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Köln: Patient muss sterben, weil Ärztin Blut vertauschte

Zehn Monate ist es jetzt her, da musste ein 63 Jahre alter Patient im St. Franziskus-Hospital sterben, weil eine junge Ärztin eine Blutkonserve vertauschte. Sie bemerkte ihren Fehler noch und stoppte nach zehn Minuten die Transfusion.

Doch der Patient verstarb am folgenden Tag. Die Ärztin musste sich nun vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Die Angeklagte sagte zu ihrer Entlastung: "Ich war alleine auf der Station, hatte Verantwortung über 100 Patienten".

Zudem hatte sie eine 62-Stunden-Woche hinter sich. Allein an diesem tragischen Wochenende arbeitete sie 24 Stunden hintereinander. Der Richter zeigte Verständnis. Er Verurteilte die Angeklagte zwar, gab ihr aber keine Strafe.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Gericht, Arzt, Patient, Blut, Transfusion
Quelle: www.express.de

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18.05.2012 09:20 Uhr von lars-hwi
 
+41 | -1
 
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Tragisch es ist wirklich traurig was da passsiert ist, aber das ganze Gesundheitssystem ist für den A.... Das sieht man jedesmal an den langen Gesichtern im Krankenhaus.Die Ärzte kriegen immer den Ärger ab weil die Politik nicht im Stande ist etwas zu ändern.Das geht von Ärztemangel bis zur Überbelegung von den Zimmern.(4 Betten in einem 2 Bettzimmer).

[ nachträglich editiert von lars-hwi ]
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18.05.2012 09:33 Uhr von smart1985
 
+35 | -1
 
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Die Ärztin ist bereits gestraft genug :(

Es ist mit Sicherheit nicht leicht ein Menschen Leben zu verlieren erst recht nicht wenn man desen Tod verursacht hat.

Aber das ist das täglich Brot unserer Ärzte Mehrarbeit ohne ende ...
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18.05.2012 09:45 Uhr von Draco Nobilis
 
+15 | -2
 
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hmm: Warum kann man hier nicht mal das Krankenhaus belangen?
Aus dem Fall hat doch jetzt wieder gar keiner gelernt.

Neee wird weiter so gemacht wie bisher, gab ja für niemanden eine Strafe. Ich sage nicht das man die Ärztin bestrafen soll, aber vieleicht sollte man das Krankenhaus mal genauer unter die Lupe nehmen.

Aber naja typisch Deutschland.
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18.05.2012 09:48 Uhr von Chronos93
 
+10 | -3
 
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@tsunami13: Das mit "Millionen für Griechenland" ist polemisches Bild-Zeitungs-Gelaber.
Das Problem ist nicht unbedingt das Geld sondern das System. Auf einer normalen Station kommen schon mal 100 Patienten auf einen Arzt - das sind groß-teils normale Kassenpatienten. Schaut man sich dann die Behandlung von Privatpatienten an, so kommen 10 Patienten auf einen Arzt (und wesentlich mehr Pfleger). Leider zahlen privat Patienten nicht nur nichts in die öffentlichen Kassen ein, sie sind auch meistens die Personen, mit dem größten Kapital (also dem meisten Geld).
Dieses Geld fehlt dann natürlich wiederum in den öffentlichen Kassen.

Deine Maßnahme, eine hohe Strafe und den Entzug der Approbation für Ärzte, würde sie von ihrer jetzigen schlechten Lage in eine noch schlimmere bringen.
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18.05.2012 09:59 Uhr von KingPiKe
 
+10 | -0
 
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@thatsfunny: Das war kein Mord. Vielleicht solltest du dich mal mit den Definitionen der Begriffe beschäftigen ;)


Letztendlich sit die Ärztin auch ein Opfer der Gesundheitspolitik Deutschlands.Allein auf der Station, 100 Patienten, 24h Schicht, 62h-Woche... da ist es menschlich, dass Fehler passieren. Bei Ärzten hat das aber wesentlich schlimmere Folgen, wie man hier sieht.
Und ganz ehrlich...ich will von keinen Arzt behandelt werden, der gerade die oben genannten Daten hinter sich hat...
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18.05.2012 10:21 Uhr von Bender-1729
 
+4 | -1
 
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@ thatsfunny: "Mord" schonmal gar nicht, denn "Mord" setzt eine Tötungsabsicht voraus. Wenn überhaupt, kann man hier von "Fahrlässiger Tötung" sprechen. Wie die meisten anderen hier, fände ich aber nichtmal das angemessen. Ich möchte mal sehen, wer von Euch hier seinen Job noch ordentlich erledigt, wenn er 24 Stunden am Stück durcharbeiten muss.

Ich sehe die Schuld ebenfalls bei unserem maroden Gesundheitssystem. Niemand kann von einem Menschen verlangen, dass er 24 Stunden am Stück konzentriert durcharbeitet. Das ist biologisch einfach nicht machbar, aber leider ist sowas ja bekanntermaßen Alltag in deutschen Kliniken.

Hauptsache, wir pumpen genug Steuergelder in die Unterstützung kaputter Staatssysteme und in den Erhalt unserer zum Scheitern verurteilten Währung. Nicht wahr, Frau Merkel?
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18.05.2012 10:26 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -11
 
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18.05.2012 10:48 Uhr von mort76
 
+3 | -2
 
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Bender, das Geld fließt nicht "in kaputte Staatssysteme", sondern zu Banken, die sich aus Gier verspekuliert haben und nun eine "Schuldenkrise" inszenieren, damit WIR ihre Verluste minimieren.
Diese Verluste stammen noch aus der letzten Finanzkrise, an der die Banken ja nun bekanntermaßen selber schuld waren.
Und niemand hat sie dazu gezwungen, daß Geld an Pleitestaaten zu verleihen.
Nun wird Griechenland als Vorwand vorgeschoben, die Allgemeinheit für die eigene Habgier bezahlen zu lassen.

Bei den Staaten kommt von dem Geld nichts an.
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18.05.2012 11:25 Uhr von dr-klappspaten
 
+1 | -1
 
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Schön: es freut mich, bei Shortnews endlich mal eine anspruchsvolle und respektvolle Disskussion zu sehen.


Die Minus von ThomasHambrecht verstehe ich nicht.
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18.05.2012 11:31 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
+2 | -0
 
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@ThomasHambrecht: n ja theoretisch müsste man nur aufhören das geld ständig zu kürzen dann bräuchten wir keine 100 euro einzahlen und die ärtze würden wieder unter normalen arbeitszeiten arbeiten..

einfach mehr geld vom bürger abzuziehen ist in dem fall nicht die lösung .. nehmen wir mal den milliarden überschuss der krankenkassen wieso soll der schäuble zu gute kommen wenn man diesen in die krankenhäuser stecken könnte?
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18.05.2012 12:34 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@schwarzerSchlumpf lernt man bei euch die Grundrechenarten in der Schule?

Der Krankenkassenüberschuss ist gerade mal 83 Euro pro Kopf in der deutschen Bevölkerung. Das ist mit einmal Erkältung und einem Arztbesuch weg.
Von was ich hier rede ist etwa der 15-fache Teil des Geldes.
1200 Euro im Jahr - und nicht ein bisschen Umverteilung des Überschusses von 83.- Euro pro Nase. Der Überschuss ist ein Tropfen auf den heissen Stein.

Ausserdem sind die Krankenhäuser in Ordnung. Es geht um die Einstellung von Personal, deren Gehalt dauerhaft gesichert sein muss. Eine Einmalzahlung aus dem Überschuss sichert keine Gehälter.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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18.05.2012 12:40 Uhr von Satimania
 
+2 | -1
 
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100 Patienten? Der HELLE Wahnsinn! Wie kann es sein, dass eine Ärztin für 100 Patienten zuständig ist?

Die Organisation in diesem Krankenhaus scheint ja unterste Schublade zu sein :O
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18.05.2012 12:59 Uhr von ixsechs
 
+1 | -8
 
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Medien übertreiben/erfinden viel dazu! Ich arbeite in dem benannten Krankenhaus!
Und ich finde es eine schweinerei, dass die medien den Vorfall so krass hervorheben! Es ist tragisch das dieser Unfall passiert ist, aber Ärzte sind auch nur Menschen! Das die Ärztin 100 Patienten hatte kann nicht sein, da sie dann die einzige Ärztin wäre, für alle Patienten, das ist unmöglich.
Wie es für Express Bild usw. üblich ist übertreiben sie und erfinden viel dazu! Und die Aussage : ,,leider versickert das Geld in vielen Taschen bis es da ankommt wo es hin soll."
finde ich lächerlich, da sieht man das du keine Ahnung hast, ich weiss was der Chef verdient, und das ist nicht viel für die Arbeit die anfällt.
und ,,Warum kann man hier nicht mal das Krankenhaus belangen?" was redest du fürn scheiss, was kann das Krankenhaus dafür, wenn eine Ärztin ein fehler macht?
Das ist ein finanzieller Schaden den ein Krankenhaus wegstecken muss, wegen so news, die unüberlegt geschrieben wurden, nur um furor auszolösen!
LEUTE SOLLEN NICHT ALLES WORT FÜR WORT GLAUBEN!
Ps. ich hoffe ich hab nichts vergessen, weil ich hab schnell geschrieben.
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18.05.2012 13:10 Uhr von 1234321
 
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Ich würde entweder die Ärztin oder das Krankenhaus: verklagen, damit die Witwe weiterhin finanziell abgesichert ist.

Es kann ja nicht angehen, das sie dort mit der Patientengesundheit Lotto spielen.
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18.05.2012 13:59 Uhr von bigX67
 
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ich kenne fälle, bei denen arzten, die ihre ÜBERSTUNDEN einreichten gesagt wurde, dass in klinik xyz keine überstunden gemacht werden.
aus genau diesem grunde, wurden vor jahren auch der versuch eine stempeluhr einzuführen, abgewiegelt.

ärzte, die mehr als ihre 40h die woche arbeiten, sind STANDARD. keinen schert es.
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18.05.2012 14:36 Uhr von 1234321
 
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@ bigX: Wenn sie nicht gewissenhaft arbeiten können,
dann sollen sie streiken, statt töten.
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18.05.2012 14:37 Uhr von summerheart1
 
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@ThomasHambrecht: ja 83 € Pro Kopf in der Deutschen Bevölkerung Überschuss allein im letzten Jahr. Nicht jeder Deutsche hat aber auch den Schnupfen der den Überschuss vernichten würde. Solange Überschuss da ist gibt es keinen Grund mehr Beiträge zu fordern wenn über 30% des Geldes sinnlos im System versacken.

@1234321

Und dann sterben die Patienten halt weil sie streiken und keine Versorgung von den Ärzten erhalten? Merkste was?

[ nachträglich editiert von summerheart1 ]
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18.05.2012 18:57 Uhr von bigX67
 
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@1234321: grundsätzlich hast du recht.
aber bei den ärzten scheint es akzeptiert zu sein, dass sie soviel arbeiten, unbezahlte überstunden machen, ... .
soweit ich weiss sind bereitschaftsdienste mit 24+ h sogar tariflich festgeschrieben.
und solange es keine grössere solidarische gruppe unter den ärzten gibt, bist du ganz schnell gemobbt oder geschasst.
denke auch deswegen halten viele das maul, hangeln sich so durch, hoffen das nix passiert und versuchen nach erreichen ihres facharztes in eine praxis zu kommen.
wenn du allerdings in deiner karriere eine laufbahn an einer uniklinik anstrebst, musst du buckeln :(.

und es wird nicht besser - eher schlimmer :(.
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19.05.2012 14:56 Uhr von Edelbert88
 
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Die Pfuscher: sollte man so langsam mal strenger kontrollieren...

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