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Der Kontakt-Zettel nach einem Unfall kann Schadensersatz begründen

Nach einem Unfall, beispielsweise durch Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz, hinterlassen viele einen Zettel mit Adresse und Telefonnummer hinter der Windschutzscheibe des geschädigten Fahrzeugs. Wer dann wegfährt, riskiert aber eine Belangen wegen Unfallflucht, warnt die HUK-Coburg.

Ein Unfallverursacher muss laut Rechtssprechung eine angemessene Zeit warten, wobei die Länge nach schwere des Schadens gerichtet ist und mit mindestens zehn Minuten angesetzt wird. Alternativ können ein eigener Ausruf oder Zeugen heran gezogen werden, lediglich die Polizeimeldung ist 100 Prozent sicher.

Eine Verurteilung wegen Unfallflucht wird als Verstoß gegen vertragliche Aufklärungspflicht gewertet. Der Versicherer zahlt dann zwar den Schaden, nimmt den Verursacher aber mit bis zu 5.000 Euro in Regress, da er eine sogenannte Obliegenheitsverletzung begangen hat.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Unfall, Schadensersatz, Kontakt, Fahrerflucht, Zettel
Quelle: www.asscompact.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.05.2012 21:06 Uhr von Berufspsycho
 
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Der Zettel ist zwar pragmatisch aber leider keine rechts sichere Lösung. Oft mag das reichen, aber manchmal eben nicht. Auch altgediente Fahrer tun gut daran diese "News" in Erinnerung zu behalten. Visitenkarten werden - welche Wunder - übrigens wie ordinäre Zettel bewertet!
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14.05.2012 21:41 Uhr von Borgir
 
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das ist doch: aber hinreichend bekannt! Nur mit der Polizei das ist so eine Sache. Bei uns rücken dir nur bei Personenschaden aus, wenn es sich um eine Lapalie wie einer Schramme auf dem Parkplatz handelt dann kommen die nicht
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14.05.2012 22:34 Uhr von SN_Spitfire
 
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@Borgir: Hätt ich auch gesagt.
Im Prinzip ists ja egal. Man kann im Nachhinein jedenfalls nicht behaupten, dass du dic nicht gemeldet hättest. ;)
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14.05.2012 23:39 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Man schreibt am besten einen grossen Zettel und hängt ihn an die Windschutzscheibe, damit erstmal dumm herumlaufende Gaffer zufrieden gestellt sind. Dann empfehlen sich die Worte: "Ich hänge Ihnen diesen Zettel an die Scheibe, weil mich 7 blöde Leute beobachtet haben. Mir reicht mein eigener Schaden, ihren Dreck möchte ich nicht auch noch bezahlen."
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15.05.2012 10:19 Uhr von rolf.w
 
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@SN_Spitfire: "Man kann im Nachhinein jedenfalls nicht behaupten, dass du dic nicht gemeldet hättest."

Und wie weißt man das nach? Wir reden hier ja von einem Bagatellschaden von, sagen wir mal <300 Euro. Nur ein bisschen den Lack geratscht.

Die Polizei kommt nicht, also bekommst Du auch keine Verwarnung als "Beweis". Den Einzelverb. Nachweis beim Handy hattest Du nicht gewollt und überhaupt, das Handy ist leer und Du rufst aus der Telefonzelle an.

Im Zweifelsfall müsste also, so es kein schriftliches Protokoll des Anrufs gibt(nicht auffindbar-warum auch immer) die Anrufaufzeichnung von der Polizei durch die Polizei ausgewertet werden. Das als Privatmann hinzubekommen stelle ich mir schwierig vor. Also ab zum (teuren) Anwalt, damit der alles Weitere in die Wege leitet, was auch wieder viel Zeit kostet.

Und das alles nur, weil die Streifenbesatzung keine Lust hatte, vorbeizukommen. Denn, auch wenn sie oftmals viel Stress haben, sie sind nicht permanent im Stress.
Das man mit der Bagatelle nicht oben auf der Prioritätenliste steht ist klar, aber kommen sollten sie schon. Allein durch etwas Wartezeit kann der ganze Vorgang nachher viel schneller abgearbeitet werden.
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16.05.2012 00:41 Uhr von BrianBoitano
 
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