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Bundesregierung baut Rechte der Vermieter aus

Die Bundesregierung hat eine Reform des Mietrechts beschlossen. In dieser werden Rechte der Vermieter weitgehend gestärkt. Das Bundeskabinett möchte damit vor allem die Energiewende in Gang setzen.

Mieter sollen sich künftig nicht mehr so einfach gegen Modernisierungen wehren können. Lärm und Dreck, die bei der energetischen Sanierung der Wohnung oder des Hauses entstehen, müssen künftig vom Mieter hingenommen werden.

Zusätzlich will die Bundesregierung gegen Mietnomaden vorgehen. Zwangsräumungen sollen schneller als bisher durchgeführt werden können. Mietern, welche keine Kaution hinterlegen, soll gekündigt werden können. Das Gesetz wurde bereits durch den Deutschen Mieterbund heftig kritisiert.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Bundesregierung, Rechte, Ausbau, Vermieter
Quelle: www.sueddeutsche.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2012 13:44 Uhr von DrStrgCV
 
+5 | -2
 
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Armee von Mietern: Tja, das ist doch das was die Regierung will.
Eine große Masse an rechtlosen, eingeschüchterten Mietern, die Angst haben und froh sein über die Runden zu kommen.
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25.05.2012 15:03 Uhr von SN_Spitfire
 
+2 | -5
 
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Mal halblang: Wir sind Vermieter und sind froh über diese neue Regelung!
Aber lasst es mich erklären.
Wir hatten bereits eine Drohung von Mietminderung im Briefkasten, weil eine Wohnung renoviert werden MUSSTE, da sie sonst nicht weiter vermietet werden konnte. Jeder neue Mieter will schliesslich in keiner Bruchbude wohnen, die der Vormieter heruntergewirtschaftet hat. Hier kann man leider auf Umbaulärm nicht verzichten und die anderen Mieter müssen wohl oder übel für 2-3 Wochen in den sauren Apfel beissen. Selbstverständlich werden die Mieter rechtzeitig vor den Arbeiten darüber informiert!
Ebenso zweites Beispiel mit den Mietnomaden.
Wenn ihr euer Eigentum vermietet bzw. jemand Anderem entgeldlich zur Verfügung stellt, erwartet ihr auch eine gewisse Zahlungsbereitschaft.
Wenn eine Person für die Nutzung bewusst nicht zahlen will, muss man erstmal einen riesen Apparat lostreten mit vorangehenden Mahnungen etc. wo man dann heute fast ein halbes Jahr KEINE Miete erhält. Für eine mittlere Wohnung mit ca. 500 € wäre das ein Mietausfall von 3000€ und auf die wollt ihr bestimmt auch nicht so einfach verzichten. Dass man hier deutlich schneller (1 Quartal) dagegen vorgehen kann, finde ich nur gerecht!
Dann der dritte Grund.
Wir verlangen grundsätzlich vor Mietbeginn die Zahlung der Kaution (meistens 2-3 Monatsmieten) in Form eines Sparbuchs der Bank mit Zugriffsrecht für den Vermieter.
Sollte es das nicht geben, wird der Mietinteressent auch kein Mieter von uns. Sowas ist heutzutage unumgänglich und gängige Praxis. Wenn der Mieter die Wohnung wieder verlässt und diese in ordentlichem Zustand, dann haben wir auch kein Problem damit, dass er die vollständig entrichtete Kaution zurück erhält.

Grundsätzlich finde ich die Entscheidung absolut vertretbar, da die Wohnungen mit der Zeit gehen müssen und es heut aufgrund des EE-Gesetzes Pflicht ist, bei einer Aufrüstung der Heizung bspw. 10 % an regenerativer Energie erzeugt werden muss. Kurzum sind Vermieter deutlich mehr dazu verpflichtet Solar bzw. Holzpellets etc. zu verbauen, was sehr hohe Investitionssummen voraussetzt, die der Vermieter schliesslich nicht vollkommen alleine tragen will/kann/möchte.

Ich hoffe, ich konnte die Sicht eines Vermieters etwas näher beleuchten, denn bisher hatte man durchaus damit zu kämpfen, sich ewig und ewig rechtfertigen zu müssen.
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25.05.2012 17:30 Uhr von SN_Spitfire
 
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