleite, gerade WEIL die Wirtschaft dereguliert wurde - genauer gesagt, die Finanzwirtschaft. Das pfeifen die Ökonomen weltweit doch schon lange von den Dächern.

Zur aktuellen Staatsschuldenkrise kam es auch erst mit der Finanzkrise. Vorher waren die Staatsschulden kein Problem.

Der neoliberale Traum vom sich selbst regulierenden Markt ist schon seit gut 30 Jahren durch die Realität widerlegt. Das Dogma ist nur deshalb noch nicht in sich zusammengebrochen, weil sehr viel Geld -und damit Macht- hinter den Protagonisten steht.

Mit deiner Sozialismusphobie hat das alles nichts zu tun, deine "Analyse" ist hier völliger Unsinn. Eher das Gegenteil ist richtig. Eine "gesunde Mischung", z.B. unsere aus dem frühen Ordoliberalismus abgeleitete "Soziale Marktwirtschaft", hat lange gut funktioniert, bis sie sukzessive dem Neoliberalismus (i.S.v. Marktfundamentalismus) geopfert wurde. So was brauchen wir dringend wieder!
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29.05.2012 19:37 Uhr von ArrowTiger
 
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@sukor74: -- "wirtschaftlich stehen sie wesentlich besser da."

Gewagte Behauptung bei einer Arbeitslosenquote von fast 25% - und bei Jugendlichen sogar über 50%! Zudem herrscht in Spanien gerade eine kräftige Rezession, die durch die Sparmaßnahmen noch verstärkt wird

"Hohe Arbeitslosigkeit schockt Spanien": http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/...
.
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29.05.2012 23:55 Uhr von Perisecor
 
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@ ArrowTiger: "Vorher waren die Staatsschulden kein Problem."

Staatsschulden sind auch heute kein Problem.

Griechenland steht auch heute noch besser da, als 150 andere Länder dieses Planeten.

Das grundsätzliche Problem ist die Panikmache und das Schlechtreden des Systems von Leuten wie dir.
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30.05.2012 11:35 Uhr von ArrowTiger
 
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@Perisecor: -- "Staatsschulden sind auch heute kein Problem."

Sehe ich auch so. Aber sag das mal Merkel und Schäuble!

-- "Griechenland steht auch heute noch besser da, als 150 andere Länder dieses Planeten."

Ein blödes Argument. Was hat ein EU-Land mit Somalia und Co. zu tun? Sollen wir Europäer unsere gesellschaftlichen Errungenschaften etwa zugunsten weniger gieriger Wirtschaftriesen opfern?

-- "Das grundsätzliche Problem ist die Panikmache und das Schlechtreden des Systems von Leuten wie dir."

Panikmache ist es also, wenn man Fakten nennt? Das ist doch Unsinn, auch wenn ich dir insofern teilweise recht gebe, daß sich psychologische Aspekte durchaus auf eine Wirtschaft auswirken können.

Da ich mich jedoch mit meiner "Panikmache" in guter Gesellschaft weltweit führender Ökonomen befinde, die das Versagen des marktradikalen Systems schon lange sehen, habe ich keinerlei Problem mit meiner Sichtweise. ;-)

Nenne du mir doch auch nur einen nennenswerten Erfolg der NeoCons der Färbung "Chicago Boys" für die Gesellschaft und Wirtschaft eines Landes (und nicht nur für die Konten einiger weniger). Seit Chile hat diese Form des "Wirtschaftens" nur verbrannte Erde hinterlassen! Und nun ist als neues Zentrum dieser Ideologie eben Europa dran...

Hätten die USA nicht trotz dieses Dogmas auch kräftig keynesianische Politik betrieben, wären sie schon längst weg von der Bildfläche. Den Griechen und anderen europäischen Ländern will man diese Steuerungsmöglichkeiten jedoch verwehren?

Komm, ich bin nicht so "links", wie du vielleicht denkst! ;-) Mit der aus dem Ordoliberalismus hervorgegangenen "Sozialen Markwirtschaft" konnte ich gut leben, die versuchte wenigstens alle Interessen halbwegs gerecht zu berücksichtigen. Aber was wir jetzt haben, hat damit nichts mehr zu tun. Das ist Marktfundamentalismus pur! Und wie aus jeder Form des Fanatismus kann daraus nichts Gutes entstehen, da diesem jegliche notwendige (geistige) Flexibilität fehlt, um Probleme lösungsorientiert anzugehen.
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30.05.2012 14:58 Uhr von Perisecor
 
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@ ArrowTiger: "Da ich mich jedoch mit meiner "Panikmache" in guter Gesellschaft weltweit führender Ökonomen befinde, die das Versagen des marktradikalen Systems schon lange sehen, habe ich keinerlei Problem mit meiner Sichtweise. ;-)"

Und eine weitaus größere Anzahl von ´weltweit führenden Ökonomen´ sieht das ganz anders.

Bei 7 Milliarden Menschen ist es statistisch völlig klar, dass irgendjemand, der auch in irgendeiner Art und Weise angesehen ist, eine bestimmte Meinung teilt. Das bedeutet nicht, dass das so korrekt ist.



"nur einen nennenswerten Erfolg"

Höchster allgemeiner Lebensstandard in der bekannten Geschichte der Menschheit.

Das gilt einerseits für Top-Staaten wie z.B. Deutschland, aber auch für auf den ersten Blick (und nach unserer Auffassung tatsächlich) leidende Staaten wie z.B. Nordkorea oder Niger.


Die soziale Marktwirtschaft hat das Problem, dass sie nur bei starkem Bevölkerungswachstum ausreichend gut funktioniert.


Natürlich kann man immer etwas verbessern. Aber nicht durch Rückschritt und Zerstörung, sondern durch seichtes Drehen an den entsprechenden Schrauben bis es passt.


Eine tatsächliche Bewertung wird man so oder so erst in vielen Jahrzehnten vornehmen können - wenn das Problem überwunden ist und die meisten Fakten allgemein bekannt sind.
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30.05.2012 15:33 Uhr von ArrowTiger
 
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@Perisecor: -- "Und eine weitaus größere Anzahl von ´weltweit führenden Ökonomen´ sieht das ganz anders."

Nicht die nahmhaften... ;-) Nee, ehrlich: welcher neoliberale Ökonom wird derzeit außerhalb Deutschlands noch ernst genommen.

-- "Höchster allgemeiner Lebensstandard in der bekannten Geschichte der Menschheit."

Aber ganz sicher nicht durch die neoliberale Doktrin. Die ist in Europa erst durch Thatcher, in den USA durch Reagan umgesetzt worden. Mit beiden ging es bergab - zumindest für die breite Bevölkerung (ok, in den USA gab es auch vorher Stagflation, da wurde durch die FED zu viel ausgegeben). Schau dir an, was in den 1970ern in Chile und später anderen südamerikanischen Ländern passierte. Das waren stellenweise gut funktionierende soziale Wirtschaften, die erst jetzt wieder so langsam Fuß fassen - nachdem sie die Neocons rausgeworfen hatten!

Was du meinst, kam hauptsächlich durch den gemäßigten Kapitalismus zustande - in Europa durch den sogenannten "Rheinischen Kapitalismus". In den USA waren es staatliche Förderprogramme a la Keynes und eine gute staatliche Kontrolle der ansonsten freien Wirtschaft, die Erfolge brachte. Laissez-faire gab es vor Reagan nicht.

Wo geht es den Leuten denn gesamtheitlich besser? In Ländern des "Rheinischen Kapitalismus", also heute v.a. noch in den skandinavischen Ländern, oder in denen des angloamerikanischen Kapitalismus, wie z.B. den USA oder GB? Man muss doch nur mal hinsehen... ;-)

Über sozialistische Marktformen brauchen wir derzeit wohl kaum reden, da es hier kein (oder zumindest kaum ein) vergleichbar funktionierendes System gibt. (Damit meine ich nicht Planwirtschaft, sondern eher genossenschaftliche Formen des Wirtschaftens.) Hier wäre abzuwarten, wie sich die südamerikanischen Staaten noch entwickeln.

-- "Die soziale Marktwirtschaft hat das Problem, dass sie nur bei starkem Bevölkerungswachstum ausreichend gut funktioniert."

Produktivität ist das Stichwort, nicht Bevölkerungswachstum. Das größe Wirtschaftswachstum hatten wir sogar mit einer relativ kleinen Bevölkerungszahl.

-- "Natürlich kann man immer etwas verbessern. Aber nicht durch Rückschritt und Zerstörung, sondern durch seichtes Drehen an den entsprechenden Schrauben bis es passt."

Klar, besser man experimentiert vorsichtig, regelt ggf. etwas zurück, wenn´s schief geht... Mein Reden! Leider ist derzeit das Gegenteil der Fall: TINA und knallharte "Reformen" in großer Zahl bestimmen das Bild. Belege durch Ökonomen, daß es so nicht funktionieren kann und immer tiefere Krisen erzeugt, werden ignoriert und das "Programm" stur durchgezogen. Das ist dogmatische Dummheit.

-- "Eine tatsächliche Bewertung wird man so oder so erst in vielen Jahrzehnten vornehmen können - wenn das Problem überwunden ist und die meisten Fakten allgemein bekannt sind."

Na ja, so neu ist das, was hier gerade abgeht, ja nicht. Gab es alles schon mal so ähnlich, auch mit den heutigen falschen Ansätzen und Folgen. Man darf durchaus auch aus der Vergangenheit lernen... ;-)

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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30.05.2012 20:33 Uhr von Perisecor
 
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@ ArrowTiger: "Mit beiden ging es bergab"

Sehe ich nicht so. Neue Technologien halten extrem schnell einzug und verbreiten sich, die Arbeitsbelastung an sich ist deutlich gesunken und die Möglichkeiten, z.B. jeden Tag Fleisch zu essen oder jeden Tag eine warme Mahlzeit, haben sich deutlich verbessert.


"Das waren stellenweise gut funktionierende soziale Wirtschaften"

Da legst du ´gut funktionierend´ aber sehr großzügig aus.



"die erst jetzt wieder so langsam Fuß fassen"

Sieht man ja an Venezuela, welches mittlerweile einem totalitären Terrorregime gleicht.
Das fängt bei hoher Arbeitslosigkeit, niedrigem Lebensstandard, massiver Subvention vieler Branchen an und hört bei eingeschränkten Medien, Verschleppungen durch die Polizei und willkürliche Verstaatlichung auf.


"Wo geht es den Leuten denn gesamtheitlich besser?"

Norwegen ist ein schlechtes Beispiel. Die gesamte Wirtschaft wird durch extreme Einnahmen aus Rohöl gestützt. Hätte Deutschland eine ähnliche nahezu unendliche Geldquelle, wäre ebenfalls mehr möglich.

In jedem Staat der Ersten Welt geht es aber den Ärmsten der Armen verhältnismäßig gut - im Vergleich zur Zweiten Welt á la Brasilien oder gar zur Dritten Welt.


"Produktivität ist das Stichwort, nicht Bevölkerungswachstum. Das größe Wirtschaftswachstum hatten wir sogar mit einer relativ kleinen Bevölkerungszahl."

Ich spiele damit auf die längst nicht mehr bezahlbaren Sozialsysteme an - egal ob in Deutschland oder auch in den USA (ja, auch dort gibt es Sozialsysteme). Diese funktionieren nur, wenn es mehr jüngere Menschen gibt, die entsprechend viel in den Renten- und Gesundheitskassentopf einzahlen.



"Man darf durchaus auch aus der Vergangenheit lernen"

Auf welche konkreten Beispiele spielst du an?

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