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Sparen in Kliniken: Jeder Arzt muss Überstunden machen

Aufgrund der ständigen Einsparungen im Gesundheitssektor, herrscht in Deutschland akuter Ärztemangel (ShortNews berichtete). So kommt es, dass laut einer neuen Untersuchung jeder Arzt im Jahr rund 400 Überstunden machen muss, um den Bedarf an Behandlungen aufzufangen.

90 Prozent der Ärzte erhalten für ihre geleisteten Überstunden nur zum Teil einen Ausgleich. Laut Gesetz sind zu lange Arbeitszeiten gar nicht erlaubt. Doch aufgrund interner Abkommen wird den Klinik-Ärzten erlaubt, länger als gewöhnlich zu arbeiten.

"Der Stress frisst uns auf. Ich habe offiziell eine 40-Stunden-Woche, tatsächlich bin ich aber bis zu 280 Stunden im Monat im Einsatz. Bei der Rufbereitschaft am Wochenende fallen jedes Mal locker zehn Extra-Stunden an", erklärt ein betroffener Oberarzt.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arzt, Krankenhaus, Klinik, Stress, Arbeitszeit, Überstunde
Quelle: www.bild.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.05.2012 13:24 Uhr von raterZ
 
+5 | -0
 
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ärztemangel: so ein unsinn. man stellt einfach nur weniger ärzte ein - so siehts aus. die restlichen machen dann unbezahlte überstunden und lassen sich damit genau so ausnehmen, wie der rest der pflegekräfte.

das kommt daher, dass öffentliche krankenhäuser verschachert werden und diese dann riesigen PROFIT abwerfen müssen für die aktienhalter.

stoppt den neoliberalen wahnsinn! (und zwar nicht, indem ihr die SPD wählt)
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19.05.2012 14:45 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -1
 
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Wenn ich rechne, was ich an die Krankenkasse zahle könnten wir uns als Gruppe von jeweils 20 Leuten einen eigenen Arzt bezahlen. Dem würde es aber gut gehen, da ich ihn nur 5mal im Jahr brauche. Da hätte er rechnerisch nur 100 Behandlungen im Jahr.
Manchmal frage ich mich, ob nicht 5% aller Kranken, 95% aller Kosten verursachen.
Und um mich unbeliebt zu machen - müssen wir 90-jährigen Leuten, mit Operation zu 50.000 Euro das Leben noch um 5 Monate verlängern? Ich meine, irgendwann stirbt man halt mal.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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19.05.2012 15:44 Uhr von cyberax99
 
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@ThomasHambrecht: Gebe dir absolut recht, es sei denn ich bin der 90jährige alte Sack :-)
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21.05.2012 09:45 Uhr von Bastelpeter
 
+0 | -0
 
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Bevor sich in diesem Bereich: in Deutschland irgendetwas aendert, also verbessert, muss es wohl erst sehr viele Tote geben, die darauf zurueckzufuehren sind, dass es nicht genug Aerzte gibt. Aber solange die Aerzte weiterhin an ihre Grenzen gehen, wird alles so bleiben wie es ist, war schon immer so.
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22.05.2012 23:06 Uhr von Borgir
 
+1 | -0
 
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400: ist noch geschmeichelt mancherorts. der ärztemangel ist selbst generiert, weil man personal im gesundheitssektor hier arbeitsbedingungen zumutet, die den begriff moderne sklaverei als beschreibung eines perfekten arbeitsplatz aussehen lässt. nicht nur bei den ärzten ist das so. ich weiß, das will niemand hören weil die götter in weiß ja so viel wichtiger sind angeblich, aber den anderen gesundheitsberufen (ota, mta, pflege usw) geht es keinen deut besser, im verhältnis sogar noch schlechter. weil man in deutschland aber leider nicht bereit dazu ist, qualitativ hochwertige arbeit auch entsprechend zu honorieren, und wir uns das gefallen lassen, wird sich daran auch in den nächsten jahren nichts ändern, es wird eher noch sehr viel schlimmer. selbst die öffnung des arbeitsmarktes hat nichts bewirkt. ärzte und pflegepersonal wandern ins ausland ab (norwegen, dänemark, schweden, schweiz, österreich) weil es dort sehr viel bessere bezahlung und arbeitsbedingungen gibt. in fünf bis zehn jahren wird ein nie da gewesener notstand im gesundheitswesen da sein und alle "experten" werden sich fragen: "wie konnte das passieren"....so wie das eben immer ist.

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