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Frankreich: Vierjähriger wurde zu 23.138 Euro Bußgeld verurteilt

Seit Mitte 2010 beachtete eine Familie aus Cannes (Frankreich) die Verkehrsvorschriften nicht, bezahlte keine Mautgebühren und erneuerte auch nicht die TÜV-Zulassung ihrer Fahrzeuge. Innerhalb von zwei Jahren sammelten sich 70 Verkehrsverstöße an, die zu einem Gesamt-Bußgeld von 23.138 Euro führten.

Die Wagen waren auf den vier Jahre alten Sohn der Familie zugelassen. Nachdem das Kind die Bußgelder nicht bezahlte, gingen die Behörden vor Gericht. Ein Gericht in Antibes entschied jetzt, dass der Kleine zwar keine Punkte bekommt, die Bußgelder allerdings bezahlen muss.

Möglich ist dies, weil es in Frankreich seit 28 Jahren eine Gesetzeslücke gibt. Seitdem ist es möglich, dass Minderjährige den Führerschein machen und somit auch ein Auto kaufen können. Allerdings benötigt man für die Zulassung nicht unbedingt einen Führerschein.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Euro, Frankreich, Urteil, Strafe, Bußgeld
Quelle: www.welt.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2012 13:21 Uhr von engineer0815
 
+34 | -3
 
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tolle eltern: verpfuschen den leumund des kleinen schon im kleinkindalter.

eltern des jahres!
/ironie
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24.05.2012 13:25 Uhr von 50I50
 
+7 | -0
 
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seltsame: geschichte
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24.05.2012 14:25 Uhr von MC_Kay
 
+2 | -1
 
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Tagessätze: Wieviel Tagessätze sind das bei dem Kleinen?
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24.05.2012 15:12 Uhr von Weltenwandler
 
+6 | -2
 
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das bedeutet: dann wohl erst einmal kein Taschengeld mehr...
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24.05.2012 16:03 Uhr von esKimuH
 
+2 | -3
 
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Das glaubt doch keiner von euch oder? NIEMALS hat ein nichtmal ansatzweise geschäftsfähiges Kind so hohe Schulden gegenüber dem Staat!
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24.05.2012 17:09 Uhr von El_Caron
 
+5 | -0
 
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Verstehe ich nicht: Diese Lücke existiert zwar in Deutschland nicht, aber natürlich könnte man sicher auch hier Situationen kreiieren, in denen ein Kind, das noch nicht in der Lage ist, überhaupt zu verstehen, was vor sich geht, ein Kostenrisiko trägt.
Das ist aber auch kein Problem, weil in diesem Fall die Eltern massiv gegen das Kindeswohl verstoßen. Im Zweifelsfall muss das Sorgerecht entzogen werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Frankreich deutlich anders läuft.
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24.05.2012 17:10 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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@esKimuH: Dafür das es nicht Geschäftsfähig ist hat es ja Eltern. Und die haben entschieden das der Wagen auf das Kind läuft.

Und in Deutschland muss ja auch der Halter die Parkknöllchen zahlen wenn der Fahrer nicht ermittelt werden kann.
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24.05.2012 20:01 Uhr von eckttt
 
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