10.05.12 22:09 Uhr
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Somalia: Bundeswehr darf nun auch am Land Piraten jagen

Bis zum heutigen Tage durfte die Bundeswehr nur auf See Piraten jagen. Doch dies ändert sich von nun an.

Der Bundestag hat beschlossen, dass die Bundeswehr nun auch Luftangriffe in Strandnähe durchführen darf.

Im Notfall ist der Bundeswehr sogar gestattet, auf Land zu agieren. Diese Entscheidung soll die Bundeswehr im Kampf gegen die Piraten vorantreiben.


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WebReporter: tirador
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Land, Bundeswehr, Piraten
Quelle: www.tagesspiegel.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.05.2012 22:30 Uhr von Odysseus999
 
+4 | -9
 
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Verstehe ich nicht: Will ich auch nicht
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10.05.2012 22:43 Uhr von lopad
 
+7 | -1
 
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2 km ins Landesinnere.

Jetzt verlagern die ihre "Stützpunkte" hinter die 2 km Zone und alles bleibt wie bisher.
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10.05.2012 23:15 Uhr von supermeier
 
+5 | -3
 
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Es sollte vollkommen reichen: wenn 20mm HE bis zu 2 Kilometer tief ins Land agieren.
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10.05.2012 23:20 Uhr von Bleifuss88
 
+6 | -1
 
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Wiedermal halbherzig: Es ist doch immer dasselbe in den modernen westlichen Armeen. Da sollen sie eine Bedrohung ausschalten - aber mit gefesselten Händen. Jetzt also wieder maximal 2km - was soll der Witz? Entweder ganz - was große Diskussionen auslösen würde - oder gar nicht. Aber doch bitte nicht so ein Blödsinn!
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11.05.2012 06:52 Uhr von General_Strike
 
+3 | -2
 
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@Roland_aus_Zwicke: Das wäre Geldverschwendung. Es lohnt sich nicht, wegen 3-4 Piraten ein Schiffsgeschütz abzufeuern. Eine kleine, billige Drohne mit hochexplosiver Minirakete macht auch verschluckbare Kleinteile aus den Piraten und zum Starten auf See braucht man keinen Flugzeugträger.
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11.05.2012 07:20 Uhr von alexanderr
 
+0 | -0
 
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"[...] durfte die Bundeswehr nur auf See Piraten jagen [...]"
klingt wie ein Ballerspiel.
Schnell verbieten.
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11.05.2012 07:43 Uhr von saber_
 
+4 | -5
 
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ich verstehe die debatte nicht...

die argumentation ist doch total einfach:

sind es deutsche schiffe? - ja

ist die besatzung deutsch? - ja

sind deutsche staatsbuerger durch illegale aktivitaeten anderer gefaehrdet? - ja


bitte einmal hoerer in die hand nehmen und mal einen anruf in das territorium aus dem die bedrohung kommt anrufen: "unsere staatsbuerger werden durch aktivitaeten aus eurem hochheitsgebiet bedroht, sofern sie das nicht selber loesen sehen wir uns gezwungen den roten knopf zu druecken"

fertig und ende der diskussion


und auf jeden frachter paar maschinengewehre installieren... so 30-50kaliber mit 1000+ schuss pro minute duerfte genug feuer spucken wenn boote kurs auf den frachter halten
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11.05.2012 07:52 Uhr von Bobbelix60
 
+5 | -7
 
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Find ich echt klasse! Keiner macht sich Gedanken warum die Menschen in Somalia so verzweifelt sind, dass sie auf Piraterie zurückgreifen. Hauptsache erst einmal wegballern und erst danach fragen.

Und bevor jemand rummeckert. Nein! Es kommt bei der normalen Bevölkerung KEINE Hilfe an! Und die installierte Regierung dort ist korrupt ohne Ende - naja...so wie überall - aber das gemeine Volk hat weniger Möglichkeiten einen menschenwürdiges Leben zu leben.

Lösung: stabile, ehrliche Regierung schaffen => keine Warlords => keine Piraterie => menschenwürdiges Leben für die Bevölkerung
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11.05.2012 08:12 Uhr von DrGonzo87
 
+3 | -7
 
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@Bobbelix: Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.

Hat eigentlich schon mal irgend jemand gegen gerechnet, was es kosten würde die Lebensbedingungen in Somalia zu verbessern im Vergleich zu einer äußerst aufwendigen Überwachung der See inkl. Lösegeldern?
Wenn sich an den Lebensbedingungen in Somalia nichts ändert, muss man wohl oder übel alle umbringen, um die Piraterie entgültig zu stoppen.
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11.05.2012 08:43 Uhr von D0M3
 
+8 | -1
 
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Die: Frage, warum die Somalier das machen, ist berechtigt. Die Antwort, die ihr sucht etwas falsch. Die politischen Verhältnisse in diesem Staat sind mehr als verworren. Die Bezeichnung "Somalia" bezeichnet keinen Staat mehr, sondern eine Region mit Anarchismus. Jedes Regim beansprucht einen eigenen Teil. Hilfsorganisationen haben sich fast alle zurückgezogen. Die Frage ist, wie man einen anarchistischen Staat wieder in geordnete Bahnen bekommt. Eigentlich nur mit großangelegten Militärinterventionen. Aber was bewirken diese? Am Ende trifft es die Bevölkerung noch härter. Die Piraterie ist nicht die Einkommensquelle der armen Leute, dass haben Normaden nicht nötig bzw nicht die Möglichkeiten dafür. Piraterie ist die Einkommensquelle der Kriegsherren und Clan-Chefs. Die Möglichkeit Kohle für Waffen und Soldaten heranzuschaffen, um seine eigenen Interessen zu verteidigen und auszuweiten.
Die Ausweitung des Einsatzgebietes auf 2km ins Landesinnere hat einen entscheidenden Vorteil: Das Zerstören von Booten und Waffen, mit denen Angriffe auf Handelsschiffe gestartet werden. Natürlich ziehen sich die Piraten hinter die 2km-Grenze, aber das möchte ich sehen, wie sie die Schiffe und Boote über die Grenze ziehen möchten.
Man möchte die Piraten nicht verhaften und nicht töten, sondern ihre Grundlage entziehen, eine Einnahmequelle, um die oben angesprochenen Probleme des Landes zu beheben. Keine Piraterie, keine Schiffe, kein Lösegeld, schwerer an neue Waffen zu kommen. Bei einer Verhaftung von Piraten bleibt nichts anderes übrig, als diese in ein anderes Land zu verschieben. Kenia hatte da in der Vergangenheit sehr viele vor Gericht gestellt, die von anderen Nationen eingebracht wurden. Aber auch Deutschland ist bei Gefangennahme von Piraten verpflichtet die in ihrem Land vor Gericht zu stellen, wenn ein anderes Land dies nicht freiwillig übernimmt.

Man muss zum Schluss noch unbedingt feststellen, dass es zwar ein EU-Auftrag ist, den sich die Bundeswehr angeschlossen hat, aber auch Russland, Iran, Japan, Südkorea, China dazu Ägypten, Bahrain, Schibuti, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und VAE. Sogar die Schweiz wollte sich beteiligen (auch die haben übrigens eine Hochseeflotte und eine Marine).
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11.05.2012 08:44 Uhr von saber_
 
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@Bobbelix60 & DrGonzo87: deutschland hilft schon der ganzen welt... es reicht irgendwann mal...

wird mal zeit auf seinen eigenen arsch zu schauen...

lieber soll das geld in bundeswehreinsaetze zum schutz von deutschen staatsbuergern und deutschen schiffen fliessen als das es irgendwo im niemandsland landet...


und nur weil hier in meiner nachbarschaft millionaere leben bedeutet es noch lange nicht das ich ein recht drauf habe mich an den strassenrand zu stellen und sie zu ueberfallen...

wobei die kluft zwischen mir und einem millionaer bei weitem groesser ist als die kluft zwischen dem aermsten menschen der welt und mir..

und fremde probleme interessieren mich einen scheissdreck... gibt hier genug probleme im eigenen land - aber das vergisst man meistens

@dom3: du bringst es auf den punkt. piraterie ist nicht das hobby der armen hungernden bevoelkerung...

und armut hat noch keinen ehrlichen menschen zu derartiger kriminalitaet gezwungen...

vielleicht was zu essen klauen, aber nicht ein komplettes schiff kapern...

[ nachträglich editiert von saber_ ]
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11.05.2012 09:21 Uhr von architeutes
 
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@Bobbelix&Dr Gonzo87: Und wer soll dort für Ordnung sorgen ??
Tut es der Westen oder die USA , schreit hier alles über
"demokratisierung" "imperialissmus""Verschwörung"
"Raub von Bodenschätzen"usw.
..."ehrliche Regierung schaffen........"
Wozu denn ?dann hat man gleich den schwarzen Peter.
Afrika den Afrikanern , sollen sie sehen wie sie zu einer
Lösung kommen.
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11.05.2012 09:26 Uhr von Bobbelix60
 
+3 | -2
 
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@DOM3: Merci für die gute Zusammenstellung. Dass die Warlords für das Piraterieproblem verantwortlich sind, ist mir bekannt - siehe auch Wortnähe im Lösungssatz. Sofern man den Waffengebrauch auf die Boote/Schiffe beschränkt, könnt ich mit dem Vorschlag in der News leben.

Es wird aber immer noch gerne vergessen, dass es bei den Piraten immer noch um Menschen handelt, die unter Umständen nicht ganz freiwillig ihr Piratendasein ausüben. Hab mal von einer Zwangsrekrutierung durch die Warlords gelesen.

@architeutes: "Afrika den Afrikaner". Das wäre eine Wunschvorstellung der meisten Afrikaner. Wird aber von unserer Wirtschaft/NATO nicht gewünscht. Da kann man ja keinen Gewinn erzielen durch Ausbeutung.

[ nachträglich editiert von Bobbelix60 ]
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11.05.2012 09:34 Uhr von DrGonzo87
 
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@saber: Du hast schon Recht, man muss selbstverständlich auch auf die eigenen Leute achten.

"und nur weil hier in meiner nachbarschaft millionaere leben bedeutet es noch lange nicht das ich ein recht drauf habe mich an den strassenrand zu stellen und sie zu ueberfallen..."

Selbstverständlich nicht, aber ohne selber mal in so einer Situation gewesen zu sein, hast du ebenso wenig das Recht, diese Leute zu verurteilen.

"wobei die kluft zwischen mir und einem millionaer bei weitem groesser ist als die kluft zwischen dem aermsten menschen der welt und mir.."

Und diese Aussage ist nur noch weltfremd. Die ärmsten Menschen dieser Welt kämpfen jeden Tag um Leben und Tod. Sowohl du, als auch Millionäre haben Strom, Fließendes Wasser, ein Dach über dem Kopf und genug zu essen. Des weiteren Internet (wie dein Post beweist), Fernsehen, Radio.... Auch eine Medizinische Versorgung haben du und Millionäre gemein. All diese "Nebensächlichkeiten" haben viele (wenn nicht sogar fast alle) Menschen in Somalia nicht.

Bei einer solchen Aussage....

"und fremde probleme interessieren mich einen scheissdreck"

Wundert mich so eine auch nicht.

"gibt hier genug probleme im eigenen land - aber das vergisst man meistens"

Nein, die meisten Menschen vergessen, wie gut es uns eigentlich geht. Meine obrige Aufzählung der Annehmlichkeiten in modernen Ländern sollte das eigentlich gut verdeutlichen.

Du würdest vermutlich nicht eine Woche durchstehen, wenn du in Somalia leben müsstest (genau so wenig wie ich).
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11.05.2012 09:39 Uhr von D0M3
 
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Nachtrag: Die Bundeswehr hat es in der Vergangenheit oft gemacht, Piraten nach entwaffnen und Versenken des Bootes, medizinisch zu betreuen, sie dann in ein Schlauchboot mit Essen zu setzen und diese ans Land zu schicken. Waren die Piraten an Land und das Boot verlassen, wurde es von einem Helicopter, der das Boot begleitet hat, vernichtet. Nachteil: Kostet alles etwas mehr Vorteil: Versorgung der Bevölkerung, keine Toten, günstiger als in Deutschland vor Gericht zu stellen, Vernichtung von Waffen und Booten für weitere Piraterie.
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11.05.2012 18:17 Uhr von ArrowTiger
 
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Gut für die Fische! Ein angenehmer Nebeneffekt der Piratentätigkeit in den somalischen Gewässern ist ja, daß sich die Fischbestände der durch Raubfischerei (auch durch EU-Flotten!) leergefischten Gewässer wieder fast vollständig erholen konnte.

Gute Chancen also, daß sich die Piraten bald wieder ihrer ursprünglichen Arbeit, der Fischerei, zuwenden können. Vorausgesetzt, die Warlords lassen sie...

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