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Abofalle: Elfjähriger Junge soll 156 Euro für angeblichen Download zahlen

Die hessische Internetfirma "Content4U" aus Rodgau fordert von dem elfjährigen Fabian aus dem sächsischen Plauen 156 Euro, weil er angeblich irgendetwas aus dem Internet heruntergeladen haben soll. Außerdem habe er ein Abo abgeschlossen.

"Content4U" verschickte bisher mehrere Mahnschreiben und hat inzwischen sogar eine Inkassofirma mit dem Eintreiben der angeblichen Forderung beauftragt. Allerdings hat sein PC überhaupt keinen Zugang zum Internet.

Bei der Hamburger Verbraucherzentrale ist "Content4U" allerdings keine unbekannte Firma. "Sie steht bei uns auf der schwarzen Liste der Abofallen. Bei diesen Firmen gilt: Auf keinen Fall zahlen und stur bleiben! Hier fehlt ja jeder Vertrag!", so deren Sprecher Günter Hörmann.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Internet, Junge, Download, Abofalle
Quelle: www.bild.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.05.2012 12:20 Uhr von Kamimaze
 
+16 | -0
 
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Man muss bei Google nur mal "Content4U" eingeben - alles weitere erklärt sich dann von selbst. Was ich nicht verstehe ist, warum die Justiz diesen Firmen nicht das Handwerk legt.
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11.05.2012 12:47 Uhr von kingoftf
 
+8 | -5
 
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Mahnung=Mülleimer: fertig
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11.05.2012 12:54 Uhr von Kamimaze
 
+5 | -1
 
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@kingoftf: Naja, so einfach ist das leider nicht: wenn die einen Vollstreckungsbescheid über ein Gericht erwirken, heißt das zwar nicht, dass man zahlen muss, nur hat man übelste Rennerei...
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11.05.2012 13:03 Uhr von zensus1999
 
+2 | -17
 
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11.05.2012 13:14 Uhr von Delios
 
+6 | -1
 
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@Kamimaze: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die vom Gericht nen Titel kriegen werden.
Wenn der Bengel erst 11 Jahre alt ist, ist der Vertrag sowieso schwebend unwirksam und die Eltern werden sicher nicht ihr Einverständnis dazu geben.
Diese Content-Firma will nur versuchen Angst einzujagen und hoffen, dass die eben bezahlen.
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11.05.2012 13:32 Uhr von thatstheway
 
+6 | -0
 
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Es wird endlich Zeit, das diese Firmen und deren Abzockanwälte
aus der "seriösen" Geschäftswelt verschwinden.
Dazu muss ein Gesetz unserer "seriösen" Politmarionetten
erlassen und gnadenlos verfolgt werden.
Oder kann es auch sein das unter Umständen auf komische Weise die Parteikasse gefüllt wird ?

Alle Beteiligten dieser Abzockfirmen sollten wegen Betrugs verurteilt werden und mind. für 5 Jahre vom Geschäftsleben
gesperrt werden.

[ nachträglich editiert von thatstheway ]
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11.05.2012 13:39 Uhr von Achtungsgebietender
 
+3 | -21
 
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11.05.2012 13:46 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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@thatstheway diese Gesetze existieren längst. So ist es jetzt Pflicht, dass man anklicken muss, dass man etwas gegen Geld abschliesst.
Aber auch die alten Gesetze waren schon ausreichend. Kein Richter in Deutschland hat jemanden verurteilt, wenn er versehentlich eine Abofalle oder ähnliches abgeschlossen hat. Viele waren einfach nur zu dumm den Rechtsweg zu beschreiten oder gegen den amtlichen Mahnbescheid Widerspruch einzulegen.
Einer dieser Abobetrüger (mit Freeware-Downloads) sitzt gerade 2 Jahre ab.
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11.05.2012 13:56 Uhr von msh1n0
 
+1 | -3
 
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genau, ignorieren: Einen ähnlichen Fall hatte ich letztens erst, da gings um einen Handy-Vertrag, den ich angeblich abgeschlossen haben sollte.
Ich dachte, lass sie mal mahnen, ich hab ja nichts abgeschlossen, also einfach ignorieren....
Am Ende hatten die einen Vertrag, typographisch nachgewiesen nicht von mir unterschrieben worden, die Unterschrift sieht auch schon auf den ersten Blick falsch aus, Adresse stimmte nicht mal Ansatzweise (etwa 150km von hier entfernt) und was kam am Ende raus? Das GERICHT hat entschieden, meine Unschuld sei nicht beweisbar und ich wurde gerichtlich dazu verdonnert, den Mist zu bezahlen.
Willkommen in Deutschland....
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11.05.2012 14:21 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -1
 
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@msh1n0 Hattest du einen Anwalt? Normalerweise kommt man da lässig raus.
Wichtig sind in diesem Falle eine weit vorausgehende Strafanzeige (nächste Polizeiwache) gegen unbekannt wegen Vortäuschung eines Vertrages und Unterschriftenfälschung.
ein entsprechendes Schreiben per Einschreiben Rückschein an die Abzockerfirma mit Widerspruch024
Das Gericht erkennt dann an, dass du rechtzeitig gegen die Sache angegangen bist.
Deshalb ganz wichtig: Nicht wegwerfen - sondern zeitnah widersprechen mit Einschreiben Rückschein !!!
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11.05.2012 14:50 Uhr von iarutruk
 
+5 | -2
 
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@zensus1999 1. Hast du das selber nicht auch gemacht?

2. Der PC des Jungen hatte keinen Internetanschluss.

Willst du jetzt die Verbrecherbande auch noch in Schutz nehmen?

@Delios, wie kann er überhaupt eine Bestellung machen, wenn er keinen Internetzugang hat?

@Achtungsgebietender, der du das große Latinum hast, Redakteur bist, gibst so einen Kommentar ab? Ist ein 11 Jähriger geschäftsfähig? Hat er einen Internetanschluss?



Na klar er kann natürlich die Dummheit bei einem Freund begangen zu haben. Schlimmer wäre es natürlich, wenn er ein falsches Geburtsdatum eingegeben hätte.

Mir ist das schon 2x passiert. Keine Antwort, keine Überweisung von mir, keine Reaktion von der Rechtsanwaltskanzlei.

@Msh1n0 .... zu deinem Kommentar ein eindeutiges NEIN!!
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11.05.2012 15:17 Uhr von TeleMaster
 
+2 | -0
 
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Was ich nicht verstehe ist, warum die Justiz diesen Firmen nicht das Handwerk legt.
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Weil Deutschland.
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11.05.2012 16:03 Uhr von DerMaus
 
+5 | -0
 
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Keine Panik auf der Titanic: Junge ist unter 14 und damit nicht vertragsmündig. Ergo ist faktisch gar kein rechtsgültiger Vertrag geschlossen worden.

Erste Mahnung beantworten, Zahlung mit oben genanntem Grund verweigern und ab dann alle Mahnungen in die Tonne.

Grundsätzlich: Inkassokomandos kann man wie jeden anderen Bürger aus seiner Wohnung rauswerfen, wenn sie sich weigern hilft einem gern die Polizei. Der einzige der Ihr befriedetes Besitztum betreten darf ist ein Gerichtsvollzieher und das auch nur dann, wenn er einen Titel vollstreckt, der vor einem Gericht gegen Sie erwirkt wurde.
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11.05.2012 16:57 Uhr von kingoftf
 
+2 | -0
 
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Ich bekomme auch: regelmäßig Briefe von einer Inkassofirma in Madrid, weil Vodafone immer noch behauptet, ich hätte einen DSL-Anschluss bei denen, obwohl der nachweislich von Movistar kommt, der Ombudsmann in Madrid und sogar das Telekom-Ministerium haben mir Recht gegeben, dass ich den Vertrag nie unterschrieben habe und die Telefonlinie, um die es geht, gar nicht auf meinen Namen läuft, aber Vodafone stellt sich stur, die verkaufen ihre Forderungen an Inkassounternehmen, die dann tolle Sprüche aufsagen, aber solange da nix gerichtliches kommt, geht das ungeöffnet in die Tonne
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13.05.2012 20:42 Uhr von Marco Werner
 
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Meine Freundin hat da auch so ihre Erfahrungen: machen dürfen. Damals kam per Mail eine Rechnung einer Firma namens Magolino. Angeblich hätte meine Freundin sich bei denen registriert, hätte einen Link in der Bestätigungsmail direkt nach der Registrierung angeklickt,womit deren Gewinnspielmagazin runtergeladen worden wäre und sie einen Vertrag abgeschlossen hätte. Nun,seltsam nur,daß weder ihre Browserchronik die Seite der Firma kannte, noch die genannte Datei auf dem Rechner oder gar diese ominöse Bestätigungsmail aufzufinden war. War auf kein Wunder,denn diese Bestätigungsmail kam erst 2 Tage *nachdem* die Rechnung für den angeblichen Vertragsabschluß kam. Hab beide Mails inkl. Header (und darin enthaltenen Datums- und Uhrzeitangaben) ausgedruckt und denen einen saugroben Brief geschrieben. Sie haben dann aus angeblicher Kulanz (umgangssprachlich wohl eher "Schiss"...) den angeblic