16.05.12 06:12 Uhr
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Lehrstellen bleiben wegen zu schwacher Bewerber unbesetzt (Update)

Laut Otto Kentzler, dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), blieben im vergangenen Jahr circa 11.000 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Der Grund für die Vakanz ist die schlechte Eignung der Bewerber für die jeweiligen Berufsfelder. Oft mangelt es schon an Grundkenntnissen oder das Engagement ist verschwindend gering.

So suchen die Ausbilder mittlerweile selbstständig und das ganze Jahr über nach geeigneten Bewerbern, um sich frühzeitig die richtigen Azubis auszuwählen.


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WebReporter: darQue
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeitsplatz, Bewerber, Handwerk, Auszubildende
Quelle: www.wz-newsline.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.05.2012 06:12 Uhr von darQue
 
+10 | -2
 
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ich glaube auch, dass es mittlerweile eine große Masse an Jugendlichen gibt, die keinerlei Antrieb haben oder keinen Wert auf Bildung legen. das ist ein Problem, das sich in den nächsten Jahren sicher noch deutlicher zeigen wird. Allerdings habe ich mitbekommen, welche Anforderungen an Bewerber gestellt werden, und mal ehrlich: Wozu braucht ein Bürokaufmann Abitur? Nichts ersetzt das persönliche Gespräch und den daraus entstehenden Eindruck...
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16.05.2012 06:50 Uhr von Aggronaut
 
+13 | -4
 
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ich habs vor ein paar tagen: noch scherzhaft getrollt das wir ja ausländische azubis importieren könnten....

und gestern seh ich dann ein bericht im tv über spanische jugendliche die nach deutschland kommen um ihre ausbildung zu machen...

deutsche azubis sind wahrscheinlich auch schon zu teuer...
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16.05.2012 07:57 Uhr von Aggronaut
 
+13 | -2
 
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Bleissy: und ständig abrufbereit sind sowie mindestens 60 jahre berufserfahrung haben.
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16.05.2012 08:10 Uhr von aquilax
 
+6 | -11
 
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selbst schuld: selbst schuld.

kapuzenpullis, handys, downloads und games profizocken machen eben noch keinen mann aus.

gute nacht deutschland.
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16.05.2012 09:12 Uhr von saber_
 
+4 | -0
 
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@Chorkrin: das stimmt garnicht! gymi ist megakrassueberschwer geworden!
das schafft ein normaler mensch garnicht!

und deswegen wird jetzt auch der lehrplan gekuerzt... weil warum muss man in mathe und physik so tief einsteigen?! das braucht man doch nie wieder!


//ironie OFF


also zwischen mir und meinem bruder lagen ueber 10 jahre unterschied und 1 grosse bildungsreform. er ging auf das selbe gymnasium wie ich und hatte groesstenteils auch die selben lehrer wie ich. er war die zweite g8 generation...


das geheule und gemecker war gross... er muesste viel mehr lernen, viel mehr hausaufgaben schreiben, waere viel laenger in der schule... zu wenig freizeit... mehr stoff... weniger zeit... etc etc etc etc etc...


bis ich meine alten schulsachen vom dachboden wieder rausgeholt habe.... unsere stundenplaene waren doch mit paar stunden weniger versehen, aber im schnitt waren das 4-5 schulstunden pro woche... dafuer dann ein jahr schneller fertig werden.... auf jeden fall haette ich das in kauf genommen! zumal man waehrend der schulzeit eigentlich immer schon mittags zuhause war... evtl mal frueher nachmittag... aber freizeit ohne ende...


dann haben wir die einzelnen faecher direkt miteinander verglichen... mathe,physik, bio und deutsch waren sogar bei den exakt gleichen lehrern... also meine hefte waren deutlich voller und da war einiges mehr an stoff drin...


deutschland baut sich langsam aber sicher selber ab...echt schade..


und das beste... die generationen vor mir hatten noch mehr stoff und sind teilweise heute noch viel fitter in manchen sachen... aber damals hat keiner gemeckert...
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16.05.2012 09:29 Uhr von SHA-KA-REE
 
+3 | -0
 
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@Chorkrin: Du verallgemeinerst ganz schön. Wenn dem so wäre, dann müsste ich heute Straßenkehrer sein, und würde nicht Testsysteme in der Softwarequalitätssicherung entwickeln, denn ich habe "nur" einen Realschulabschluss (dafür aber einen guten). Der Punkt ist: Ich habe mich ins Zeug gelegt, mir viel selbst beigebracht und noch einige Trainings absolviert, sodass ich eben zu diesem Beruf gekommen bin. Ich kenne Leute die sich sonst was auf ihr Abi eingebildet haben, und heute arbeitslos sind oder Autos reparieren.
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16.05.2012 09:32 Uhr von b_andog
 
+2 | -1
 
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eigentlich ne ziemlich komplexe Geschichte Man ist derzeit auf Auszubildende angewiesen klar:

aber

1. Es werden heutzutage ja auch Ausbildungsplätze besetzt und wir haben eine Menge Schulabgänger die recht schnell einen Ausbildungsplatz finden. Was im Gegenzug bedeutet das die Bildung nicht völlig verkorkst ist.

2. im Zusammenhang mit der demographischen Kurve einiges auf uns uns zukommen wird. und zu wenig Auszubildende ist ein Punkt bzw. deren Auswirkung.

3. Das in vielen Betrieben und Industrieunternehmen mal langsam über Nachhaltigkeit nachgedacht werden muss die natürlich schon bei der Ausbildung beginnt. Jedoch viele Unternehmen überlegen eher ob sie im nächsten Jahr noch Bestand haben. Da ist die Prioritätensetzung etwas anders. Trotzdem gibts auch Unternehmen mit einer vernünftigen Unternehmenskultur. Es muss sich nur rumsprechen dass das sinnvoll ist.

4. Die Qualität der Auszubildenden sinkt. Man muss sich klarmachen das auf den Jugendlichen ansich mehrere Faktoren einwirken. Hauptsächlich Schule/Lehrer, Eltern, soziale Strukturen, Medien, politische Rahmenbedingungen. Überall kann man ansetzen und Fehler suchen. Wichtig wäre an allen Punkten anzupacken und nicht den schwarzen Peter immer rumzureichen.

5. Wir zwangsläufig auf Auszubildende aus dem Ausland angewiesen sind, wenn wir aus der eigenen Bevölkerung nicht entsprechend nachsteuern können.

6. Wenn wir mit unserer Geburtenrate in Deutschland, Familenplanungsmöglichkeiten und unseren "sozialen" Prioritäten nichts ändern, werden wir vermutlich bald sowieso keinen Nachwuchs mehr haben der die Rente für das überalterte Deutschland verdient. Gut das wir dahingehend der Jugend wenigstens einen riesigen Schuldenberg hinterlassen damit die ohnehin schwarze Zukunft vieler Jugendlicher zum großen Teil auch noch garantiert perspektivlos ist.

7. Die Schere zwischen Arm und Reich mittlerweile immer absurdere Ausmaße animmt. Gefühlt wird das meiste Geld verdient beim verwalten.

- Verwalten vom Staat, Länder, Kreise, Komunen
(vom Geld der Steuerzahler)

- Verwalten vom Geld - Banken etc.
(vom Geld des Einzelnen ohne wirkliches Risiko für die Banken)

- Verwalten von Soldaten
(kaum ein Land gönnt sich pro Soldat soviel Hilfstruppe und Verwaltung wie die Bundeswehr)

-Verwalten von Arbeitslosen und ALGII Empfängern
(wirklich Arbeitsplätze schaffen mit einem Mehrwert der daraus resultiert wäre für mich in jedem Fall wünschenswert)

-Verwalten von Bildung
(Ich bin dafür das in Bildung investiert wird, jedoch weiß ich aus eigener Erfahrung das eine effizientere Verwaltung in vielen Bereichen möglich wäre) da werden meist ungeheur viel Möglichkeiten geboten um das Bildungsangebot zu verbessern aber die Verwaltung zu entschlacken jedoch wird meist argumentiert das ein Aufarbeiten der Strukturen Einschnitte in die Bildung bedeuten dabei wäre es durchaus sinnvoll mal zu hinterfragen wo kann man die Bildung effektiver machen. (Dort investiert man dann mit Sicherheit auch gern)

- Verwaltung in größeren Unternehmen
(Wo auch jetzt schon mehr Wert auf die Verwaltung -Administratoren, Controller, Management, PR Director rtc gelgt werden)
anstatt diejenigen wertzuschätzen die maßgeblich an den Produkten beteiligt sind - Konstrukteure, Technischen Zeichner, Ingenieure, Meister und Gesellen
Es ist ein Zusammenspiel - mit Sicherheit

17,4 Millionen als Managergehalt (VW)
irgendwann muss man die Sinnhaftigkeit hinterfragen


das kann mit sicherheit noch fortgesetzt werden..

Ich mach hier mal ein Strich, und wollt mir nur ein wenig von der Seele reden...
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16.05.2012 09:35 Uhr von quade34
 
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Autor: Verwaltungsangestellte mit Abi können zumindestens Lesen und Schreiben.
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16.05.2012 09:38 Uhr von Mister_Kanister
 
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das ist total: seltsam mit den Stellen. ich helfe zur zeit einer jungen Frau bei den Bewerbungen deswegen ist das Tema recht aktuell für mich muss aber feststellen das es genug Stellen gibt und genug suchende Unternehmen aber die Bewerberei bringt bis etz noch nix.. ich meine schon fast schade um die Zeit die man da reinsteckt. Man gibt sich z.B. total Mühe die Bewerbung ist grafisch auch schön anzusehen also nicht mausgrau und langweilig und man druckt mal schnell 3 oder so raus nene das ist immer auf den Beruf angepasst also schon bischen Arbeit. aber von 15 Bewerbungen im Monat kommen 2 Absagen der Rest meldet sich nicht einmal. Also ich glaube langsam zu verstehen das die Unternehmen einfach zu hohe Ansprüche haben und dann wundert mich das nicht. Als Becker Lehrling braucht man scheinbar einen Realschulabschuss, als Frau wird man für diese Ausbildung scheinbar garnicht erst wahrgenommen. Es scheint auch ein Problem zu sein wenn man schon älter ist und nicht in der Region wohnt. Bei anonymen Bewerbungen falls das überhaupt mal bei nem Unternehmen möglich ist stehen wieder die Noten im Vordergrund also alles in allem für mich als geduldiger und erfahrener Mensch schon entmutigend. Da werden junge Leute einfach nach einer Zeit "keinen Bock" mehr drauf haben.. denn im Internetzeitalter wo wir Bewerbungen auch per E-Mail zusenden selbst da ist es nicht möglich einfach auf antworten zu gehen und ein paar Zeilen zurückzuschreiben oder sonstwas. Es sind jedoch nicht nur Bewerbungen, es sind natürlich in Verbindung mit der Bewerbung auch Gesuche für Praktikas mit dabei aber selbst da kommt nix weil man scheinbar auserhalb von der Region sucht, selbst wenn man mal für ne Woche die Unterkunft gestellt bekommen würde... also sehr sehr seltsam

[ nachträglich editiert von Mister_Kanister ]
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16.05.2012 09:40 Uhr von Roadrunner1971
 
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Wahr doch abzusehen: Diese Sache war doch ab zu sehen. Mann braucht sich doch nur mal die Einstellung der Jungendlichen(zum Größtenteils) anzusehen. Kein Bock auf Schule , Kein Bock auf Arbeit es gibt ja Hartz 4.

Wenn hier schon das grundlegende Allgemeinwissen fehlt, wie soll man dann solchen Person das grundlegende des Ausbildungsberufs vermittelen.
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16.05.2012 09:42 Uhr von machi
 
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Der Vater meiner Frau war Ausbilder in einem mittelständischen metallverarbeitenden Betrieb in Hessen. Beworben haben sich dort Hauptschüler und Realschüler, am Anfang mehr Hauptschüler, der Anteil der Hauptschüler ging zurück.
Über seine Anfangszeit konnte er sagen:
- Die Hauptschüler die abgingen waren heiß drauf was zu lernen, was zu leisten
- Jeder konnte nahezu fehlerlos schreiben, Rechtschreibung also ok
- Jeder konnte die Grundrechenarten (sowie 3satz), alles weitere konnte dann beigebracht werden

Am Ende:
- Antriebslos
- Rechtschreibung, Gramatik furchtbar
- sozial schwierig, oft aggressiv, wenn sie was nicht verstanden bissen sie sich nicht durch, gaben schnell auf
- Alles über Addition und Subtraktion hinaus fehlt, 3 Satz war nicht mehr wirklich vermittelbar.

Da ist natürlich in der Erziehung was schief gelaufen, aber auch die Umstände in den Schulen haben sich geändert, der Lehrer als Respektsperson fiel weg, immer mehr Abschottung, usw ... Eine Jugend die sich selbst überlassen wurde weil sie konsequent seit ihrer Geburt vernachlässigt wurde ...

Daran ist aber die Schule nicht schuld, und die Ausbilder schon gar nicht.

Meine Frau siebt im Moment Bewerbungen für ne Rechtsanwalts Fachangestellten Ausbildung.

Deckblatt > 10 Fehler ist normal,
auf 2 Seiten die hälfte rot anstreichbar => erreichen 70%
Im Bewerbungsgespräch larifari, haben sich oftmals nicht mal informiert was man in dem Beruf für Aufgaben hat, usw ..., und die kommen von der Realschule und vom Gymnasium...


Mein alter Chemielehrer sagte schon Anfang der 90er dass die Lehrpläne auf Druck der Eltern immer weiter gekürzt werden, wenn das so weiter geht dann kommen zwar mehr durchs Gymnasium, wissen aber danach immer weniger und sind für ne weitere Laufbahn untauglich.
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16.05.2012 09:45 Uhr von machi
 
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@Roadrunner: Diese Einstellung findeste dann oft wenn die Eltern ebenfalls Hartz4 bekommen und eine "leck mich am Arsch" Einstellung fahren. Gerade diese Kinder müssen von Anfang an konsequent gefördert werden damit sie mehr aus sich machen können als ihre Eltern es schafften.
KiTa mit 1 Jahr,
KiGa mit 3,
ganztagsschule mit Hausaufgabenhilfen,
lerngruppen,
sportverein

lernen sich beweisen zu können, lernen dass mehr zu wissen als am Tag vorher was gutes ist, die richtige Einstellung bekommen wie man Erfolg haben kann.

@home kriegen sie das glaube ich so nicht mit, da lernt man nur: wirst eh vom Staat gefickt, was leisten: wozu, bringt doch eh nix, häng ich lieber dem Staat auf der Tasche (mal bezogen auf so assipack Eltern, gibt natürlich auch korrekte die hartz4 beziehen) ^^
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16.05.2012 10:39 Uhr von quade34
 
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machi: Sie versuchen sich als Utopist. Da hilft wohl nur die Zeitmaschine, zurück um 50 Jahre.
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16.05.2012 10:58 Uhr von Bastelpeter
 
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Deutschland hat: den Ausschuss selbst produziert. Nun kommt die Quittung. Der Versuch, diesen Ausschuss durch H4 und Dumpingloehne zu entsorgen wird leider auf Dauer nicht funktionieren. Und dann???
Aber wir brauchen ja kulturbereichernde "Fachkraefte"!
Und Griechenland muss ja unbedingt in der Eurozone gehalten werden.
Fachkraefte aus Deutschland muessen auswandern, um ueberhaupt Arbeit zu bekommen!
Die Regierung wird so weitermachen wie bisher, und Deutschland wird letztendlich seine Identitaet vollends verlieren.
Gute Nacht Deutschland!

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