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Sind Auszubildende zu dumm für Ausbildungsplätze?

Die Wirtschaft ist im Aufwind, auch im Jahr 2012 wird es wieder mehr Ausbildungsplätze als Bewerber geben. Allerdings mangelt es an der Qualität der Ausbildungssuchenden.

Der Präsident der Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK) bemängelt, dass viele Jugendliche nicht ausbildungsreif seien. Mangelnde Grundkenntnisse in Deutsch und Mathe würden immer häufiger vorkommen, auch die Sozialkompetenz mancher Bewerber ließe zu wünschen übrig, so eine Studie des DIHK.

In der Konsequenz bleiben viele Lehrstellen unbesetzt, anstatt sie mit weniger qualifizierten Jugendlichen zu besetzen.


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WebReporter: just.mic
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeitsplatz, Auszubildende, dumm
Quelle: www.bild.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.05.2012 11:37 Uhr von Tinnu
 
+51 | -23
 
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tja es liegt nicht an den jugendlichen.
sondern an dessen beschissene förderung durch lehrer und politiker.
für alles ist geld da, nur für unsere kinder nicht.
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12.05.2012 11:40 Uhr von pest13
 
+48 | -4
 
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Wieso: regt sich diese Debilenzeitung auf? Die soll sich freuen, denn die Anzahl ihrer potentieller Leser steigt und steigt und steigt und ...
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12.05.2012 11:42 Uhr von RD61
 
+11 | -23
 
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12.05.2012 11:42 Uhr von Alice_undergrounD
 
+17 | -10
 
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@ Tinnu: und wnen mal geld da ist, würd es für irgendeine scheisse ausgegeben. ich bin ja der meinung, dass zB ein pc raum für mehrere hunderttausend euro an schulen komplett übeflüssig ist. immer wenn wir früher in den pc raum gegangen sind, haben wir uns gefreut "juhu eine stunde rumblödeln", am pc hat da nie jemand gearbeitet, wir haben da echt alles mögliche gemacht nur uns nicht mit den computern beschäftigt, wozu auch, vor so ne kiste kann man sich nachmittags genug setzen wenn einem langweilig ist...
oder wo sie bei meiner alten schule in 2 klassenzimmern so multimediabeamer eingebaut haben mit gestenerkunnung und lauter so schwachsinn, das einzige resultat ist, dass die räume jetz immer verschlossen sein müssen und benutzen tuts eh keiner weil sich kein lehrer damit auskennt...
aber vll liegt das an mir, diese ganze neumodische scheisse hab ich schon immer verachtet...

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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12.05.2012 11:44 Uhr von Anima_Amissa
 
+56 | -6
 
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Politiker sind schuld?! Eher die Eltern, die ihre Kinder zu Vollidioten "erziehen" bzw. "erzogen" haben. Und gegen eine missratene Erziehung ist jeder Lehrer hilflos.
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12.05.2012 12:10 Uhr von Ich_denke_erst
 
+27 | -3
 
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Aus eigener Erfahrung: kann ich sagen dass die Schule an den Anforderungen der Industrie vorbei schult.
Wenn zu einem Test 10 Anwärter aus einer Stückliste verschiedene Schrauben in verschiedenen Längen (deutlich gekennzeichnet) zu einer Bestellliste zusammenfassen sollen und es keiner schafft (Haupt- und Realschüler) dann stimmt etwas nicht mehr.
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12.05.2012 12:12 Uhr von KingPiKe
 
+33 | -12
 
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Das ist Quatsch: Das ist Quatsch. Vielmehr sind die Erwartungen viel zu hoch. Denn die allgemeine Einstellung auf dem Arbeitsmarkt (Suchen 20-Jährigen mit 10 Jahren Berufserfahrung), schlägt sich auch auf den Ausbildunsssektor nieder.
Da werden Azubis gesucht, die eigentlich schon alles können. Das sieht man in diversen Azubis-Shows im TV, und selbst erlebt habe ich das auch. Da muss man beim Probearbeiten schon alles können und wenn nciht, dann ist man raus.
Auch hier will der AG wieder eine volle Arbeitskraft für wenig Geld.
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12.05.2012 12:33 Uhr von wussie
 
+10 | -10
 
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Jaja Ein Freund von mir ist 32 und sucht seit 3 Jahren einen Ausbildungsplatz. Er ist gut in Deutsch und Mathe, und sehr lernwillig. Trotzdem bekommt er nur Absagen wegen seines Alters.

Selbst in den USA würde sowas nicht passieren...

[ nachträglich editiert von wussie ]
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12.05.2012 12:35 Uhr von kingoftf
 
+31 | -2
 
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Wie sagte: Professor Pfeiffer so schön:

"Wenn die Verblödung der Jugend so weiter geht, nähen die Deutschen in 20 Jahren T-Shirts für die Chinesen"

So lange wird´s wohl nicht mehr dauern.......
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12.05.2012 12:50 Uhr von flushbox
 
+21 | -8
 
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Klar: Dann ist die heutige Jugend also viel dämlicher als die damalige Jugend?

Die Bäcker, die heute vom Azubi mindestens mittlere Reife fordern, haben natürlich alle Abitur gemacht? Auch die Maurer, Kaminkehrer, Schlosser und Schreiner? Der Notendurchschnitt war natürlich hervorragend, obwohl die Anforderungen damals viel höher waren als heute ... [/Ironie]

Hört euch doch nur mal die alten Erzählungen eurer Eltern und Großeltern an. 80% der Leute, die damals eine Ausbildung gemacht haben und heute gestandene Handwerker sind, wären in der heutigen Zeit als Azubi ein klassischer Fall fürs Solzialamt.

Menschen, vor allem Jugendliche, sind eben keine Maschinen. Das waren sie auch vor 30,40 oder 50 Jahren nicht. Nur heute interessiert das keinen mehr.
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12.05.2012 13:28 Uhr von Dracultepes
 
+10 | -4
 
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Muss der Maurer oder Schreiner Gedichte für seine Arbeit schreiben?

Die Ausbilder sollten vielleicht mal ihre Anforderungen anpassen. Wichtig ist doch das die jugendlichen den Ausbildungsplatz wollen und dann schafft jeder normale Mensch auch daskleine bischen popelmathe das die Handwerker brauchen.

Die sollen kleine Teilchenbeschleuniger bauen sondern einfachste Sachen ausrechnen.
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12.05.2012 14:31 Uhr von 1234321
 
+8 | -22
 
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12.05.2012 14:40 Uhr von Ich_denke_erst
 
+13 | -4
 
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@WegmitFerkel: Von mir ein Plus - ich bin übrigens selber leidtragender dieses Schulsystems. Meine Tochter geht in die 3. Klasse einer Grundschule (dörflich) bei der die Direktorin glaubt es ist eine Eliteschule.
Folgende Frage wurde bei einer Probe gestellt: Auf einer Weide stehen 35 Ziegen und 16 Kühe. Diese werden von einem Hütehund bewacht. Frage: Wie alt ist der Hund?

@Flushbox
Nicht die Jugend ist dämlicher geworden sondern die Anforderungen sind höher. Oder glaubst Du dass die Bäcker wie früher noch alles mit der Hand abwiegen? In den meisten Bäckereien läuft die Produktion doch längst computergesteuert - was schlissen wir daraus - wer Bäcker werden will muss gute Computerkenntnisse haben.

Oder noch ein Fall: Ich habe vor kurzem von meiner Heizung die Wärmepumpen austauschen lassen - die bisherigen sind halt einfach gelaufen. Jetzt habe ich neue Modelle die über einen Computerchip den bedarf erfassen und sich bei Bedarf einschalten. Spart richtig Strom! Nachteil: Der Heizungsbauer muss die Dinger programieren können.

In jedem Beruf hat es technische Fortschritt gegeben - von daher hinkt der Verglaich mit früher.
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12.05.2012 15:11 Uhr von Phyra
 
+15 | -0
 
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auch wenn die anforderungen hoeher geworden sind, kann man damit nicht die defizite wegargumentieren.

Ich wohne in einer kleinstadt, wir haben hier also nicht die selben probleme wie viele großstaedte, trotzdem, wenn ich den schulstoff und das verstehen dieser von ein paar nachbarskindern denen ich ab und an in mathe nachhilfe gebe mit dem vergleiche, was zu meiner schulzeit aktuell war ist es einfach nur laecherlich.

das größte problem ist, dass kinde rnichtmehr lernen nachzudenken, die sitzen da und warten, dass die loesung von alleine kommt, und wenn man sie darauf hinweist sie sollen doch bitte mal in gedanken ein wenig aktiv ueberlegen oder ihre ueberlegungen einfach laut sagen werden sie sturrkoepfig, beleidigt, und in einigen faellen sogar agressiv. Und wie schon gesagt, dass in einer 3000 einwohner-stadt!
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12.05.2012 16:04 Uhr von quade34
 
+6 | -1
 
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die Jugendlichen: können alle trällern, zappeln, Grimassen schneiden und allerlei lustiges Zeug. Gebt ihnen die Bühne und die Nachfolger von Bushido sind Millionen. Normale Berufe braucht in dieser TV- orientierten Zeit wohl keiner mehr. Wenn die Glotze mal kaputt ist, kauft man einen Neuen. Natürlich aus China, da lernen die Menschen scheinbar noch, wie man sowas baut. Mal ehrlich, der Ex-Bundespräsident sagte " durch Deutschland muß ein Ruck gehen", hat jemand zugehört? Wohl eher nicht. Ihr Schlauberger in den Ministerien und sonstigen Ämtern der Bildung reisst euch zusammen und macht endlich Nägel mit Köpfen.
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12.05.2012 17:07 Uhr von Aggronaut
 
+8 | -0
 
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können ja zukünftig: schüler aus anderen ländern mit besserer bildung importieren
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12.05.2012 18:37 Uhr von rolf.w
 
+8 | -8
 
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Nur mal so: Deutsch ist, zumindest in den Handwerksberufen, so ziemlich das, was am Unwichtigsten ist. In diesen Berufen werden zum Großteil von den Grundrechenarten nur die Strichrechnungen benötigt. Ferner sollte man generell Zahlen lesen und Farben erkennen können.

Warum behaupte ich das? Kaum jemand wird ein Blech oder eine Tischplatte mit 3,4 Quadratmeter Fläche und einer Kantenlänge von 1 Meter an der Stirnseite, oder ein Geländer bestehend aus 15 laufenden Meter Rohr bestellen.
Nein, bestellt wird eine Tafel/Platte mit X * Y Metern oder ein Geländer mit bestimmter Form/mit bestimmtem Muster.

Beim Elektriker ist es noch wilder, in den Schaltplänen(so er welche braucht) steht kein Wort, sondern Aderbezeichnungen(Nummern/Farbe). Der Elektriker weiß, gelb/grün = Erde, Blau=Masse(Minus) oder schwarz = Phase.

So schließen die schon seit Jahrzehnten den Elektroherd an. Aber fragt den Meister mal, welchen Durchmesser die 2,5er Ader hat, da fängt der an zu straucheln, weil es für seine Aufgabe völlig irrelevant ist. Vom Azubi aber wird erwartet, sowas zu wissen.

Das Problem in den Firmen ist, sie geben den potentiellen Azubis nicht die Chance, ihr Können praktisch unter Beweis zu stellen, sondern legen lieber 2 Din A4 Seiten Fragen aus, die im Endeffekt für den Job unwichtig sind. Der Azubi aber soll das wissen.

Gebt den Azubis praktische Aufgaben, stellt ihnen einen Motor hin, lasst euch erklären was wo ist, wie man was demontiert/montiert und schaut, wer da das Zeug für hat. Legt denen ein paar Adern, einen Schalter und eine Glühbirne hin und schaut, wer die zum Leuchten bringt.

Das ist den Firmen VIEL zu aufwendig, lieber die erwähnten Seiten mit Fragen um etwas zu "testen" von dem hinterher keiner etwas braucht.

Wenn die Anforderungen in den Berufen tatsächlich so exorbitant hoch wären, warum werden in so vielen Firmen Leiharbeiter eingesetzt, die von der Lehre her mit der Materie gar nichts zu tun haben und sich auch nicht wirklich dafür interessieren? Weil man sie selbst auf CNC Maschinen in wenigen Tagen anlernen kann, da es immer wieder die gleichen Abläufe sind.
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13.05.2012 09:31 Uhr von aquilax
 
+7 | -2
 
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viele gründe: dafür gibt es viele gründe. doch wer tut etwas dagegen? in erster linie müssen die "jugendlichen" selbst tätig werden und endlich anfangen zu begreifen.

wer jetzt nicht handelt ist eben selber schuld. punkt.

Gründe:

- zu hohe ausländerquote in klassenzimmern. die deutschen schüler werden nicht genügend gefordert, da die lehrer den ausländern zuerst die sprache erklären müssen

- sehr hohe gewaltbereitschaft durch migranten in den schulen und die unterdrückten deutschen buben versuchen sich verzweifelt, den pausenhofmafia methoden anzupassen und vergessen dabei das lernen

- viele deutsche eltern sind mittlerweile selbst zu dumm. dies reflektiert sich im konsum der medien, die sich natürlich der kundschaft anpassen.

- beispiel tierwelt: je intelligenter die spezies, desto weniger nachkommen. das muss endlich von der politik begriffen werden. je stärker die zuwanderung durch mittelalterlich eingestellte und geschulte menschen, desto desaströser für die intelligentere bevölkerung und technologie

- ganz wichtig: zu hoher konsum durch pc/videospiele, künstlich geschaffene traumwelten, tv und internet!!!!!!!!!!!
die menschen glauben, durch den konsum von internetinformationen schlauer zu werden.

DAS STIMMT NICHT: DAS GEGENTEIL IST DER FALL
DENN:

die meisten haben keinen lehrer, der ihnen zeigt, wie man virtuelle informationen erfolgreich im realen leben umsetzt.
information verkommt zur unterhaltung und wird sehr schnell vergessen.

fragt man jugendliche z.b. welches die wichtigste information des tages für sie war, so finden die meisten darauf keine antwort.

- verlust von sprache, anstand, regeln, rücksicht, ehre, wertschätzung: kaum einer kann (ausser vielleicht ehre....meine schwesta...deine mutta...alta..) damit etwas anfangen

nicht einmal tischmanieren sind geläufig, da immer öfter nur mit hand und fingern (döner, burger &co.) gegessen wird.

- DAS ALLERWICHTIGSTE:
immer weniger deutsche jugendliche, da immer weniger kinder geboren werden.
in vielen städten deutschlands sind mittlerweile bis zu 72% aller kinder unter 8 jahren migranten, die von haus aus mit der deuschten mentalität und dem erfindertum nie etwas anfangen werden.


GUTE NACHT DEUTSCHLAND. GEHT MAL ALLE SCHÖN SCHLAFEN.

nur: wenn ihr morgen aufwacht, wird euer zuhause auf einmal ganz anders aussehen.

fazit: willkommen in der welt der idiocracy !
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13.05.2012 09:49 Uhr von Johnny Cache
 
+4 | -0
 
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So dumm wie ihr die Politiker darstellt sind sie leider nicht. Unser System beruht nun einmal darauf daß unsere politischen Repräsentanten von einer Mehrheit bestimmt wird und diese schon immer recht "einfach" war. Was liegt also näher als sich das Wahlvieh auch in Zukunft durch entsprechende Förderung zurecht zu biegen?
Dumme lassen sich nun mal besser regieren als intelligente oder gar kritische Menschen. Traurig aber wahr.
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13.05.2012 09:56 Uhr von aquilax
 
+0 | -2
 
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die programmierung: die programmierung ist wichtig:

auch wir tragen alle ein programm in uns. in den genen.

ein mensch handelt durch diese info instinktiv ohne lang zu überlegen und er weiss nicht einmal, woher er dieses wissen hat. das sichert ihm einen unerreichbaren vorteil gegenüber geninformationen anderer lebewesen.

diese informationen sind das wichtigste für unsere struktur des lebens. wenn diese informationen nicht genutzt oder verloren werden, so ist das fatal für den fortbestand einer spezies.

aber vielleicht soll das auch so sein und wird extra so gesteuert? vielleicht solllen diese informationen ausgelöscht werden, weil sich andere dadurch benachteiligt fühlen?

wer weiss.............
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13.05.2012 11:18 Uhr von hujiko-san
 
+3 | -1
 
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Hmm Naja, ich weiß nicht so recht, aber irgendwo muss ich doch mal für unsere Jugend in die Bresche springen.

Der prozentuale Anteil von Abiturienten steigt kontinuierlich an. Das liegt im Übrigen nicht daran, dass die Anforderungen gesunken wären, sondern daran, dass die Zahl leistungsbereiter Jugendlicher steigt. Eine Rolle spielt dabei natürlich der zunehmend härter umkämpfte Arbeitsmarkt, andererseits will sich naturgemäß natürlich wenn möglich niemand den Buckel krumm schuften, wenn er geistig halbwegs in der Lage ist, da herum zu kommen. Ebenso wächst die Zahl von Hochschulabsolventen unablässig. Wer mir jetzt etwas von gesunkenen Anforderungen erzählen möchte, hat die seit Anfang der 90er laufenden Reformen vergessen und blendet den Bologna-Prozess vollkommen aus. Im Vergleich zu früher steigt im universitären Umfeld die Zahl der "Streber" (hier mal ohne negative Konnotation) kontinuierlich an, die es auf einen glänzenden Abschluss abgesehen haben.

Im Vergleich zu früher trennt sich hier einfach die Spreu vom Weizen schärfer ab. Während noch vor ein paar Jahrzehnten die Zahl derer, die aus Faulheit, Unlust aber auch Pragmatismus und fehlenden Geldmitteln der Eltern (ich verweise auf die Zeit vor den 60ern, in der von BAföG keine Rede sein konnte), oder weiß der Geier auf die Realschule gingen - obwohl sie durchaus für einen akademisch orientierten Bildungsweg geeignet waren - auf einem stabilen Niveau blieb, geht heutzutage jeder aufs Gymnasium, so denn irgend möglich.

Und sorry, aber ganz ehrlich... ich habe nicht Jahre die Schulbank gedrückt und allerlei theoretischen Kram in mich hinein gepresst, um mir dann im Nachgang als Handwerker die Finger schmutzig zu machen, und um dann mit Anfang 50 gnadenlos aus dem ersten Arbeitsmarkt aussortiert zu werden. Die Zeiten des Wirtschaftswunders sind nun einmal passé, und die Karriereleiter klettert empor, wer die entsprechenden Papiere in der Tasche hat.

Überdies sind auch bei den Ausbildungsberufen die Anforderungen gestiegen. Bevor ich an die Uni bin, habe ich auch Ausbildungsberufe erlernt. Tatsächlich legte man mir binnen der ersten Wochen Milchmädchenrechnungen vor (so grundsätzlich fehlerhaft, dass nur ein Trottel einen derartigen Mist frisst), aus denen hervorgehen sollte, ab wann und mit welcher Leistung ich dem Unternehmen denn Profit erwirtschaften würde, wie teuer dem Unternehmen doch meine Ausbildung zu stehen käme. In Vorstellungsgesprächen fragte man mich doch tatsächlich mehrmals, ob ich es mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen halten würde. Hätte ich mal lieber nicht verneint, dann wären mir wohl durchschnittlich 100 bis 150 unentgeltliche Überstunden monatlich erspart geblieben. Lange Rede, kurzer Sinn: Warum sollte ich mich derlei Arbeitsbedingungen hingeben?

Verzeihung, aber ich kann mir entsprechend der Erzählungen älterer Semester beim besten Willen nicht vorstellen, dass dem früher auch schon so war.

Kurzum: Hochschulabschluss == Lebensqualität, und das bekommt man von Kindesbeinen an gelehrt. Für mich hat sich das auch bewahrheitet. An Haupt- und Realschulen bleibt halt der Rest hängen, und ohne mäßigende Kräfte verschärft sich die Situation für die verbliebenen Jugendlichen nur weiter.

Ach, ich mache es kurz: Bildungsschere. Punkt!

Erst den Arbeitsmarkt unter Dampf setzen bis allen Hören und Sehen vergeht, und dann die Konsequenzen nicht schlucken wollen.
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13.05.2012 11:32 Uhr von unomagan
 
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Ich: weiß nicht wer es war. Aber vor, hm 10 Jahren oder so? Schrieb nen Psychologe das die Sozialkompetenz extrem sinken wird. Das wir ein Zeitalter der "Ellenbogen" Gesellschaft betreten. Dank Rentenreform, Krankenkassenreform, kündigungsschutz Lockerungen usw etc. Mich wunderts nicht. Und um "Assi" zu sein braucht man die Energie die man hat dafür. Und nicht um zu Lernen. Selten ist jemand nen Arsch und Intelligent.

Und der Wusste das schon vor zehn! Jahren! Herrgott... was ein Drecksplanet! Und drecks politik
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13.05.2012 12:23 Uhr von Metalian
 
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Sind Auszubildende zu dumm für Ausbildungsplätze? JA
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13.05.2012 13:01 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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Was will man denn auch anderes erwarten?
Wer kann schon von sich sagen, gerne in der Schule gewesen zu sein? Wie viele Leute schieben wegen dieser Insitution - die mehr Ähnlichkeiten mit einem Gefägnis, als eine "Ort des Lernens" gemein hat - eine große Abneigung vor einem Wissenserwerb vor sich her?
Gut, dass es jetzt das Betreuungsgeld gibt, da können die noch dümmeren Eltern ihre noch nicht ganz so dummen Kinder noch viel besser sich selbst angleichen.
In einer Welt, in der jeder nur seinem individuellen Glück hinterher jagt, bleibt eben kein Platz für die Interessen der Kinder.
Außerdem ist richtige Bildung doch eh nur der Elite vorbehalten. Oder wer beisst sich nicht oft in den Hintern, wenn er die Kosten für die Nachhilfe seines Nachwuchses bezahlt?
Ich mag nur hoffen, dass man diesen vernachlässigten Generationen wenigstens so viel Vernunft eingepflanzt hat, dass sie nicht wie die jungen Leute in England ihre eigene Existenz noch weiter zugrunde richten (siehe Krawalle in London etc.)
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13.05.2012 17:45 Uhr von SilentMoja
 
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ich: hatte in Deutsch Mathe und Englisch ne 4 und hab trotzd. ein Ausbildungsplatz bekommen :)

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