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Deutscher Ärztetag ist gegen die elektronische Gesundheitskarte

Weil es mittlerweile kostengünstigere Kommunikationswege gibt, fordert der 115. Deutsche Ärztetag den Stopp des politischen Projektes der elektronischen Gesundheitskarte.

Neben den Kostengründen werden auch die Vertraulichkeit in der Patientenbeziehung und die ärztliche Therapiefreiheit als Kritikpunkt bei der Gesundheitskarte aufgeführt.

Befürworter der elektronischen Gesundheitskarte innerhalb des Ärztetages warnten vergeblich vor einem solchen Entschluss, da man so in Zukunft auf die weiteren Entwicklungen keinen Einfluss mehr nehmen könne.


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WebReporter: Dagarte
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arzt, Ablehnung, Gesundheitskarte, Entschluss
Quelle: www.aerzteblatt.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.05.2012 00:12 Uhr von General_Strike
 
+6 | -9
 
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viele verlieren dadurch ihre Gesundheitsversorgung: Das Foto auf der Karte wird dafür sorgen, dass immer mehr Menschen in Deutschland, die keine Beiträge zur Krankenkasse zahlen, nicht mehr ärztlich versorgt werden können oder nur noch von den minderwertigen Ärzten, die sich freiwillig um Obdachlose kümmern, um ihre Kenntnisse zu verbessern.

Treffen wird das vor allem illegale Einwanderer und abgeschobene Ausländer die sich nicht mehr in Deutschland aufhalten dürfen - also den Bodensatz der Gesellschaft, der sowieso nichts zu verlieren hat und deshalb schnell schwer kriminell wird.
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26.05.2012 00:24 Uhr von Katzee
 
+10 | -1
 
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Pro: Die elektronische Gesundheitskarte ermöglicht bei einem Arztwechsel, dass der neue Arzt sich über die bisherigen Behandlungen informieren und darauf aufbauen kann.

Allerdings habe ich festgestellt, dass "neue" Ärzte eigentlich gar nicht auf die alten Befunde zugreifen wollen. Neue Untersuchungen bringen neues Geld - also: wieso sich auf alte Befunde berufen?

Mein Sohn wurde wegen Rückgradproblemen bei einem Arzt behandelt. Ein weiterführender Termin konnte nicht einmal abgesprochen werden, da die Arztpraxis telefonisch nicht erreichtbar war (telefonische Warteschleife). Also habe ich den Arzt gewechselt. Um ihn über die aktuellen Befunde zu informieren, habe ich per Email die Röntgenaufnahmen (auf CD) von dem alten Arzt angefordet. (Termine wurden per Email nicht vergeben). Als ich in der neuen Praxis ankam und die CD abgab, fragte mich die Arzthelferin irritiert: "Und was sollen wir damit? Wir haben keine Patientenkarteien mehr. Der Doktor gibt alles direkt in den PC ein."
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26.05.2012 00:38 Uhr von Anima_Amissa
 
+6 | -3
 
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Ich hab vor ca. einem Monat einen Brief von meiner Krankenkasse bekommen, mit der Bitte, denen ein Foto von mir zuzuschicken. Habe es bis jetzt noch nicht gemacht und die Krankenkasse hat sich deswegen auch noch nicht gemeldet.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob diese Karte Pflicht ist...
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26.05.2012 01:04 Uhr von General_Strike
 
+0 | -8
 
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@Anima_Amissa: Du musst wohl nicht unbedingt ein Foto von dir einschicken, es sei denn du möchtest irgendwann mal wieder weitgehend kostenneutral ärztlich behandelt werden. Ansonsten wirst du die Behandlung dann vielleicht zahlen müssen und das ist ungleich teurer als die Praxisgebühr.
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26.05.2012 01:35 Uhr von Anima_Amissa
 
+6 | -3
 
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@general_strike: Wenn ich NICHT mein Foto zur Verfügung stelle aber meine Unterschrift auf der Karte verzeichnet ist, würde das meiner Ansicht nach einem Betrug gleichkommen...
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26.05.2012 02:43 Uhr von Pils28
 
+1 | -2
 
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Die Gesundheitskarte wurde schon immer von: eigentlich allen Ärzten abgelehnt! Ärzte wollen keine alten Beunde. Man behandelt nicht auf alte Befunde. Man behandelt, was man selber diagnostiziert. Alles andere wäre schon juristisch wahrer Selbstmord! Und niemand wechselt den Arzt, um hinterher genauso weiterbehandelt zu werden, ohne einen neuen Befund. Und Geld gibt es für Kassenpatienten seit knapp einem Jahrzehnt nicht mehr. Und selbst Obdachlose und Asylbewerber werden in Deutschland genauso gut behandelt, wie jeder andere Mensch auch. Wollen Ärzte untereinander Befunde austauschen gibt es dafür verschlüsselte Internetleitungen und nicht so eine dumme Karte, wo eh nichts draufpasst. Nur jeder Arzt musste jetzt für tausende Euro komische zertifizierte Geräte eine bestimmten Konzerns kaufen. Respekt vor den Lobbyisten. Das Geld dafür geht übrigend von den Budget für Behandlungen ab.
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26.05.2012 13:04 Uhr von Katzee
 
+3 | -0
 
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@ Pils28: Es besteht ein Unterschied zwischen einem Befund (z.B. Röntgenbild, Blutwerte des Labors etc.) und einer Diagnose, d.h. der Krankheit, die der Arzt aufgrund der Befunde "erkennt". Wenn ein Patient den Arzt wechselt, muß er sich z.B. nicht zig mal röntgen lassen, damit der neue Arzt seine Rückschlüsse ziehen kann. Trotzdem werden meist Befunde immer wieder neu erhoben, weil der Arzt diese Handlungen neu berechnen und dafür kassieren kann.
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26.05.2012 22:36 Uhr von Pils28
 
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@katzee: Zu den Befunden gehört aber mehr als nur Röntgenbilder und Blutwerte. Dazu gehört die gesamte Klinik. Und abrechnen kann man groß sowieso nichts mehr. Es gibt relativ strikte Regeln, welche Maßnahmen, bei welchen Befunden ergriffen werden dürfen und müssen. Nur diese dürfen auch abgerechnet werden. In den Fallpauschalen sind diese mittlerweile fast alle zusammengefasst.Aber interessant, dass du denkst mich belehren zu müssen, was ein Befund ist.

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