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Minister Thomas de Maizière droht Rüstungsfirmen: "Kaufen nur noch, was wir brauchen"

Verteidigungsminister Thomas de Maizière muss die Ausgaben für sein Ministerium senken und hat der deutschen Rüstungsindustrie eindeutige Signale gegeben. Man werde in Zukunft nach folgendem Motto vorgehen: "Wir bestellen, was wir brauchen - und nicht das, was uns angeboten wird", so der Minister.

Dass dies nicht auf Verständnis treffen wird, sei ihm bewusst: "Das ist neu, das wird auch zu Konflikten führen, aber das ist so". Er droht der Rüstungsindustrie mit der Vergabe von Aufträgen ins Ausland, wenn das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimme. Dies sei ab sofort entscheidend.

Man befinde sich derzeit in Nachverhandlungen bezüglich mehrerer Aufträge. So wolle man nicht mehr 177, sondern nur noch 140 Kampfflugzeuge des Modells Eurofighter bestellen. Außerdem seien nur noch 40 statt 80 Hubschrauber des Modells Tiger und 350 statt 410 Schützenpanzer des Modells Puma geplant.


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WebReporter: Margez
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Preis, Bundeswehr, Minister, Kauf, Drohung, Thomas de Maizière, Waffenindustrie
Quelle: www.n-tv.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2012 10:50 Uhr von Strassenmeister
 
+23 | -0
 
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Was haben die dann vorher gemacht?Wohl alles gekauft was glänzt ,oder was?
Nach solchen Aussagen glaube ich das in den Hohlbirnen nur noch 1 lebende Zelle vorhanden ist.Und die ist jetzt am absterben.
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27.05.2012 10:51 Uhr von tutnix
 
+19 | -0
 
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mit anderen worten: die bw hat bislang jeden scheiss gekauft, egal ob er gebraucht wurde oder nicht.
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27.05.2012 12:09 Uhr von FreddyG
 
+1 | -0
 
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Die Waffenlobby: ist halt sehr stark und Politiker beeinflussbar.

Zum einen kauft man natürlich aus Patriotismus bei den heimischen Firmen, zu anderen versprichen die Verkäufer das blaue vom Himmel und versprechen ale Wünsche zu erfüllen.

Dann kommen die Politiker und wollen das Teil auch noch tunen. Die eierlegende Wollmilchsau. Nachher kostet die Ware ein vielfaches mehr und ist nur noch bedingt einsetzbar weil die Ware garnicht dafür konzipiert ist was alles zusätzlich gewünscht wurde. Bestes Beispiel der Starfighter F104 damals.
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27.05.2012 13:15 Uhr von NRT
 
+1 | -2
 
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"So wolle man nicht mehr 177, sondern nur noch 140 Kampfflugzeuge des Modells Eurofighter bestellen."

Ha ha!

Viel Spaß mit den Eiermaschinen, Gleitzeit bei Motorenausfall/-schaden = 0 und die Funkgeräte sind auch fürn Arsch :-D

Eine gute Investition!

peace, NRT
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27.05.2012 16:11 Uhr von rolf.w
 
+2 | -2
 
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Missverständlich: Ich glaube der Satz "Wir bestellen, was wir brauchen - und nicht das, was uns angeboten wird" wird hier sehr missverstanden.
Natürlich hat man immer gekauft, von dem man ausging, dass man es auch braucht. Ein weiterer Satz aus der Quelle erklärt eher, was gemeint ist "Entscheidend ist, dass Qualität und Preis so sind, wie wir es brauchen""

Ins Detail geht die Quelle nicht, aber ich vermute mal man
meint folgendes. Wenn man einen Hubschrauber will, der in
10 kM Höhe mit 300 km/H eine Nutzlast von 4 Tonnen
transportieren kann, dazu gepanzert und bewaffnet ist, dann
kann man ins Angebot deutscher Hersteller schauen, wer am
nächsten dran ist. So wurde es wohl bisher gemacht. Man
kann sich aber auch international umsehen, ob irgendein
Hersteller genau sowas im Angebot hat und es da kaufen,
anstatt dem deutschen Hersteller Milliarden von Euros für
Entwicklung und/oder Umbau der vorhandenen Angebote zu
geben.

Ich vergleiche das mal mit dem Autokauf. Wenn ich einen
smaragtgrünen Kombi mit 280 PS haben will, der
Klimaanlage/Navi/getönte Scheiben/8 Airbags und
Hängerkupplung hat, kann ich bei VW nachfragen, einen
Passat kaufen und den entsprechend umbauen lassen.

Ich kann aber auch bei Audi/Mercedes/BMW/Porsche
/Ford/Renault/Citroen/etc. nachsehen, ob die sowas im
Angebot haben und dann dort kaufen, wo ich entweder genau
das finde was ich suche oder dort kaufen, wo der geringste
Aufwand für die Modifikation in kauf zu nehmen ist.

So zumindest verstehe ich die Nachricht.

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