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USA: Tuberkulosekranker angeklagt, weil er seine Medikamente nicht nehmen will

Im Bundesstaat Kalifornien in den USA haben die Behörden zu einem außergewöhnlichen Schritt gegriffen.

Sie veranlassten die Inhaftierung eines Mannes, der an Tuberkulose erkrankte. Er wollte seine Medikamente nicht nehmen und stellte so ein Gesundheitsrisiko für seine Mitmenschen dar.

Er wird die kommenden Tagen für zwei Vergehen angeklagt werden. Zum einen, da er sein Haus verlässt und zum anderen, weil er seine Medikamente nicht nimmt. Die Höchststrafe wäre bis zu einem Jahr hinter Gittern.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Mann, Krankheit, Medikament, Anklage
Quelle: www.foxnews.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.05.2012 12:21 Uhr von Pils28
 
+2 | -13
 
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17.05.2012 13:33 Uhr von Cheshire
 
+10 | -0
 
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@Pils28: Ehrlich gesagt frage ich mich gerade ob Du auch nur die geringste Ahnung hast, worüber Du schreibst.
In der Quelle steht, daß der Mann eine offene Tuberkulose hat, sprich auch Blut hustet, und eine offene Tuberkulose ist höchst ansteckend.
Es reicht, wenige, mikrometer große Tröpfchen mit jeweils 1-3 Bakterien drin einzuatmen um sich anzustecken.
Und wenn der hustet sind das nicht nur wenige Tröpfen die als Aerosol um den fliegen.
Ich frage mich, wie Du da ohne Sicherheitsmaßnahmen neben dem stehen willst...
Die Tröpfengröße im Aerosol bei Tuberkulose (die auch beim Sprechen ausgestoßen werden) ist kleiner als 5 Mikrometer, das heißt sie können damit auch noch lange in der Luft schweben und sich als recht große ansteckungsfähige Wolke verbreiten. Erst ab einer Tröpfchengröße über 5 Mikrometern würden die Tröpfchen auf einer Distanz von weniger als einem Meter zu Boden sinken.
Grundsätzlich kann man bei Tuberkulose aber von einer Aerosolwolke mit einem Radius von ca. 3m sprechen, das heißt Du hast auch noch gute Chancen Dich anzustecken, wenn der Typ unter Deinem Balkon im 1. Stock lang geht.
Und bei einem typischen Mundschutz weicht auch Luft an den Seiten aus, gerade bei starkem Husten.
Damit ist der Mundschutz größtenteils nur geeignet zu verhindern, daß man etwas einatmen, nicht daß man etwas aushustet (vor allem wenn so geringe Mengen wie eine handvoll Bakterien zur Ansteckung führen können).

Dieser Mann hat bewusst die Sicherheitsvorschriften zu Tuberkulose mißachtet und seine Medikamente nicht genommen, die die Ansteckungsgefahr verringert hätten, weil er auf ein Saufgelage gegangen ist und Meth konsumiert hat und dann mit den Medikamenten seine Leber nicht schädigen wollte (laut Quelle).
Damit hat er in Kauf genommen, daß er eine unbekannte Anzahl von Personen, dadrunter auch Kinder und alte Menschen, ansteckt, die davon unter umständen jahrzehnte lang nichts mitbekommen werden.
Wenn sie glück haben bricht bei ihnen die Tuberkulose nie aus oder zu einem Zeitpunkt wo sie es noch gut überstehen können.
Mein Großvater hat es nicht überlebt, er war bereits zu alt und schwach.
Sowas ist nicht nur unverantwortlich, es ist fahrlässige Tötung!
Ich verstehe da echt nicht wie Du das verharmlosen kannst.

[ nachträglich editiert von Cheshire ]
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17.05.2012 13:49 Uhr von Pils28
 
+1 | -8
 
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@Cheshire: Mit wie vielen Tuberkulosekranken hast du so pro Woche zu tun?
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17.05.2012 14:01 Uhr von Cheshire
 
+5 | -0
 
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@Pils28: Ich nehme an, wenn Du schon so anfängst, daß Du mit zig Tuberkulosekranken pro Woche zu tun hast.
Gerade dann solltest Du wissen, daß ich mit jedem Wort das ich geschrieben habe recht habe.
Du kannst nicht bestreiten, daß eine offene Tuberkulose wie bei dem Typen höchst ansteckend ist.

Und um Deine Frage ehrlich zu beantworten, ich weiß es nicht mit wievielen Tuberkulosekranken ich pro Woche zu tun habe, immerhin ist das sehr schwer zu erkennen wenn jemand bisher "nur" eine geschlossene Tuberkulose hat.

Aber zurück zu der ursprünglichen Diskussion, welchen Teil meiner Aussagen über die Ansteckungsgefahr bei einer offenen Tuberkulose möchtest Du anzweifeln? Vielleicht hast Du dazu dann auch belege außerhalb Deiner eigenen Meinung, wenn Du richtig liegst sollte das ja nicht so schwer sein, Deine Meinung zu belegen.
Ich kann Dir zu meiner ersten Aussage zumindest ein sehr umfangreiches Quellenwerk zur Verfügung stellen.
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17.05.2012 14:10 Uhr von Pils28
 
+1 | -5
 
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@Cheshire: Tagelanger Kontakt zu einer offenen Tuberkulose kann schnell zu einer Ansteckung führen. Als gesunder Mensch nur flüchtiger Kontakt, begrenzt das Risiko aber immens. Dazu kommt, dass ein großer Bestandteil der Bevölkerung nicht die genetische Disposition besitzt sich überhaupt damit anzustecken. Kontakt führt daher meist eher zu einer Art Impfung nicht zu einer Infektion. Habe auch lange keinen Tuberkulosepatienten gesehen, den ich nicht als Sozialfall einstufen würde.
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17.05.2012 14:27 Uhr von Cheshire
 
+4 | -0
 
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Belege: Soviel zu den angefragten Belegen, Du widersprichst sehr effektiv allem was Ärzte bezüglich meines Großvaters gesagt haben und was man in diversen Quellen nachlesen kann.

Aber vielleicht sollte ich auch mal die andere Frage stellen, in wie weit sollte jemand, der sich seiner Krankheit bewusst ist, das Recht haben auf eine Behandlung zugunsten seiner Rauschmittel-exzesse zu verzichten, wenn er damit andere mit einer schweren Krankheit anstecken kann.
Was ist zum Beispiel mit den Leuten, mit denen er da seine Exzesse gefeiert hat?
Geschlossener Raum, offene Tuberkulose, Drogenkonsumenten mit gegebenenfalls durch den Konsum geschwächten Imunsystem...
Sorry aber ich kann mich Deiner Meinung nicht anschließen und ich würde sagen, weder die USA noch Deutschland als Staaten wären Deiner Meinung, sonst gäbe es nicht sehr strikte Behandlungsauflagen.

Ich frage mich ob Du über die Aktionen von Gaëtan Dugas ähnlich denkst...
Naja, die Diskussion ist hier eh beendet, wenn Du nicht Belege für Deine Behauptungen liefern kannst.
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17.05.2012 15:28 Uhr von Winkle
 
+1 | -3
 
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@Ceshire: Ehrlich gesagt hat Pils nicht ganz unrecht. In Afrika, wo ohnehin keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden können, gehen die Ärzte ziemlich lax damit um. Das Gefahrenpotential bei einer nicht immunsupprimierten Person scheint aber in der Tat sehr gering, denn passiert ist gar nix.

Hier werden natürlich entsprechende Vorkehrungen getroffen, die aber für einen Laien das Infektionsrisiko höher erscheinen lassen, als es tatsächlich letztendlich ist.

Allerdings muß man auch dazu sagen, daß die Infektion ja nicht unbedingt sofort auffällt.

[ nachträglich editiert von Winkle ]
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17.05.2012 16:00 Uhr von Falap6
 
+4 | -0
 
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@pils: "Man kann guten Gewissens ohne Mundschutz neben einem Tuberkulosepatienten stehen ohne irgendeine Form von Sicherheitsmaßnahme ergreifen zu müssen."

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht so hoch ist wie bei einer Grippe z.B. ist das immer noch Unsinn. Die Erreger die einer mit einer offenen TBC aushustet sind noch stundenlang ansteckend und die Auswirkungen ist um einiges folgenreicher als bei einer Grippe.

cheshire
"daß der Mann eine offene Tuberkulose hat, sprich auch Blut hustet"

Eine offene Tuberkulose heisst lange nicht, dass man Blut hustet, bzw, heisst blut husten nicht unbedingt, dass man eine offene Tuberkulose hat.

"und eine offene Tuberkulose ist höchst ansteckend. "
kommt drauf an was man unter "hoechst" versteht.

Wenn ein "gesunder" Mensch haeufigen Kontakt zu ejmd mit einer offenen TB hat, dann is das Anstekcungsrisiko im einstelligen Prozentbereich, was m.E. immer noch sehr hoch ist.


"ass ein großer Bestandteil der Bevölkerung nicht die genetische Disposition besitzt"

Voelliger Unsinn! Ja es gibt genet. Dispositionen, die das Risiko erhoehen, diese liegen dann im Bereich von bis zu 5fach oder so, aber die meisten Menschen koennen grundsaetzlich eine Tuberkeulose bekommen, bzw. sich so anstcken, dass man sie weiterverteilen kann.

"Als gesunder Mensch nur flüchtiger Kontakt, begrenzt das Risiko aber immens"
Kommt drauf an, was man mit gesund meint!!!
Untergewicht (BMI<19) und Rauchen z.B erhoehen das Risiko jeweils um ca 2 fach.

Insgesamt glaube ich kaum, dass man jmd zwingen kann Tbc medikamente einzunehmen, das waere ja koerperverletung (kA wie das in USA ist???) aber wenn man sich weigert muss man eben damit rechnen, dass sich nicht unter andere Menschen begeben darf.

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