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Bundesarbeitsgericht: Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften war nie tariffähig

Ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichtes besagt, dass die Christlichen Gewerkschaften für Zeitarbeit nie tariffähig war. Das Urteil gilt rückwirkend bis zur Gründung der Gewerkschaft im Dezember 2002.

Nun folgte das Gericht einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom Januar 2012. In einem ersten Urteil des BAG von 2010 wurde der Gewerkschaft zunächst rückwirkend bis 2009 die tariffähigkeit abgesprochen. Zehntausende Leiharbeiter konnten demnach gerechte Entlohnung einfordern.

Das Urteil betrifft circa 1.400 meist kleinere Zeitarbeitsfirmen, deren Tarifverträge für ungültig erklärt wurden. Der DGB warf den Christlichen Gewerkschaften Lohndumping vor.


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WebReporter: Stick
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Tarif, Gewerkschaft, Tarifvertrag, Zeitarbeit, Lohndumping
Quelle: www.berliner-zeitung.de

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28.05.2012 18:26 Uhr von Stick
 
+26 | -1
 
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Sehr gutes Urteil, wie ich finde. Hoffentlich bekommen Betroffene nun gerechten Lohn für ihre Arbeit.
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28.05.2012 19:13 Uhr von NoPq
 
+12 | -1
 
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Klasse, da werden jetzt hoffentlich einige Zeitarbeitsfirmen und Unternehmen, welche Leiharbeiter mit zu niedrigen Löhnen beschäftigt haben, ordentlich zur Kasse gebeten!

Die Rentenkassen werden sich auch schon die Hände reiben
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28.05.2012 19:31 Uhr von tutnix
 
+11 | -1
 
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@NoPq: wahrscheinlich bleibt es nur der hoffnung. so wie man die brüder kennt, werden die ruckzuck konkurs anmelden und 3 ecken weiter eine neue bude aufmachen.
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28.05.2012 21:34 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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Kurze Bildungslücke meinerseits: Es gilt die Regel, dass nur eine Gewerkschaft pro Betrieb bestehen kann. Wenn also z.B. ein riesiger Lebensmittelbetrieb (z.B. Fleischverarbeitung) eine Werkstatt mit Schlossern und Elektrikern unterhält, so werden diese nicht von der IGM, sondern (wie auch die Schlachter) von der Gew. Nahrung-Genuss-Gaststätten vertreten. Welches Unternehmen beschäftigt aber Leiharbeiter, die dann von einer christl. Gew. vertreten werden? Bitte um Aufklärung.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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28.05.2012 22:00 Uhr von Stick
 
+0 | -0
 
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@Abdul: der Wikipedia Artikel zur Gemeinschaft, sowie den kleineren Gwerkschaften die darunter vereinigt sind ist sehr aufschlussreich.
http://de.wikipedia.org/...
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28.05.2012 22:04 Uhr von BIitzer
 
+5 | -0
 
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Abdul: Bei der Bahn gibt es ja auch z.B. Transnet und die GdL. Dass nur eine Gewerkschaft mitmischen kann, stimmt so also nicht. Es gibt in der Politik allerdings Strömungen, die das gerne so hätten, um die Spartengewerkschaften auszubooten. Hier ist noch ein ähnlicher Fall von letztem Jahr, wo auch noch einige details dazu erklärt werden:

http://www.n-tv.de/...
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29.05.2012 00:08 Uhr von Chaostante
 
+4 | -1
 
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Prima: Ich hab vor einigen Jahren aus Not für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten müssen, die der "christlichen" Gewerkschaft angehörte....
6,34€ pro Stunde für Nachtschicht am Wochenende....da waren alle "Aufschläge" schon drin.
Arbeitskleidung, Fahrtkosten mussten selbst bezahlt werden. Vom Amt kam nach Meldung dieser Zustände der lapidare Spruch: "Sein se froh, dass sie Arbeit haben"
Und sobald du krank wurdest (ging durch die Arbeit im Werk schnell) kam direkt der Rauswurf.
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29.05.2012 04:21 Uhr von Twaini
 
+3 | -1
 
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hahaha: Hoffentlich gibt es nun viele Klagen und dabei gehen einige von den Zeitarbeitsfirmen vor die Hunde,am besten die Masse.

Denn brauchen tut die neimand, die verdienen sich nur dumm und dämmlich an den ganzen armen Schweinen die durch zum großteil Hartz4 da rein gedrückt werden!

Zudem hoffe ich weiterhin das es bis 2002 zurück gerechnet wird und richtig geblutet werden muss!

Wobei ist eh nur ne Hoffnung den CDU und FDP basteln ja schon an irgendwas von wegen das die Zeitarbeitsklitschen nicht zahlen müssen, soviel zum Thema Volkvertreter!!!

Die Zeitarbeitsklitschen braucht kein Mensch, denn die Arbeitsplätze gibt es auch ohne Sie!!!!
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29.05.2012 10:47 Uhr von centerofnewsfornet
 
+1 | -1
 
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Gerade krichliche Arbeitgeber Gerade kirchliche Arbeitgeber sind die schlimmsten Arbeitgeber.
Aufgrund der nicht vorhandenen Trennung zwischen Staat und Kirche in Deutschland, hat die Kirche beim Arbeitsrecht eine Sonderstellung.

So dürften Mitarbeiter kirchlicher Organisationen nicht streiken, es gibt kein Kündigungsschutz und Lohndumping ist weitestgehend erlaubt.

Leider nutzt die Kirche ihre Macht gnadenlos aus das von diesen Umständig in den Medien wenig berichtet wird.
Die Politik macht erst recht nichts - wenn es nach denen gehen würde, hätte die Kircher sogar noch viel mehr Rechte.

[ nachträglich editiert von centerofnewsfornet ]
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29.05.2012 20:09 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ nopq / tutnix: Ein Problem wird sein, dass diese Zeitarbeitsfirmen mit den niedrigen Löhnen kalkuliert haben. Wenn sie sich also nicht mehr Geld von den Firmen, an die sie die Zeitarbeiter verliehen haben, ist es kein Wunder, wenn sie pleitegehen.

Ich bezweifle jedenfalls, dass es viele Firmen (bei denen die Gehälter der Mitarbeiter ein signifikanter Faktor sind) gibt, die es verkraften würden, wenn sie auf einen Schlag beispielsweise die Gehaltskosten der letzten 10 Jahre nochmal entrichten müssen, weil sie den Mitarbeitern nur die Hälfte dessen gezahlt haben, was ihnen laut Urteil zusteht.

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