28.05.12 15:28 Uhr
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Meinung: Organspendegesetz ist reine Marketingaktion

Marion Kießling fragt, ob künftig auch Gesetze darüber zu erwarten sind, in welchem Rhythmus Schulen die Eltern ihrer Schüler anschreiben und zu Elternversammlungen einladen.

Hintergrund ist das neue Organspendegesetz, dem zufolge alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen künftig regelmäßig alle über 16-jährigen Bürger anschreiben sollen, ob sie Organspender werden wollen. Die Empfänger brauchen aber keine Entscheidung zu fällen.

Kießling fragt sich, wieso dafür ein Gesetz nötig sei. Das Gesetz regele nicht die Organspende, sondern Marketingkosten. Es sei nur beschlossen worden, dass diese Briefaktionen durchgeführt werden sollen und dass die Krankenkassen für die Kosten in jährlich zweistelliger Millionenhöhe aufkommen sollen.


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WebReporter: opwerk
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krankenkasse, Meinung, Marketing, Organspende, Organspendegesetz
Quelle: www.kompetenznetz-mittelstand.de

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54 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.05.2012 15:34 Uhr von Dc06
 
+48 | -42
 
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Jeder sollte: automatisch ab dem 18. Lebensjahr Organspender sein. Wer es nicht möchte, kann dies widerrufen. Würde so viel mehr potentielle Spender geben.
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28.05.2012 15:42 Uhr von Bokaj
 
+12 | -14
 
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für mich ist das Schreiben von der KK gut. Ich habe meinen Organspendeausweis schon bei meinem Ausweis liegen.
Er lag einem Brief der krankenkasse bei, vorher war ich immer zu faul, mir einen zu besorgen.
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28.05.2012 16:13 Uhr von artefaktum
 
+29 | -6
 
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@Dc06: "Jeder sollte ab dem 18. Lebensjahr Organspender sein. Wer es nicht möchte, kann dies widerrufen."

Das gibt es beim Vertragsrecht auch nicht. Warum sollte das gerade bei etwas so persönlichem wie der Organspende anders sein?
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28.05.2012 16:29 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+21 | -34
 
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28.05.2012 16:36 Uhr von sooma
 
+19 | -5
 
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"Kein Gott, Kein Paradies, Nichts.": Das siehst Du so - deshalb muss das aber doch beileibe nicht für alle anderen gelten!

P.S.: Ich würde auch vermuten, dass diejenigen, die eine Spende bewusst ablehnen, den Grossteil derer ausmachen, die auch keine Fremdorgane möchten.

[ nachträglich editiert von sooma ]
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28.05.2012 16:39 Uhr von General_Strike
 
+4 | -7
 
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cool! Darf ich auch News über Meinungen schreiben, die ich irgendwo poste?
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28.05.2012 16:42 Uhr von artefaktum
 
+20 | -7
 
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@Jesus_From_Hell: Nach deiner Argumentation wäre es dir dann auch vollkommen egal, wer beispielsweise nach deinem Tod dein Geld erbt!? Schließlich bist du dann ja eh tot und es braucht dich nicht mehr zu interessieren!?

Ich denke, den meisten Leuten ist es eben nicht vollkommen egal, was nach ihrem Tod passiert.
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28.05.2012 16:44 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+10 | -22
 
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28.05.2012 16:47 Uhr von mort76
 
+19 | -9
 
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Dc06, ich wäre dafür, daß man im Falle des Wiederrufs der Spendenbereitschaft auch das Recht verliert, ein Spenderorgan zu erhalten.
Wer nichts geben will, sollte auch nichts bekommen.
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28.05.2012 16:48 Uhr von artefaktum
 
+11 | -4
 
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@Jesus_From_Hell: "Jeder Mensch hat die Fähigkeit zum selbständigen denken oder?"

Das ist eine ethische Frage. Da gibt es kein objektives Richtig oder Falsch nach dem Motto: Wer darüber nachdenkt ist automatisch dafür, wer nicht nachdenkt automatisch dagegen.

"Niemand kann auch nur den geringsten Beweis für einen Gott vorzeigen, für die großen Religionen sowieso nicht, im Gegenteil."

Das ist für mich nicht im mindesten eine religiöse Frage.

"(...) so soll zumindest niemand davon profitieren, der damit wiederum "schlechtes" tut."

Das ist doch laut deinem ersten Posting dir vollkommen egal! Dann bist du doch eh tot?!


[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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28.05.2012 16:50 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+5 | -11
 
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artefaktum: "Das ist eine ethische Frage. Da gibt es kein objektives Richtig oder Falsch nach dem Motto: Wer darüber nachdenkt ist automatisch dafür, wer nicht nachdenkt automatisch dagegen."

Es gibt einfach keine haltbaren Argumente dagegen.
Wenn du welche hast, raus damit. Bin gespannt.


"Das ist für mich nicht im mindesten eine religiöse Frage."

War ja auch an sooma

"Das ist doch laut deinem ersten Posting dir vollkommen egal! Dann bist du doch eh tot?!"

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Zellhaufen und den lebenden Menschen. Sicher ist es nach dem tot irrelevant für die Person, aber während man lebt ist einem nicht egal was mit seiner Familie passiert. Das ist verständlich (und natürlich), man schafft Vermögen auch für diese Personen. Außerdem profitiert irgendwer immer von Erbschaft, während von verwesenden Zellhaufen niemand profitiert. Das ist wohl der schlechteste Weg von allen.


[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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28.05.2012 16:55 Uhr von artefaktum
 
+12 | -1
 
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@Jesus_From_Hell: "Es gibt einfach keine haltbaren Argumente dagegen.
Wenn du welche hast, raus damit. Bin gespannt."

Wie wird mit den Organen verfahren? Wer verdient damit Geld? Wer bekommt mein(e) Organ(e)? Ein Mensch, den ich gar nicht kenne, von dem ich nicht weiß was er getan hat oder vielleicht noch tut, usw.

Aber wie gesagt, das ist eine ethische Frage. Da kannst du nicht mit Richtig und Falsch kommen. Ich verlange auch von keinem Menschen, dass er ausschließlich meine Sichtweise als die einzig Richtige anerkennt, so wie du das mit deiner Sichtweise anderen aufdrängst.
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28.05.2012 16:58 Uhr von Gorli
 
+14 | -3
 
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@Jesus_From_Hell: "Es gibt einfach keine haltbaren Argumente dagegen. "

Ich spende nicht, damit ich nicht mit dir einer Meinung sein muss.
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28.05.2012 17:01 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+4 | -12
 
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artefaktum Ich habe doch gesagt, sollen sie Widerspruch einlegen können.
Nur sollen sie dann halt auch keine Organe bekommen.

Und das was du sagst, ist ein Problem am System, nicht mit Organspende an sich.
Ich zB will auch nicht das Christen/Moslems/Juden/usw meine Organe bekommen, aber das steht ja nicht fest.

@Gorli
Dagegen weil andere dafür sind. Antifa-Logik, juhu. :D

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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28.05.2012 17:33 Uhr von sooma
 
+9 | -1
 
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@Jesus_From_Hell: "Zu 100% sicher ist hingegen, das Menschen verrecken weil sie kein Organ bekommen."

Zu 100% sicher ist das ein ganz natürlicher Vorgang.

Nicht-Spender haben sicherlich auch noch andere, ethische Gründe, warum sie es nicht tun. Argumente und Fragen dazu haben die Kommentatoren oben schon angerissen.

Wenn es Dir egal ist, wie mit Deinen Organen nach Deimem Ableben gehandelt wird - spende! Aber akzeptiere, dass es noch Sichtweisen ausser der Deinen gibt.

Und das hier: "Ich zB will auch nicht das Christen/Moslems/Juden/usw meine Organe bekommen, aber das steht ja nicht fest" führt Deine Argumentation eh ad absurdum.
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28.05.2012 18:01 Uhr von syndikatM
 
+9 | -4
 
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da unsere wirtschaft und der arbeitsmarkt auf konkurrenz baut, sehe ich absolut keinen grund wieso ich anderen menschen (konkurrenten) helfen sollte. zu 99,9999% kriegen meine organe dann typen die im direkten konkurrenzkampf als arbeitnehmer, mit meinen lieb gewonnenen menschen stehen.
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28.05.2012 18:25 Uhr von ChackZzy
 
+3 | -2
 
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Eh eine bescheuerte Regelung, sowas sollte immer noch komplett (!) freiwillig sein, ohne dass man vom STaat genervt wird, sich darüber Gedanken zu machen.
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28.05.2012 19:19 Uhr von Tinnu
 
+2 | -1
 
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organentnahme ist mord! zitat:
"Organentnahmen von Hirntoten", folgert Müller aus den empirischen Befunden, "sehe ich als Tötung an." Würden Ärzte dies eingestehen, müsse dies aber nicht das Ende der Transplantationsmedizin bedeuten. "Man könnte darüber nachdenken", so Müller, "ob man eine solche Tötung bei informierter Zustimmung des Organspenders aufgrund altruistischer Motive legalisieren sollte." Für Mediziner solle die Explantation straffrei bleiben, "auch wenn sie dadurch Leben beenden".
http://www.taz.de/!60829/
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28.05.2012 20:03 Uhr von Dracultepes
 
+3 | -6
 
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@tinnu @ ChackZzy: Jeder sollte Organspender sein es sei denn er hat wiedersprochen. Dadurch rutscht er auf der Empfängerliste aber auch hinter jeden der bereit ist zu geben.

Das ist Fair.

@tinnu
So wieso ist das denn Mord?

@ChackZzy
Das wäre natürlich super, würde in einer Welt mit durchweg intelligenten Menschen die sich ihrer Umgebung bewußt sind auch klappen. Es gibt aber soviel Hohlbratzen die einfach zu Dumm oder ignorant sind sich damit von selber zu befassen.
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28.05.2012 20:36 Uhr von neminem
 
+4 | -6
 
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Ich wäre dann bereit: zu spenden, wenn ich bereits selbst ein Organ gespendet bekommen hätte.

Das ist auch fair.
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28.05.2012 20:37 Uhr von Dc06
 
+0 | -0
 
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28.05.2012 20:41 Uhr von AnotherHater
 
+6 | -1
 
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Jesus_From_Hell: "Es gibt einfach keine haltbaren Argumente dagegen.
Wenn du welche hast, raus damit. Bin gespannt."
Es gibt da ein gutes Argument: Mein Körper gehört mir und niemand anderes hat über die Verwendung meiner Organe zu bestimmen, Ende. =)
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28.05.2012 20:45 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -2
 
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@anotherhater: Und wenn du tot bist gibt es dich nichtmehr.

Problem Solved
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28.05.2012 20:54 Uhr von AnotherHater
 
+2 | -1
 
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@Dracultepes: Ich hoffe nicht, dass du ein extremer Pro-Organspender bist und Menschen, die ihre Organe nicht spenden möchten, als Probleme betrachtest? So könnte man deinen Kommentar zumindest interpretieren.. halte ich aber nicht für die richtige Interpretation. :-P
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28.05.2012 21:07 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -2
 
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@AnotherHater: Oh nein, nicht extrem Pro. Ich hab ja oben geschrieben welche Meinung ich habe ;)

Wer der Meinung ist seine Organe nicht spenden zu wollen kriegt halt auch so schnell keine. Und fertig.

Ich bin allerdings auch der Meinung das es keine wirklich haltbaren bzw. unlösbaren intelligenten Gründe dagegen gibt. Dein :" Mein Körper ist meins basta" ist für mich eher kein Grund den man intelligent verteidigen kann. Genauso wie von ZRRK. Da hat das sogar was höchst kindisches.

Man kann ja drüber diskutieren. Aber sorry, mit :" Älläbätsch ist nicht weil ich so will basta" kann ich nicht viel anfangen ;)

Wir hätten diese Probleme ja auch nicht wenn die Masse der Menschen nicht so ignorant wäre. Es geht ja weniger darum irgendwen zu bekehren, als mehr den Leuten das Thema reinzuknallen die sich damit nicht beschäftigen. Daher würde ich es auch besser finden wenn man wiedersprechen muss. Was passiert denn jetzt wenn der Brief oder was auch immer ignoriert wird? Man hätte zumindest erstmal einen eindeutigen Status der bei einem mündigen informierten Bürger in einen anderen eindeutigen status übergeht wenn er sich gedanken gemacht hat. Und dazu wird er gezwungen weil er sonst ausgeschlachtet wird ;)

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