15.05.12 15:39 Uhr
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Gläserne Schüler: Pilotprojekt in Berlin geplant

Das unter der Schulsenatorin Sandra Scheeres geplante, sogenannte "Elektronische Klassenbuch" soll im kommenden Schuljahr als Pilotprojekt starten und nach einer erfolgreichen Testphase flächendeckend eingeführt werden.

Das System erlaubt Lehrern zum Beispiel, SMS an die Eltern zu verschicken, wenn die Schüler dem Unterricht fernbleiben. Zudem können Informationen zu den einzelnen Schülern zentral gespeichert und abgerufen werden. Ein unbefugter Zugriff auf die Daten sei ausgeschlossen.

Martin Delius, bildungspolitischer Sprecher der Berliner Piratenfraktion, übt Kritik an den Plänen und sieht eine hohe Gefahr hinsichtlich des Datenschutzes. Zudem sieht er das 72.000 Euro teure Pilotprojekt als vergleichsweise schlechte Investition an.


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WebReporter: darQue
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Berlin, Schüler, Kontrolle, Pilotprojekt
Quelle: winfuture.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.05.2012 15:39 Uhr von darQue
 
+8 | -0
 
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Ich sehe da ebenfalls gravierende Probleme den Datenschutz betreffend und die Privatssphäre der Schüler scheint mir gefährdet. Daher spreche mich klar dagegen aus.
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15.05.2012 15:53 Uhr von Schwertträger
 
+7 | -2
 
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SMS an Eltern zu schicken, wenn ihre Kinder nicht: zum Unterricht erscheinen, halte ich für sehr sinnvoll. Besser und direkter als das bisherige, recht lahme Briefsystem.

Eine zentrale Speicherung ist dagegen immer problematisch. Allein schon, weil viele Lehrer technikfeindlich und etwas faul im Umgang mit Technik sind.


@Autor: Es wäre schön, wenn Du Deine Probleme, den Datenschutz betreffend, mal genauer im Detail ausführen würdest. Auch Näheres zur Verletzung der Privatsphäre wäre sinnvoll. So ist Dein Satz ein ziemlicher Allgemeinplatz.
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15.05.2012 16:01 Uhr von darQue
 
+5 | -0
 
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@schwerträger: ich meine damit, dass die sicherheit des systems wahrscheinlich nicht so hoch ist, wie sie angepriesen wird. außerdem wird das mit den sms bei regelmäßigen schwänzern wohl auch nicht viel bringen, da die eltern da idr wissen, dass ihre sprösslinge blaumachen.
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15.05.2012 16:15 Uhr von atrocity
 
+12 | -0
 
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"unbefugter Zugriff ...sei ausgeschlossen": "Ein unbefugter Zugriff auf die Daten sei ausgeschlossen. "

haha, wer es glaubt, das wäre das erste 100% sichere IT-System
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15.05.2012 16:29 Uhr von xHattix
 
+7 | -0
 
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Titel: Allein wegen der Aussage "Ein unbefugter Zugriff auf die Daten sei ausgeschlossen. " sollte das Projekt erst garnicht stattfinden! Wer solche Aussagen trifft der rennt wirklich mit einem Brett vor dem Kopf herrum...

Es gibt einfach keine 100% sicheren Systeme.. Datenschutzrechtlich dürfte das wohl auch auf einige Widerstand stoßen..
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15.05.2012 16:38 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -1
 
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@darQue: Dass die Sicherheit nicht so hoch ist wie angepriesen, hatte ich ja auch schon angedeutet. Wo allerding sim Detail die Schwächen liegen, so es welche gibt, wissen wir aber beide nicht.

Dass die SMS bei manchen Eltern nicht viel bringen wird, ist wohl korrekt, aber wenigstens können die sich dann bei Strafmaßnahmen nicht herausreden, sie wären nicht zeitnah informiert wurden. Da ist die Basis dann gegeben, denen starfrechtlich auf die Bude zu rücken und ggf. die Kinder zeitweise in eine Betreuung zu geben.
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15.05.2012 16:52 Uhr von darQue
 
+6 | -0
 
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aber tut es dann nicht eine liste mit telefonnummern der eltern, wenn mal was akutes anliegt?
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15.05.2012 18:35 Uhr von CrazyCatD
 
+4 | -0
 
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Am Besten fangen wir mit der Datensammlung wie eine Personalakte schon direkt nach Geburt an und führen das dann über den Kindergarten weiter bis zur Schulzeit, anschließend wird die dann von zukünftigen Ausbildern angefordert um sich einen Einblick über den betreffenden Jugendlichen zu holen usw.usf. das sieht dann so aus:

Hans Hüppendörfer geb. 17.10.2002
1. ElisenKrankenhaus:
Hans war eine schwere Geburt, hat über 12 Stunden gedauert, scheint ein rechter Dickkopf zu sein.
2. Fröhliche Wiese Kindergarten:
Hans hat oft das Essen verweigert, wollte seinen Mittagsschlaf nicht machen und hatte oft Auseinandersetzungen mit den anderen Kindern...

Den Rest überlasse ich eurer Phatasie, auf jeden Fall kann man so ein Großwerden ohne Voreingenommenheit dem Kind gegenüber durch Kindergärtner oder Lehrer nicht mehr gewährleisten, da sehe ich auch eine Gefahr neben dem Datenschutz.

[ nachträglich editiert von CrazyCatD ]

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